Flower Care – smart die Pflanzen überwachen

Geschrieben von crissxcross

Nicht nur Zuhause züchte ich grüne Pflanzen, auch im Büro wird meine Plantage größer. Diese Bluetooth Pflanzensensoren helfen mir gerade bei der Anzucht. Hier liest du kurzes Unboxing und einen ersten Eindruck zum Flower Care Pflanzensensor.

Ich versuche mich mit dem grünen Daumen. 🌱

Apfelbaum Setzling umgetopft

Seit ich das Plantui habe, versuche ich dort immer wieder neue Pflanzen zu züchten. Das Plantui hatte ich hier mal vorgestellt, es ist der Drucker der Kräuterzucht.
Soll heissen, Gerät vom Preis okay, Kapseln mit Samen (die Patronen) schw** teuer….

Daher hatte ich versucht die Kapseln selbst mit Samen zu befüllen und bin auf den Dreh gekommen, Apfelbäume aus Samen zu züchten.

Das Ganze klappt unter den bombastischen Bedingungen des Plantui (immer bestes Licht und ausreichend Wasser) so gut, dass ich in kürzester Zeit mehrere Pflanzen in verschiedenen Stadien habe.

Apfelbaum Setzlinge im Plantui

Werden die Setzlinge zu groß für das Plantui, so setze ich diese in Töpfe mit Anzuchterde.
Bisher war die gesamte Wachstumsphase nun ohne smarte Überwachung.
Das wollte ich ändern und ging auf die Suche.

Apfelbaum umgetopft

Gefunden habe ich die BestCon Bluetooth Sensoren für 24,99 Euro Euro auf Amazon.
Diese gibt’s sogar im Doppelpack für 47,99 Euro.

Direkt bestellt und schnell geliefert, sind hier meine Erfahrungswerte nach der ersten Woche mit den smarten Helfern.

Flower Care – Bluetooth Sensor im Doppelpack

#unboxing

Der Sensor kommt in einer stabilen Plastikbox mit einem Pappschuber drum herum.
Das macht schonmal einen soliden Eindruck.
Im Inneren ist dann der Sensor mit einer ausgiebigen Anleitung, die recht gut bebildert ist.

Flower-Care deutsche Anleitung beiliegend

Der Sensor soll IPX5 sein, also:  Schutz gegen Strahlwasser (Düse) aus beliebigem Winkel

#Installation

Wie immer gilt: Männer brauchen keine Anleitung. Und so habe ich direkt drauf losgelegt.

Grad mal noch den QR-Code der Anleitung gescannt um die richtige App zu finden, dann konnte die Anleitung schon zur Seite gelegt werden.
Im folgenden brauchte es einen kostenlosen Account, der fix mit der eigenen eMail Adresse und einem Wunschpasswort erstellt war.

Zur Bestätigung der eMail Adresse kommt noch ein Verifizierungscode auf die Mailadresse, den man dann in der App eingeben muss.

Alles kein Hexenwerk.
Dann wurde es aber tricky. Der Pflanzensensor wurde bei der Suche nicht gefunden.

Und irgendwie war auch komisch das nichts am Sensor leuchtete oder blinkte. Und hey, was ist, wenn die Batterie mal leer ist? Ist der Akku fest verbaut?

Verdammt, ich brauchte doch nochmal die Anleitung, welche mit dann zeigte, dass ich die Abdeckung des Sensors öffnen muss, um den Plastikstreifen von der innenliegenden CR2032 Knopfzelle zu entfernen.
Danach ging das Finden des Bluetooth Pflanzensensors in der App auch wirklich schnell!

Schutzfolie der Batterie entfernen

#Einrichtung

Danach kann man die Pflanzensorte auswählen, welche man im Blumentopf hat.

Kennt man die Pflanze nicht, hilft ein Guide anhand der Blattform, Stengel und Co. die Pflanze zu identifizieren. Irgendwie cool aber meine Apfelbäume sind natürlich nicht dabei.

#Messwerte im Alltag

Egal, man kann die Pflanzen individuell benennen und auch eigene Fotos von jenen aufnehmen um diese dann in der App als Icon zu nutzen.

Die Messwerte werden live angezeigt, wenn man die App offen hat. Historische Daten werden vom Sensor heruntergeladen.
Dazu muss man in kurzer Distanz zur Pflanze sein, denn schließlich handelt es sich hier um eine Bluetooth Verbindung.

Heißt man kann nicht früh im Büro nachschauen was die Pflanzen daheim machen.
Tippt man die einzelnen Messwerte an, steht in Sätzen geschrieben ob der Wert gut ist, oder ob man etwas verbessern muss. Die Übersetzung ins Deutsche ist hierbei hervorragend.

Die Richtwerte kommen aus einer Datenbank und orientieren sich dabei natürlich an der zuvor ausgewählten Pflanze.

Heißt: Da es meine Apfelbäume nicht gab und ich eine andere Pflanze im Setup ausgewählt habe, müsste mein Apfelbaum nun nach dessen Richtwerten leben.

Gut, das sich dies je Pflanze in den Einstellungen ändern lässt.
In den „Parametereinstellungen“ kann der optimale Bereich der

  • Lichtintensität
  • Bodenfeuchte
  • Bodenfruchtbarkeit
  • Temperatur

Definiert werden. Wobei wir damit auch die Messwerte aufgezählt hätten, die der Bluetooth Pflanzensensor liefert.

Tippt man oben auf den Pflanzennamen, so bekommt man anstatt der aktuellen IST-Werte eine schöne Grafik mit den Verlaufsdaten des aktuellen Tages.
Per Pfeil oben links kann man zu den vergangenen Tagen springen.

Oben rechts über den Kalender kann man von der Tagesansicht auch auf „Wöchentlich“ und „Monatlich“ umschalten.

Wofür braucht man den Sensor?

Nun, mein Sohnemann hatte es mit seiner Pflanze, die er als Setzling in einen Topf selber umgetopft hat, zu gut gemeint. Er goss diese quasi tot.

Und auch sonst sind die jungen Pflanzen sehr anfällig, so dass es Sinn macht die Werte wie Bodenfeuchtigkeit, Temperatur und Bodenfruchtbarkeit zu überwachen, so dass diese immer im optimalen Bereich sind.

#Fazit

Für eine einzelne Pflanze ist der Preis zu hoch, doch wenn man eine Reihe gleicher Pflanzen züchtet, so wie ich mit meinen Apfelbäumen, dann macht es Sinn die aktuellen IST-Werte mit dem Sensor zu überwachen.

Ich setze den Sensor von Tag zu Tag in eine andere Pflanze, um die IST-Werte zu überwachen. Das macht dann natürlich den Verlauf kaputt.

Hat man einen Fable für eine besonders tolle Pflanze macht der Sensor wiederum Sinn.
In Summe eine solide Hardware mit einer wirklich tollen App!

Übrigens: Ein Nutzer bewertete den Sensor bei Amazon mit folgendem, interessanten Text:

Baugleich mit Xiaomi Mi Flora International.
Funktioniert mit Flower Care App und mit ESP32 als Bluetooth Backend in Home Assistant einwandfrei.
Die Messwerte stimmen auch. Also Daumen hoch!

Diesen Blogpost hat geschrieben ...

crissxcross

Chris, Gründer und Blogger von siio.
Gelernter IT-Systemelektroniker, seit vielen Jahren beruflich als Produktmanager im Smart Home unterwegs. Technikverliebter Familienvater, Apple Fan. Nach einigen Jahren Stadtleben wieder froh auf dem Land zu sein.

2 Kommentare

  • Zum Bestimmen von Pflanzen kann übrigens auch die kostenlose App “Naturblick” helfen vom Deutschen Naturkundemuseum. Einfach das Blatt der Pflanze fotografieren und man bekommt in der Regel Vorschläge mit Verweis auf Wikipedia. Der oberste ist der Toptreffer und eigentlich immer richtig.
    Neben der Pflanzenerkennung kann man auch Vögel erkennen lassen anhand von Stimme oder ausgewählten Suchkriterien

  • Hi Chris,
    sind die Pflanzen auf dem letzten Foto in Kokos als Medium oder hat sich die Steinwolle der Samenkapseln so verändert, dass die braun sind?
    Gruß von einem mit schwarzem Daumen ;)

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