Dreame Bot D9 Max: Neuer Saugroboter mit 4.000 Pa im Test

Geschrieben von Marcus
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  • Bedienung
  • Funktionsumfang
  • Installation
  • Nutzen
  • Preis/Leistung
4.4

Zusammenfassung

Der Dreame Bot D9 Max macht im Test eine gute Figur und muss sich nur wenige Kritikpunkte gefallen lassen. Die betreffen unter anderem die Ladestation, wo Dreame etwas mehr hätte bieten können. Insgesamt bietet der Saugroboter aber vor allem zum Einführungspreis ein tolles Preis-/Leistungs-Paket.

Pro

  • Lasernavigation
  • hohe Saugkraft
  • solide Wischfunktion
  • günstiger (Einführungs-)Preis

Kontra

  • keine Bodenplatte
  • kein Kabelmanagement
  • Stuhlbeine nicht erkannt

Dreame schickt sich hierzulande an, ähnlich bekannt zu werden wie Roborock. Das Unternehmen gehört ebenfalls zum Xiaomi-Markenkosmos und bietet neben Akku-Staubsaugern auch Saugroboter an.

Das neue Modell im Stall heißt Dreame Bot D9 Max, eine “getunte” Version des bereits bekannten D9. Aber wie gut ist der Saugroboter? Kann er mit Roborock und Co mithalten? Ich habe mir für dich den Dreame Bot D9 Max im Test genauer angeschaut.

Überblick: Was hat der Dreame D9 Max zu bieten?

Fangen wir erst einmal mit einem allgemeinen Überblick an. Der Dreame Bot D9 Max ist ein Saugroboter mit Lasernavigation (Lidar Navigation) und einer optionalen Wischfunktion. Beim Wischen kommt der einsetzbare Wassertank zum Einsatz, der unter das Gerät geklippt wird. Die abgegebene Wassermenge kann per App dreistufig eingestellt werden. Letztendlich zieht er aber auch wie alle anderen kombinierten Saug- und Wischroboter dann nur das Wischtuch über den Boden – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die Wischfunktion ist, wie mein Test auch gezeigt hat, also eher rudimentär.

Das “Max” im Namen steht vor allem für die gesteigerte Saugkraft. Im Vergleich zum Dreame Bot D9 bietet er mit 4.000 Pa eine um 1.000 Pa gesteigerte Saugkraft. Der Wert ist schon beachtlich, was vor allem bei Teppichen ein Vorteil ist. Ansonsten bietet er die üblichen Features wie Steuerung per App, eine Anbindung an Alexa für die Sprachsteuerung sowie eine wickelfreie Bürste.

Lieferumfang: Abzüge bei der Ladestation

Werden wir erst einmal einen Blick auf den Lieferumfang des D9 Max von Dreame. Neben dem runden Saugroboter (Durchmesser: ca. 35 cm, Höhe: knapp 10 cm) selbst, der in typischer Form mit Laserturm daherkommt, sind auch ein Staubsammelbehälter mit 570 ml Größe, ein Wassertank (270 ml) samt Wischtuch für die optionale Wischfunktion, eine Seitebürste (die direkt montiert werden muss), eine Anleitung sowie die obligatorische Ladestation samt Netzteil in dem Karton enthalten.

Bei letztgenanntem gibt es dann auch gleich mal zwei Punkte, die mir negativ aufgefallen sind. Zum einen ist leider keine Bodenplatte dabei. Die finde ich bei einem Saugroboter mit Wischfunktion allerdings sehr wichtig, damit nach beendetem Wischvorgang das feuchte Wischtuch nicht auf dem ungeschützten Boden vor der Ladestation aufliegt.

Zudem bietet die Ladestation auch kein Kabelmanagement. Der Stecker wird einfach seitlich in die Außenwand der Ladestation eingesteckt. Das Kabel, rund 1 bis 2 m lang, musst du dann irgendwie gewickelt unterbringen, wenn der Weg zur Steckdose (wie auf meinem Foto) nicht weit ist. Das finde ich ehrlich gesagt beides schwach und hätte von Dreame mit wenig Aufwand behoben werden können.

App: Xiaomi Home im Einsatz

Wie bei vielen Marken, die zum Xiaomi-Universum zählen, ist auch bei Dreame die Xiaomi Home App im Einsatz. Die Einrichtung ist denkbar einfach. Es muss einfach nur ein neues Gerät hinzugefügt und dann der auf der Schnellanleitung aufgedrucke QR-Code gescannt werden. Schon wird das Gerät automatisch erkannt. Dann folgen noch die üblichen Schritte wie Verbindung zum WLAN, eine Namensgebung sowie eine Raumzuteilen. Klappte in meinem Test alles problemlos. Dann kann es auch schon losgehen.

Die Nutzung der Xiaomi Home App hat verschiedene Vorteile. Wer mehrere kompatible Saugroboter (z.B. auf mehreren Stockwerken) xon Xiaomi und Co im Einsatz hat, kann alle über eine App verwalten, statt zig Apps zu nutzen. Zudem ist die App, bis auf ein paar schlechte Übersetzungen ins Deutsche, recht ausgereift. Sie bietet viele gute und nützliche Funktionen.

Durch seinen Laser-Sensor legt der Saugroboter bei seiner ersten Fahrt eine virtuelle Karte an. Diese Map zeigt dann nicht nur den Arbeitsablauf des Roboters, sondern lässt sich auch bearbeiten. So kannst du unter anderem einzelne Räume für die gezielte Raumreinigung einrichten. Auch eine Zonenreinigung sowie das Einrichten von verbotenen Bereichen lässt sich so realisieren. Praktisch, aber heute auch absoluter Standard.

Über die Einstellungen lassen sich die Saugstärke (vierstufig) und die Wassermenge (dreistufig) einstellen. Dazu können Geräteeinstellungen wie die englische Sprachausgabe des Robos oder ein Leistungsschub für Teppiche ein- und ausgeschaltet werden.

Praxis: Wie schlägt sich der Dreame Bot D9 Max im Alltag?

Über die in vielen Belangen gelungene App habe ich nun berichtet, komme daher nun zum Alltagstest. Der Dreame D9 Max war einige Zeit in unserem Erdgeschoss für die Bodenreinigung zuständig. In dieser Zeit hat er seine Arbeit im Großen und Ganzen recht gut gemacht. Die Arbeitszeit mit einer Akkuladung beträgt bis zu 2,5 Stunden, was für unser Erdgeschoss mehr als ausreicht. Zudem kann er Stufen mit bis zu 2 cm Höhe überwinden. Auch der ungeschützte Abgang zur Kellertreppe war (wie erwartet) kein Problem.

Ein, zwei Sachen sind mir aber negativ aufgefallen. Zum einen kam mir die Navigation teils etwas chaotisch vor. Am Ende hat er aber alle Bereiche erfolgreich gesaugt, was letztendlich der entscheidende Punkt ist. Den meisten Dreck hat er dabei auch erfolgreich aufgenommen, allerdings manches Mal den einen oder anderen lose herumliegenden Krümel links liegen gelassen. Hier wäre vielleicht eine zweite Seitenbürste hilfreich.

Ebenfalls negativ: Die ca. 2 cm dünnen und schwarzen Metallbeine unserer Esszimmerstühle hat er nicht erkannt und ist immer mit einem ziemlichen Wumms dagegen gedonnert. Das erfolgte sogar so heftig, dass sich die Stühle jedesmal ein Stück bewegt haben. Das ist sicherlich nicht gut für die Möbel und ist damit für mich ein K.O.-Kriterium, dass der Dreame Bot D9 Max nach meinen Test definitiv nicht weiter in meinem Wohnzimmer seiner Arbeit nachgehen darf. Wer solche dünnen Hindernisse nicht hat, für den sollte das aber kein Dilemma sein. Zudem haben sich andere Saugroboter, die ich schon im Test hatte, im Beinegewirr unter unserem Esstisch schon gefühlt besser geschlagen und sich dort schneller durchmanövriert.

Fazit zum Dreame Bot D9 Max Test

Insgesamt hinterlässt der Dreame Bot D9 Max bei mir einen recht guten Eindruck. Bis auf wenige Kritikpunkte macht er seine Arbeit beim Saugen sehr ordentlich. Das Wischen klappt für einen Saug- und Wischroboter auch solide. Dazu kommt der Vorteil der Xiaomi Home App, die eben auch für andere Saugroboter und Smart-Home-Geräte aus der Xiaomi-Markenwelt genutzt werden kann.

Richtig interessant wird der Dreame Bot D9 Max durch seinen Preis. Bei Amazon ist er derzeit noch nicht gelistet, kann aber bereits bei anderen Stores wie coolladen erworben werden. Dort gibt es ein interessantes Startangebot. Vom 20. bis zum 27.9 wird der Staubsaugroboter dort für nur 270 Euro angeboten. Über den Gutscheinecode CLD9MAX10 lassen sich noch 10 weitere Euro sparen. Zudem gibt es verschiedene weitere Boni, wie einen 50-Prozent-Rabatt für die ersten 5 Besteller und für 50 Euro Aufpreis einen Mi Air Purifier 3H Luftreiniger dazu.

Diesen Blogpost hat geschrieben ...

Marcus

Der Neue im Team. Als begeisterter "Smart-Homer" habe ich große Freude daran, immer neue Technologien kennenzulernen und in mein tägliches Leben zu integrieren - aber nur da, wo es Sinn macht...

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