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SmartHome im alten Gewand: Erfahrungsbricht – Z-Wave Geräte Teil 2

by T.Renner22. August 2016

Im zweiten Teil geht es besonders um den Flood Sensor, den Bewegungsmelder sowie den Wall Plug von Fibaro sowie um die Multisensoren von AEON.

Der Fibaro Flood Sensor

Fibaro Floodsensor

Fibaro Floodsensor

Nähern wir uns heute feuchteren Gefilden und zwar mit dem Fibaro Flood Sensor. Dieses unscheinbare Gerät ist ein klassischer- Feuchtigkeits- und Überschwemmungssensor. Seine Kontakte auf der Unterseite reagieren schon auf kleine Mengen Wasser und aktivieren die eingebaute Signalsirene. Allzu laut ist diese Sirene jedoch nicht. Zusätzlich gibt er natürlich eine Meldung an das Z-Wave Netzwerk raus.

Dies könnte man zum Beispiel mit dem neuen Popp Flow Stop kombinieren, der dann die Wasserversorgung automatisch unterbricht. Über den Popp Flow Stop wurde ja hier auf siio.de bereits berichtet:

Flow-Stop – Z-Wave Absperrhahn: EcoNet’s Erfolgsstory kommt nach Europa

Versorgt wird das Gerät entweder mit einer CR123A-Batterie oder optional über einen Anschluss mit 12V DC. Dafür finden wir im Inneren eine Klemmbrücke, über die auch weitere Wassermelder-Kontakte angeschlossen werden können, welche dann via Kabel Alarm ausgeben können.

Auch über einen Temperatur- und Erschütterungssensor verfügt der kleine Fibaro. Als Überschwemmungssensor klassisch am Boden angebracht, ist der Temperatursensor jedoch nur bedingt zu nutzen, könnte aber bei Fußbodenheizungen eventuell gute Dienste leisten.

Wie schon im ersten Teil, muss ich auch dieses Mal etwas zum Thema Robustheit loswerden:

Da meine kleine Tochter dieses, nennen wir es mal „Ufo“ extrem faszinierend findet, hat auch dieser Sensor schon einige unsanfte Landungen hinter sich. Aber auch hier hat das Gerät alles ohne Schäden und Spuren überstanden – ein eindeutiger Pluspunkt!

Bewegungsmelder und Multisensor: Der Fibaro Motion

Fibaro Motion Sensor

Fibaro Motion Sensor

Jetzt kommt Bewegung in die Sache und zwar mit dem Fibaro Motion Sensor. Oder wie ich ihn nenne: Saurons Auge. Die kleine Kugel hat es faustdick hinter den nicht vorhandenen Ohren. Im Gehäuse verbirgt sich nicht nur ein Bewegungsmelder, sondern auch ein Temperatursensor, ein Helligkeitssensor und ein Erschütterungssensor, der alle drei Achsen wahrnimmt.

Damit ist nicht nur eine Heizungs- und Lichtsteuerung (sowie natürlich auch eine Alarmfunktion) möglich, im Menü kann auch zwischen dem einfachem Manipulationsschutz sowie der Funktion als Erdbebensensor ausgewählt werden.

Zusätzlich signalisiert die LED bei Bewegung die Raumtemperatur: Bis 17°C leuchtet sie blau, bis 21°C grün und über 21°C rot. Die Leuchtfunktion kann auf Wunsch allerdings auch abgeschaltet werden. So wird der Zwerg von ungefähr 45mm Durchmesser nahezu unsichtbar – und doch entgeht ihm nichts.

Ein kleiner Halter, der z.B. mit einem Klebeband festgemacht werden kann, nimmt das von einer CR123A-Batterie angetriebene Leichtgewicht auf und ermöglicht eine genaue Positionierung in allen Achsen. So simpel wie genial, vor allem aber unauffällig, ist er nahezu überall positionierbar.

AEON Multisensor mit Recessor

AEON Multisensor in Recessor

AEON Multisensor in Recessor

Einer, meiner absoluten Favoriten ist der Aeon Multisensor 6 – vor allem mit Recessor Halterung. Falls ihr z.B. Rigips-Decken habt, verschwindet der Sensor damit absolut unauffällig und fast bündig in der Decke. Der Multisensor 6 kann entweder mit zwei CR123A-Batterien gespeist oder über einen Mikro-USB-Anschluss mit Strom versorgt werden. Mit einem USB Netzteil könnte er so nicht nur temporär, sondern dauerhaft in der Decke verschwinden, wäre aber im Reparaturfall ebenso schnell wieder zu entfernen. Dem Gerät liegt natürlich ein Mikro-USB-Flachbandkabel bei.

Wie bei allen Geräten mit zusätzlicher Stromversorgung, übernimmt auch der Multisensor im Netzbetrieb eine Repeater-Funktion. Er leitet die Z-Wave-Signale anderer Geräte weiter und liefert die eigenen Messdaten in Echtzeit an die Basis aus. Im Batteriebetrieb nutzt der Sensor stattdessen regelmäßige Aufwachintervalle.

Das Gerät ist ein wahres Multitalent. Er kombiniert Bewegungs-, Helligkeits-, FeuchtigkeitsErschütterungs-, Temperatur– sowie einen UV-Sensor in einem einzigen Gehäuse. Dadurch ergeben sich nahezu unzählige Einsatzgebiete:

Zur Lichtsteuerung im Bad sowie zur Abluftsteuerung, z.B. bei Überschreitung eines bestimmten Feuchtigkeitwerts. Oder zur Jalousiensteuerung zum Schutz hochwertiger Teppiche und Möbelstücke vor direkter Sonneneinstrahlung, sofern man den UV-Sensor mit einer smarten Jalousie kombiniert und so weiter und so fort.

AEON Multisensor GEN 5

AEON Multisensor GEN5

AEON Multisensor GEN5

Nicht ganz so schick wie der Multisensor 6, aber mindestens genauso funktionell kommt der Aeon Multisensor GEN 5 daher. Bei dem vier AAA-Zellen betriebene Gerät handelt es sich um einen 4in1-Sensor. Er bietet neben dem Bewegungssensor einen zusätzlichen Helligkeits-, einen Temperatur– sowie einen Feuchtigkeitssensor. Als Multisensor eignet er sich zwar auch für den Aussenbereich, sollte dort allerdings geschützt angebracht werden, damit kein Tropfwasser in die Öffnungen für den Feuchtigkeitssensor gelangt.

Wenn ihr die Möglichkeit habt, den Multisensor 6 mit Recessor zu installieren, würde ich diesen zumindest im Innenbereich immer vorziehen. Im Bild übrigens der Blick auf die PIR Einheit und den Feuchtigkeitssensor. Wäre meine Wahl für den geschützten Aussenbereich.

Fibaro WallPlug Zwischenstecker

Fibaro Wall Plug Zwischenstecker

Fibaro Wall Plug Zwischenstecker

Der Fibaro Wall Plug Zwischenstecker fällt besonders durch seine recht kleine Bauform auf – kein Vergleich zu den 433MHz-Funksteckdosen aus dem Baumarkt.

Neben der einfachen Schaltfunktion, die in allen gängigen Programmierungen und Szenen eingesetzt werden kann, misst er die Leistung des angeschlossenen Geräts. Darüber hinaus gibt er die momentane Leistungsaufnahme, den maximalen Verbrauchswert sowie die gesamte, verbrauchte Leistung an die Z-Wave Basis weiter. Ein schlichter Acryl-Ring am Rand leuchtet entsprechend der aktuellen Leistungsaufnahme. Auch diese Funktion kann natürlich abgeschaltet werden, sofern erwünscht.

Bisher nicht getestet: Der Fibaro RBGW-Controller sowie die NOD On Fernbedienung

Bisher leider weniger intensiv testen konnte ich den RGBW Controller von Fibaro, der besonders für die Steuerung von LED-Leisten geeignet ist. Eigentlich hatte ich mir extra zum Testen eine RGBW-Leiste bestellt. Leider ist das Netzteil kurz nach Lieferung abgeraucht, so dass ich nun auf die Austauschlieferung warten darf.

Einen ausführlichen Test zum Fibaro RBGW Controller findet ihr stattdessen hier auf siio.de – da hätte ich euch wahrscheinlich eh nichts Neues zu erzählen.

Auch die NOD ON Soft Fernbedienung konnte ich bisher aufgrund von Zeitmangel sowie dem abgerauchten Netzteil der LED-Leiste noch nicht wirklich austesten.

Zum Schluss noch kurz eine Anmerkung:

Trotz der dicken Wände im Haus (die Mittelwand mit den Kaminzügen ist eine ca. 40cm dicke Ziegelwand), hatte ich nahezu immer gute Verbindungen zu den Funkkomponenten. Mit dem Fibaro Wall Plug als Repeater auf der ersten Etage war es möglich, die Geräte im gesamten Haus miteinander zu vernetzen.

Der WD My Cloud Mirror mit dem Z-Wave Stick steht in meinem Büro im 2. OG. Wenn ich die Verkabelung des Multisensor 6 in der Zwischendecke des Flures im Erdgeschoss fertig habe, sollte selbst ein Popp Flow Stop im Kellergewölbe ohne Probleme erreichbar sein.

Das war er, der zweite Teil meiner Z-Wave Geräte Kurzvorstellung und der 4. Teil meines Beitrags „SmartHome im alten Gewand: WD My Cloud“. Dieser soll auch vorerst der letzte Teil dieser Reihe sein. Ich hoffe Ihr hattet Spaß beim lesen. Ihr hört aber ganz sicher wieder von mir, hier auf siio.de

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T.Renner
Mach schon Platz ich bin der Landvogt!Mit 37 Jahren wage ich jetzt den Einstieg in die Welt des Smarthome mit der WD myCloud Mirror und Z-Wave Stick. Sonst sind meine Hobbys eher nostalgisch angehaucht...ich sammle und restauriere Hochdruckvergaserlampen wie z.B. Petromax und Coleman oder führe meine inzwischen 116 Jahre alte "Heidi" (schweizer Infanteriegewehr IG96/11) als Sportschütze auf dem Schiesstand aus. Also alles was raucht, brennt, kracht war bisher mein Metier. Neuerdings dann auch noch die Heimautomatisierung und das ist leider genauso ansteckend wie die bisherigen Hobbys ;-)

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