Der JIMMY Matrix M9 Pro + S9 im Test: Wie gut sind Wasserfilter, Kühlung und Sprudelfunktion im Alltag wirklich? Wir zeigen die Stärken und Schwächen im Praxistest.
JIMMY Matrix M9 Pro + S9 im Test: Trinken im Home Office leicht gemacht
Gefiltertes Trinkwasser, heißes Wasser für den Tee und auf Wunsch gekühltes Sprudelwasser – ohne festen Wasseranschluss: Mit dem Matrix M9 Pro und dem S9-Sprudelmodul kombiniert JIMMY mehrere Funktionen zu einer modularen Trinkwasserstation. Die Basis bildet eine Umkehrosmoseanlage mit Heißwasserausgabe, während das S9 die Kühlung und das Aufsprudeln übernimmt.

Bei mir kam das System in erster Linie im Homeoffice als unabhängiger Wasserspender zum Einsatz. Dort zeigte sich sein für mich größter Vorteil: Weil frisches Wasser jederzeit griffbereit war, habe ich deutlich mehr getrunken. Und nicht nur mehr, sondern auch vielfältiger - Statt im hektischen Arbeitsalltag behelfsweise ein Glas Leitungswasser hinter die Kiemen zu kippen, gab es nun auch mal einen gemütlichen Tee, kühles gesprudeltes Wasser im heißen Sommer '26 und im Umkehrschluss den ein oder anderen Kaffee weniger.
Ob die Kombination damit tatsächlich die Wasserkisten ersetzen kann, hängt allerdings nicht allein vom Wasserangebot ab. Im Test zählte auch der Bedienkomfort, die Kühlung, Reinigung und Folgekosten. Dabei überzeugte mich der M9 Pro stärker als das S9, das meiner Ansicht nach noch nicht vollends ausgereift ist.
Transparenzhinweis: Das Testgerät wurde mir von [url="https://www.zigbuy.de/wasserfilter/1055-jimmy-matrix-m9-pro-umkehrosmose-s9-sprudelmodul-6946499318131.html",name="zigbuy.de",title="Zum JIMMY Matrix M9 Pro mit S9-Sprudelmodul bei zigbuy.de"] zur Verfügung gestellt. Der Bericht beschreibt meine unabhängigen Erfahrungen mit dem bereitgestellten Gerät, einschließlich der aufgetretenen Schwächen und des Defekts.
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Die wichtigsten Testergebnisse im Überblick
Der M9 Pro hinterließ insgesamt einen guten Eindruck. Die Einrichtung ohne Festwasseranschluss gelang unkompliziert, das Touchdisplay war übersichtlich und die unterschiedlichen Temperaturstufen machen die Zubereitung heißer Getränke komfortabel. Gerade am Arbeitsplatz fand ich es praktisch, nicht für jedes Glas Wasser oder jede Tasse Tee in die Küche gehen zu müssen.
Das modulare AquaLink-System ist ebenfalls sinnvoll: Wer zunächst nur gefiltertes und heißes Wasser benötigt, kann die Basisstation allein verwenden. Das S9 erweitert sie später um gekühltes Wasser plus Wassersprudler. Allerdings ist die Kombination keine vollautomatische Sprudelwasserstation – die Karbonisierung erfolgt separat über einen mechanischen Hebel, der Wasserzulauf muss manuell gestoppt werden, damit die Flasche nicht überläuft.
Testbereich | Mein Ergebnis |
|---|---|
Alltagsnutzen | Besonders im Homeoffice hoch; griffbereites Wasser wirkte positiv auf meine persönliche Trinkmenge. |
Filtration | Deutlich geringerer angezeigter TDS-Wert und subjektiv etwas weicherer, neutralerer Geschmack. |
Heißwasser | Praktische Temperaturwahl, aber keine frei programmierbaren Ausgabemengen. Sehr schnelle Ausgabe. |
Kühlung | Angenehm kühles Wasser, jedoch hörbarer Betrieb und begrenzter Kaltwasservorrat. |
Sprudelfunktion | Sprudelstärke manuell dosierbar; Hebel leider nicht besonders robust. |
Folgekosten | Rechnerisch rund 90 € jährlich allein für Ersatzfilter. |
Design und Ausstattung: Modular, aber mit Platzbedarf
Die Geräte kamen gut verpackt bei mir Zuhause an. Der erste Eindruck war positiv. Mit den abgerundeten Gehäusen und der einheitlichen Gestaltung passen M9 Pro und S9 optisch gut zusammen. Die Verarbeitung wirkt überwiegend ordentlich. Allerdings bestehen die Gehäuse überwiegend aus Kunststoff, was angesichts des Preisniveaus nicht unbedingt einen besonders hochwertigen Eindruck vermittelt.


Zusammen kommen die Geräte auf knapp 48 cm Gehäusebreite. Hinzu kommt der Platz, den man für Bedienung, Tankentnahme und Wartung benötigt. Für einen kleinen Schreibtisch wäre mir das Duo deshalb zu groß; auf einer separaten Ablage im Homeoffice lässt es sich gut unterbringen.
Über das AquaLink-System können Zusatzmodule an den M9 Pro angeschlossen werden. Neben dem S9 bietet JIMMY beispielsweise das I9 zur Eiswürfelbereitung an. Derzeit lässt sich jedoch jeweils nur ein Zusatzmodul verbinden. Wer gleichzeitig mehrere Erweiterungen nutzen möchte, muss hier Einschränkungen im Benutzerkomfort hinnehmen.
Einen anderen Ansatz verfolgt der bereits getestete [url="https://www.siio.de/hydrofast-c300-im-test-wasser-filtern-kuehlen-erhitzen-und-aufsprudeln/",name="Hydrofast C300",title="Zum Testbericht des Hydrofast C300"], der Filtration, Erhitzung, Kühlung und Sprudelfunktion in einem Gehäuse vereint. JIMMY bietet dagegen mehr Flexibilität, wenn man zunächst nur einen Teil der Funktionen benötigt.
Nachfolgend habe ich ein paar zentrale technische Daten zusammengefasst.
Eigenschaft | JIMMY M9 Pro | JIMMY S9 |
|---|---|---|
Abmessungen B × T × H | 27,8 × 31 × 36,6 cm | 19,8 × 31 × 40,2 cm |
Gewicht | 7,5 kg | 3,33 kg |
Wasserbehälter | 5 Liter Rohwasser | 0,75 Liter gekühltes Wasser |
Funktionen | Filtern und Erhitzen | Kühlen und Aufsprudeln |
Nennleistung | 2.200 W | 100 W |
Wasserversorgung | Manuell befüllbarer Tank | Über den M9 Pro |
Technische Angaben laut den bereitgestellten Produktinformationen. Die Nennleistung ist nicht mit dem durchschnittlichen Stromverbrauch gleichzusetzen.
Inbetriebnahme: Kein Festwasseranschluss erforderlich
Die Einrichtung verlief unkompliziert: Filter einsetzen, den seitlichen 5-Liter-Tank mit Leitungswasser befüllen und die vorgesehenen Spülvorgänge durchführen. Die Anleitung zur schnellen Inbetriebnahme ist direkt auf dem M9 Modul aufgeklebt. Anschließend war die Basisstation einsatzbereit. Das S9 wurde über AquaLink mit dem M9 Pro verbunden.


Für die Sprudelfunktion benötigt man zusätzlich einen passenden CO₂-Zylinder mit klassischem Schraubgewinde. Dieser gehört nicht zum Lieferumfang. Bei der Auswahl sollte man auf die Kompatibilität achten: Schnellverschlusszylinder ala QuickConnect von SodaStream passen nicht automatisch in das Schraubsystem. Die älteren SodaStream Flaschen mit Schraubgewinde sind hingegen kompatibel (oder Drittanbieter wie man sie zum Beispiel im Aldi-Regal findet).

Der Verzicht auf einen festen Wasseranschluss war für meinen Einsatz entscheidend. So konnte ich die Station unabhängig von der Kücheninstallation im Homeoffice im Obergeschoss nutzen. Ein geeigneter Stromanschluss und regelmäßiges Nachfüllen bleiben natürlich erforderlich, aber mit 5 Liter Volumen kommt man gut 2-3 Tage hin.
Wasserfiltration: Was die Umkehrosmose im Alltag verändert
JIMMY setzt beim M9 Pro auf eine laut Hersteller siebenstufige Wasseraufbereitung mit drei austauschbaren Filterkartuschen. Ein Verbundfilter übernimmt die Vorreinigung. Die RO-Membran reduziert zahlreiche gelöste Bestandteile, bevor ein Mineralisierungsfilter wieder bestimmte Mineralstoffe zuführen und den Geschmack beeinflussen soll. Ergänzend findet eine UV-C-Behandlung statt.



Praktisch fand ich die TDS-Anzeige für Rohwasser und gefiltertes Wasser. Im Test sank der angezeigte Wert nach der Aufbereitung deutlich von im Schnitt 400 auf 4 TDS. Geschmacklich empfand ich das gefilterte Wasser etwas weicher und neutraler als das verwendete Leitungswasser.
Für Tee oder Kaffee kann eine veränderte Mineralstoffzusammensetzung ebenfalls relevant sein. Ob der Geschmack dadurch besser wird, hängt allerdings vom Ausgangswasser und den persönlichen Vorlieben ab. Weder meine Frau noch ich konnten einen signifikanten Unterschied feststellen. Grundsätzlich ist unser Wasser im Voralpenraum sehr kalkhaltig, aber im Geschmack sehr angenehm und geruchsneutral.
Ein niedriger TDS-Wert ist kein Schadstoffnachweis
TDS steht für Total Dissolved Solids und beschreibt gelöste Stoffe wie Salze und Mineralien. Der Wert hilft dabei, Veränderungen durch die Umkehrosmose nachzuvollziehen. Ein niedriger TDS-Wert belegt jedoch weder Schadstofffreiheit noch grundsätzlich eine bessere gesundheitliche Wasserqualität.
JIMMY bewirbt unter anderem die Reduzierung von Schwermetallen und PFAS. Eine gewöhnliche TDS-Anzeige kann die Entfernung einzelner solcher Stoffe nicht zuverlässig bestätigen. Dafür wären geeignete Laboruntersuchungen erforderlich. Die Wasserqualität ist hierzulande in Deutschland im Allgemeinen schon sehr gut. Die Filtration daher in der Regel optional.
Restwasser gehört zum Betrieb dazu
Bei der Umkehrosmose entsteht neben dem Reinwasser ein Konzentrat mit zurückgehaltenen Stoffen. JIMMY nennt ein Verhältnis von 3:1: Auf drei Liter gereinigtes Wasser soll ungefähr ein Liter Konzentrat entfallen.
Das Konzentrat verbleibt im Rohwasserbehälter. Deshalb sollte man nicht lediglich frisches Wasser nachgießen, sondern den Tank entsprechend den Herstellervorgaben regelmäßig entleeren, reinigen und neu befüllen. Im Alltag war das für mich gut machbar. Bei hohem Wasserbedarf wird diese Routine allerdings häufiger fällig. Zu bedenken ist zudem, dass das Wasser nach 72 Stunden Standzeit (z.B. nach einem langen Wochenende) komplett getauscht werden und die Anlage einmal gespült werden soll.
Bedienung und Heißwasser: Praktisch für die schnelle Tasse Tee
Über das vordere Touchdisplay lassen sich Temperatur und Ausgabemenge auswählen. Zusätzlich informiert es über Wasserwerte und Filterzustand. Die Bedienung war für mich selbsterklärend, ohne unnötige Wege durch Untermenüs. Insgesamt kann man für die heutige Zeit recht wenig am Gerät einstellen, was u.a. an der fehlenden Vernetzung liegt. Wassermenge und Temperatur, das war's. Wer individuelle Mengen, Zeitpläne, Displayhelligkeit oder Standby-Zeiten einstellen will, sucht hier vergeblich. Das Gerät schaltet sich automatisch in Standby, das Display ist dabei immer an, nur abgedunkelt. Damit fällt der Einsatz in Schlafräumen flach. Hier wäre ein vollständig dunkler Ruhemodus eine sinnvolle Ergänzung.
Neben den genannten Werten wird auch der Verbrauchstand der 3 Filter genannt, um den Austausch nicht zu verpassen. Eine weitere Anzeige signalisiert, wann gereinigtes Wasser verfügbar ist und wann es getauscht werden sollte.

Gerade während der Arbeit nutzte ich die Heißwasserfunktion gern. Auch, weil es gerade mal 3 Sekunden braucht, um die 98 °C heißes Wasser in die Tasse zu bekommen. Das ist phänomenal schnell. Der 2.200-Watt-Durchlauferhitzer arbeitet entsprechend richtig gut.
Temperaturwahl | Einstellung |
|---|---|
Unbeheizt | Wasser bei Raumtemperatur |
Lauwarm | 45 °C |
Warm | 55 oder 65 °C |
Heiß | 75 oder 85 °C |
Sehr heiß | 98 °C |
Eine eigene Messreihe zur tatsächlichen Temperatur in der Tasse habe ich nicht durchgeführt. Die genannten Temperaturen sind daher als Geräteeinstellungen zu verstehen. Zudem sind 98 °C nicht mit sprudelnd kochendem Wasser gleichzusetzen. Wo ausdrücklich kochendes Wasser benötigt wird, bleibt ein Wasserkocher sinnvoll. Für einen guten Tee reicht es aber vollkommen.

Bei der Mengenwahl fehlt Flexibilität
Für die Wasserausgabe stehen 60, 150, 240 und 450 ml zur Verfügung. Diese Abstufungen passen zu vielen Anwendungen. Eine individuelle Menge wie 180 oder 300 ml lässt sich jedoch nicht speichern. Bei abweichenden Gefäßgrößen musste ich die Ausgabe deshalb manuell stoppen.
Auch die Ausgabegeschwindigkeit dürfte für meinen Geschmack höher sein. Besonders bei größeren Gefäßen fiel die Wartezeit auf. Ein höhenverstellbarer Auslass würde die Nutzung mit unterschiedlich hohen Tassen und Flaschen zusätzlich erleichtern. Mit ca. 19 cm zwischen Abstellfläche und Auslass finden viele herkömmliche Trinkflaschen, die man z.B. für unterwegs befüllen möchte, unter dem Auslass keinen Platz.
S9-Kühlung: Angenehm kühl, aber deutlich hörbar
Das S9 übernimmt gefiltertes Wasser aus der Basisstation und kühlt es in einem 750-ml-Kaltwasserbehälter. Laut JIMMY sind Temperaturen zwischen 10 und 15 °C vorgesehen. Damit ist das Wasser angenehm kühl, aber nicht unbedingt so kalt wie aus einem entsprechend eingestellten Kühlschrank.
Die Kapazität eignet sich eher für einzelne Gläser als für größere Mengen. Nach umfangreicheren Entnahmen muss das nachfließende Wasser erneut heruntergekühlt werden. Für mehrere Personen, die gleichzeitig kaltes Wasser möchten, kann das zum Engpass werden.
Am meisten störte mich das deutlich wahrnehmbare Kühlgeräusch. Gerade im ruhigen Homeoffice fällt so etwas stärker auf als in einer belebten Küche. Eine Schallpegelmessung ergab 43 dB in einem Meter Abstand; Das Nachfüllen des Tanks, das ca. 2 Minuten dauert, erzeugt rund 47 dB in einem Meter Abstand.
Für eine kommende Generation wünsche ich mir deshalb vor allem eine leisere Kühlung mit größerem Voratspeicher. Hilfreich wären außerdem programmierbare Betriebszeiten: tagsüber kühlen, nach Feierabend pausieren. Eine entsprechende Zeitsteuerung oder App-Anbindung fehlt, wie oben bereits erwähnt. Man muss das Modul hinter dem Gerät per Kippschalter abschalten. Wer die Einheit an der Wand stehen hat, muss es dafür ggf. vorziehen. Das ist umständlich.
Sprudelwasser auf Knopfdruck? Nicht ganz
Zum S9 gehören zwei BPA-freie Kunststoffflaschen mit jeweils 500 ml Fassungsvermögen. Diese werden zunächst mit gekühltem Wasser befüllt und anschließend zur Karbonisierung in die dafür vorgesehene Aufnahme eingesetzt. Leider gibt es keinen Wasserstop am S9 Modul, man muss beim Befüllen also dabei bleiben. Das Befüllen der 0.5 Liter Flasche dauert im Test 1:04 Minuten.
Die Kohlensäure wird über einen mechanischen Hebel zugeführt. Durch mehrfaches Betätigen konnte ich die Sprudelstärke an meine Vorlieben anpassen. Das funktioniert grundsätzlich, ist aber keine automatische Dosierung per Single-Tastendruck, wie wir es von E-Wassersprudlern, wie dem z.B. von Grohe Blue Fizz kennen.

Die 500-ml-Flaschen sind handlich und passen gut zur Versorgung einer einzelnen Person am Arbeitsplatz. Für Familien oder längere Mahlzeiten fallen sie mir dagegen zu klein aus. Größere, ausdrücklich für das System freigegebene Flaschen wären eine sinnvolle Ergänzung.
Defekt am Sprudelhebel trübt das Ergebnis
Während meines Tests war beim Betätigen des Hebels plötzlich ein deutliches Knacken zu hören. Anschließend ließ er sich praktisch ohne Widerstand bewegen. Die Karbonisierungsfunktion war danach nicht mehr nutzbar.
Das Fehlerbild deutete auf einen Defekt im Betätigungsmechanismus hin. Eine technische Zerlegung oder abschließende Ursachenanalyse fand jedoch nicht statt. Welches Bauteil tatsächlich versagte, kann ich deshalb nicht sicher sagen. Nur dass die Hebelwirkung wohl zu viel Kraft auf den Anschlussmechanismus ausgeübt hat.
Aus einem einzelnen defekten Testgerät lässt sich keine allgemeine Aussage zur Haltbarkeit der gesamten Baureihe ableiten. Für meine Bewertung ist der Ausfall trotzdem relevant: Ein regelmäßig beanspruchter Sprudelmechanismus muss zuverlässig funktionieren. Bereits zuvor hätte ich mir eine stabilere Ausführung gewünscht.
Meine Verbesserungsvorschläge habe ich JIMMY mitgeteilt. Der Hersteller reagierte offen und erklärte, die Anregungen an die Produktentwicklung weiterzugeben. Das ist erfreulich.
Wartung und Folgekosten: Rund 90 Euro jährlich für Filter
Wer Wasserkisten ersetzen möchte, sollte neben dem Anschaffungspreis auch Ersatzfilter, Strom, Wasser und CO₂ berücksichtigen. Beim M9 Pro können die drei Filterkartuschen einzeln gewechselt werden, sodass nicht jedes Mal das komplette Filtersystem erneuert werden muss.
Filter | Vorgesehenes Wechselintervall | Beispielpreis |
|---|---|---|
M2S-Verbundfilter | 12 Monate | 33,99 € |
Q2S-Mineralisierungsfilter | 12 Monate | 33,99 € |
RO-2.0S-Membran | 24 Monate | 44,99 € |
Preisgrundlage: die für den Artikel vorliegenden Zigbuy-Angaben, Stand Oktober 2026; keine aktuelle Livepreisprüfung. Preise können abweichen. Für den tatsächlichen Filterwechsel sind die Herstellervorgaben und Nutzungsbedingungen maßgeblich.
Auf Basis dieser Preise und Wechselintervalle ergeben sich rechnerisch 90,48 € Filterkosten pro Jahr. Bei zwei Litern Trinkwasser täglich sind das rund 12 Cent pro Liter allein für die Filter. Anschaffung, Strom, Leitungswasser einschließlich Konzentrat und Kohlensäure kommen hinzu.
Eine belastbare Aussage zur Gesamtersparnis gegenüber Flaschenwasser lässt sich daraus nicht ableiten. Dafür müssten unter anderem der tatsächliche Verbrauch, die Stromaufnahme und die bisher gekauften Wassersorten berücksichtigt werden. Für mich ist jedoch der Komfortgewinn "schnelles, sauberes Wasser in verschiedener Form" im Verhältnis zum finanziellen Aufwand gerechtfertigt.
Regelmäßige Reinigung bleibt notwendig
Die Filter sind nach dem Öffnen der oberen Abdeckung gut erreichbar und lassen sich ohne Werkzeug austauschen. Ebenso wichtig ist jedoch die Reinigung des Rohwassertanks, in dem das Konzentrat zurückbleibt.
Auch die Sprudelflaschen benötigen regelmäßige Pflege. Die mitgelieferten Flaschen sind nicht für hohe Reinigungstemperaturen beziehungsweise die Spülmaschine vorgesehen. Hier sollte man sich an die Pflege- und Nutzungshinweise des Herstellers halten.
Mein Rat vor dem Kauf: Prüft zuerst, welche Funktionen ihr wirklich braucht. Für gefiltertes Wasser und eine bequeme Heißwasserausgabe genügt der M9 Pro. Geht es ausschließlich um Kohlensäure im Leitungswasser, ist ein klassischer Wassersprudler die einfachere Lösung.
Fazit: Weniger Schleppen – mit Abstrichen beim S9
Kann der JIMMY Matrix M9 Pro mit S9 die Wasserkisten ersetzen? Grundsätzlich ja. Dafür tauscht man das Schleppen allerdings gegen Nachfüllen, Reinigung, Filterwechsel und die Versorgung mit CO₂.
Mein persönlicher Mehrwert lag vor allem im Homeoffice. Der unabhängige Wasserspender machte den Griff zum Glas so unkompliziert, dass ich im Testzeitraum deutlich mehr Flüssigkeit zu mir nahm. Besonders die Basisstation überzeugte mich mit einfacher Einrichtung, übersichtlicher Bedienung und vielseitiger Heißwasserausgabe.
Beim S9 fällt mein Urteil zurückhaltender aus. Gekühltes Sprudelwasser ist eine sinnvolle Erweiterung, doch die hörbare Kühlung, der kleine Kaltwasservorrat und die 500-ml-Flaschen begrenzen den Komfort. Der ausgefallene Sprudelhebel ist der deutlichste Kritikpunkt meines Tests.
Bei einem in den vorliegenden Angaben genannten Angebotspreis von rund 600 € für die Kombination würde ich genau abwägen, welche Funktionen regelmäßig genutzt werden. Der M9 Pro ist für mich die überzeugendere Kaufoption. Das S9 kann den Funktionsumfang sinnvoll erweitern, ist angesichts meiner Testerfahrung aber nur mit Vorbehalt zu empfehlen.
Flexible Aufstellung ohne Festwasseranschluss, auch im Homeoffice.
Wasservorrat reicht für 1 Person mehrere Tage
Griffbereites Wasser erhöhte meine persönliche Trinkmenge deutlich.
Super schnelle Heißwasserfunktion mit mehreren Temperaturstufen.
Übersichtliches Touchdisplay und einzeln austauschbare Filter.
Modulares AquaLink-System.
Passende handelsübliche CO₂-Schraubzylinder nutzbar.
Erweiterung mit Eiswürfelmaschine möglich
Deutlich hörbare Kühlung des S9.
Nur 750 ml Kaltwasservorrat und kleine 500-ml-Flaschen am S9.
Keine frei programmierbaren Ausgabemengen oder Kühlzeiten.
Wasserausgabe dürfte schneller und höhenverstellbar sein.
Sprudelhebel versagte am Testgerät.
Laufende Filterkosten und regelmäßiger Reinigungsaufwand.
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