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Qivicon im Test – Ein System das alle vereint?

Bild @ Qivicon.de
MaxPower
Geschrieben von MaxPower
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Qivicon? Was ist das denn schon wieder? – Stefan hat sich die Zentrale der Hersteller Allianz unter der Schirmherrschaft der Deutschen Telekom mal angesehen. Hier sein Resümee inklusive Videos und einem Vergleich mit der Homematic Zentrale.

Qivicon ist eine Smart-Home Plattform, die unterschiedliche Systeme unter einer Plattform vereint. Im Detail heisst das, dass man nicht an einen Hersteller gebunden ist. Vielmehr muss man als Verbraucher nur darauf achten, dass z.B. der Aktor den man haben möchte mit Qivicon kompatibel ist.

Die Anzahl der Partner wächst hierbei immer weiter und die Basisstation ist durch USB Sticks Funktechnisch erweiterbar. So ist (als Beispiel) der ZigBee Funkstick kompatibel und kann einfach and die Basis angesteckt werden und erweitert das System somit um das Zigbee Funkprotokoll. Aber nicht nur Zigbee ist kompatibel – auch homematic Komponenten können von Haus aus mit Qivicon kommunizieren.
Hinzu kommen noch weitere Anbieter, wie zum Beispiel Sonos, Phillips, Miele, Osram, D-Link oder auch bitronhome.

Wichtig hierbei ist, dass nur Funkkomponenten eingebunden werden können. Auf Kabel Aktoren kann das Gerät nicht zugreifen.

Bild @ Qivicon.de

Unboxing der HomeBase

Die HomeBase wird inkl. Netzteil und Netzwerkkabel geliefert. Hinzu sind verschiedene Starter Packs lieferbar, welche bereits einige Sensoren und Aktoren mitliefern. Somit bekommt man als Verbraucher gleich schon die passenden Komponenten in einem Paket geliefert. In unserem kleinen Test haben wir das Telekom Starter Pack genauer unter die Lupe genommen. In dem kleinen Video zeige ich euch die HomeBase, welche bei allen Paketen gleich ist:

[youtube url=“http://www.youtube.com/watch?v=EHhzolKlxy0″ rel=“0″ showsearch=“0″ showinfo=“0″]

Einrichten der Homebase:

Nachdem wir die HomeBase mit Strom und Netzwerk verbunden haben, können wir auf das Webinterface der Station zugreifen. Wir werden begrüsst von einem Loginscreen, bei dem wir uns als erstes registrieren müssen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich kein Freund von einer Zwangsregistrierung bin – zumal ich bei der Registrierung auf eine Seite der Telekom weitergeleitet wurde – jedoch um ein einfaches System zu haben, macht dies ein wenig Sinn. Hierzu später mehr…

Nach Angabe meiner persönlichen Daten sowie der Seriennummer der HomeBase, war die Einrichtung fertig und ich wurde in einem sehr kurzen und verständlichen Assistenten durch die HomeBase geleitet. Bei Tests dieser Art, versuche ich immer einen Blick auf die Geräte zu haben, als sei ich wirklicher Einsteiger – und ich muss bei der Qivicon sagen, dass es mir richtig gut gefallen hat!

Die Einrichtung der Grundlegenden Homebase war somit für mich erledigt.

Anlernen von Geräten:

Das Anlernen der kompatiblen Geräten wird von Qivicon in einem Assistenten erledigt. Eigentlich ja nichts besonderes – jedoch war ich von diesem Assistenten wirklich überrascht. Fangen wir aber vorne an.

Bild @ Qivicon.de

Nachdem wir die Weboberfläche aufgerufen haben, wählen wir unten im Menü den Punkt „Gerät hinzufügen„. Wir gelangen nun in den eigentlich Assistenten. Als erstes wählen wir den Hersteller aus, von welchem wir das Gerät einbinden möchten. In meinem Fall war es eine Funksteckdose mit Leistungsmessung von Homematic. Als Hersteller wählen wir also EQ3-Homematic aus und bekommen als nächstes eine Liste der kompatiblen Geräte angezeigt. Hier taucht auch schon der „Smart Plug mit Verbrauchsmessung“ auf. Sollten wir uns nicht sicher sein, so wird zusätzlich noch immer ein kleines Bild mit angezeigt sowie die Modellbezeichnung des Gerätes.

Ist dieser Schritt erledigt kommen wir zum eigentlichen Anlernen des Gerätes. Es wird in einfachen Bildern erklärt, wie wir die Geräte anlernen. Hierbei werden durch kleine Grafiken nicht nur alle Schritte gezeigt, sondern es wird ebenfalls dargestellt, wann die LED auf dem Gerät blinkt usw.

Ist das Gerät angelernt können wir dieses einem Raum zuweisen und können diesem noch einen eindeutigen Namen geben.

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Zugriff mit dem Smartphone

Um auf das Qivicon System zugreifen zu können, gibt es verschiedene Smartphone Apps. Verschiedene Apps? Richtig gehört! Denn es gibt von mehreren Herstellern, die auch Qivicon Pakete anbieten, verschiedene Apps um auf die Systeme zuzugreifen. Eigentlich gar nicht so schlimm, da man sich hierbei eine App aussuchen kann die einem am besten gefällt. Unglücklich bin ich allerdings über die Tatsache, dass nicht alle Apps alle angeschlossene Geräte unterstützen.
Im Klartext heisst das, dass die Geräte mit Qivicon kompatibel sind, aber nicht alle Apps mit allen Geräten funktionieren. Dies muss ich sagen finde ich sehr schade, da es die einfach gehaltene Bedienung und Einrichtung hierbei komplizierter macht.

Der Zugriff via App auf das System funktioniert sehr einfach. Wie am Anfang schon geschrieben habe ich die HomeBase bei der Ersteinrichtung registrieren müssen. Durch diese Registrierung ist die HomeBase mit dem Internet verbunden und baut eine sichere Verbindung mit den Servern von Qivicon auf.
Die App verbindet sich nun mit den Servern und die Daten werden dann an die HomeBase bei euch Zuhause weitergeleitet. Hierbei muss ich sagen – aus Sicht unerfahrener Anwender – Super einfach zu realisieren und eine tolle Sache.

Versteckte Kosten?!?

Um das Qivicon System von unterwegs aus steuern zu können, liegt den meisten Paketen ein Code bei, um dieses kostenlos für einen bestimmten Zeitraum testen zu können. Danach muss man hierfür eine Gebühr entrichten, die nach meinen Recherchen bei ungefähr 30 Euro im Jahr liegt. Ein Kostenpunkt, der mit 2,50 Euro im Monat nicht sonderlich hoch ist, jedoch ein Punkt, zu dem man wenig auf der Qivicon Seite findet. Das finde ich schade und für den Verbraucher ein wenig verwirrend.

Automation mit Qivicon

Natürlich ist es ebenso mit Qivicon möglich Dinge zu Automatisieren. Dies ist im Assistenten sehr übersichtlich und einfach gehalten – wie auch schon bei der Einrichtung der Geräte. Sehr schön und freundlich für den Anwender gemacht.
Jedoch geht dies ein wenig zu Lasten der Möglichkeiten. In unserem kurzen Video habe ich dies einmal mit Homematic verglichen um die Unterschiede zu zeigen:

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Mein Fazit

Für mich persönlich ist das Qivicon System von der Grundidee her ein tolles System. Man kann viele verschiedene Hersteller unter einen Hut bringen und hat somit viele Möglichkeiten sein System zu erstellen.
Schade jedoch finde ich, dass es hier und da nicht schlüssig ist und ein wenig unlogisch scheint. Warum kann ich als Nutzer nicht mit einer App alles steuern? – genau das will ich doch und erhoffe ich mir bei so einer Lösung. Auch die versteckten Kosten hinterlassen bei mir einen faden Beigeschmack.

Dennoch muss ich sagen, dass ich das System weiterempfehlen kann. Man kann sich mit der Zentrale und den Komponenten bereits auf das neue Thema Smart Home einlassen und – wenn man möchte – kann man später immernoch auf eine andere Zentrale umschwenken, ohne das man sich jeden Aktor neu kaufen muss da man ggf. bereits Homematic oder ZigBee Komponenten besitzt.
Betrachtet man den Assistenten zum Einrichten der Geräte, so können sich andere Hersteller hier sicherlich noch eine Scheibe abschneiden!

Weiterführende Links:

Liste unterstützter Geräte: https://www.qivicon.com/de/produkte/produktinformationen
Übersicht der Pakete: https://www.qivicon.com/de/produkte/pakete
Apps für iPhone und Android inkl. Kompatibilität: https://www.qivicon.com/assets/Products/Uploads/QIVICON-Kompatibilitaetsliste.pdf
Qivicon Homebase im Sicherheitscheck: http://www.av-test.org/de/news/news-single-view/test-smart-home-kits-oeffnen-tuer-und-tor-fuer-jeden

Diesen Blogpost hat geschrieben ...

MaxPower

MaxPower

Hallo! Mein Name ist Stefan - bin 34 Jahre alt - und wohne im schönen Ostfriesland. Ich beschäftige mich seit mehreren Jahren mit dem Thema Smart Home - insbesondere mit homematic von eq3.
Nebenbei bin ich grosser Apple Fan und liebe meine kleine Holzwerkstatt :)

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