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Serie: SmartHome – Jetzt Pack ich es an – Qivicon SmartHome by Telekom

by crissxcross26. Januar 2014

 

In meiner Blog Serie Jetzt Pack ich es an – die Wahl des richtigen SmartHome Systemsstelle ich euch die derzeit relevantesten SmartHome Lösungen vor.

Unter dem kunstvollen Namen: Qivicon (ehemals Smart Connect) verbirgt sich eine Vereinigung vieler großer Marken wie Samsung EnBW, Miele, eQ-3 und BitronHome. Die Schirmherrschaft für das Projekt hat die Deutsche Telekom. Diese ist gleichzeitig der Plattformbetreiber.

Es nicht einfach „Telekom SmartHome“ zu nennen sondern ein Kunstnamen wie Qivicon zu finden, ist ein guter Zug wie ich finde. RWE SmartHome hat die große Marke nicht wirklich geholfen. Im Gegenteil – die meisten Nutzer denken sie müssten einen Stromvertrag bei diesem Anbieter abschließen. Daher ist der Name Qivicon – powered by Telekom sehr schön gewählt. Der Nutzer assoziiert nicht direkt einen Zusammenhang mit Verträgen, erkennt aber den starken Namen „Telekom“, was Vertrauen schafft.

Vier Säulen der Qivicon

Die Qivicon splittet sich in 4 Teile.

  • Hardware
  • Software (Apps)
  • POS (Point of Sale)
  • Plattform

Tolles Prinzip, so macht jeder das, was er am Besten kann. Der Telekom möchte ich auf keinen Fall strittig machen das Sie die Infrastruktur haben eine solche Plattform zu betreiben. Hardware Hersteller können sich auf ihren Bereich konzentrieren und müssen keine Komponenten „neu erfinden“ um ihr eigenes System vollständig abzurunden.

Die Qivicon Zentrale

©Qivicon / Telekom

Qivicon Hausautomatisierung by Telekom Base (Zentrale)©Qivicon / Telekom

Das Herzstück der Qivicon bietet, ähnlich wie bei vielen anderen SmartHome System, die Zentrale. Diese kommuniziert über den Router mit dem Heimnetz und ist darüber mit dem Internet verbunden. Die Qivicon kompatiblen Komponenten werden per Funk angesprochen. Das eQ-3 Funkprotokoll, also für die Homematic Komponenten, ist bereits in der Zentrale integriert. Weitere Funkstandards, wie das Zigbee Funkprotokoll, zum Beispiel für Komponenten von BitronHome können per USB Stick nachgerüstet werden. Find ich gut! Denn aktuell kann noch niemand sagen welches Funkprotokoll später einmal der SmartHome Standard wird.

©Qivicon / Telekom

ZigBee Stick für die Qivicon Zentrale zum vernetzen von BitronHome Komponenten ©Qivicon / Telekom

Im übrigen gibt es die Qivicon Base nicht einzeln zu kaufen. Philosophie der Telekom ist es, das der Kunde nach dem Kauf nach Hause geht, alles anschließt und einen Nutzen hat. Allein mit der Zentrale ist dies nunmal nicht möglich.

Qivicon kompatible Geräte

Inzwischen gibt es bereits einige Qivicon zertifizierte Produkte. Die Telekom prüft die Komponenten Ihrer Partner nach verschiedenen Sicherheits- und Funkstandard- Aspekten bevor diese sich mit dem Qivicon Logo schmücken dürfen.

©Qivicon / Telekom

Qivicon SmartHome by Telekom Logo ©Qivicon

Aktuell gehören bereits einige Komponenten der Homematic Serie aus dem Hause eQ-3 in das Qivicon Portfolio sowie Komponenten des Sicherheitsexperten BitronHome. Ich bin mir sicher hier werden noch viele weitere Komponenten folgen, denn zu den Partnern der Qivicon gehören ja schließlich noch große Marken wie Samsung, Miele, D-Link, Digitalstrom usw.

Apps & AddOns

Wie jedes SmartHome lässt sich auch die Qivicon von unterwegs aus steuern – per App. Naja zumindest in der Grundversion können Geräte ein- und ausgeschalten werden. In der Standard Auslieferung können über die Oberfläche der Qivicon die aktuellen Zustände der Komponenten angezeigt werden und diese ein- oder ausgeschalten werden. Warum das so ist lässt sich ganz einfach erklären. Wie zu Beginn in meinem Beitrag beschrieben steht die Qivicon auf vier Säulen. Eine davon ist die Säule der (externen) App und Softwareprogrammierer. Würde die Qivicon hier zuviel in die Basisfunktion packen – könnten die Appentwickler nichts mehr verkaufen ;-)

Laut Qivicon wird es bald einen eigenen Qivicon Appstore geben, ähnlich dem Apple iTunes oder dem Google Play – nur eben speziell für die Qivicon Base. Damit können dann Zeitpläne, Automatisierungen und vieles mehr erstellt werden. Bisher gibt es bereits die B-Connect App von BitronHome sowie die B-Connect Plus App. Mit der B-Connect App lassen sich in Qivicon alle Komponenten von BitronHome steuern, mit der B-Connect Plus lassen sich alle Komponenten aller Qivicon Partner steuern.

Anzeige Verbrauch in Euro / Beispiel Kühlschrank Screenshot - Bitronhome

Anzeige Verbrauch in Euro – B-Connect Bitronhome

Die B-Connect Lizenz kostet ca 62,- Euro pro Jahr, die B-Connect Plus Lizenz schlägt da bereits mit knapp 100 Euro zu buche.

Kleiner Wehmutstropfen. Die B-Connect Lizenz ist bereits im Starterkit enthalten. Die Kits inklusive der Qivicon Base gibt es ab 299 Euro.

Qivicon Starterkit Security Bitronhome

Qivicon Starterkit Rauchmelder

Qivicon Starterkit Energy

Fazit:

Die Idee ist super- und zeigt wie SmartHome zukunftssicher gemacht wird. Solange jeder Hersteller „sein eigenes Süppchen kocht“ wird der Weg zum clever vernetzten Haus noch sehr lang sein. Qivicon hingegen zeigt wie es funktionieren könnte. Der Ansatz ist super, starke Marken sind vertreten und ein starker Name steht hinter der Plattform. Klar auch die Telekom ist nicht die Mutter Teresa des SmartHome und muss mit dem was Sie tun Geld verdienen. Dennoch finde ich die Apps derzeit etwas zu preisintensiv.

[hero heading=“Checklist“]

    Positiv:
  • vereint „das Beste“ mehrerer Hersteller
  • erweiterbar um Funkstandards per USB Stick
  • starke Marke Telekom als Plattformbetreiber
  • namenhafte Hersteller als Partner
  • Funkstandard: eQ-3 Protokoll, Zigbee
  • ideal für Mietwohnungen – keine Montage notwendig bzw demontage möglich
  • Anschaffungspreis ab 299 Euro Qivicon Starterkit Security Bitronhome inkl. Qivicon Basis und Zigbee Stick
    Gewerke:
  • Lichtsteuerung
  • Sicherheit
  • Heizungssteuerung
  • in der Grundversion unzureichende Automatisierung
  • Apps noch kostenintensiv

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Chris, Gründer und Blogger von siio. Gelernter IT-Systemelektroniker, seit vielen Jahren beruflich als Produktmanager im Smart Home unterwegs. Technikverliebter Familienvater, Apple Fan. Nach einigen Jahren Stadtleben wieder froh auf dem Land zu sein.

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