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Canary View Sicherheitskamera vs. netatmo welcome im Test

crissxcross
Geschrieben von crissxcross
siio-App
  • Installation
  • Funktionsumfang
  • Bedienung
  • Nutzen
  • Preis-Leistung
3.4

Summary

Positiv: Problemlos hat im Test die Anwesenheits- und Abwesenheitserkennung per Standortbestimmung geklappt.
Ein negativen Beigeschmack hat das Abo-Modell. Gut ist aber, das auch ohne Abo die wichtigsten Funktionen zur Verfügung stehen.

Pros

+ leichte Installation
+ langes USB Kabel für Felxibilität bei der Positionierung
+ breiter Sichtwinkel
+ An- und Abwesenheitserkennung für mehr Privatsphäre
+ Standortbestimmung für automatische Anwesenhitsbestimmung

Cons

– Folgekosten durch Abo-Model

Unterwegs gibt es allerhand Gründe, warum man gerne wissen möchte, ob zuhause alles in Ordnung ist. Sind die Kids sicher von der Schule nach Hause gekommen und haben ihre Hausaufgaben gemacht, oder zocken sie wieder den ganzen Tag an der Konsole? Und wie geht es dem vierbeinigen Mitbewohner? Hat er schon wieder das Sofa im Wohnzimmer mit seinem Kauspielzeug verwechselt?

Ist man länger von Zuhause weg, z. B. im Urlaub, wächst bei vielen das ungute Gefühl, dass zuhause etwas nicht in Ordnung ist, noch weiter an. Zum Glück gibt es heutzutage Möglichkeiten, um diese Probleme und diese Unsicherheit in den Griff zu bekommen. Sicherheitskamera heißt das Stichwort. Eine davon, die „Canary View“ vom Hersteller Canary, habe ich mir in diesem Test genauer angeschaut.

Canary Videoüberwachung Unboxing

Stylische Kamera für die Hausüberwachung

Die Canary View ist eine optisch ansprechend gestaltete Kamera, die du in deinem heimischen WLAN einbinden kannst. Das Livebild aus den eigenen vier Wänden lässt sich dann bequem von überall aus über die App auf deinem Smartphone oder Tablet abrufen.

Zudem bietet die Kamera die Möglichkeit, dich bei einer Bewegungsdetektion automatisch per Pushmitteilung zu benachrichtigen sowie dazu ein Video aufzuzeichnen. So kannst du auch im Nachhinein sehen, was bei dir zuhause während deiner Abwesenheit los war. Aufgenommen wird das Geschehen mit einem Weitwinkelobjektiv und 1080p Auflösung, also in Full HD.

Was der kleinen Canary View im Vergleich zum großen Bruder, der Canary Pro, hingegen fehlt, ist ein Sensor für die Luftqualität. Auch eine Innensirene ist nicht verbaut. Die Canary View konzentriert sich also voll und ganz auf die Videoüberwachung.

Die Canary View ausgepackt

Bereits beim ersten Auspacken der Canary View aus dem schlichten und stabilen Karton fällt auf, dass das Teil chic ausschaut. Das mit vorliegende Modell in Schwarz weist eine hochglänzende Front und matte Seiten auf, was mir gut gefällt und sich schlicht und elegant in den Wohnraum integriert. Wem das Schwarz zu dunkel ist, kann sie auch in Grau erwerben.

Canary View Überwachungskamera ausgepackt

Rückseitig findest du einen Micro USB-Port. Dieser dient für die Energieversorgung. Schließe einfach das beiliegende Netzteil samt 2 m langem USB-Kabel an. Positiv: Das Kabel ist relativ lang und das Netzteil angenehm kompakt, was gerade in der Verwendung von Mehrfachsteckdosen ein großer Vorteil ist.

Canary Überwachungskamera Rückseite

So wird die Canary View installiert

Kommen wir zur Installation. Diese ist im Vergleich zu den ersten Generationen von IP-Kamera heutzutage wirklich kinderleicht. Mit der beiliegenden Kurzanleitung musst du zunächst diese drei Schritte durchlaufen:

  1. Kamera ans Stromnetz anschließen
  2. Canary App aufs Smartphone laden
  3. Account einrichten

Hast du diese drei Schritte erledigt, führt dich die App schnell und einfach durch die Installation. Für das Setup ist eine Bluetooth-Verbindung erforderlich, die du einfach per Berührung der Kameraoberfläche aktivierst. Auf diesem Wege gelangt die Kamera an dein WLAN-Passwort, was für den Zugang zum heimischen Netzwerk erforderlich ist. Leider wird aber kein WPS unterstützt, was die Sache noch einfacher machen würde. Ebenfalls negativ: Es wird nur eine Verbindung mit 2,4 GHz unterstützt, was in Zeiten von 5 GHz nicht mehr ganz „State of the Art“ ist.

So funktioniert die Überwachung

Nachdem du noch die Standortbestimmung über die App zugelassen hast, ist die Installation abgeschlossen. Dank dieser Funktion ist es möglich, dass die App automatisch die Anwesenheit von Benutzern erkennt. So kannst du die Aufnahmefunktion automatisch deaktivieren bzw. aktivieren. Dies klappt aber nur, wenn alle Bewohner des Hauses ein Smartphone besitzen und darauf die Canary App nutzen.

 

 

DIe Canary App einrichten I

 

DIe Canary App einrichten II

 

DIe Canary App einrichten III

 

DIe Canary App einrichten IV

 

DIe Canary App einrichten V

 

Ist dies nicht der Fall, weil z. B. die Kinder noch kein eigenes Smartphone haben, müssen die Modi „Anwesend“, „Abwesend“ sowie „Nacht“ manuell über die App aktiviert und deaktiviert werden. Gleiches gilt auch, wenn du den Standort nicht freigibst.

DIe Canary App einrichten VI

 

DIe Canary App einrichten VII

Praktisch ist, dass du für den Nacht-Modus Zeitpläne hinterlegen kannst. Das bedeutet, dass die Kamera dann zur gewünschten Zeit automatisch in den Modus für die Nacht schaltet und von nun an alle erkannten Bewegungen automatisch aufzeichnet. Dann erfolgt auch immer eine Pushmitteilung an die Bewohner.

DIe Canary App einrichten VIII

Toll wäre, wenn das Schalten der Modi auch über externe Hardware wie „iBeacons“ oder ein PinPad funktionieren würde. Dies unterstützt Canary derzeit aber leider nicht. Gleiches gilt für die Vernetzung mit anderen Smart-Home-Systemen und Diensten wie homee oder IFTTT. Dann wäre es möglich, dass die Kamera z. B. automatisch den Modus „Abwesend“ aktiviert, sobald das Smart Lock an der Haustür verriegelt wird. Wir drücken die Daumen, dass Canary in dieser Richtung noch einiges in Petto hat.

Canary View im Einsatz – Live Modus starten

 

Canary View im Einsatz – Erste Bilder

 

Canary View im Einsatz – Den Modus wechseln

 

Canary View im Einsatz – Den Modus wechseln II

 

Canary View im Einsatz – Menü einblenden

 

Canary View im Einsatz – Standorteinstellungen anzeigen

 

Canary View im Einsatz – Ereignisse anzeigen

 

Canary View im Einsatz – Personen hinzufügen

 

Canary View im Einsatz – Person erkannt im Unterwegsmodus

 

Canary View im Einsatz – Ereignissprotokoll

Kostenpflichtige Abos für Speicherung

Praktisch ist, dass die Installationsroutine nach der Einrichtung noch einmal durch die gesamte App führt und die einzelnen Dinge erklärt. Danach erhältst du noch das (fast schon obligatorische) Angebot für einen kostenpflichtigen Dienst. Erst mit Abschluss des Abos kannst du dann alle Funktionen und Features der Canary View vollends nutzen.

Canary View – kostenpflichtige MItgliedschaft nutzen I

 

Canary View – kostenpflichtige MItgliedschaft nutzen II

 

Canary View – kostenpflichtige MItgliedschaft nutzen III

 

Canary View – kostenpflichtige MItgliedschaft nutzen IV

 

Beim kostenlosen Basic-Plan werden nur die Videos der vergangenen 24 Stunden gespeichert, stehen zudem nur mit einer Länge von 30 Sekunden zur Verfügung. Als Abonnent des Premium-Services kannst du hingegen 30 Tage auf alle Videos in voller Länge zugreifen. Die Speicherung erfolgt wie gewohnt in der Cloud und nicht lokal. Auch der Videodownload, die Funktion „Live-Video rund um die Uhr“ sowie die praktische 2-Wege-Audiofunktion gibt es nur mit dem kostenpflichtigen Serviceplan.

Die Canary View im Vergleich mit der Netatmo Welcome

Die Netatmo Welcome ist eine der besten Sicherheitskameras für die Heimüberwachung, die es derzeit im Handel gibt. Da lohnt sich doch ein Vergleich mit dem neuen Kontrahenten Canary View, den ich dir hier genauer vorstelle.

Canary View vs. Netatmo Welcome

Groß fällt der Unterschied schon mal beim Preis aus. Denn der Herausforderer ist mit einem Kaufpreis von 99 Euro nur halb so teuer wie das Modell von Netatmo, das mit 199 Euro UVP zu Buche schlägt. Entscheidest du dich für den Premiumservice für ein Jahr, gibt es die Kamera von Canary sogar gratis dazu. Die Kosten liegen dann bei 99 Euro pro Jahr bzw. 8,25 Euro im Monat.

Die Datenspeicherung erfolgt bei Canary in der Cloud, sprich den Servern des Unternehmens. Die Netatmo Welcome verwendet zum Speichern hingegen eine in die Kamera gesteckte microSD-Speicherkarte, speichert also lokal. Beides hat seine Vor- und Nachteile, die jeder für sich abwägen muss. Vorteil der Online-Variante ist die schnelle Verfügbarkeit beim Abruf der Videos, der nicht von der heimischen Internetverbindung abhängig ist. Dafür liegen die Videos aber eben auf fremden Servern. Bei der lokalen Speicherung auf der Kamera sind die Daten aber für gegebenfalls aufgenommene Langfinger einfach greifbar, indem die Kamera einfach samt Speichermedium eingesackt wird.

Hinsichtlich der Größe gibt es kaum Unterschiede, die Netatmo-Kamera ist aber etwas schlanker. Beide bekommen Storm per Micro USB-Kabel und funken per WLAN, können also recht frei im Zuhause aufgestellt werden. Für die Kamera von Netatmo spricht die Funktion der intelligenten Gesichtserkennung, auf deren Basis du bestimmen kannst, wann ein Video aufgezeichnet wird und wann nicht. Ein Plus für die Privatsphäre. Dafür fehlt die Standortbestimmung. Die Schaltung der Modi „Zuhause“ und „Unterwegs“ erfolgt via App.

Mein Fazit zum Canary View Test

Wenn dich häufigerer ein mulmiges Gefühl plagt, weil du nicht genau weist, was in den heimischen vier Wänden los ist, dann ist die Canary View eine gute Lösung. Sie ermöglicht den schnellen und problemlosen Live-Blick ins Zuhause.

Im Test positiv aufgefallen ist die Anwesenheits- und Abwesenheitserkennung per Standortbestimmung. Das hat problemlos und zuverlässig funktioniert. Auch preislich hat die Canary View die Nase vorne. Auch ohne das kostenpflichtige Abo bietet sie die wichtigsten Funktionen, auch wenn diese nur limitiert sind. Sie könnte aber gerne noch etwas smarter und vernetzter sein.

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crissxcross

Chris, Gründer und Blogger von siio.
Gelernter IT-Systemelektroniker, seit vielen Jahren beruflich als Produktmanager im Smart Home unterwegs. Technikverliebter Familienvater, Apple Fan. Nach einigen Jahren Stadtleben wieder froh auf dem Land zu sein.

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