Mi Air Purifier 3H: Smarter Luftreiniger von Xiaomi im Test

Geschrieben von Marcus
Popp Zigbee Thermostat Banner
  • Bedienung
  • Funktionsumfang
  • Installation
  • Nutzen
  • Preis/Leistung
4.4

Zusammenfassung

Xiaomi bietet mit dem Mi Air Purifier 3H einen smarte Luftreiniger an, der im Test das tut, was er soll. Die smarten Funktionen bieten ein gewisses Plus an Nutzen, zumal das Gerät verhältnismäßig günstig ist.

Pro

– verschiedene Modi
– Steuerung per App
– informatives Display
– Automatisierungen
– Sprachsteuerung möglich
– schlichtes Design

Kontra

– Steuerung am Gerät mit nur einer Taste
– könnte etwas hochwertiger aussehen

Nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat die Nachfrage nach Luftreinigern in die Höhe schnellen lassen. Dies soll aber nicht der Grund für meinen Test sein. Denn ob die Geräte im privaten Haushalt wirklich sinnvoll gegen Viren schützen, müsste ich jetzt wissenschaftlich untersuchen.

Das soll aber nicht der Sinn sein und würde auch meine Möglichkeiten übersteigen. Stattdessen will ich euch den Mi Air Purifier 3H von Xiaomi einfach in einem Test vorstellen. Denn ich habe einen Luftreiniger für unser Schlafzimmer gesucht, in dem einige neue Möbelstücke und Teppiche für unangenehme Ausdünstungen sorgen. Die können eben durch solche Geräte beseitigt werden. Und wenn schon ein Luftreiniger ins Haus kommt, dann sollte er natürlich auch smart sein.

Ein paar Infos vorab

Der Mi Air Purifier 3H kann bei Amazon für rund 140 Euro bestellt werden, was für einen smarten Luftreiniger recht erschwinglich ist. Das Gerät ist ein recht schlichter weißer Kasten, der in einer Zimmerecke oder Nische untergebracht recht unscheinbar ist. Das war einer der Gründe, warum ich mich für dieses Gerät entschieden habe.

Der HEPA-Filter lässt sich einfach tauschen. Das Gerät informiert, wann ein Filterwechsel ratsam ist.

Im Betrieb reinigt das Gerät mit seinem integrierten HEPA-13-Filter die angesaugte Luft und gibt diese dann gereinigt wieder ab. Eigentlich würde dies auch mit regelmäßigem Lüften gut funktionieren. Aber jetzt, wo es nachts draußen doch recht kühl ist, schläft meine bessere Hälfte (oder sollte ich besser Frostbeule sagen :-) ) ungerne bei offenem Fenster. Da ist der Luftreiniger dann eine willkommene Alternative, um die Ausdünstungen der neuen Möbel sowie weitere Schadstoffe aus der Luft zu beseitigen und damit nicht (oder zumindest weniger) einzuatmen.

So richtest du den Mi Air Purifier 3H ein

Die Einrichtung ist schnell erledigt. Der Filter ist ab Werk eingesetzt, es muss nur das beiliegende Stromkabel (zu finden im Filterfach) am Gerät und einer Steckdose eingesteckt werden. Dann noch den Einschalter am kleinen und runden OLED-Bildschirm gedrückt und schon leuchtet das Display auf.

Das Display informiert unter anderem über die aktuelle Luftqualität.

Für die smarte Steuerung musst du das Gerät noch mit deinem Smartphone koppeln. Hierfür kommt die Xiaomi Home App zum Einsatz, anhand derer ich dir die Schritte für die Einrichtung in ein paar Bildern festgehalten habe. Es ist eigentlich immer das Gleiche: Neues Gerät hinzufügen, Gerät auswählen, mit dem hauseigenen WLAN verbinden, Ort und Name festlegen, fertig.

Die Einrichtung ist schnell erledigt und klappte im Test problemlos.

Das kann die App

Über die Xiaomi Home App kannst du das Gerät dann auch aus der Ferne steuern. Das ist deutlich komfortabler als am Gerät, wo es kaum Schalter gibt, um durch die Modi zu wechseln bzw. das Gerät ein- und auszuschalten.

Zur Wahl stehen folgende Modi: Automatisch, Nacht, Level (1, 2 oder 3) und Manuell. Hierüber regelt ihr die Intensität – und damit die pro Stunde gereinigte Luftmenge. Im Nachtmodus ist das Gerät besonders leise und quasi nicht hörbar, während es auf dem höchsten Level 3 wie ein Ventilator rauscht. Am praktischsten finde ich den Automatikmodus, bei dem das Gerät sich abhängig von der Luftverschmutzung selbst steuert.

Das Gerät bietet per App verschiedene Möglichkeiten, z. B. die Wahl des Modis.

Natürlich siehst du in der App auch die aktuell gemessenen Werte. Groß angezeigt wird dir die aktuelle Luftbelastung (PM2.5) und eine darauf basierende Bewertung in Form eines grünen bis roten Kreises. Dies wird dir auch direkt am Gerät auf dem kleinen Display angezeigt. Darunter werden dir zudem die Raumtemperatur und die Feuchtigkeit wiedergegeben – praktisch.

Über das Einstellungen-Menü kannst du unter anderem ein Firmware-Update anstoßen, wenn verfügbar.

Über die App kannst du auch rudimentäre Automatisierungen einstellen. Hier stehen neben Basics wie der Uhrzeit auch Zustände von vernetzten Xiaomi-Geräten zur Wahl. Bei mir sind hier nur eben der Mi Air Purifier 3H und mein Roborock S55 im Wohnzimmer zu finden. Da macht eine Kombination nicht so viel Sinn. Man könnte aber natürlich den Luftreiniger automatisch einschalten, wenn der Saugroboter einen Raum reinigt und damit unweigerlich eine gewisse Menge Staub aufwirbelt. Wer mehr Geräte des chinesischen Herstellers hat, hat hier auch mehr Möglichkeiten. Der Luftreiniger selbst bietet als Auslöser die Luftqualität, die Temperatur, die Feuchtigkeit sowie den Zustand Ein/Aus. Auf diese Weise kannst du dir z.B. deinen eigenen Automatikmodus programmieren und das Gerät bei einem Luftqualitätswert deiner Wahl ein- oder ausgehen lassen.

Luftreiniger per Sprache steuern

Wie eingangs bereits erwähnt, kannst du den Mi Air Purifier 3H auch über die beiden Sprachassistenten Amazon Alexa und Google Assistant steuern. Ich habe das Gerät mit der bei mir im Haus im Einsatz befindlichen Alexa gekoppelt, was schnell erledigt ist.

Du musst einfach nur den Xiaomi Skill aktivieren und dann unter “Geräte” einen neuen Luftreiniger von Mi hinzufügen. Dann noch schnell die Gerätesuche durchgeführt, schon hört das Gerät aufs Wort. Klappte bei mir problemlos.

Wirklich genutzt habe ich die Möglichkeiten wie “Alexa, schalte Luftreiniger im Schlafzimmer an” nicht. Allerdings geht nur das Ein- und Ausschalten und nicht das Ändern von Modi und Co. Für den einen oder anderen mag das aber sicherlich interessant sein und soll daher auch kurz Erwähnung finden. Eine Fernbedienung liegt übrigens nicht bei. Die Steuerung ist also auf die Einheit am Gerät, die App oder eben die beiden Sprachassistenten limitiert. Auch eine Integration in HomeKit ist ohne Umwege nicht vorgesehen – Schade.

Mein Fazit zum Mi Air Purifier 3H

Wie effektiv das Gerät nun am Ende objektiv wirklich die Luft reinigt, übersteigt meine Testkompetenz und -Möglichkeiten zugegebenermaßen. Subjektiv tut er aber das, was er soll. Der Geruch der neuen Möbel und Läufer ist für mein Empfinden bereits nach kurzer Zeit besser geworden und hängt nicht mehr so in der Luft. Auch die Anzeige auf dem Display bestätigt dies, da die gemessenen Werte der Luftbelastung deutlich geringer ausfallen.

Zufrieden bin ich mit dem smarten Luftreiniger von Xiaomi allemal. Meiner Meinung nach tut er, was er soll. Die smarten Funktionen sind nett, machen im Alltag für mich jetzt aber keinen riesigen Vorteil aus. Um die Luftqualität in einem Raum auch aus der Ferne zu überwachen, nutzt die App aber allemal.

Diesen Blogpost hat geschrieben ...

Marcus

Der Neue im Team. Als begeisterter "Smart-Homer" habe ich große Freude daran, immer neue Technologien kennenzulernen und in mein tägliches Leben zu integrieren - aber nur da, wo es Sinn macht...

1 Kommentar

  • Ein Luftreiniger kann die Luft reinigen, aber nicht ersetzen. Deshalb ist lüften weiterhin unabdingbar.
    Bei geschlossenem Fenster und bei mehrstündigem Nicht-lüften steigt der CO2 Gehalt rasch über die empfohlene Obergrenze von 1.000 PPM.
    Da hilft kein Luftreiniger, nur die Kontrolle mit einem externen CO2 Melder. Kohlendioxid wiederum nicht zu verwechseln mit Kohlenmonoxid.

    Die Temperatur oder die Luftfeuchtigkeit sagen überhaupt nichts über die Luftqualität aus.
    Der angezeigte Wert von PM2.5 Feinstaub ist ebenfalls nur ein Kriterium, von noch weiteren Luftwerten, die der Luftreiniger allerdings weder am Display Gerät, noch in der App anzeigt.
    Das Gerät bzw. der Sensor sollte frei “atmen” können, demnach nicht als unliebsames Möbelstück in eine Ecke verbannt werden. Sinnigerweise baut man die Sensoren oft in den Geräten hinten ein.

Gib deinen Senf dazu!