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Ring Video Doorbell Pro: smarte Videotürklingel im Test

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Marcus
Geschrieben von Marcus
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Für viele steht das Thema Sicherheit bei einem Smart Home an oberster Stelle. Zu dieser trägt eine Videoüberwachung durch eine smarte Videotürklingel definitiv bei. So könnt ihr sehen, wer vor der TÜr steht, bevor ihr diese öffnet.

Für mich stand aber noch ein anderer Punkt weiter oben auf der Liste der Vorteile: der Komfort. Neuerdings wohne ich in einem Reihenhaus. Das bedeutet viele Treppen und weite Wege. Diverse Male stand ich vor leerer Tür, weil Paketboten nicht abwarten wollten, bis ich zwei Stockwerke die Treppe heruntergeeilt bin. Das nervt einfach.

Deshalb war klar, dass schnellstens eine Lösung her muss. Und genau das ist die Ring Video Doorbell Pro (hier erhältlich), die eine Kommunikation mit dem Besuch vor der Tür über Smartphone und Alexa ermöglicht. Wie das alles in der Praxis funktioniert und was für Möglichkeiten euch die Ring Video Doorbell Pro bietet, erfahrt ihr in meinem Testbericht.

Lieferumfang und Unterschiede zu anderen Ring-Klingeln

Beginnen wir bei dem wirklich umfangreichen Lieferumfang der Ring Video Doorbell Pro. Neben der Videoklingel selbst sowie vier Blenden in den Farben Nickel matt, Perlweiß, venezianische Bronze und Schwarz (je nachdem, welche Optik ihr bevorzugt) gehört unter anderem der Chime zum Lieferumfang. Dies ist ein digitaler Gong, den ihr einfach in eine Steckdose steckt. Dazu aber weiter unten mehr.

Der Lieferumfang der Ring Video Doorbell Pro.

Ebenfalls im Lieferumfang ist ein Transformator für Wechselstromspannung 16-24 V. Denn – und das ist auch schon der größte Unterschied zu den anderen und günstigeren Videoklingeln von Ring – die Ring Video Doorbell Pro bekommt ihren Strom über die vorhandene Klingelverdrahtung, während die Video Doorbell sowie die Video Doorbell 2 mit einem Akku ausgestattet sind. Das finde ich persönlich etwas unpraktisch in der Nutzung, ist aber beim Nachrüsten natürlich einfacher.

Als noch „hochwertigere“ Variante gibt es noch die Ring Video Doorbell Elite, die auch Power-over-Ethernet unterstützt. Alle drei Top-Modelle weisen eine Auflösung von 1080p auf, einzig die günstige Video Doorbell unterstützt nur 720p. Den beiden Modellen Pro und Elite ist die Unterstützung von 5 GHz WLAN vorbehalten, im 2,4 Ghz WLAN funken alle Modelle.

Noch kurz erwähnt: Damit die Kamera bei uns den Bereich vor der Haustür besser abdeckt, habe ich mir zudem noch ein passendes Winkeladapter-Set bei Amazon bestellt. Diese liegen bei Ring leider nicht bei, sollen in meinem Test aber auch keine große Rolle spielen. Sie ermöglichen es, die Kamera in drei Stufen bis zu 45 Grad gewinkelt an der Wand zu montieren.

So wird die Ring Video Doorbell Pro angebaut

Die Installation der Ring Video Doorbell Pro war (zumindest in meinem Fall) einfacher als erwartet. Ich habe einfach die alte Türklingel abgeschraubt und die beiden Kabel, die aus der Wand hängen, mit der neuen Videoklingel verbunden. Das ist wirklich einfach und dank 24 Volt auch nicht sonderlich gefährlich. Die Sicherung sollte aber natürlich dennoch unbedingt vorher rausgenommen werden.

Für die Montage an der Wand müsst ihr einfach zwei Löcher bohren, über die ihr die Klingel dann an der Wand verschraubt. Auch das ist mit etwas handwerklichem Geschick wahrlich keine Meisterprüfung – zumal der ganze Installations- und Einrichtungsvorgang in der Ring App quasi idiotensicher und in deutscher Sprache per Video erklärt wird. Dafür dem Hersteller auf jeden Fall ein Kompliment. Gleiches gilt für die Tatsache, dass sogar ein Bohrer und ein Schraubenzieher beiliegen.
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Die Winkel sind bereits an die Wand geschraubt.

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Die Verkabelung der Videoklingel ist einfach.

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Die Klingel hängt an der Wand.

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Jetzt auch mit der silberfarbenen Blende.

[/panel] [/carousel] Zu der Installation des Transformators im Schaltkasten kann ich euch leider nicht viel sagen. Zum einen ist das Haus, in dem ich wohne, bereits mit einem 12-bis-24-Volt-Transformator für die Türklingel ausgestattet – der Vorteil eines Neubaus. Der passt perfekt zu der Ring-Videotürklingel. Zum anderen darf die Installation nur von fachkundigem Personal vorgenommen werden. Und das bin ich nicht… Daher solltet ihr hier einen Elektriker konsultieren, der diese Arbeit für euch übernimmt.

Den klassischen Gong, der von der alten Türklingel vorhanden ist, habe ich auch nicht deaktiviert. Er ist eindeutig lauter als der Chime, dadurch besser im Haus zu hören. Der Chime ist im Obergeschoss in einer Steckdose und verstärkt noch den Gong aus dem Untergeschoss. Zudem kann, wenn ihr dies wollt, auch Alexa mit einem Sprachkommentar auf einen Besucher an der Haustür aufmerksam machen. Dazu aber weiter unten mehr.

Einrichten per App

Nach der Installation der Klingeln selbst folgt noch die Einrichtung über die kostenlose Ring App für iOS und Android. Ich habe den Vorgang auf meinem iPhone durchgespielt, gehe aber davon aus, das die Einrichtung unter Android genauso erfolgt.

Zunächst müsst ihr euch ein Konto bei Ring anlegen – der typische Vorgang. Nach Eingabe der üblichen Daten wie eurem Namen sowie der Bestätigung eurer E-Mailadresse kann die eigentliche Einrichtung des Gerätes über die App erfolgen. Wählt hierfür einfach „Gerät einrichten“ und dann „Türklingeln“. Nun könnt ihr (ähnlich wie bei HomeKit) einfach den QR-Code auf der Rückseite der Klingel einscannen und durchlauft dann den Einrichtungsvorgang. Unter anderem werden hier die Position festgelegt sowie eine Verbindung zu eurem WLAN hergestellt. Ähnlich erfolgt auch die Einbindung des Chimes, weshalb ihr hier nicht weiter darauf eingehen will…
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Einrichtung starten

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Konto erstellen

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Los geht’s

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Code der Klingel scannen

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Standort festlegen

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Produkt auswählen

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Sicherheit geht vor.

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Die Installation wird auch im Video erklärt.

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Finaler Verbindungstest.

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Jetzt ist die Klingel einsatzbereit

Klingelt jemand an der Haustür, klingelt bei mir ganz normal der Türgong, dazu auch der Chime. Dazu gibt es eine Push-Benachrichtigung auf dem Smartphone und/oder Tablet – je nachdem, wo ihr die Ring-App eingerichtet habt. Wollt ihr sehen, wer vor der Haustür steht, tippt ihr einfach auf die Push-Info. Dann öffnet sich die Ring-App und zeigt euch direkt den Live-Stream der Kamera. Der Aufruf dauert bei mir rund drei bis vier Sekunden – eine meiner Meinung nach zu verkraftende Verzögerung.

Wollt ihr mit dem Besuch sprechen, drückt ihr den grünen Telefonhörer auf dem Bildschirm und schon geht die Kommunikation mit der Tür los. Dann könnt ihr über das Smartphone direkt kommunizieren. Dafür werden der eingebaute Lautsprecher sowie das Mikrofon eingesetzt, die in der Ring Video Doorbell Pro verbaut sind. Das klappt von überall auf der Welt, wo euer Smartphone ausreichend Empfang für die Übertragung hat.

Der Blick durch die Ring Video Doorbell Pro vor meine Haustür.

Die Videoqualität ist dank 1080p für mein Empfinden sehr gut. Auch im Dunkeln lässt sich gut etwas erkennen. Das ist absolut zufriedenstellend. Eine Gesichtserkennung gibt es bei Ring leider nicht. Das wäre cool, um sich direkt informieren zu lassen, wer vor der Tür steht. Dann könntet ihr direkt im Zusammenspiel mit einem Smart Lock die dem von Nuki die Tür öffnen, wenn ein bekanntes und berechtigtes Gesicht vor der Tür steht.

Alexa und die Ring Videotürklingel

Habt ihr die Türklingel auch mit Alexa verknüpft, könnt ihr auch eure Echo-Geräte mit in die Haustür-Kommunikation mit einbinden. Auch einem Echo Show oder einem anderen Alexa-Gerät mit Lautsprecher könnt ihr auch das Videosignal anzeigen lassen. Was ich schade finde: Für die Ansicht des Videos muss Alexa erst per Sprachbefehl im Stile von „Alexa, zeige Haustür“ aufgefordert werden die Haustür anzuzeigen. Dann dauert es rund 5 bis 7 Sekunden, bis das Live-Bild eingeblendet wird und die Kommunikation steht. Meiner Meinung nach wäre es praktischer, wenn dies optional gleich automatisch beim Klingeln erfolgen würde, um Zeit zu sparen. Leider gibt es diese Option aber nicht (oder ich habe sie nicht gefunden :-) ). HomeKit und Google Assistant sind nicht kompatibel, IFTTT schon.

Möglichkeiten der App

Ein paar Worte will ich noch zu der bereits für die Einrichtung verwendeten Ring App verlieren. Dort seht ihr unter anderem den Ereignisverlauf der letzten erkannten Bewegungen und Aktionen durch Betätigung der Klingeltaste. Die App bietet euch verschiedene Einstellungsmöglichkeiten für Klingel und Co. Unter anderem könnt ihr die Benachrichtigungseinstellungen festlegen. Ebenfalls möglich ist das Einstellen verschiedener Klingeltöne des Chimes und die Empfindlichkeit der Bewegungserkennung sowie Bewegungszeitpläne, also Zeiten, wann ihr über Bewegungen informiert werdet und wann nicht (z. B. nachts).
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Die Übersicht der Ring App.

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Die Geräteeinstellungen mit verschiedenen Optionen.

[/panel] [/carousel] Praktisch ist, dass die integrierte Bewegungserkennung der Kamera nicht nur für Push-Benachrichtigungen genutzt werden kann. Sondern ihr könnt z.B. auch automatisch das Licht von Philips Hue einschalten, wenn eine Bewegung erkannt wird. Klappt aber nach meiner Erfahrung in der Praxis leider nicht so verzögerungsfrei, als dass es als reiner Bewegungsmelder für das Außenlicht eingesetzt werden könnte. Dafür könnt ihr aber in der App den Bereich, in dem auf auf Bewegungen reagiert wird, individuell anpassen. Das funktioniert einfach und lässt sich gut und punktgenau umsetzen.

Ein paar Worte zur Videospeicherung

Möchtet ihr aufgezeichnete Videos speichern, bietet euch Ring hierfür verschiedene kostenpflichtige Protect-Pläne. Im Basis-Paket für 3 Euro im Monat bzw. 30 Euro im Jahr könnt ihr die Videos von einem Gerät von Ring (also z. B der hier getesteten Ring Video Doorbell Pro) für 30 Tage speichern. Entscheidet ihr euch für das Plus-Paket (10 Euro im Monat bzw. 100 Euro im Jahr), könnt ihr euer gesamtes Zuhause mit verschiedenen Kameras von Ring überwachen und die aufgezeichneten Videos ebenfalls für 30 Tage speichern.

Zu beachten ist, dass die Aufzeichnung von Videos rechtlich abgeklärt werden muss. Neben einem gut sichtbaren Hinweis auf die Videoüberwachung dürft ihr auch keine öffentlichen Bereiche sowie Grundstücke der Nachbarn aufzeichnen. Aber das soll hier keine juristische Beratung werden…

Mein Fazit zur Ring Video Doorbell Pro

Komme ich zum Fazit meines Tests der Ring Video Doorbell Pro. Die Installation ist wirklich einfach und binnen einer halben Stunde erledigt – mal abgesehen von der Installation des 16-bis-24V-Transformators, der von Fachpersonal vorgenommen werden muss (wenn er nicht bereits vorhanden ist). Wer dies scheut, muss auf die Modelle mit Akku zurückgreifen.

In der alltäglichen Nutzung konnte ich bisher nur wenige Probleme feststellen. Genannt sei hier noch einmal die meiner Meinung nach etwas unnötige Verzögerung auf meinen Echo Show, bis die Kommunikation mit Personen vor der Tür möglich ist. Ansonsten handelt es sich meiner Meinung nach für eine runde Sache, die den Sprint zur Haustür entspannter ausfallen lässt und die ungeduldigen Paketboten vor der Tür hält.

Bei Interesse bekommt ihr die Ring Video Doorbell Pro bei Amazon für rund 280 Euro. Günstiger sind die beiden Modelle mit Akku, also die Ring Video Doorbell 2 (knapp 200 Euro) sowie die nur 99 Euro teure Ring Video Doorbell.

Diesen Blogpost hat geschrieben ...

Marcus

Marcus

Der Neue im Team. Als begeisterter "Smart-Homer" habe ich große Freude daran, immer neue Technologien kennenzulernen und in mein tägliches Leben zu integrieren - aber nur da, wo es Sinn macht...

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