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Review

Afriso EnOcean Sensor im homee Smart Home System im Test

by 21. März 2016
Postiv
  • Betrieb ohne Batterien
  • Komponente wird mit Verbingungsqualität im homee Angezeigt
  • zeigt zuverlässig Status der Tür / des Fensters an
  • Negativ
  • relativ hohe Anschaffungskosten
  • bedarf einer gewissen Zeit zur Auflandung in der Sonne
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    Dank des der bunten Würfel des homee, ist das Smart Home Funksystem modular erweiterbar. Neben Z-Wave können so auch EnOcean Geräte eingebunden werden. …und genau diese schau ich mir heute an.

    Wir hatten hier auf siio schon mehrfach über homee – das Smart Home System bestehend aus bunten Würfeln berichtet. Wenn du die homee Artikel verpasst hast klicke (hier). Durch das gelungene Konzept der einzelnen Würfel – wobei jeder einzelne von ihnen ein Funkstandard adaptiert, ist der homee von Codeatelier in der Lage WLAN, Z-Wave und EnOcean unter einen „Hut“ zu bekommen. Bald soll auch ZigBee als Würfel folgen. So hat jeder Funkstandard seine eigenen Vor- und Nachteile. Z-Wave blickt auf ein großes Ökosystem an verfügbaren Geräten, Zigbee kommt aufgrund des relativ geringen Preises vor allem in Leuchtmitteln zum Einsatz und EnOcean – ja, was ist denn EnOcean eigentlich?

    Genau das habe ich mich auch gefragt und möchte daher mal etwas genauer auf den türkisen homee Würfel eingehen. Der „spricht“ nämlich EnOcean.

    Ich mußte mich selbst erstmal mit diesem für mich neuen Funkstandard beschäftigen. Im europäischen Markt funken die EnOcean Geräte mit 868,3 MHz und haben den Vorteil das die Geräte entweder aktiv mit Strom aus der Steckdose, oder ihre Energie alternativ gewinnen, der für den Betrieb benötigt wird. Das können Solarzellen sein aber auch die Wandlung von kinetischer in elektrische Energie (Energy Harvesting). Eine Batterie ist also nicht mehr nötig.

    EnOcean Geräte werden vor allem in der Gebäudeautomatisierung eingesetzt. In Schulen, Ämtern oder anderen öffentlichen Gebäuden können so schnell die Kosten armotisiert werden, da die Geräte relativ Wartungsfrei sind. So muss der Hausmeister nicht ständig irgendwo eine Batterie austauschen. Aber auch im privaten Bereich findet man inzwischen EnOcean. Wenn du ein Fan der bunten Philips Hue Leuchten bist, hast du vielleicht schon unwissentlich einen Schalter mit EnOcean-Technologie in 2.4 GHz zuhause. Der Hue Tab basiert auf der batterielosen Technologie von EnOcean. (Wir hatten hier berichtet)

    Weitere Informationen zu EnOcean findet ihr hier.

    Neben dem Hue Schalter gibt es aber noch eine Vielzahl an Sensoren und Aktoren, welche auf EnOcean funken. Zum Beispiel aus dem Hause Afriso. … und weil wir auf siio noch nie wirklich EnOcean Geräte im Test hatten, mach ich das jetzt mal. Heute schauen wir uns den EnOcean AMC10  Tür und Fensterkontakt an.

    2. Bild Kontakt

    Anlernen & Betrieb

    Wie üblich hat man als Mann nicht zuerst die Anleitung gelesen und sich den AfrisoLab Türkontakt erst einmal genauer angesehen. Ich dachte es gibt ja sicherlich irgendwo einen Taster zum anmelden. Gab es auch – und zwar in einem „kleinen Loch“ ähnlich einer Resettaste.

    Ich versuchte den Sensor anzulernen durch drücken der ertasteten Knopf im Inneren des Sensors. Klappte nicht – Ok! Dann wohl doch Handbuch lesen. Der Afriso EnOcean Sensor wird mit Solarstrom betrieben. Da hat wohl die Sonne im Transportkarton nicht geschienen :-) – Der Sensor muss natürlich erst einmal aufgeladen werden. Das war ich bisher natürlich gewohnt, da dies mein erstes EnOcean Gerät im homee Netzwerk ist.

    Ich habe den Sensor einen Tag an einen Sonnigen Platz gelegt. laut Anleitung sollten hier sogar schon 2-3 Stunden bei 100 Lux ausreichen, um den Sensor bis zu 14 Stunden bei Dunkelheit zu betreiben.

    Nach dem „Sonnenbad“ gelang dann auch das Anlernen des Afriso Tür- / Fensterkontaktes an meinen homee.

    Im homee wird der Anmeldevorgang wie auch von den Z-Wave Geräten gewohnt, mit dem (+) Plus in der App gestartet. Mit einem spitzen Gegenstand den Anmeldebutton des Afriso EnOcean Fensterkontaktes drücken – fertig. Der Anmeldevorgang ist schnell fertiggestellt und mein erster EnOcean Sensor ist in mein Smart Home eingezogen.

    Fertig. Dieser Sensor benötigt keine weitere Konfiguration und ist jetzt Einsatzbereit. Ganz unten seht ihr auch die Verbindungsqualität zwischen Sensor und homee, eine sehr gutes Gimmik wie ich finde wenn es um die Platzierung geht.

    Im Alltag

    Der batterielose Türkontakt von Afriso sollte bei einer durchschnittlichen Beleuchtungsstärke von 100 Lux betrieben werden und dann auch mit einer Akkuladung bis zu 50 Stunden Betrieb bei Dunkelheit durchhalten.

    3. Bild montierter Türkontakt

    Ab wann armotisiert sich der EnOcean Tür / Fensterkontakt? Eine kleine Milchbrötchenrechung: Ein Fibaro Tür- / Fensterkontakt liegt aktuell bei knapp 40€. Eine Batterie ist im Lieferumfang enthalten, die etwa 2 Jahre hält. Eine neue Batterie 1/2 AA ER14250 kostet rund 5€. Ein Afrisolab AMC10 Tür- und Fensterkontakt gibt es im Handel ab ca 60€. Der Sensor armortisiert sich also ab dem 9-10 Jahr. Rechung: 40€ Fibaro Kontakt inkl einer Batterie + 4 Batterien = 60€ (für 10 Jahre Betrieb und Anschaffung)

    Der Afriso Sensor hat allerdings den Vorteil, dass er Wartungsfrei ist und zum anderen der Aspekt des Umweltschutzes für den EnOcean Sensor spricht. Es werden keine Batterien benötigt und somit wird kein Sondermüll produziert.

    Der Afriso AMC10 Türsensor zeigte in meinem Test immer sehr zuverläßig den Zustand an und reagierte sehr schnell auf das Öffnen der Tür. Ein Vorteil des Fibaro Fensterkontaktes gegenüber dem Afriso AMC10 Sensor, wäre der zusätzliche Binär Eingang an welchen potentialfreie Eingänge (Türklingel, temperatursensoren ect) angeschlossen werden können.

    Hier ein direkter (Design-) Vegleich der beiden Sensoren.

    Fibaro und Afriso

    Fibaro und Afriso

    Homeegramme

    Was kann man nun mit dem Sensor abbilden? Klar, zum einen sehe ich nun in der homee Smartphone App auf einen Blick, ob die jeweilige Tür oder das entsptechende Fenster geöffnet ist. Aber, ich kann den Sensor jetzt auch in Szenen – also den Homeegrammen verwenden. Beispiel:  „Wenn Türkontakt wird geöffnet“ und „Zeit –> wöchentlich Mo-Fr, Zeitspanne 8.00 – 16.00, ohne Ende“ dann „Nutzer benachrichtigen“ hier könnt ihr einen Freitext eintragen der euch als Pushmitteilung gesendet wird, wenn die Tür Tagsüber geöffnet wird, wo normalerweise niemand zuhause sein sollte. Oder „Wenn Türkontakt offen“ und „Helligkeit FIbaro Motion unter 150 LUX“ dann „Schalte Fibaro Unterputz Dimmer an“.

    Dank des „Dolmetschers“ homee, lässt sich der EnOcean Fensterkontakt nun aber auch mit Z-Wave Geräten verwenden. Warum also nicht das Z-Wave Heizkörperthermostat von Danfoss schließen, wenn der EnOcean Fensterkontakt geöffnet wird?

    Auch wenn hier der Anschaffungspeis am Anfang erst einmal höher ist muß man, je nach Einsatzgebiet und nach persönlicher Einstellung entscheiden. Ich finde den Afriso AMC10 sehr „grün“ gedacht. Kein unnötiger Sondermüll wird produziert.

    Stay tuned

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    crazykevin
    crazykevin
    Hallo...Ich bin Kevin. Ich interessiere mich sehr für Hausautomatisierung und Multimedia. Bei der Hausautomatisierung nutze ich den homee von Codeatelier. Vor einger Zeit habe ich den Umstieg zu Apple gewagt. Amazon`s Alexa ist ebenfalls zur Automatisierung meines smarten Home im Einsatz.
    • Thomas
      5. April 2016 at 15:07

      Interessanter Bericht, vielen Dank! Eine Frage habe ich aber zu den Homeegrammen: Kann der Afriso-Sensor tatsächlich den Helligkeitswert übermitteln? In den Unterlagen des Herstellers habe ich dazu nichts gefunden. Das wäre echt toll!

      • crazykevin
        crazykevin
        5. April 2016 at 16:01

        Hallo Thomas,

        da hat sich leider eine kleine Ungenauigkeit eingeschlichen. Der Türsensor liefert nur Auf/Zu und die Verbindungsqualität.

        Ich habe es im Text schon editiert.

    • Anja
      31. Oktober 2016 at 12:49

      Hallo zusammen,
      interessanter Bericht :o)
      Zwei Frage hierzu:
      Ich frage mich nur, ob der Afriso AMC10 überhaupt 10 Jahre hält, kann nicht das Modul für den Solarstrom einen defekt erleiden? Dann rechnet es sich nicht mehr…

      Kann der Kontakt auch in einem dunkleren Flur betrieben werden?

      Gruß Anja

    • crazykevin
      crazykevin
      1. November 2016 at 12:52

      Hallo Anja,

      vielen Dank für dein Interesse an dem Artikel. Vor einem defekt ist man bei keinem Gerät geschützt. Da das Prinzip der Solarzelle in größerem Stil auf Dächern platziert wird gehe ich erstmal davon aus das es hier durchaus die Zeit hält. Alternativ könnte man dann an den Hersteller schreiben und eine Kulanz erbitten.

      Zur technischen Seite dem Betrieb im dunklen Räumen. Ich habe den genauen Wortlaut der ANeltiung gerade nicht zur Hand. Aber es Bedarf nur recht wenig Licht am Tag damit der Sensor betrieben werden kann.

      Lt. Hersteller:

      „Ein integrierter Energiespeicher erlaubt den Betrieb in absoluter Dunkelheit für mehrere
      Tage“

      http://www.afriso.de/servlet/com.itmr.waw.servlet.FileViewer?dokmanid=2445912&kdid=256967

      Gruß Kevin

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