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Eve Energy Strip: die elegante HomeKit-Steckdosenleiste im Test

Marcus
Geschrieben von Marcus
siio-App

Steckdosenleisten für HomeKit gibt es nicht sonderlich viele auf dem Markt. Das Modell von Koogeek ist eines, viel mehr gab es bis vor kurzem nicht. Denn vor einigen Wochen hat der bekannte Hersteller Eve seinen neuen Energy Strip in den Handel gebracht. Und genau den möchte ich euch in diesem Test genauer vorstellen.

Deutlich hochwertiger als die Konkurrenz

Schaut man sich die HomeKit-Steckdosenleiste von Koogeek an, ist sie funktional, aber optisch nicht sonderlich ansprechend. Das Teil kommt im weißen Plastik daher. Im nicht sichtbaren Bereich mag das kein Problem sein. Sollte die Steckdosenleiste aber im sichtbaren Bereich zum Einsatz kommen und nicht hinter einem Schrank oder ähnlichem versteckt werden, ist das nicht wirklich ansprechend.

Der Eve Energy Strip geht da einen ganz anderen Weg. Dieser kommt in edlem Aluminium und schwarzem Kunststoff daher und muss wahrlich nicht versteckt werden. Auch im sichtbaren Bereich macht das Teil etwas her und stiehlt der Plastikbomber-Konkurrenz (ob nun smart oder nicht) die Show.

Vergleich der HomeKit-Steckdosenleisten von Eve und Koogeek.

Vergleicht man die Abmessungen des Eve Energy Strips und dem Konkurrenten von Koogeek, fallen ebenfalls Unterschiede auf – diesmal allerdings zugunsten des Kontrahenten aus Fernost. Denn die HomeKit-Steckdosenleiste von Eve ist mit 31,5 x 6,5 x 4,5 cm doch etwas länger das weiße Modell von Koogeek (27 x 7 x 5 cm). Das Anschlusskabel misst 1,8 m.

Gewohnte HomeKit-Einrichtung

Der Lieferumfang ist spartanisch, die Ausstattung mit Überspannungsschutz und einem Maximalverbrauch von 3.680 Watt hingegen nicht. Bis auf die Steckdosenleiste von Eve stecken nur noch ein paar Anleitungen (natürlich auch in deutscher Sprache) im Karton. Mehr bedarf es aber auch nicht, von daher alles okay.

Auf der „Erste Schritte“-Anleitung sowie unter dem Gerät selbst findet ihr den Code, der für die Einrichtung per HomeKit notwendig ist. Etwas anderes bleibt euch auch gar nicht übrig, denn der Eve Energy Strip ist (wie bei allen anderen Eve-Produkten) nur mit HomeKit samt Siri kompatibel – Alexa und Google Assistant klappen nicht.
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Erst die Steckdosenleiste suchen…

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dann den HomeKit-Code scannen…

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und zum Schluss individuelle Namen vergeben – fertig!

[/panel] [/carousel] Startet für die Installation einfach die Home App von Apple oder die Eve App direkt vom Hersteller. Die oben eingebundenen Screenshots zeigen euch die Einrichtung über die Eve App. Der Ablauf beinhaltet die gewohnten Schritte. Ihr müsst einfach das neue Gerät suchen und dann den Code per Kamera eures iPhones oder iPads abscannen, damit der Eve Energy Strip in der Eve App sowie Home App zu finden und Teil eures HomeKit Smart Home ist.

Sprachsteuerung, App oder Tasten

Zudem könnt ihr am Ende des Einrichtungsvorgangs einen Raum auswählen und natürlich Namen vergeben. Zum Einsatz kommt hier aber nicht nur ein Name, sondern gleich drei Stück. Denn jeder der drei Steckplätze für Stromstecker erhält einen eigenen Namen und ist damit einzeln ansprechbar.

Ihr könnt sie entweder einfach durchnummerieren und z. B. „Eve Energy Strip 1“ bis „Eve Energy Strip 3“ nennen. Oder ihr vergebt Namen, die z. B. die an dem jeweiligen Slot angeschlossenen Geräte benennen (z.B. „Stehlampe“, „Fernseher“ und „AV-Receiver“). So könnt ihr Siri bei der Sprachsteuerung direkt zum Einschalten des entsprechenden Gerätenamens auffordern („Hey Siri, schalte Stehlampe ein“), statt sie mit „Hey Siri, schalte Eve Energy Strip 1 ein“.

Neben der Sprachsteuerung könnt ihr die Steckdosen der Leiste natürlich auch per App an- und ausschalten. Alternativ drückt ihr die Tasten direkt am Gerät, die über ein bis drei leuchtende Punkte für die einzelnen Steckplätze durchnummeriert sind. Einen erfolgreichen Schaltvorgang bestätigt der Eve Energy Strip mit einem hörbaren Klick-Geräusch.

Die Even App bietet unter anderem eine Anzeige für den Verbrauch (auf dem Foto ist noch kein Verbraucher angeschlossen).

Natürlich könnt ihr die Eve Energy Strip auch in HomeKit-Automatisationen integrieren. Übersteigt die mit einem Eve Room gemessene Temperatur einen bestimmten Wert, schaltet ihr z. B. einen Ventilator oder ein Klimagerät ein. Oder ihr schaltet zu einer bestimmten Zeit eine klassische Stehlampe ohne smartes Leuchtmittel ein oder aus. Das sind natürlich nur zwei von zahllosen Möglichkeiten, die euch der Eve Energy Strip im Zusammenspiel mit HomeKit ermöglicht.

Lobend erwähnen möchte ich noch die Möglichkeit, über die Eve App eine Kindersicherung einzuschalten. Dann ist das Bedienen des Energy Strips nicht mehr über die Schalter am Gerät, sondern nur noch über die anderen Alternativen schaltbar – praktisch für alle Haushalte mit Kindern, die sich gerne an erreichbaren Schaltern „austoben“.

Und noch einen Vorteil möchte ich nicht unerwähnt lassen: Der Eve Energy Strip funkt per Wlan. Somit ist die Reichweite bedeutend besser, als es z. B. beim mit Bluetooth Low Energy arbeitenden Eve Energy der Fall ist. Die HomeKit-Zentrale (iPad, Apple TV oder HomePod) kann also auch ein Stück weiter weg stehen, ohne dass es zu Verbindungsproblemen kommt.

Interessant, aber auch keine Seltenheit, ist die Anzeige des Stromverbrauchs. Leider werden der Verbrauch in Echtzeit (mit leichtem Zeitversatz) sowie der Gesamtverbrauch (inklusive Hochrechnung für die Gesamtkosten) nur für die gesamte Steckdosenleiste angezeigt, nicht aber für die einzelnen Steckdosen. Das hätte ich toll gefunden, wenn dies noch für jeden einzelnen angeschlossenen Verbraucher möglich wäre, um diese so besser kontrollieren zu können.

Mein Fazit zum Eve Energy Strip

Vom Funktionsumfang ähneln sich der Konkurrent von Koogeek und der Eve Energy Strip ziemlich stark. Pluspunkte sammelt Eve vor allem mit der eigenen App als Alternative zur Home App sowie der wirklich hochwertigen Optik der Steckdosenleiste. Sie bietet einen Überspannungsschutz, um angeschlossene Verbraucher vor Stromspitzen (30.000 A) und Co zu schützen, und ist zudem vom TÜV Rheinland zertifiziert.

Leider hat das dann aber auch einen recht stolzen Preis. Bei Amazon kostet das Teil knapp 100 Euro, was auch der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers entspricht. Die Konkurrenz von Koogeek kostet bei Amazon nur etwa 60 Euro. Wer aber eine optisch ansprechende Steckdosenleiste für HomeKit mit deutschem Qualitätsstandard sucht, kann und sollte (auch aufgrund mangelnder Alternativen) bedenkenlos zugreifen.

Diesen Blogpost hat geschrieben ...

Marcus

Marcus

Der Neue im Team. Als begeisterter "Smart-Homer" habe ich große Freude daran, immer neue Technologien kennenzulernen und in mein tägliches Leben zu integrieren - aber nur da, wo es Sinn macht...

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