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Eufy Robovac 30C: Der Mittelklassewagen der Saugroboter im Test

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Geschrieben von crissxcross
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Während sie früher primär etwas für Nerds waren, sind sie heute kaum noch aus dem Alltag wegzudenken. Die Rede ist von Haushaltsrobotern. Draußen mähen sie autonom den Rasen, drinnen saugen und wischen sie. Ich habe mir mal wieder einen Roboter angesehen. Der Eufy Robovac 30C im Test.

Erhältlich sind sie in vielen Varianten sowie in unterschiedlichen Preisklassen. Muss es immer das teure Spitzenmodell sein? Oder kann auch ein Modell aus der Mittelklasse überzeugen? Genau das habe ich mir in meinem Test des 269 Euro (UVP) teuren – oder soll ich sagen: günstigen,  Eufy Robovac 30C angeschaut. Lies weiter, wenn Du wissen willst, was er zu bieten hat und ob er mich in der Praxis überzeugen konnte.

Eufy Saugroboter – unboxing

Unboxing und Lieferumfang

Wie heißt es so schön: Der erste Eindruck zählt. Gespannt habe ich den im Durchmesser 32cm großen und 2,7 kg leichten Saugroboter ausgepackt. Neben dem Robo selbst sind auch eine Basis sowie eine Menge Zubehör in dem Pappkarton verstaut.

Eufy Saugroboter – von unten

Zu besagtem Zubehör gehören ein Werkzeug, um die Walze von sich leider zwangsläufig umwickelnden Haaren zu befreien, eine Fernbedienung, Ersatz-Seitenbürsten (insgesamt 4 Stück) sowie ein Handbuch. Zudem liegt ein 2 Meter langes Magnetband bei, das zum abgrenzen von Bereichen eingesetzt wird, in denen der Saugroboter nicht wüten soll. Das kann zum Beispiel der Spielteppich im Kinderzimmer sein, über den zahlreiche Legosteine wuseln. Virtuelle No-Go-Areas gibt es nicht – sind aber meiner Meinung nach in dieser Preisklasse auch nicht zu erwarten.

Lieferumfang des Eufy Saugroboter

Mein erster Eindruck

Eufy (die Marke gehört übrigens zum bekannten Smartphonezubehör-Hersteller Anker) bietet seinen Robovac 30C mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 269 Euro an. Damit kommt man preislich nicht ganz an die Angebote der hiesigen Discounter heran. Dennoch zählt dieses Modell im Vergleich zu den oft über 500 Euro teuren Premium-Modellen von iRobot, Neato und Co zu den günstigeren Saugrobotern. Das gilt erst recht, wenn man seine recht üppige Ausstattung im Vergleich zur Billig-Konkurrenz heranzieht.

Eines dieser Ausstattungsmerkmale, das der Robovac 30C noch günstigeren Kollegen voraus hat, ist die integrierte WLAN Verbindung. Dank dieser kann er sich mit Deinem heimischen Netzwerk verbinden und so per App auf dem Smartphone oder Tablet gesteuert werden. So lässt er sich nicht nur an die Arbeit schicken, sondern auch orten. Das funktioniert allerdings nicht über eine virtuelle Karte – die gibt es nicht, später dazu mehr – sondern über einen Ton, den das Gerät per Tastendruck abspielt. Aber auch das reicht, um ihn im Zuhause wiederzufinden, z. B. unter der Couch.

Dank ge3ringer Bauhöhe, saugt der Roboter auch unter der Couch

Das Festfahren unter Möbeln passierte in meinem Praxistest zum Glück sehr selten. Dies liegt schlicht und ergreifend an der mit nur 7,3 cm sehr geringen Bauhöhe. So schafft er es mühelos unter Möbelstücke, um dort das ansonsten sehr lästige Saubermachen zu übernehmen.

Sollte er sich dann doch mal festfahren, was bei uns unter der Toilette im Badezimmer in „schöner“ Regelmäßigkeit passierte, erfolgt sofort eine Warnmeldung (oder sollte ich „Hilferuf“ sagen) per Push auf dem Smartphone. So bist Du informiert und kannst den kleinen Robo aus seiner misslichen Lage befreien.

Das hat er nicht kommen sehen – unter der Toilette festgefahren

So gut reinigt er

Alternativ zur Fernsteuerung per App kann der Robovac vom Typ 30C auch sprachgesteuert werden. Denn Amazon Alexa und Google Home werden unterstützt. Als dritte Alternative lässt er sich auch per altmodischem Tastendruck auf dem Roboter selbst oder auf der beiliegenden Fernbedienung an die Arbeit schicken.

Via Fernbedienung sind verschiedene Reinigungsprogramme anwählbar

Per Fernbedienung lassen sich auch die meisten Funktionen steuern, z. B. Roboter starten, zur Ladestation fahren, Kantenreinigung und so weiter. Auch die Saugstärke lässt sich in drei Stufen einstellen. Was hingegen nur per Smartphone App funktioniert, ist das Einstellen des Timers. Über diese praktische Funktion kann der Saugroboter automatisch an die Arbeit geschickt werden – entweder immer zur gleichen Zeit oder auf Wunsch auch jeden Tag zu einer anderen Startzeit.

Zurück zu den bereits erwähnten Saugstärken, von denen das Gerät drei bietet. Der Geräuschpegel in der geringsten Stufe ist absolut akzeptabel, sodass der saugende Kollege kaum hörbar ins Gewicht fällt. So schreibe ich z. B. diesen Blogbeitrag, während der Robovac nebenbei mein Büro saugt. Die Akkulaufzeit beträgt bei dieser geringsten Stufe dann stolze 100 Minuten. Bei der höchsten Stufe 3 hält er mit 46 Minuten hingegen nicht einmal die Hälfte der Zeit durch. Aber auch das sollte für die Grundreinigung ausreichen.

So dreckig ist es bei einem Blogger Zuhause

Noch wichtiger als das Durchhaltevermögen ist aber natürlich die Reinigungsleistung. In meinem Test war der Eufy Saugroboter primär auf Hartböden und Fliesen unterwegs. Ich habe ihn auf Stufe 2 laufen lassen und bin mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Spannendes Feature: Fährt der Saugroboter auf einen Teppich, schaltet er dank „BoostIQ-Funktion“ automatisch die Saugkraft hoch, um unter den schwierigeren neuen Bedingungen für eine bessere Reinigungsleistung zu sorgen.

Hauptschalter hinter den Rädern, legt den Roboter in den Tiefschlaf

Ebenfalls positiv ist, dass er dank seiner großen und geriffelten Räder sowohl zuverlässig auf glatten Böden manövriert als auch Teppichkanten bis zu einer Höhe von 1,5 cm sicher erklimmt. Einziges Problem: Leichte Badvorläufer hat er in meinem Test einige Male vor sich hergeschoben, statt auf sie drauf zu fahren und mit abzusaugen.

Aus dem Weg – der Roboter saugt!

Kleiner Wehmutstropfen ist die Orientierung im Raum. Laser, Kamera und Co sind nicht mit an Bord. Somit weiß der Haushaltshelfer weder, wo er gerade im Raum ist, noch kann er eine virtuelle Karte des Zuhauses anlegen. Das ist in dieser Preisklasse aber auch handelsüblich, kommt erst bei teureren Modellen zum Einsatz. Ist meiner Meinung nach nicht so schlimm, dass es hier nicht an Bord ist.

Einfache Reinigung und Wartung

Erstaunt hat mich unter anderem die Größe des Schmutzauffangbehälters, der 600 ml fasst – trotz der geringen Bauhöhe. So passt allerhand hinein und das Teil muss nicht ständig geleert werden. Ist er dann doch mal voll, sind Entnahme und Entleerung sehr einfach. Denn er kann von zwei Seiten geöffnet werden, um den Dreck restlos zu beseitigen. Leider informiert die App aber nicht, wenn das Teil voll ist – Schade!

Staubbehälter ist einfach zu entleeren und reinigen

Auch den Walzen solltest Du Dich gelegentlich widmen, sprich sie von aufgesammelten bzw. aufgewickelten Haaren – ob nun von Mensch oder Tier – befreien. Hier kommt das bereits weiter oben erwähnte Werkzeug zum Einsatz. Laut Hersteller ist der Tausch der Bürste nach ca. 175 Betriebsstunden ratsam. Die Ersatzteile sind relativ günstig zu bekommen.

Insgesamt ist, wie bei den meisten anderen Saugrobotern auch, der Wartungs- und Pflegeaufwand gering – vor allem gemessen an der großen Zeitersparnis, die die automatischem Haushaltshilfen einbringen.

Die Walzen werden oft von Haaren umschlungen

Mein Fazit zum Eufy Robovac 30C Test

Insgesamt hinterlässt der Robovac 30C einen guten Eindruck bei mir. Er kann in vielerlei Dingen punkten, unter anderem mit der starken Saugleistung, der recht langen Akkulaufzeit sowie WLAN on board. Überzeugt haben mich auch die BoostIQ-Funktion sowie die „Kletterhöhe“ von bis zu 1,5 cm. Steuerbar ist er nicht nur per Fernbedienung, sondern auch per App und Sprache – und das alles für nur 269 Euro UVP.

Wer einen Saugroboter für eine Wohnung mit einem Mix aus Hartböden und Teppich sucht, liegt bei diesem Modell von Anker goldrichtig. Einzig mit dem chaotischen Reinigungsprinzip musst Du leben, was aber in dieser Preisklasse absolut üblich ist. Für systematisch agierende Saugroboter sind höhere Investitionen fällig…

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crissxcross

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Chris, Gründer und Blogger von siio.
Gelernter IT-Systemelektroniker, seit vielen Jahren beruflich als Produktmanager im Smart Home unterwegs. Technikverliebter Familienvater, Apple Fan. Nach einigen Jahren Stadtleben wieder froh auf dem Land zu sein.

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