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Review

Devolo Home Control im Test – Teil1: Ersteinrichtung & Raumheizungsteuerung

by 31. Mai 2015
Postiv
  • Schnelle & Einfache Ersteinrichtung
  • Geräteinstallation durch Videos und Schritt für Schrittanleitung begleitet
  • Übersichtliche Oberfläche
  • Zeitpläne, Regeln, Gruppierungen und Schalterbelegungen durch einfaches Drag & Drop
  • Negativ
  • Bedarf viele persönliche Daten während der Registrierung
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    Installation
    Funktionsumfang
    Bedienung
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    Wenn man ersteinmal die nervige Registrierung hinter sich gelassen hat, ist es das perfekte Smart Home Einsteigersystem. Dank Videoanleitungen ist die Montage & das Anlernen der Geräte super einfach. Automatisierungen werden per Drag & Drop einfach "zusammengeschoben"

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    Was lange währt wird endlich gut. Im Falle von Devolo stimmt das sogar. Devolo Home Control ist endlich für jedermann erhältlich. Ich habe mein Zuhause damit mal „smart“ gemacht. Hier ist mein Test.

    Wir haben schon hier und da über Devolos Pläne in das SmartHome einzusteigen berichtet. Hieß es im März 2014 nur das man auch im Smart Home mitmischen will, sind bereits im Mai 2014 die ersten Informationen durchgesickert, dass man wohl auf den Z-Wave Funkstandard setzen wird.

    Im August durfte ich mir für siio.de sogar schon die ersten Komponenten und die Home Control Zentrale ansehen. Alles sah nach einem unaufhaltbaren Durchmarsch aus. Auf der IFA 2014 (im September) dann die große Präsentation: Devolo Home Control – das Smart Home zum selbermachen! – so der Werbeslogan. Und auf einmal wurde es Ruhig. Im Oktober sollte es los gehen, aber auch im November standen weder Zentrale noch Komponenten im Regal des Handels. Man hatte Probleme mit der Software. Wir haben darüber im Artikel: Maschinen volle Kraft zurück – Devolo verschiebt Smart Home Markteintritt – berichtet.

    Seit April ist Devolo Home Control nun erhältlich. Grund genug das ich mir das System mal ansehe.

    Eigentlich könnte man denken, der „Do-it-yourself“ Smart Home Markt (den ich übrigens auf 25% schätze – 75% sind „Do-it-for-me“ Kunden) wird derzeit ausreichend durch die aktuell auf dem Markt verfügbaren Systeme und den Onlinehandel bedient. Was aber gerade fehlt, ist ein System mit einer intuitiven Oberfläche um Geräte anzulernen und Automatisierungen auf eine einfache Art & Weise erstellen zu können. Genau das verspricht das System von Devolo zu können – daher haben viele User auf dieses System gewartet. Ob es Devolo geschafft hat, ließt du in diesem und meinen nächsten Artikeln.

    Alle reden vom Smart Home – ich mach das selber

    Falls du nicht weist wo du mit dem „selber machen“ deines Smart Homes anfangen sollst, nicht schlimm, diese Entscheidung hat dir Devolo mit dem Starterkit abgenommen. Die Home Control Zentrale allein erhältst du exklusiv nur im Devolo Onlineshop für 129 Euro. Auf Amazon und Co hingegen findet sich die Zentrale bislang nur im Starterbundel. Darin eine schaltbare Z-Wave Steckdose mit Energiemessfunktion sowie einem 3-in-1 Sensor, welcher nicht nur offene Türen oder Fenster erkennt, sondern auch die Temperatur und Helligkeit misst.

    Erweitern kannst du dein Smart Home mit aktuell 8 Devolo gebrandeten Komponenten:

    In diesem Artikel soll es erst einmal um die Zentrale, sowie das Heizungs- und das Wandthermostat gehen. Die anderen Komponenten mit ein paar Anwendungsbeispielen stelle ich dir in meinen nächsten Artikeln zum Devolo Home Control vor.

    Unboxing

    Die Kartons sind alle recht groß ausgefallen, selbst für die verhältnismäßig kleine Fernbedienung. Nicht schlimm, so ist auf der Rückseite mehr Platz für eine Automatisierung, Szene oder eine Alltagsanwendung. Dies findet sich nämlich auf der Rückseite jedes Gerätes – coole Sache. Mehr davon gibt es auf der Devolo Seite.

    Die Zentrale sieht auf den ersten Blick aus, wie ein Powerline Adapter. Das ist auch gar nicht so falsch, denn natürlich hat der Powerline Spezialist seiner Smart Home Zentrale auch eine Powerline Funktion verpasst. Solltest du kein Powerline Netzwerk bei dir Zuhause betreiben, so steht dir noch ein Ethernet LAN Port zur Verfügung, über welchen du die Zentrale mit deinem Router verbinden kannst. WLAN hat die weiße (Steckernetzteil ähnliche) Zentrale leider nicht. Dennoch sehr schick geworden, denn außer einem Netzwerkkabel (sofern du kein Powerline hast) führt kein weiteres Kabel zur Zentrale – damit bleibt viel Kabelgewirr erspart und es sieht aufgeräumt aus.

    Das Raumthermostat – aus Plastik, Front in weiß mit blau beleuchteten Display, Rückseite schwarz – sieht schick aus! Schrauben und Dübel gehören zum Lieferumfang, sowie auch die benötigten Batterien. Übrigens kommt das Wandthermostat aus dem Hause Danfoss.

    Das Heizungsthermostat – kennen wir, es handelt sich ebenfalls um den Hersteller Danfoss. Das runde Display vorn an der Front, blau beleuchteter Hintergrund. Neben zwei Adapterringen sind auch hier die benötigten Batterien im Lieferumfang enthalten.

    Erstinstallation

    Etwas irritiert schaute ich, als ich die lokale IP Adresse der Home Control Zentrale im Browser eingab und es passierte … Nichts. Weiße Seite. Die Installation führte mich schließlich auf MyDevolo.com wo ich mir zunächst einen Account registrieren musste, denn Devolo Home Control ist ein Cloudbasiertes System.

    Um einen neuen Account zu registrieren, wirst du neben eMail, Wunschpasswort noch nach deinem Namen und Geburtsdatum gefragt. Nervig, – im Kleingedruckten wird dann erläutert das dieses bei einem eventuellen Passwort Recovery zur Sicherheit genutzt wird. Naja, ok.

    Nach Absenden der Registrierung erhältst du eine eMail mit Bestätigungslink. Sobald du diesen angeklickt hast, ist dein Account freigeschalten. Nach dem ersten Login muss nun natürlich die Smart Home Zentrale mit deinem Account verknüpft werden. Klicke dazu auf das Plus (+) Symbol um eine „Home Control Zentrale hinzuzufügen. Hier fragt Devolo nach dem Standort der Zentrale. Land und Stadt sind Pflichtangaben, da diese später für die Wettervorhersage genutzt werden. Dennoch nervig. Besser fände ich es, wenn man die Wetter App nachträglich hinzufügen könnte, für die es möchten. Denn in Szenen und Regeln lassen sich die Wetterdaten (noch) nicht verwenden.

    Danach sich das mydevolo.com Portal nach eine neuen Home Control Zentrale welche sich mit der gleichen (öffentlichen) IP angemeldet hat wie ich. Das funktioniert ziemlich zuverlässig und schnell. Anhand der angezeigten Seriennummer kannst du prüfen ob es sich auch um deine Zentrale handelt und muss dies nun noch bestätigen. Dazu einfach den Knopf mit dem „Häkchen“ an der Front der Devolo Home Control Zentrale kurz drücken. Schon sind Zentrale und dein Account miteinander verknüpft.

    Geräte anlernen

    Wenn wir nun auf der Weboberfläche der Devolo Smart Home Zentrale laden, ist diese etwas leer, bis auf die Wettervorhersage und das SmartHome Tagebuch. Dieses ist übrigens sehr cool, da es chronologisch alle Vorgänge und Änderungen von Zuständen im Smart Home anzeigt.

    So nun brauchen wir aber erst einmal Geräte, damit wir mit dem Devolo Home Control was machen können. Beginnen wollen wir wie Eingangs erwähnt mit einer kleinen Raumheizungssteuerung. Um nun das Wandthermostat anzulernen, gehe oben im Menü auf Geräte. Über das Plus (+) Symbol kannst du neue Geräte hinzufügen. Es öffnet sich ein Popp up und zeigt alle 8 Geräte aus dem Devolo Portfolio an. Eigentlich ist es egal auf welches du klickst, denn es startet immer den Inklusionsvorgang (Anlernvorgang). Das Coole ist aber, das hinter jedem Gerät eine Anleitung inklusive Video liegt, wie dieses angebaut und angelernt wird. Ja – das mit dem „Smart Home zum selbermachen“ könnte klappen.

    Eine Schritt für Schritt Anleitung zeigt mir nun wie ich das Wandthermostat anbauen soll, und welche Taste ich drücken muss. (die Taste an der Oberseite für 2sek). Danach ist das Wandthermostat bereits angelernt und ich kann diesem einen Namen vergeben, sowie einem Raum zuweisen. Wenn es noch keine, oder den Raum noch nicht gibt kann dieser auch hier angelernt werden.

    Gleiches kannst du mit dem Heizungsthermostat wiederholen, auch dazu erhältst du eine Schritt für Schritt Anleitung, inklusive Video.

    Beide Geräte findest du nach dem Anlernen unter dem Menüpunkt „Geräte“ wieder. Hier kannst du jederzeit dessen name, Symbol und den zugeordneten Raum editieren. Ausserdem siehst du hier den aktuellen Zustand sowie Ladekapazität des Akkus bei batteriebetriebenen Geräten.

    Übrigens, an jedem Aktor oder Sensor findest du in der Geräteübersicht einen Button um dir die Statistik anzeigen zu lassen. Hier siehst du wann ein Gerät ein oder ausgeschalten wurde und wie der Temperaturverlauf war. Sogar gegenübergestellt zwischen IST und SOLL Wert.

    Devolo-Home-Control Temperaturverlauf

    Devolo-Home-Control Temperaturverlauf

    Heizung per Wandthermostat steuern.

    Ich wollte gern, das mein Heizungsthermostat automatisch auf die Temperatur reguliert, welche ich am Wandthermostat einstelle. Meine Versuche dies über den Menüpunkt Regeln zu lösen scheiterte kläglich. Das Zauberwort heißt Gruppierung. Hinter diesem Menüpunkt lassen sich nicht nur Räume anlegen, welchen man Geräte zuordnet, sondern auch individuelle Gruppen von Geräten. Mit einem einfachen Häkchen, kann ich festlegen, dass diese miteinander synchronisiert werden sollen.

    So kann ich beispielsweise eine Gruppe für meine zwei Steckdosen im Wohnzimmer anlegen, an denen zum einen das HiFi Board angeschlossen ist und an der mein Subwoofer.  Schalte ich nun das HiFi Board ein, wird auch automatisch der Subwoofer miteingeschalten. Beim ausschalten passiert natürlich das gleiche.

    Genauso funktioniert das nun mit dem Wand- und dem Heizungsthermostat. Beide per Drag and Drop in die gleiche Gruppe geschoben, wird das Heizungsthermostat automatisch auf die Temperatur gesetzt, welche ich am Wandthermostat einstelle.

    An dieser Stelle fällt schon auf, das man die Oberfläche sehr Kundenfreundlich gestaltet hat. Poweruser, welche bereits tiefgreifende Smart Home Erfahrung haben, müssen hier wirklich mit der Endkundenbrille herangehen, sonst laden Sie wie ich frustriert in dem Menüpunkt „Regeln“ ;-). Das hat mich übrigens an meine ersten Schritte mit dem Macbook erinnert als ich von Windows umgestiegen bin. Dort habe ich mal 1 Stunde vergeblich den Menüpunkt im Finder gesucht um in der Seitenleite ein „Favorit“ zu löschen, bis ich im Internet gelesen habe: Draufklicken, gedrückt halten und einfach aus der Seitenleiste herausziehen. Der Menüpunkt verschwindet als „Blase“.  *Facepalm*

    Zeitpläne

    Vielleicht möchtest du nicht unbedingt früh morgens erst einmal 23° Grad am Wandthermostat einstellen um später ein warmes Badezimmer zu haben. Über den Menüpunkt „Zeitsteuerung“ kannst du für jeden Aktor, egal ob Schaltsteckdose oder Heizungsthermostat einen Zeitplan definieren. Mit dem Plus (+) Symbol legst du auch hier wieder einen neuen Plan an. Im Wiederholungsrhythmus kannst du festlegen für welchen Wochentag der Zeitplan greifen soll. Auch ein Anfangs- und Enddatum kann definiert werden (praktisch für einen Plan während du im Urlaub bist). Alternativ kannst du die Checkbox „Endet nie“ setzen.

    Per Drag & Drop schiebst du nun das Gerät in den Zeitplan, welches gesteuert werden soll. Danach kannst du Schaltpunkte festlegen und den Zustand, bzw. im Falle des Thermostats die Temperatur, welche eingestellt werden soll.

    Denk daran, dass die Heizungskurve träge ist und es eine Weile braucht um das Zimmer aufzuheizen. Wenn du also um 7 Uhr aufstehen möchtest, stelle am besten schon um 6:30 Uhr einen Schaltpunkt zum heizen ein, damit das Bad um 7Uhr auch warm ist ;-)

    Wenn dein Raum mehrere Heizungsthermostate hat, empfiehlt es sich vorher eine Gruppierung anzulegen, so wird ein Thermostat vom Zeitplan gesteuert, die anderen synchronisieren diese Temperatur.

    Fazit

    Die Einrichtung ist an sich wirklich einfach, bedarf für meinen Geschmack aber noch viel zu persönliche Informationen. Das es nun bei Devolo eine Cloudlösung geworden ist finde ich nicht schlimm. Fällt die Internetverbindung aus, kommst du zwar per Browser nicht mehr auf die Zentrale, die Smartphone App jedoch funktioniert weiterhin, wie auch alle Regeln und Zeitpläne. Einzig der eMail und Pushdienst geht nicht mehr zu nutzen.

    Die Oberfläche ist wirklich einfach und intuitiv geworden. Die großen Symbole zusammen mit der Drag & Drop Funktion gefallen. Besonders „geil“ finde ich wie Devolo das Anlernen der Geräte gelöst hat. Durch die Videos und Schritt für Schritt Anleitung kann ab sofort wirklich „Jeder Smart Home selber machen“.

    Hinweis für alle Nutzer unserer Smartphone App: Das Devolo Home Control Video Teil 1 findest du im Tab „YouTube“ oder hier

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    crissxcross
    crissxcross
    Chris, Gründer und Blogger von siio. Gelernter IT-Systemelektroniker, seit vielen Jahren beruflich als Produktmanager im Smart Home unterwegs. Technikverliebter Familienvater, Apple Fan. Nach einigen Jahren Stadtleben wieder froh auf dem Land zu sein.
    10 Comments
    • Hoggle
      Hoggle
      16. Juni 2015 at 10:33

      Der Tür/Fensterkontakt sieht genauso aus wie meiner von Philio.
      Sicherlich sind die dann auch baugleich?

      • crissxcross
        16. Juni 2015 at 11:11

        Hi, der sieht nicht nur so aus. ;-)
        Der Philio 3-in-1 und natürlich auch der Philio 4-in-1 Sensor werden oft als OEM Label verkauft.
        Neben Devolo wird auch der D-Link Z-Wave Tür/ Fensterkontakt von Philio sein. Den wirst du demnächst noch öfter sehen.

    • Hoggle
      Hoggle
      16. Juni 2015 at 13:13

      Ah, Danke.
      Für das Zusammenspiel mit der HC2 ist wahrscheinlich der aufgeklebte Name nicht relevant, oder?
      Vielleicht ist ja die Anleitung bei den anderen Anbietern besser! :-)

    • Hoggle
      Hoggle
      17. Juni 2015 at 20:30

      Das glaube ich. Wenn es beim einen nicht geht, wird das ein oder andere Feature beim anderen auch nicht funktionieren…..
      Aber als unerfahrener Anwender ist eine gute Anleitung viel wert. Das zahle ich dann aber auch gerne.
      Die Anleitung von Develo zu meinem Philio Fensterkontakt war zwar in deutsch, aber sonst nicht hilfreich. Insofern gehe ich davon aus, dass Develo andere Zentralen nicht überstützen möchte.

    • 12. Juli 2015 at 13:02

      Super, danke für die Erklärung. Ich habe aber noch eine kleine Frage. Und zwar für welche Heizsysteme ist dies geeignet? Oder ist dies Egal. Ich besitze eine Wärmepumpe und eine kleine Gasheizung.

    • 26. Juli 2015 at 13:07

      Hast du Erfahrung wie gut das Teil mit Fibaro Sensoren umgehen kann ?

      • crissxcross
        28. Juli 2015 at 23:34

        Hi, ich habe unter anderem den Fibaro Floodsensor getestet welcher erkannt wurde. Die Beschriftung ist nicht immer korrekt aber die Funktion ist immer gegeben. Das ist wirklich sehr positiv bei dem Devolo System. Der Hersteller hat eine verbesserte 3rd Party Implementierung angekündigt – es soll dann also wirklich mit dem Großteil aller Z-Wave Geräte arbeiten.

    • Dalle
      27. November 2015 at 21:27

      Hi,

      Ich wollte mal fragen ob auch unterputz Schalter kompatibel sind ?

      z. B. Z-Wave Schalter Set Busch-Jaeger DURO 2000

      und wenn nicht gibt es eine Auflistung was kompatibel ist ?

      Gruß Dalle

      • crissxcross
        28. November 2015 at 14:23

        hi,
        Devolo bringt jetzt eigene Unterputzmodule. Ob die Busch-Jäger Modue gehen kann ich dir nicht sagen, aber ich denke das Sie eine einfache Binär Schalter Klasse sind und daher sollte dss problemlos gehen.

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