Wohlfühltemperatur und Heizkosten sparen: Gigaset Heizungsthermostat im Test

Geschrieben von crissxcross

Viel Schnee hatten wir diesen Winter noch nicht, aber kalt war es trotzdem. Zu kalt für meinen Geschmack.

Wie sich leicht Behaglichkeit in den eigenen 4 Wänden einstellt und man dabei trotzdem Heizenergie sparen kann, das liest du hier. Denn wir haben uns das Gigaset Smart Home System inklusive der Heizungsthermostate angesehen.

Die Smart Home Basis von Gigaset ist mit dem Slogan „Zuhause alles in Ordnung“ auf das Szenario Sicherheit ausgelegt.
Bewegungsmelder, Tür- Fenstersensoren und Kameras, welche sich mit der Zentrale via reichweitenstarken DECT ULE Funk verbinden, überwachen während der Abwesenheit das Zuhause.

Nunmehr kann die Zentrale aber auch um Heizungsthermostate erweitert werden, um so das Thema „Komfort“ zu bedienen.

Gigaset Elements DECT Heizungssteuerung

Gleichzeitig lässt sich mit den elektronischen Helfern auch noch bares Geld sparen.
Wie das im Alltag aussieht, konnte ich mir anschauen.

Transparenzhinweis: Das Gigaset Elementssystem wurde mir für den Testzeitraum kostenlos und ohne Auflagen vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Gigaset hat keinerlei Einfluss auf diesen Beitrag genommen, er entspricht meiner subjektiven Meinung zu den Produkten.

DECT Heizungssteuerunge von Gigaset

Für die Heizungssteuerung braucht es logischerweise das Heizungsthermostat, welches unseren konventionellen Heizungsregler ersetzen wird und die Gigaset Smart Home Zentrale.

Jene richten wir auch als erstes ein.

Gigaset Elements Smart Home Basis Station

In der Box befindet sich die Gigaset Smart Home Base, die Anleitung, die Abdeckung, ein Metallbügel (wofür, gleich dazu mehr) und das Netzteil sowie ein LAN Kabel.

#Installation

Die Gigaset Elements Smart Home Box ist neben ihrer Funktion als „Gehirn“ und „Kommandozentrale“ auch eine Bridge. Also eine Art Übersetzer im Smart Home. Sie vermittelt zwischen dem Smartphone, welches per WLAN im Netzwerk ist und eine tolle Oberfläche via Gigaset App bietet und den Sensoren, sowie Aktoren, welche DECT ULE „sprechen“.

Diesen Funk kennen wir aus der Heimtelefonie von tragbaren DECT Telefonen, welche immer mehr aussterben. Übrigens ein Markt aus dem Gigaset ursprünglich kommt. Da wundert es nicht, dass man seine Expertise aus diesem Bereich nun auch in das Smart Home überträgt. Darüber hinaus ist DECT auch nicht die schlechteste Entscheidung im Smart Home Bereich, denn das Frequenzband ist für diesen Funk reserviert, so dass kaum Interferenzen entstehen.
DECT hat zudem eine Reichweite von bis zu 50 Metern in Innenräumen.

Gigaset DECT Heizungsthermostat

Da können Zigbee, Z-Wave und Co mit Ihren 15 Metern kaum mithalten.
So, damit aber genug Exkurs. Zurück zur Inbetriebnahme der Zentrale.

Damit sie also als Bridge fungieren kann, muss diese auch in das heimische Netzwerk. Das geschieht per LAN-Kabel. WLAN hat die Zentrale leider nicht an Board.

Gigaset Elements Home Base Rückseite

Also LAN Kabel in die Gigaset Zentrale und die andere Seite in den Router eingestöpselt und das mitgelieferte Netzteil mit der Zentrale verbinden.
Danach geht’s in der App weiter, die sowohl Android, als auch Apple iPhone User in den jeweiligen App-Stores zur Verfügung steht.

In der App bedarf es einem kostenlosen Gigaset Account, der schnell mithilfe der eigenen E-Mail-Adresse und einem selbst gewählten Passwort erstellt ist.

Einrichtung einfach über einen QR-Code in der Gigaset App

Als erstes „Gerät“ wird dann erstmal die Gigaset Basis mit dem neuen Account verbunden. Das geht auch recht fix. Dafür muss nur die Pairing-Taste an der Front gedrückt und der QR-Code auf der Rückseite der Basis mit der Smartphone Kamera gescannt werden.

Das war es schon. Echt smart gelöst!
Für unsere Wohlfühltemperatur braucht es nun noch die Heizungsthermostate.

Dazu gehst du in der App links auf das Menü unter: „Elements“ und wählst dann oben rechts das Plus (+) Symbol.

Nun den Anforderungen folgen…

#Montage

Eigentlich kann man Heizungsthermostate ganz ohne Werkzeug tauschen und keine Angst, da läuft kein Wasser heraus 😉 .

Thermostat in den Include Modus bringen

Wenn ich eigentlich sage, meine ich: Die Ausnahmen bestätigen die Regel. Oft sitzen ältere Thermostate sehr fest, da ist eine Wasserpumpenzange zum Lösen recht hilfreich.

In jedem Fall solltest du das alte Thermostat voll aufdrehen. So fährt der Ventilstift ein und das Thermostat lässt sich demontieren.
Dann können die neuen, smarten DECT Thermostate von Gigaset drauf. Das schöne hier, sie haben eine hochwertige Metallüberwurfmutter.

Bebilderte Anleitung in der App

Kleiner Sidekick an dieser Stelle. Wem das Design der Thermostate bekannt vorkommt, der irrt nicht. Die Z-Wave Fans unter uns werden hier das Design der Eurotronic Spirits erkannt haben. Sie sind Made in Germany von Eurotronic, dem Hersteller der viele Thermostate als OEM – also unter anderem Label für verschiedene Hersteller, mit verschiedenen Funksystemen produziert.

Wir hatten das Spirit Z-Wave damals hier vorgestellt

#Regeln

Nun ist ein Smart Home bekanntlich nicht dadurch geprägt, dass man es mit einem Smartphone steuert. Okay, das geht hier natürlich auch, aber im Alltag soll dank einem Smart Home alles möglichst automatisch ablaufen.

Beginnen wir mit der Wohlfühltemperatur zur passenden Zeit.
Wer liebt es nicht, schon morgens in ein vorgewärmtes Badezimmer zu kommen?
Und gehst du auch Abends auch noch einmal durch alle Räume um die Heizungen abzudrehen? Ja das spart Heizungsenergie und bares Geld. Genauso wie das Abdrehen der Heizung, während man das Fenster zum Lüften öffnet.

Gigaset Home Menü der App

All diese Dinge können mit dem Gigaset Elements Smart Home System nun automatisch passieren. Das spart dir Zeit im Alltag, schafft Komfort und spart obendrein Heizkosten.

Zeitpläne

Das Zauberwort hier sind: „Regeln“. Du findest dafür ein der Gigaset App einen eigenen Menüpunkt. Als Auslöser der Regel wählen wir hierfür die Uhrzeit.

So kann das Heizungsthermostat zu einer bestimmten Zeit auf eine definierte Temperatur gestellt werden, um beispielsweise das Badezimmer am Morgen zu vorzuheizen.

Zeitpläne via Regeln in der App festlegen

Auf dem gleichen Weg lässt sich auch eine Absenktemperatur, beispielsweise für die Nachtstunden erstellen.

Ebenfalls über Regeln, kann die Heizung geschlossen werden, wenn ein Fenstersensor (ebenfalls aus dem Hause Gigaset erhältlich) erkennt, dass das Fenster zum Lüften geöffnet wurde.

An- Abwesenheit

Eine wirklich smarte Funktion, ist der An- und Abwesenheitstatus.

Wie Eingangs beschrieben, ist das Steckenpferd von Gigaset Elements die Funktionalität als kleines Alarmsystem. Dafür ist es wichtig zu wissen, ob die Bewohner An- oder Abwesend sind.

Jene Funktionalität kann man sich auch in Regeln zu Nutze machen, um die Temperatur in allen Räumen zu senken, wenn man das Haus verlässt. Warum sollte man die Wohnung heizen, wenn niemand daheim ist?

Der Anwesenheitsmodus lässt sich entweder per einfachen Tipp im Dashboard der App ändern, oder über die Geofencing-Funktion (lies: Standortbestimmung des Smartphone).

Schön wäre hier natürlich ein Heizplan gewesen, wie wir ihn von AVM FRITZ! Oder homee kennen. Dort lassen sich die Heizzeiten und die SOLL-Temperaturen, welche bei Fenster auf, oder Abwesenheit an die Thermostate gesandt werden sollen in einer Übersicht eintragen, während es hier mehrerer Regeln bedarf, dessen Abhängigkeiten man beachten muss.

Nichtsdestotrotz bekommt man mit den Regeln und der An-/ Abwesenheitserkennung eine sehr umfassende Heizungssteuerung erstellt.

Bleibt noch die Frage nach dem Preis.
Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers für das Set aus Gigaset Basis und zwei Thermostaten liegt bei 119 Euro, was völlig klar geht.
In diversen Shops liegt das Set bei knapp über 100 Euro, ein einzelnes Thermostat schlägt mit 50 Euro zu Buche

FritzBox

Wer sich denkt: „Hey, die FRITZBox funkt doch auch DECT ULE, da könnte ich doch die Gigaset Geräte nutzen“.  – Dem sei gesagt: Nein! Leider nicht. Zwar nutzen beide Hersteller DECT ULE in ihren Geräten, doch wird hier bei Gigaset ein anderes Profil als bei AVM verwendet, weshalb die Geräte nicht kompatibel sind.

Da ist er wieder, der liebe alte Smart-Home-Kompatibilitätsjungle.

Fazit

Die Gigaset Basis ist schnell eingerichtet, die App übersichtlich und dank DECT Funk sollte man kaum Reichweitenprobleme haben.

Das Portfolio von Gigaset erlaubt es die Anwendungsbereiche Sicherheit und Komfort abzudecken und ist damit meiner Meinung nach eine super Lösung für Einsteiger, vor allem in Mietwohnungen.

Besonders die Möglichkeit, die Thermostate nach dem Status der Anwesenheit der Nutzer zu steuern, hat mir hier sehr gefallen und kann im Alltag bares Geld sparen.

Diesen Blogpost hat geschrieben ...

crissxcross

Chris, Gründer und Blogger von siio.
Gelernter IT-Systemelektroniker, seit vielen Jahren beruflich als Produktmanager im Smart Home unterwegs. Technikverliebter Familienvater, Apple Fan. Nach einigen Jahren Stadtleben wieder froh auf dem Land zu sein.

Gib deinen Senf dazu!