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Review

Piper Kamera – All-in-one Smart Home Alarmanlage mit Z-Wave

by 5. April 2015
Postiv
  • einfache und intuitive App
  • schnelle und einfache Einrichtung
  • scharfes HD 180° Fisheye Kamerabild
  • All-in-One Gerät - sofort Starten
  • durch Z-Wave Sensoren & Aktoren erweiterbar
  • zuverlässige Benachrichtigung und Alarmierung
  • Negativ
  • Starten der App + Verbindungsaufbau dauert sehr lange
  • An-/ Abwesenheitsmodus muss manuell gesetzt werden
  • lange Schaltzeiten
  • kein Infrarot Nachtsicht - "nur" Restlichtvertärker"
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    Installation
    Funktionsumfang
    Bedienung
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    Preis-Leistung
    Fazit

    Piper ist ideal für jeden, der über den Kauf einer IP Kamera oder einer Sicherheitslösung nachgedacht hat. Piper ist schnell und einfach eingerichtet und erlaubt stets einen Blick per App in das Zuhause. Passiert etwas ungewöhnliches, wirst du sofort benachrichtigt.

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    Piper ist viel mehr als nur eine 180° Fisheye Kamera – Piper ist ein All in One Smart Home Gateway mit integrierten Sensoren.

    Wer gerade darüber nachdenkt, sich eine IP WLAN Kamera zu installieren, um hin und wieder nachzusehen ob denn Zuhause alles in Ordnung ist, oder gar schonmal den Gedanken an eine Alarmanlage gefasst hat – der könnte schon bald zu uns Smart Homies gehören.  – Denn genau das ist Piper.

    Eine Smart Home Zentrale welche über das Z-Wave Funksystem verfügt und neben der 180° Fisheye Kamera mit zwei Wege Audio, der 105db lauten Innensirene auch noch über folgende Sensoren verfügt:

    • Bewegungsmelder
    • Temperatursensor
    • Luftfeuchtigkeitssensor
    • Helligkeitssensor

    Durch das integrierte Mikrofon des zwei Wege Audio Systems, kann Piper auch auf Geräusche in der Wohnung reagieren. Über die Smartphone App kann man stets einen Blick in die Wohnung daheim werfen und wird sofort alarmiert, wenn während der Abwesenheit Bewegung oder Geräusche erkannt wurden. Je nach Einstellung kann die derbe laute 105db ausgelöst werden. Falls die Stromversorgung gekappt wird, läuft Piper mit 3x AA Batterien weiter.

    Kurzum: Piper ist eine kleine All-in-One Alarmanlage, welche durch weitere Z-Wave Komponenten wie Tür-/Fensterkontakte, Bewegungsmelder, Zwischenstecker, Wandschalter, Fernbedienungen, usw. erweitert werden kann.

    Unboxing & Einrichtung

    Aber nun von vorn. Im September 2013 wurde Piper, wie viele andere großartige Smart Home Ideen auch, als Crowdfunding Kampange auf indiegogo finanziert. Damals glaubten so viele Leute an Piper, das dieses Projekt über 300.000 $ erreicht hat, anstelle der nur 100.000 $ die benötigt wurden.

    Schauen wir uns Piper mal etwas genauer an. Im Lieferumfang von Piper finden wir neben dem Netzteil auch die nötigen 4x AA Batterien für den Backup Modus, sowie den Fuß und eine Wandhalterung, sowie eine Kurzanleitung.

    Die Installation ist schnell erledigt. Piper wird per App gesteuert und auch per App konfiguriert. Ein Webinterface, um per Notebook oder PC auf Piper zugreifen zu können gibt es nicht.

    Zunächst lädst du dir die Piper App aus deinem App Store herunter. Im Auslieferungszustand fungiert Piper als eingenständiger WLAN Hotspot – so kannst du dich per Smartphone direkt mit Piper verbinden. Nun zeigt dir die App alle im Umkreis erreichbaren WLAN Netzwerke an. Wähle hier dein WLAN Netzwerk aus, damit sich Piper mit diesem verbindet. Nach Eingabe des WLAN Passworts, verbindet sich Piper mit deinem heimischen Netzwerk. Danach benötigst du einen Piper Account, welchen du dir kostenfrei anlegen kannst. Neben deiner eMail Adresse und deinem Wunsch-Passwort, sind keine weiteren Daten erforderlich.

    Danach kann es schon direkt losgehen.

    icon
    Piper MobilePiper Networks Inc.LifestyleFreeDownload

    Die App

    Schauen wir uns erst einmal die zahlreichen Einstellmöglichkeiten an. Über das Dashboard der App, gelangst du über das Symbol oben rechts (zwei Zahnräder) direkt in die Einstellungen der Piper App. In den „Piper Options“ kannst du zum Beispiel die Sensibilität des Bewegungsmelders variieren. Sehr praktisch falls du ein Haustier hast. Neben der Temperaturanzeige, ob diese in °C oder in Fahrenheit angezeigt wird, kannst du auch eine Verzögerung der Sirene aktivieren oder diese ganz ausschalten. (Hatte ich mal zu Testzwecken gemacht, denn die 105db Sirene ist heftig laut). In den Einstellungen kannst du auch aktivieren, das du informiert wirst, sobald Piper vom Internet, also der Piper Cloud getrennt wurde. Dies geschieht über ein sogenanntes Heartbeat Verfahren. Der Server pingt Piper regelmäßig an. Antwortet Piper nicht, wirst du sofort informiert.

    Ausserdem kannst du in den Einstellungen einen „Trusted Circle“ definieren, also Kontakte welche im Alarmfall ebenfalls per eMail, Push oder Anruf benachrichtigt werden sollen. Neben den Videosettings, in welchen du getrennt die Bildqualität des Streams im WLAN sowie im 3G Netz definieren kannst, findest du ausserdem das „Multi Piper Management“. Interessant für alle, welche mehrere Räume überwachen möchten und

    Sicherheit

    Im Dashboard der App kannst du mit einem Klick die Alarmanlage scharf schalten. Dafür gibt es verschiedene Modis.

    • Stay (At Home)
    • Away (Abwesend)
    • Vacation (Verreist)
    • Notify Only (nur informieren)
    Piper App - Dashboard

    Piper App – Dashboard

    Eine weibliche stark elektronisch klingende Computerstimme bestätigt die Aktivierung des jeweiligen Modus. Leider muss man den Modus stets manuell aktivieren, also die App öffnen und beispielsweise den Modus „Abwesend“ aktivieren. Das ist im Alltag sehr nervig und wird häufig vergessen. Schön wäre gewesen, wenn die Entwickler hier auf die Geofencing Daten des Smartphone zurück gegriffen hätten oder man wenigstens feste Zeiten definieren könnte, an denen man Abwesend ist.

    Jedem Modus kannst du in dem Tab „Rules“ der App verschiedene Regeln definieren, was passieren soll wenn:

    • Bewegung erkannt wurden
    • Geräusche erkannt wurden
    • sich die Temperatur verändert

    Jeder weitere per Z-Wave verbundene Sensor, wie zum Beispiel Bewegungsmelder oder Fenster-/Türkontakt wird dabei ebenfalls zu einem Trigger (Auslöser), für welchen du wiederum festlegen kannst was passieren soll wenn…

    Piper App - Rules

    Piper App – Rules

    So kannst du die Sirene auslösen, ein Video von der Kamera aufnehmen, dich wahlweise per eMail oder Pushmitteilung benachrichtigen lassen. Du kannst auch einfach das Licht einschalten über die per Z-Wave verbundenen Relais oder Zwischenstecker (Steckdosen).

    Z-Wave Geräte verbinden

    Um Sensoren und Aktoren wie eben beschrieben, in den Rules verwenden zu können, musst du diese erstmal mit Piper verbinden. Dies kannst du ebenfalls in der App unter dem Menüpunkt Einstellungen -> Z-Wave Accessories. Hier kannst du Komponenten anlernen und auch wieder löschen. Mit einem Klick ist Piper im Anlernmodus, nachdem du auch die Z-Wave Komponente in den Anlernmodus versetzt hast, wird diese schnell vom Piper erkannt. Nun musst du nur noch einen frei wählbaren Namen vergeben – fertig.

    So kannst du Sensoren wie Tür-Fensterkontakte, Bewegungsmelder, oder aber auch Relais und Zwischenstecker anschließen. Da Piper vollständig auf den Alarmbereich ausgelegt ist, können leider nicht alle Z-Wave Komponenten wie Thermostate oder Temperatursensoren angelernt werden. Zudem hatten wir im Test auch einige Multisensoren versucht anzulernen wie zum Beispiel den Philio 4-in-1 Sensor. Dieser konnte zwar verbunden werden und wir konnten auch einen Namen vergeben, aber er konnte einfach nicht in den Rules genutzt werden. Daher stellen wir eine Kompatibilitäts-Liste mit allen bereits erfolgreich getesteten Z-Wave Geräten für Piper am Ende dieses Artikels zur Verfügung. Falls du Piper im Einsatz hast, poste doch deine verwendeten Z-Wave Komponenten unten in den Kommentaren.

    Piper App - Control

    Piper App – Control

    Die angelernten Aktoren lassen sich natürlich auch per App remote bedienen. In unserm Testzeitraum waren die Schaltzeiten, also die Zeit vom Klick in der App bis hin das dass Relai geschaltet wurde, sehr lang. Der Befehl wird vom Smartphone nicht lokal an Piper gesendet, sondern aus der App heraus an die Piper Cloud – und von dort aus an den Piper. Dieser sendet den Befehl dann per Z-Wave an das Relai, bzw. die Funksteckdose. Die Verzögerung kann daher durch die Piper Server verursacht worden sein. – unschön.

    Hausautomation

    Im Tab „Controls“ der Piper App kannst du auch kleine Automatisierungen erstellen. Hier werden dir alle verbundenen Aktoren aufgelistet, wie zum Beispiel Steckdosen, Relais oder Schalter. Mit einem Tip auf den Aktor, kannst du Automatisierungen festlegen. Als Trigger (Auslöser) stehen Zeitsteuerung, Temperatur und Helligkeit zur Verfügung

    Zeitsteuerung:

    • Hier kannst du definieren wann die Steckdose, bzw das Relai eingeschaltet, und wann wieder ausgeschaltet werden soll. Zwei Ein- und zwei Aus-Schaltzeiten sind möglich.

    Temperatursteuerung

    • In der Piper App definierst du zunächst, ob eine Heizung oder ein Klimagerät gesteuert werden soll. Danach die Soll Temperatur. Soll eine Heizung gesteuert werden, so wird die Steckdose bzw. das Relai beim Unterschreiten der Temperatur eingeschaltet, hast du zuvor definiert, das ein Klimagerät gesteuert werden soll, schaltet Piper die Steckdose beim Überschreiten der definierten Soll-Temperatur.

    Helligkeitssteuerung

    • Hierbei werden die Lichter über das Relai bzw. eine Lampe welche an einer Schaltsteckdose hängt geschaltet, sobald es im Raum dunkel wird. Du kannst auch definierten, nach wieviel Stunden das Licht wieder ausgeschaltet werden soll.

    Durch diese Anwendungsbezogenen Automatisierungen, kommt die Piper App völlig ohne IF – THEN Regeln aus, bzw. ohne dass der Nutzer Logische Verknüpfungen erstellen muss. Dies macht die Sache sehr einfach und intuitiv nutzbar.

    Home Vitals – so geht´s deinem Zuhause

    Die integrierten Sensoren für Bewegung, Helligkeit und Temperatur – und auch das Mikrofon der zwei Wege Audio Kamera, zeichnen Ihre Messdaten regelmäßig auf. Im Tab „Vitals“ der Piper App siehst du grafisch dargestellt die jeweiligen Verlaufskurven der letzten 48 Stunden. So siehst du wann ein gewisser Geräuschpegel präsent war und wie sich die Heizkurve verhält. Auch die Luftfeuchtigkeit wird mit aufgezeichnet. Für einen groben Überblick eine nette Geschichte, leider lassen sich die Daten aber nicht detailiert auswerten und auch nicht exportieren.

    Piper App - Vitals

    Piper App – Vitals

    180° Fisheye Kamera – das Auge von Piper

    Natürlich kannst du jederzeit per App live auf das Kamerabild von Piper schauen. Mit einem Swipe nach recht, links, hoch oder runter kannst du in alle Ecken des 180° Fisheye HD Bildes schauen. Alternativ kannst du dir das Bild in vier Blöcken nebeneinander legen und in jedem Bild eine andere Stelle fokussieren.

    Über das Smartphone Mikrofon kannst du in den Raum sprechen. Der Ton wird über den Lautsprecher von Piper wiedergegeben. Im Test hat dies Anfangs gut funktioniert. Danach des öfteren leider nicht mehr. Es schien als wenn dabei ein Dienst abgestürzt wäre. Die Kamera liefert jedoch super Bilder. im Alarmfall lässt sich auch ein 40 Sekunden Stream der Kamera aufnehmen. Dieser wird in der Piper Cloud gespeichert. Sollte mal die Internetverbindung getrennt werden, speichert Piper die Aufnahme lokal und synchronisiert diese mit der Piper Cloud, sobald wieder eine Verbindung zum Internet besteht.

    Piper App - Livebild

    Piper App – Livebild

    Das von uns getestete Modell hat noch kein Infrarot Nachtsicht Modus. Dieses arbeitet mit einem Restlichtverstärker. Das neue Modell, Piper NV verfügt bereits über ein Nachtsichtmodus.

    Fazit:

    Piper ist der ideale Einstieg in das Smart Home für alle jene, welche auf Sicherheit setzen wollen. Dabei ist Piper deutlich vielseitiger als eine reine WLAN IP Kamera und dazu deutlich einfacher einzurichten. Um zu schauen ob Zuhause alles in Ordnung ist, kann jederzeit per App auf das Kamerabild zugegriffen werden, ohne vorher irgendwelche Portfreigaben oder DynDNS Accounts konfigurieren zu müssen. Zudem lassen sich sehr leicht Regeln erstellen, um sich Benachrichtigen zu lassen wenn Zuhause ungewöhnliche Bewegung ist. Dazu wird auch sofort ein Videostream aufgezeichnet. Aber nicht nur für den Fall des Einbruchs ist Piper geeignet. So kannst du dich auch benachrichtigen lassen, ob die Sprößlinge nach der Schule daheim angekommen sind, wenn du noch auf Arbeit sitzt. Durch das Multi Piper Management kannst du mehrere Räume mit mehr als einem Piper überwachen. Z-Wave Sensoren und Aktoren erweitern das All-in-One Konzept von Piper und lassen diesen zu einer vielseitig einsetzbaren Alarmanlage werden.

    Leider ersetzt Piper jedoch keinen vollwertigen Smart Home Gateway. So lassen sich keine Heizungsthermostate oder ähnliches anlernen. Durch das Anlernen von Steckdosen und / oder Relais ist aber eine Steuerung von Heizungen oder Klimageräten möglich. Auch die Beleuchtungssteuerung wurde berücksichtigt. Richtig gut fanden wir, wie einfach es ist kleine Automatisierungen zu erstellen. Die langen Schaltzeiten sind aber ein no-go!

    Piper gibt es in den Farben weiß und auch schwarz und ist mit seinen etwa 200 Euro (UVP) aufgrund der hochwertigen Kamera und seiner vielen extra Funktionen, sowie die Möglichkeit der Erweiterbarkeit durch Z-Wave Sensoren und Aktoren auf jedenfall empfehlenswert.

    Tipp für alle Leser per Siio App: Unser Video Review zu Piper findest du hier  .

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    crissxcross
    Chris, Gründer und Blogger von siio. Gelernter IT-Systemelektroniker, seit vielen Jahren beruflich als Produktmanager im Smart Home unterwegs. Technikverliebter Familienvater, Apple Fan. Nach einigen Jahren Stadtleben wieder froh auf dem Land zu sein.
    • Peter
      24. Oktober 2016 at 18:06

      Hallo, vielen Dank für diesen ausführlichen Test (auch wenn er schon etwas älter ist)! :-)
      Mich würde interessieren, ob sich die Piper Classic auch über Z-Wave als Multi-Sensor in eine Zipabox einbinden lässt, so dass man dort z.B. auf den Bewegungsmelder oder das Thermometer zugreifen kann. Würde mich sehr über eine Info dazu freuen!

      • Christoph
        2. Mai 2017 at 11:19
        Postiv

        fvdf

        Hallo, hast du mitlerweile piper in eine andere Zentrale einbinden können?

        Würde mich auch interessieren.

    • Geri
      28. September 2017 at 11:16

      Hallo,
      Ich habe seit Jahren eine Piper (eigentlich 3) mit einem Türsensor, 3 Jalousiesteuerung und 2 Steckdosenschalter. Das hat alle super funktioniert!

      Aber plötzlich (ich vermute eine Update) hat alles auf den Kopfgestellt.
      Ich habe dann mühsam alle Komponenten wieder in das System eingelernt.
      Aber bis heute ich es mir nicht möglich die Stromstecker von Fibaro (TypeFGWPF-102) anzumelden und zu verwenden.

      Vielleicht gibt es hierfür eine Erklärung.
      Vielen Dank und Danke für die Antwort.

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