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Review

Im Video-Praxis-Test: Das Myfox „Home Alarm“ Starter Set

by 1. Juni 2016
Postiv
  • Türsensoren erkennen Einbruchsversuche und unnatürliche Türrückler
  • verblendete Kamera mit guter Bildqualität
  • App und Installation leicht und komfortabel
  • Ansprechendes und hochwertiges Design
  • Gäste/Bewohner fühlen sich nicht beobachtet
  • Für Stadtwohnung mit nur einer Eingangstür im Obergeschoss ausreichend
  • Sofortige Benachrichtigung aufs Handy im Alarmfall
  • problemlose Steuerung aus der Ferne
  • Akustische Bestätigung der Befehle von der Alarmsirene
  • Ausfallsicherung bei Strom/Netzwerk Ausfall
  • langes USB Kamera Kabel
  • Negativ
  • recht kostenintensiv
  • Grundausstattung richtet sich eher an Einsteiger und kleine Single-Stadt Wohnungen
  • Für Wohnhäuser mit vielen Fenstern sehr teuer da viele Intellitags gebraucht werden (5 Intellitags kosten im Set ca. 200 Euro)
  • Bei Kamera-Einsatz Abschluss eines Abo-Vertrags notwendig um Videobeweise zu speichern bzw. um rückwirkend zu sehen was passiert ist
  • Video-Daten werden in der Cloud gespeichert, keine Einsicht in die Datensicherheit
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    Heute stellt euch unser Video-Redakteur Hans das myfox Home Alarm System im Praxis-Test vor. Halten die hochwertig verarbeiteten Elemente auch wirklich das was sie versprechen? Ist Home Alarm wirklich die „Do-it-yourself“-Alarmanlage, die Einbrüche verhindert bevor sich vollführt werden können? Und wie sieht es mit der Datensicherheit aus?

    Lieferumfang des Myfox Home Alarm Sets

    Das Sicherheitssystem von myfox soll zum einen nicht sofort als solches erkennbar sein, und zum anderen soll es Einbrüche verhindern, noch bevor sie ausgeführt bzw. vollendet werden können. Eine vielversprechende Mischung.

    Hans hat das „MyFox HomeAlarm System“ getestet. Es besteht aus einer 110db-Funksirene, einer kabellosen Hauptstation, einem Schlüsselanhänger sowie einem Tür- und Fenster-Sensor. Und damit wir im Falle eines Alarms auch sehen was passiert, testen wir zusätzlich noch eine Sicherheitskamera mit dekorativer Verblendung und Nachtsicht. Besonders die Verblendung ist ein Feature was man so bei der Konkurrenz nicht findet – und aus der Kamera bei Offline-Schalte ein Dekorationsartikel macht.

    Die Kamera hat eine extra Verblendung die runter fährt wenn das System nicht scharf gestellt ist. Nämlich genau dann, wenn jemand zu Hause ist. So wird aus einer HD Kamera mit Nachtsicht und ansehnlicher Bildqualität ein dekoratives Objekt bei dem der sogenannte WAF auch sehr hoch ist.

    Erster Eindruck und Verarbeitung

    Die Verpackung selbst wirkt hochwertig. Hier merkt man gleich, dass der Hersteller das Premium-Segment für sich beansprucht. Bei einer UVP von 299 Euro für das Starter Set nicht verwunderlich.

    Auch die Produkte fühlen sich wertig und stabil an – und sind allesamt kabellos. Das ist nur eines, der Versprechen, die Myfox gegenüber seinen Verbrauchern macht. Alle Produkte funktionieren kabellos, haben ein Batterie Backup und verursachen keine weiteren Kosten – besonders zu letzterem Punkt kommen wir aber am Ende nochmal zurück, denn: so ganz stimmt das nicht.

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    Praxistest

    Was sofort auffällt: Schon in der ersten Verpackung ist ein Hinweis darauf, sich die entsprechende myfox-App für Android oder iOS herunterzuladen – Windows Mobile Nutzer schauen in die sprichwörtliche Röhre. Auch einen Zugang via Desktop sucht man vergebens. Es bleibt also nur der Griff zum passenden Smartphone.

    Die Android-App leitet sehr gut durch den Installationsprozess. Nachdem ein persönlicher Account mit Anschrift und E-Mail erstellt wurde, kann man mit der Einrichtung aller Elemente fortfahren. Im Test verläuft dies ebenso wie die Kalibrierung, wie zum Beispiel des Türsensors (9 Sensibilitätsstufen!) reibungslos.

    MyFox Smartphone App

    MyFox Smartphone App

    Der Türsensor reagiert zuverlässig auf ungewöhnliche Bewegungen. Sollte nur ein Ball oder eine Windböhe die Tür in Schwingungen versetzen passiert noch nichts. Erst wenn über einen längeren Zeitraum ungewöhnliche Ruckler und Erschütterungen die Tür drangsalieren geht der Alarm los. Selbstverständlich geht der Alarm auch zuverlässig los wenn die Tür geöffnet wird während das System scharf gestellt ist. An diesem Punkt gibt es im Test absolut nichts zu bemängeln.

    Gewählt werden kann hier zwischen einem Voralarm und gleich dem richtigen Alarm. Sollte man öfter mal vergessen das System zu entschärfen wenn man nach Hause kommt, so wird man aufgrund der enorm lauten Sirene nicht sofort taub und hat noch einige Sekunden Zeit das System zu entschärfen bevor der richtige Alarm losgeht. Gutes Feature.

    In der App können mehrere Benutzer mit unterschiedlichen Rollen erstellt werden. Für den Fall, dass man selbst im Urlaub ist, können im Alarmfall zum Beispiel auch Bekannte entsprechend mit Rechten und Benachrichtigungen ausgestattet werden.

    „Keine Gebühren“ vs. Cloud-Abo

    Nur was passiert mit dem Werbeversprechen „keine Gebühren“, wenn man das System aufstockt – und die Kamera kauft?

    Damit die Kamera Videos speichert, braucht man zwingend ein Abo, ansonsten kann sie nur das Live-Bild an die App übertragen. Mit einem Cloud-Abonnement kann man bei 5 Euro pro Monat die Aufnahmen der letzten 24 Stunden ansehen, speichern und runterladen.

    Die Videos haben eine Datenrate von 183 Kilobit. Das ergibt bei 24 Stunden Speicherzeit für 5 Euro im Monat ca. 2 GB Cloudspeicher. 7 Tage bzw. 14 GB kosten bereits 10 Euro. Das ist im Vergleich von Dropbox und OneDrive recht kostenintensiv und irgendwie nicht richtig im Verhältnis.

    Lokale Datenspeicherung? Fehlanzeige. Speicherkartenslot? Nicht vorhanden. Die Daten werden also nur in die Cloud gespeichert und das auch erst wenn man die Abo Gebühr entrichtet. Wo werden die Daten gespeichert und mit welcher Integrität? Das Ganze passt zwar grundsätzlich ins Konzept, da man sich auch hier um nicht viel kümmern muss außer ums bezahlen, aber dies selbst in der Hand zu haben, oder zumindest die Option zu bekommen, wäre zumindest für den „German Angst“ Markt Deutschland sehr wünschenswert.

    Für wen eignet sich Myfox Home Alarm?

    Das myfox HomeAlarm Starter Set ist für Anwender konzipiert, die schnell und komfortabel ein Sicherheitssystem installieren wollen – ohne sich länger mit technischen Details aufhalten zu müssen. Das ist in der Tat ein großer Markt. Myfox versucht hier besonders im gehobenen Segment zu punkten.

    Für kleinere Stadt- bzw. Single-Haushalte, in denen nur eine Eingangstür bzw. wenige Fenster gesichert werden müssen, eignet sich das StarterSet als Lösung durchaus. Für größere Appartments und Häuser schnellen aufgrund der hohen Anschaffungskosten der Fenster-Sensoren (50 Euro pro Stück) die Kosten schnell in die Höhe.

    Die verblendete Kamera, die nicht Teil des Starter Sets ist, ist ein super Feature. Als Sicherheitselement fällt sie im Wohnraum kaum auf. Auch Tür- und Fenster-Sensoren, die bereits beim Einbruchsversuch Alarmschlagen, sind ein tolles Feature. Und: Beschränkt man sich denn auch auf das Starter Set ohne die Kamera, dann entstehen auch tatsächlich keine weiteren Folgekosten.

    Was haltet ihr von der myfox Lösungen? Habt ihr sie schon getestet? Was sind eure Erfahrungen und Einschätzungen? Schreibt’s uns in die Kommentare.

    Hinweis für alle User unserer siio iOS und Android Smartphone App: Das Video Review findest du hier auf YouTube

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    tobias
    Tobias schreibt die News auf siio.de, ist Buchautor in Sachen Smart Home und fährt privat einen ziemlich wilden Gerätemix - Hallo aus Berlin.

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