8
Review

netatmo welcome im Test

by 9. November 2015
Postiv
  • schnelle & einfache Installation
  • gute 130°-Kamera mit Nachtsicht
  • ansprechendes Design
  • gute Verarbeitung
  • Videoqualität
  • Gesichtserkennung
  • offene API (abgesichert über OAuth 2.0)
  • Negativ
  • Cloud-Anbindung, An- Abwesenheitsprofile werden in der Cloud gespeichert
  • USB Port recht weit oben
  • Kamera wird recht warm (liegt an geringer Baugröße)
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    Installation
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    Preis-Leistung
    Fazit

    Stilvolle Überwachungskamera, mit lernfähigem Algorithmus zur Gesichtserkennung.

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    Wir hatten nun auch die Möglichkeit, uns die netatmo welcome, eine Überwachungskamera mit Gesichtserkennung näher anzusehen und auszutesten.

    Wie oben bereits erwähnt, haben wir uns diesmal die netatmo welcome angeschaut. Diese Überwachungskamera gibt es für derzeit um die 177 € zum Beispiel bei Cyperport. Als besonderes Feature kommt die netatmo welcome mit einer Gesichtserkennung daher. Das bedeutet, dass Ihr euch zum Beispiel per Push informieren lassen könnt, wenn euer Kind nach der Schule zu Hause ankommt.

    Meiner Meinung nach, unterscheidet sich die netatmo welcome vor allen Dingen in der optischen Aufmachung. Mir gefällt das Design extrem gut. Ein kleines Problem sehe ich dennoch: Der Anschluss für den Micro-USB-Stecker hätte ein wenig nach unten verlegt werden müssen. Dann hätte man eine bessere Möglichkeit, die Kabel zu verstecken. Aber das sind wohl nur Kleinigkeiten, welche es zu bemängeln gibt.

    Die Installation der netatmo welcome

    Installation in Anführungszeichen. Die netatmo welcome wird mit dem mitgelieferten Netzteil an den Strom angeschlossen, die App aus dem App Store, beziehungsweise Google Play heruntergeladen und schon sollte die Konfiguration starten und irgendwann die netatmo welcome im Installationsprozess gefunden werden. Leider hat das bei mir so gar nicht funktioniert. Nach 15 min Warten war immer noch keine Kamera in der App zu finden. Nach einer kurzen Recherche auf der netatmo-Homepage wurde ich auch fündig, denn unter my.netatmo.com wird auch eine Software zur Konfiguration der netatmo welcome zum Download angeboten. Dazu müsst Ihr euch unter my.netatmo.com einloggen, bzw. registrieren. Wenn Ihr dann eine neue Kamera hinzufügen wollt, dann erscheint das Download-Fenster (siehe Bild)

    netatmo_download

    Hier könnt Ihr die netatmo welcome Software downloaden

    Die Software gibt es für Windows, Mac OS X und Linux. Also für alle gängigen Betriebssysteme. Nach dem Start wird man aufgefordert, die Kamera mit dem mitgelieferten USB auf Micro-USB-Stecker an den Rechner anzuschließen.

    Start der Konfiguration

    Nachdem Ihr die netatmo welcome an den Rechner angeschlossen habt, wird diese automatisch erkannt. Dies wird mit folgendem Fenster auch durch die Software bestätigt.

    netatmo welcome wurde von dem Rechner erfolgreich gefunden

    Im nächsten Schritt wählt Ihr euer WLAN-Netzwerk aus, mit dem Ihr die netatmo welcome verbinden möchtet. Das Kennwort muss selbstverständlich auch eingegeben werden.

    netatmo welcome in euer WLAN integrieren

    Sofern Ihr alles korrekt konfiguriert habt, wird folgendes Bild angezeigt. Nun ist es an der Zeit, das USB-Kabel zu entfernen und es direkt an dem endgültigen Standpunkt an das Stromnetz anzuschließen.

    Die netamo welcome wurde korrekt eingerichtet.

    Die Weboberfläche

    Nachdem Ihr die netatmo welcome in euer WLAN gebracht habt, könnt Ihr diese unter der netatmo-Weboberfläche zu eurem Account hinzufügen. Dabei könnt Ihr der Kamera noch einen Namen geben und den Standort bestimmen. Wurde diese erfolgreich eingerichtet, seht Ihr ein Standbild der Kamera in eurer Übersicht. Ich finde das Design der Weboberfläche sehr ansprechend. Schön schlicht und alles gleich im Blick:

    netatmo_web

    netatmo Web-Ansicht

    Im linken, oberen Teil wird, wie oben bereits erwähnt, ein Standbild eurer Kamera angezeigt. Wenn Ihr auf das Play-Zeichen drückt, dann wird eine Live-Ansicht gezeigt, vergleichbar mit einer normalen Überwachungskamera. Unter dem Standbild findet Ihr die Übersicht, wer derzeit zu Hause ist, beziehungsweise wer abwesend ist. Die netatmo welcome setzt diesen Wert nach einem bestimmten, frei festlegbaren (min. eine Stunde) Zeitraum nachdem diese das letzte Mal euer Gesicht erkannt hat. Rechts habt Ihr eine Übersicht über die Events (Bewegung erkannt, Daniel gesehen, Unbekanntes Gesicht gesehen).

    Solltet Ihr die Kamera das erste Mal in Betrieb nehmen, dann ist natürlich klar, dass noch keine Personen eingerichtet sind. Wenn nun ein unbekanntes Gesicht erkannt wurde, dann könnt Ihr daraus eine neue Person erstellen. Am Anfang kann es sein, dass euer Gesicht nicht oft erkannt wird. Dies liegt daran, dass die netatmo welcome mit jedem erkannten Gesicht lernt. Sollte euch die Kamera nicht erkennen, dann kann dieses Gesicht der Person zugeordnet werden. Hier möchte ich auch ein großes Lob loswerden: Das Hinzufügen unbekannter Gesichter zu bestehenden Personen ist sehr schön in der Software umgesetzt. Es ist alles total selbsterklärend. Wenn Ihr die Person bearbeitet, seht Ihr auch den Fortschritt der Gesichtserkennung:

    netatmo_person_settings

    Einstellungsmenü einer Person

    Genial finde ich hierbei die Möglichkeit für bestimmte Personen die Videoaufzeichnung zu deaktivieren. So bekommt Ihr mit, dass die Person nach Hause gekommen ist, könnt aber trotzdem kein Video davon sehen.

    netatmo_deak

    Aufnahme für bestimmte Person deaktiviert

    Die App-Ansicht

    In der App-Ansicht habt Ihr alles im Blick. Ihr seht wer Anwesend/Abwesend ist und Ihr könnt ein aktuelles Bild von eurer Kamera ansehen. In diesem Fall handelt es sich um den Nachtsichtmodus in der App-Ansicht:

    netatmo welcome in der iPhone-Appansicht

    netatmo welcome in der iPhone-Appansicht

    Fazit

    Ich kann die netatmo welcome wirklich empfehlen. Solltet Ihr überlegen, ob Ihr für die Überwachung eures Wohnobjektes eine Innen-Überwachungskamera kaufen sollt, dann investiert das Geld in eine netatmo welcome. Das Design der Kamera ist wirklich gelungen im Vergleich zu anderen Indoor-Kameras. Das Feature mit der Gesichtserkennung ist auch sehr schön. Es wird sich zeigen, ob mit weiteren Firmware-Updates die Erkennung noch verbessert wird. Was auch noch positiv zu erwähnen ist, dass die netatmo welcome nur einen Stromverbrauch von circa 8 Watt im Betrieb hat. Das wären circa 5 Cent am Tag.

    Kommen wir zu den „negativen“ Aspekten. Die gespeicherten Gesichter zur Gesichtserkennung werden auf der integrierten SD-Karte gespeichert. Das ist top. Der Algorithmus zur Erkennung der Gesichter läuft allerdings auf den Servern von netatmo ab. Solltet Ihr euch ein Live-Video anzeigen lassen, dann laufen diese Daten über die Server von netatmo, zumindest wenn Ihr euch das Video über die netatmo-Webseite anzeigen lasst. Es könnte sein, dass der Abruf über die App lokal stattfindet. Dies konnte ich leider nicht testen. Die Funktion existiert allerdings in der offenen API von netatmo. Die Daten, wer alles zu Hause ist, werden auch auf den Servern von netatmo gespeichert. In diesem Fall muss glaub ich jeder selbst wissen, wie er das Thema „Daten in der Cloud“ handhabt.

    Die bereits erwähnte offene API macht es möglich, dass die netatmo welcome auch ins SmartHome integriert werden kann. Für das Fibaro HomeCenter2 sind wir derzeit in einer siio-internen Testphase, ich denke Ende der Woche können wir das Skript veröffentlichen. Dann wird auch die netatmo welcome so richtig smart :)

    Würden uns über eure Meinungen freuen, hinterlasst diese bitte in den Kommentaren. Vielen Dank :)

    siio-App
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    boomx
    • googmann
      10. November 2015 at 7:41

      Warum kein Wort zum Nachtmodus? Ich finde es schade, dass es in den Tests von solchen Kameras nie erwähnt wird und es auch keine Bilder dazu gibt. Das ist mir das Wichtigste, dass solch ein Gerät Nachts gute Aufnahmen macht

      • 10. November 2015 at 8:35

        Hi,

        das steht unter den positiven Punkten ;) Das Bild von der Weboberfläche ist in dem Nachtsicht-Modus :) Habe auch nochmal ein Bild aus der iPhone-App hinzugefügt. Auch dort ist die Kamera in dem von dir erwähnten Modus.

        Gruss

    • koho
      koho
      10. November 2015 at 22:01

      Sehr schöne Vorstellung und noch besser, daß solche neuen Sachen so schnell eingebunden werden können!

    • Thomas
      14. November 2015 at 18:20

      Klasse Überwachungskamera auch der Nachtsichtmodus ist sehr sehr gut, und was vielleicht wichtig ist man kann die Kamera über die App ausschalten zur nächsten Tupperparty :-). Sonst würde sie immer melden „unbekanntes Gesicht gesehen“!!!

    • 14. Januar 2017 at 19:34

      Hey Jungs,

      ich brauche bitte eure Hilfe! Ich habe selbst die Kamera hier und die erste Einrichtung lief problemlos mit der App auf meinem iPhone. Da ich dann jedoch Änderungen an meinen WiFi vorgenommen habe, hatte die Kamera keine Verbindung mehr mit dem Netzwerk. Also wollte ich die Kamera erneut einrichten, aber da liegt das Problem! Egal ob mit iPhone, iPad oder Mac-Programm, die Kamera lässt sich nicht mehr in ein Netzwerk einbinden. Ich habe drei verschiedene Netzwerke ausprobiert, die Kamera zurückgesetzt und alles probiert. Immer beim letzten Schritt kommt die Fehlermeldung „´Verbindung zur Kamera verloren“. Immerhin wird die Kamera in der App angezeigt, aber es taucht kein Bild auf, niemals, never!

      Wenn ich die Kamera reboote, leuchtet die grüne LED, dann geht die LED aus, in der App steht die Kamera ist verbunden, aber es bleibt alles schwarz und eine Live-Wiedergabe ist nicht möglich.

      Die neuste Firmware ist auf der Kamera installiert. Habt ihr noch eine Idee?

    • Herbert
      21. Februar 2019 at 7:07

      Hallo,

      ich finde den Test klasse, aber ich vermisse zwei Infos und zwar bei welchem Temperaturen kann die Kamera verwendet werden, z. B. in der Garage und gibt es eine Wand- oder Deckenhalterung dafür?

      Würde mich über eine Rückmeldung freuen.

      Viele Grüße

      Herbert

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