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Postiv

+ Einfache Ersteinrichtung
+ schnelle WLAN Gigabit Verbindung
+ hohe Reichweite
+ Smartphone App mit praktischen Features
+ Erweiterte Konfiguration in der Browseroberfläche
+ Gastnetzwerk via Sprachsteuerung aktivierbar

Negativ

- fehlendes DSL Modem im Router
- keine Wandmontage
- relativ große Geräte

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Installation
Funktionsumfang
Bedienung
Nutzen
Preis-Leistung
Fazit

Wer ein stabiles und rasant schnelles WLAN im ganzen Haus, bis hinaus in den Garten benötigt, sollte sich auf jeden Fall das Netgear Orbi Meshsystem anschauen.

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Neben dem schnellen Internet ist uns vor allem eins wichtig: WLAN überall im Haus. Ob das mit dem Meshsystem „Netgear Orbi“ funktioniert, das habe ich mir mal angesehen.

Eigentlich dachte ich, mit meiner FRITZ!Box 7490 gut gerüstet zu sein. Doch ein Problem gab es: Auf dem wichtigsten Ort hatte ich kein ausreichendes WLAN Signal. Auf der Toilette.

Obwohl mein Garten nicht direkt an das Haus angrenzt, wie ich schon mal in diesem Artikel aufzeigte – in welchem es um die Reichweitenprobleme mit Z-Wave ging – erreichte ich meinen Garten via WLAN mithilfe des TP-Lik PoE Outdoor AccessPoint. In Summe war diese Lösung soweit auch ganz gut.
Da es sich jedoch um zwei verschiedene Netzwerke, mit unterschiedlichen SSIDs handelte, war der Übergang zwischen den Netzwerken nicht wirklich fluffig. Und auch die Administration erfolgte auf zwei verschiedenen Weboberflächen.

Daher fand ich es sehr cool, als ich die Möglichkeit bekam, das Netgear Orbi RBK20 System zu testen, welches aufgrund der Satellitentechnologie und Meshtechnik ein flächendeckendes und sehr schnelles WLAN-ac Netzwerk verspricht.

Hinweis: Netgear hat mir die Geräte zur Verfügung gestellt, hat jedoch in keiner Form Einfluss darauf genommen, was ich über das System schreibe.

Unboxing

Im Lieferumfang stechen zunächst zwei Geräte ins Auge. Der Router, sowie der Satellit.

Neben einem Flachband-LAN-Kabel, sowie der Anleitung, liegt für jedes der beiden Geräte ein Netzteil bei.
Beide Geräte wirken zunächst recht groß, eine Möglichkeit für eine Wandmontage gibt es nicht. Durch das ovale Design im matten weiß unterscheiden sich die Geräte jedoch auch maßgeblich von den klassischen Router-boxen, die man am liebsten im Flur an die Wand nageln möchte, oder noch besser, in irgendeinem Schrank versteckt.
So fand der Netgear Orbi Router bei mir auch einen Platz auf dem Sideboard im Wohnzimmer, wo er sich gut in das Bild einschmiedet.
LED Ringe auf der Oberseite signalisieren zusätzlich den Status. Das jedoch nicht dauerhaft, sondern nur wenn Handlungsbedarf besteht. Somit sind die LEDs im Normalfall aus und stören auch nicht weiter.

Technische Daten

Wie eben beschrieben, befindet sich im Starterset ein Router und ein Satellit. Damit baut das Netgear System ein Meshnetzwerk auf, welches bis zu 250m² „ausleuchten“ kann. Bei Bedarf, können weitere Satelliten nachbestellt werden und mit dem System verbunden werden.

Der Router tauscht via Funk über eine, ausschließlich für die Kommunikation der Orbi-Stationen untereinander entwickelte Funk-Verbindung auf dem 5Ghz Frequenzband Daten mit den Satelliten aus.
Wer die Möglichkeit hat, kann die Backhaul – also die Verbindung zwischen Router und Satellit auch via LAN Kabel herstellen, was zu einer noch stabileren und schnelleren Verbindung führt.

Anders als bei Repeatern, baut der Router, sowie jeder der Satelliten ein eigenes WLAN auf.
Da ein „klassischer“ Repeater die Signale auf dem gleichen Kanal- und Frequenzband empfängt und neu sendet, halbiert sich die WLAN Geschwindigkeit hinter einem solchen Repeater. Dies ist hier bei dem Netgear Orbi Meshnetzwerk nicht der Fall, so dass überall die volle WLAN Geschwindigkeit zur Verfügung steht.

Netgear-Orbi Satelliten Prinzip

Dabei ist das gesamte WLAN unter der gleichen SSID, also unter dem gleichen Netzwerknamen erreichbar. Der Wechsel zwischen den „Zellen“ – also beispielsweise von Satellit auf Router, oder von einem zum nächsten Satelliten – erfolgt dabei vollkommen unbemerkt im Hintergrund. So kann man sich mit Smartphone oder Tablet problemlos durch die Wohnung, bis hinaus in den Garten bewegen, ohne das ein laufender Videostream unterbrochen wird.
Das Smartphone wählt sich ganz automatisch bei dem Satelliten ein, welcher das beste WLAN Signal bietet. Das ganze nennt man auch „Roaming“.

Ein Blick auf die technischen Daten:

  • WLAN-Geschwindigkeit: 2200 MBit/s (866 + 866 + 400 MBit/s)

Der Netgear Orbi AC2200 Mesh-Router funkt mit dem super schnellen ac-WLAN Standard. Dank gleichzeitiger Übertragung im 2,4GHz, sowie 5GHz Frequenzband sind Datenraten auf Gigabit-Niveau möglich.

  • Beamforming

Das sogenannte „Beamforming“ sorgt zudem für eine bessere Verbindungsleistung. Dank der Mehrfachantennen (vier an der Zahl) ermittelt der Netgear AC2200 Router durch zeitlich versetztes Senden der Signale den ungefähren Standort des WLAN Client und richtet seine Übertragungsleistung daraufhin optimal aus.
Das Beamforming reduziert Funkstörungen und erhöht gleichzeitig die Reichweite, sowie WLAN Stabilität.

  • Arbeitsspeicher: 256 MB Flash und 512 MB RAM
  • Anschlüsse
    • Router: 1x WAN und 1x LAN (Gigabit-Ethernet)
    • Satellit: 2x LAN (Gigabit-Ethernet)

Einrichtung

Nachdem der Netgear Orbi Router mit dem Netzteil verbunden und darüber mit Spannung versorgt wurde, muss der WAN Port noch mit einem DSL Modem verbunden werden – denn über ein integriertes Modem verfügt der Netgear Router nicht. In meinem Fall habe ich den WAN Port des Netgear Routers mit einem freien LAN Port meiner FRITZ!Box verbunden.

Danach lässt sich das gesamte System charmanterweise via Smartphone App (die es für iOS sowie auch für Android gibt) einrichten.
Was mich anfangs etwas schockiert hat – dass für die Einrichtung ein Netgear Online Account angelegt und das Gerät damit verknüpft werden muss – stellte sich später als ziemlich praktisch heraus. Aber dazu gleich mehr.

Die App beschreibt in Bild und Text n0chmals, wie der Router angeschlossen werden muss und führt durch die wesentlichen Konfigurationsschritte. Via scannen des QR-Codes bekommt die App die im Auslieferungszustand gesetzte SSID und das Passwort mitgeteilt und verbindet sich automatisch mit dem Router – ohne das der Nutzer irgendetwas eintippen muss. Sehr angenehm einfach!
Danach muss dem WLAN Netzwerk ein Name (SSID) sowie Passwort vergeben werden. Und auch der Administrator Account wird in diesem Zuge erstellt.

Jetzt kann der – oder falls mehrere vorhanden sind – die Satelliten angelernt werden. Dabei muss der „Sync-Knopf“ am Satelliten kurz gedrückt werden, damit sich Router und Satellit „finden“ und verbinden.

Nach der Installation bietet die App einen guten Überblick, über dass was im Netzwerk passiert und bietet gleichzeitig Konfigurationsmöglichkeiten für die Basis-Funktionen. Wer „mehr“ will, wird auf der Browseroberfläche fündig.
Hier können in den Erweiterten Einstellungen nicht nur Dienste gesperrt, Adressreservierungen vergeben oder Portweiterleitungen angelegt werden. Auch Dienste können gesperrt – und ein VPN Tunnel angelegt werden.

Netgear-Orbi-App-Menü

Funktionen

Womit wir schon bei den Funktionen wären. Also noch einmal der Reihe nach:

Netgear-Orbi-App-Startscreen

Die Smartphone App ist ein wirklich klasse Feature, welches ich mir auch von AVM für die FRITZ!Box wünschen würde.
In dieser lassen sich alle Geräte anzeigen, die aktuell mit dem Netzwerk verbunden sind. Soll ein Gerät keinen Zugriff mehr auf das Netzwerk haben, so kann es via „Toggle-Button“ einfach gesperrt werden.

Über den Menüpunkt „Netzwerkkarte“ lässt sich darüberhinaus anzeigen, mit welchem Satellit das Gerät zur Zeit verbunden ist, ob es via LAN Kabel – oder WLAN verbunden ist und im Falle einer WLAN-Verbindung, auf welchem Kanal es funkt.

Netgear-Orbi-App-Netzwerkverbindungen

Apropos LAN Verbindung: Praktischerweise verfügt der Satellit über zwei LAN-Ethernet-Ports, mit welchem weitere Geräte verbunden werden können. So wurde die WLAN-Bridge hinfällig, welche bisher meinen SMA Wechselrichter im Nebengebäude mit meinem Netzwerk verbunden hat.

Netgear-Orbi-Satellit-Anschlüsse

Aber zurück zu den Funktionen der Netgear-App.
Über die WLAN-Einstellungen in der App lässt sich schnell der Netzwerkname (SSID) und das Passwort ändern, was dann auch direkte Auswirkung auf alle Satelliten hat.
Aber diesen Menüpunkt braucht man in der Praxis wohl eher selten.
Viel öfter wird da wohl die Funktion des „Teilen“ der WLAN Zugangsdaten benötigt, mit welcher diese via SMS, WhatsApp, eMail, … und so weiter zum Beispiel an Familienmitgliedern versenden lassen.

Gastnetzwerk

Freunde können ja schließlich dem Gastnetzwerk beitreten, welches ebenfalls mit einem Klick via App aktiviert- und deaktiviert werden kann. Und auch hier steht praktischerweise die Option des „Teilen“ der WLAN Zugangsdaten zur Verfügung.
An dieser Stelle wurde mir auch der Vorteil des Netgear-Online Account bewusst – denn es gibt einen Amazon Alexa Skill, mit welchem das Gastnetzwerk via Sprachsteuerung aktiviert- und deaktiviert werden kann:

Alexa, sage Netgear, schalte das Gastnetzwerk ein.

Zugleich dient der Online Account auch dafür, um von unterwegs – also ausserhalb des eigenen Netzwerks – den Netgear Router via App konfigurieren zu können.

Eine weitere sehr tolle Funktion der App, ist der Check der „Internetgeschwindigkeit“.
Oftmals hatte ich bei Facetime oder Skypeanrufen sporadisch eine schlechte Verbindung., obwohl die WLAN Verbindung zu meiner FRITZ!Box mit ausreichend Balken deklariert war. Daher schob ich die Probleme auf Aussetzer der Internetverbindung.
Mit der Netgear App lässt sich schnell ein „Ad-Hoc-Internetgeschwindigkeitstest“ machen, welcher bei meiner Leitung bisher keinerlei Auffälligkeiten zeigte. Praktisch: Der Verlauf der Messergebnisse wird gespeichert.

Übrigens hatte ich seit dem Netgear Orbi System bisher keine Probleme bei Videoanrufen, oder  „Hänger“ bei Videostreams.

Netgear-Orbi-App-Internetgeschwindigkeit prüfen

Fazit

Ich bin sehr froh, dass ich das Netgear Orbi System testen durfte. Mithilfe der Smartphone App ist das System schnell eingerichtet und fortgeschrittene Nutzer finden alle Einstellmöglichkeiten die das Admin-Herz erfreuen in der Browseroberfläche.
Der Preis für das Einstiegsbundle ist auf den ersten Blick mit 240 Euro nicht wirklich günstig. Bedenkt man aber, dass die aktuelle FRITZ!Box 7590 (ebenfalls WLAN-ac) mit 230 Euro zu Buche schlägt, relativiert sich der Preis sehr schnell.
Angemerkt sei hier aber nochmal das fehlende DSL-Modem im Netgear Router.

Benötigt man mehr als den einen Satelliten im Lieferumfang des Bundles, muss man beim Nachkauf nochmals knapp 150 Euro für einen Satelliten berappen.
Dennoch: Die Orbi-Satelliten-Technologie spannt ein flächendeckendes und vor allem rasant schnelles WLAN Netzwerk auf, so das dass Versprechen des „WLAN überall“ definitiv erfüllt wird.

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crissxcross
crissxcross
Chris, Gründer und Blogger von siio. Gelernter IT-Systemelektroniker, seit vielen Jahren beruflich als Produktmanager im Smart Home unterwegs. Technikverliebter Familienvater, Apple Fan. Nach einigen Jahren Stadtleben wieder froh auf dem Land zu sein.

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