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Echo Connect ausgepackt & ausprobiert

by crissxcross6. Oktober 2018

Die eigenen vier Wände mit nichts weiter als der Stimme befähigen? Inzwischen schon fast ein alter Schuh. Apropos alter Schuh – das Festnetztelefon kann nun mit dem WLAN Lautsprecher „Echo“ von Amazon verbunden werden. Das Zusatzgerät echo connect habe ich mir angesehen und ausprobiert.

Vor kurzem hatten wir darüber berichtet, das der echo connect nun auch in Deutschland bestellt werden kann. Meine Bestellung ist heute bei mir eingetroffen, so dass ich die kleine Zusatzbox schon testen konnte.
Wozu die Box eigentlich, in Zeiten von VoIP? Ich denke das lässt sich zum einen darin begründen, das immer noch nicht alle Anschlüsse in Deutschland auf VoIP umgestellt sind und zum anderen die Installation der Box deutlich einfacher ist, als ein VoIP Anschluss zu konfigurieren. Schließlich möchte Amazon die Masse erreichen und dazu zählt auch die das „Gertruth Lieschen Müller“ von nebenan.

echo connect – Unboxing

Installation

Die echo connect Box wird also wie ein Telefon an die Telefondose oder, wenn vorhanden, an die Telefonanlage bzw. die FRITZ!Box angeschlossen. Für alle Szenarien liegt übrigens ein passender Adapterstecker bei.
Spannung erhält der echo connect via Micro USB Kabel – natürlich liegt das passende Steckernetzeil mit 5,25Volt und 1A dem Lieferumfang bei.

echo connect – Lieferumfang

Danach muss die Box mit dem heimischen WLAN Router verbunden werden. Das ganze gestaltet sich analog zu der Einrichtung eines Amazon Echo Lautsprechers.

Zuerst die Alexa Smartphone App öffnen – welche seit kurzem im neuen schicken Design gibt ;-) , dann auf Gerät hinzufügen. Auch der echo connect befindet sich unter den „Echos“.

Nun nimmt einen die App schon an die Hand. So musst du als nächstes – sobald die WLAN LED auf dem echo connect orange blinkt – dich mit dem WLAN des echo connect verbinden. Dieser eröffnet für die Installation einen Hotspot Mode. Über die WLAN-Einstellungen deines iOS oder Android Smartphone kannst du dich mit diesem verbinden und wechselst zurück in die Amazon Alexa App. Dann geht die Installation auch schon weiter.

echo connect

Hier will Amazon lediglich die Landesvorwahl – also die +49 – für Deutschland wissen und mit welchem WLAN sich der echo connect verbinden soll. Das war es schon. Danach startet der Echo neu und führt ggf. noch ein Update durch.

Installation an der FRITZ!Box

Ich betreibe den echo connect an dem Port Fon1 der FRITZ!Box.
Hierzu musst du der FRITZ!Box in den Einstellungen nur noch sagen, mit welcher Nummer der echo connect zukünftig rauswählen soll und auf welche Rufnummern (falls du mehrere am Anschluss hast) er reagieren soll.

echo connect an Fon1 – FRITZ!Box

Dazu gehst du via Browser über http://fritz.box auf die WebUI deiner FRITZ!Box, links auf Telefonie und wählst dort „Telefoniegeräte“. Hier auf „neues Gerät einrichten“ und wählst den Punkt „Telefon“.

Danach kannst du den Port wählen, auf den du den Amazon echo connect angeschlossen hast. In meinem Fall wie beschrieben „Fon1“.


nachdem du auf weiter geklickt hast, erhält dein Amazon echo Lautsprecher seinen ersten Anruf. Wie aufregend! :-)
Aber es ist nur die FRITZ!Box, welche prüft, ob ein Telefon angeschlossen ist.

In den folgenden Schritten kannst du wählen, welche Nummer deinem Gesprächspartner angezeigt werden soll und auf welche Nummer der echo connect reagieren soll.
Das ganze macht zum Beispiel Sinn, wenn man eine Festnetznummer für privat und eine weitere für das Büro hat, oder noch eine andere Partei im Haus mit wohnt – zum Beispiel Oma und Opa, welche eine eigene Nummer besitzen.

Das war schon die Einrichtung, ab sofort wird Amazon mit einem grünen Leuchtring einen eingehenden Anruf signalisieren und dir sogar den Namen des Anrufers ansagen, sofern du ihn in der Amazon Alexa Smartphone App unter „Kontakte“ gespeichert hast.
Natürlich kann man auch selbst Anrufe initiieren, indem man einfach Alexa sagt, wen man anrufen möchte:

Alexa, rufe Mutti an

Nutzen und Sprachqualität.

Alexa versteht die Namen recht zuverlässig, wen man anrufen möchte, fragt aber zur Sicherheit nochmal nach, bevor sie die Nummer beginnt zu wählen.

Die Qualität ist okay- der andere Teilnehmer hört einen recht blechern. Ganz ähnlich, als wenn man mit einem Festnetztelefon spricht, welches auf „Freisprechen“ gestellt ist und legt dieses mitten in den Raum.
Dennoch versteht einen der Gesprächsteilnehmer recht gut. Lange Telefonate wird man so aber sicher nicht führen.
Für Situationen, in denen man gerade keine Hand frei hat – zum Beispiel in der Küche beim kochen, ist es jedoch eine schöne Erleichterung um Telefonate schnell anzunehmen und Dinge fix zu klären – oder dem Gesprächsteilnehmer mitzuteilen, das man später zurückrufen wird.

Mit knapp 40 Euro eine nette Erweiterung des Amazon Echo Kosmos.

 

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Chris, Gründer und Blogger von siio. Gelernter IT-Systemelektroniker, seit vielen Jahren beruflich als Produktmanager im Smart Home unterwegs. Technikverliebter Familienvater, Apple Fan. Nach einigen Jahren Stadtleben wieder froh auf dem Land zu sein.
  • DUC750
    7. Oktober 2018 at 13:29

    Funktioniert das auch mit Sonos One?

  • Andreas
    1. November 2018 at 10:37

    Streng genommen ist es also eigentlich nur eine sprachgesteuerte Freisprecheinrichtung für das Festnetz. Nice to have, aber es geht einem auch nichts verloren, wenn man es nicht hat.

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