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Review

Nest Protect: sprechender Rauchmelder mit Nachtlicht im Test

by 15. September 2018
Postiv

Rauch- und Kohlenmonoxidmelder
Nachtlicht
verschiedene Vernetzungsmöglichkeiten

Negativ

recht teuer
recht groß
noch mehr Vernetzung wünschenswert

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Installation
Funktionsumfang
Bedienung
Nutzen
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Seit einiger Zeit habe ich bei mir zuhause die Rauchmelder von Nest im Einsatz. Heute möchte ich euch meine ersten Erkenntnisse und Erfahrungen in einem Testbericht schildern.

Meiner Meinung nach ist neben dem Komfortgewinn die Steigerung der Sicherheit einer der hauptsächlichen Zwecke eines Smart Home. Und genau dazu kann ein smarter Rauchmelder beitragen, wenn er denn gut ist. Ob dies für den Nest Protect gilt, verrate ich euch in den folgenden Zeilen…

Der erste Eindruck

Auf den ersten Blick ist der Nest Rauchmelder größer als die Konkurrenz. Dies belegt auch der Vergleich z. B. mit dem Eve Rauchmelder (siehe Bild unten). Allerdings ist er mit 3,9 cm flacher als die meisten anderen Modelle, mit 13,9 cm aber eben breiter und länger – und er ist quasi quadratisch und nicht rund, wie die meisten anderen Rauchmelder. Optisch gefällt er mir aber ganz gut, da er meiner Meinung hochwertiger und edler ausschaut als die meisten Kontrahenten.

Der Nest Protect im Vergleich zum Rauchmelder von Eve Systems.

Das Set, das ich bei mir im Einsatz habe, enthält neben drei Rauchmeldern auch eine Anleitung sowie das notwendige Montagematerial. Dies besteht aus einem Ring, der mit den mitgelieferten Schrauben an die Decke geschraubt wird. Daran kann dann der Rauchmelder montiert werden. Das hat in meinem Praxistest gut funktioniert.

Der Lieferumfang des Nest Protect Sets.

Was kann der Nest Protect

Der Nest Protect ist nicht nur ein Rauchmelder, sondern hat auch einen Kohlenmonoxidmelder verbaut. Das ist praktisch, da Kohlenmonoxid ebenfalls recht gefährlich, aber nicht ohne Sensor spürbar ist. Einen echten Ernstfall hatte ich in meiner Testzeit (zum Glück) nicht. Aber mit einem Spray, das Rauch quasi simuliert, hat der Nest gut reagiert.

Aber ich bin offen gestanden kein Experte für Rauchmelder, sondern würde mich eher als klassischer Nutzer dieser Geräte bezeichnen. Mich hat diese Ausstattung aber durchaus überzeugt. Was ich besser beurteilen kann, sind die smarten Funktionen dieses smarten Rauchmelders. Und genau zu denen komme ich jetzt…

Die weiteren Features

Was mich auf jeden Fall schon mal begeistert hat, ist die Sprachausgabe. Sie warnt euch im Falle einer Raucherkennung per Stimme und sagt euch, wo Rauch erkannt wurde – und zwar dank Vernetzung (auch ohne WLAN) in jedem Zimmer. Zudem bekommt ihr natürlich auch auf dem Smartphone eine Info und könnt den Alarm dort deaktivieren. Das klassische Piepen im Falle eins Alarms fehlt natürlich auch nicht, sonst wäre der Zweck eines Rauchmelders im klassischen Sinne auch nicht erfüllt.

Ebenfalls ein erwähnenswertes Ausstattungsmerkmal des Nest Rauchmelders ist das Nachtlicht. Dieses kann euch nachts den Weg leuchten, wenn der Rauchmelder eine Bewegung erkennt und es im Raum dunkel ist. Diese Funktion könnt ihr für jeden Rauchmelder individuell in der App einstellen. Allerdings ist das Licht doch recht funzelig und bringt nicht so viel, wie ich mir erhofft hatte.

Die Batterien (6x AA) werden auf der Rückseite eingelegt.

Mit Energie versorgt wird der Melder mit 6 AA-Batterien, die ihr auf der Rückseite problemlos austauschen könnt. Wie lange die Batterien durchhalten, kann ich euch mangels Erfahrung leider noch nicht genau sagen. Ihr werdet aber rechtzeitig gewarnt, wenn sie sich dem Ende zuneigen.

Den Nest Protect vernetzen

Wirklich smart wird es aber erst, wenn ihr den Nest in euer Smart Home integriert und auch andere Geräte damit vernetzt. So kann dann z. B. das Licht im Haus eingeschaltet oder die Musik herunter gedreht werden, wenn der Rauchmelder Alarm schlägt.

Nest arbeitet hier aktuell leider nicht mit HomeKit oder homee zusammen, unterstützt aber dennoch eine Reihe von anderen Smart-Home-Herstellern. Dazu zählen unter anderem Magenta Smart Home von der Telekom, Philips Hue, Osram Lightify und LIFX für die Lichtsteuerung, Samsung Smart Home, Home Connect und viele mehr. Zudem werden IFTTT und Google Assistant (aber kein Alexa, Nest gehört schließlich zu Google) unterstützt. Eine vollständige Liste findet ihr auf der Webseite von Nest.

Ich habe exemplarisch mal das Zusammenspiel mit Philips Hue getestet. Hierfür müsst ihr zunächst in der Hue App unter Friends of Hue eine Verbindung zu Nest einrichten. Danach könnt ihr verschiedene Einstellungen in der Hue App vornehmen, z. B. das eure Lampen rot leuchten, wenn Nest Protect einen Alarm meldet. Das hat im Test einwandfrei funktioniert. Allerdings würde ich mir hier noch mehr Funktionen, Möglichkeiten und Freiheit wünschen.

Das Einrichten des Nest Protect

Abschließend will ich euch noch kurz das Einrichten des Nest Protect schildern. Nach dem Download der kostenlosen Nest App müsst ihr euch erst einmal ein ebenfalls kostenloses Konto bei Nest einrichten. Nach einer kurzen Bestätigung der eingegebenen E-Mailadresse könnt ihr euch dann einloggen. Im nächsten Schritt gilt es nun erst einmal ein virtuelles Abbild eures Zuhauses zu erstellen. Dafür müsst ihr zunächst die Adresse eingeben.

Habt ihr die Ortung im Smartphone aktiviert, weiß Nest, ob ihr gerade zuhause seid oder nicht. Nach ein paar weiteren Schritten möchte die App dann Zugriff auf eure Smartphone-Kamera haben, damit ihr die Codes der Nest-Geräte einscannen könnt (wie bei HomeKit). Die sind beim Rauchmelder auf der Rückseite. Nach dem Scan ist er mit der App verbunden. Nun könnt ihr ihm einem Zimmer zuweisen (viele sind vorgegeben, eigene Bezeichnungen sind aber auch möglich). Dann gilt es den blauen Trennstreifen der Batterie herauszuziehen, um die weitere Einrichtung voranzutreiben.

Nun meldet sich der Rauchmelder per Sprache zu Wort und begrüßt euch. Anschließend folgt ein kurzer Test der Funktionen Raucherkennung und Kohlenmonoxiderkennung mit dementsprechend lauten Pieptönen. Zudem gilt es euer WLAN-Passwort einzugeben, was der Rauchmelder mit einem „Verbunden“ bestätigt. Nun ist der erste Rauchmelder eingerichtet.

Im weiteren Fortgang könnt ihr dann noch den automatischen Soundcheck einstellen, bevor anschließend die Montage an der Wand oder Decke erfolgt. Hierzu gibt euch die Anleitung wertvolle Infos, wo das Montieren erfolgen sollte. Die Montage ist über den beiliegenden Ring für die Montage recht einfach. Einfach mit den Schrauben an Wand oder Decke anschrauben und dann den Rauchmelder auf den Ring randrehen.

Danach solltet ihr noch zweimal auf den zentralen Nest-Button drücken, um einen finalen Sicherheitscheck zu vollführen und so zu schauen, ob nach der Installation noch alles funktioniert. Diese Schritte wiederholt ihr mit allen anderen Rauchmeldern, die ihr einrichten wollt (ideal ist natürlich einen für jedes Zimmer).

Der Einrichtungsvorgang hat mir persönlich sehr gut gefallen, da ihr gut durch die einzelnen Schritte geleitet werdet.

Mein Fazit zum Nest Protect

Wenn es um smarte Rauchmelder geht, ist der Nest Protect aus meiner Sicht auf jeden Fall eine gute Wahl. Denn er kann dank Sprachausgabe und Nachtlicht sowie Vernetzung noch viel mehr als ein einfacher Rauch- und Kohlenmomoxidwarner. Noch mehr Kompatibilität und Vernetzung mit anderen Smart-Home-Komponenten wäre aus meiner Sicht wünschenswert. Viel ist aber auch bereits über die jetzigen Möglichkeiten gegeben. Ein weiterer Kritikpunkt bleibt der Preis, der bei rund 130 Euro pro Stück liegt (etwas günstiger wird es im Set). Damit ist der Nest Protect aber auch nicht viel teurer als andere smarte Rauchmelder, z. B. den gut 100 Euro teuren Eve Smoke (den wir in Kürze ebenfalls in einem Test vorstellen).

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About The Author
Marcus
Der Neue im Team. Als begeisterter "Smart-Homer" habe ich große Freude daran, immer neue Technologien kennenzulernen und in mein tägliches Leben zu integrieren - aber nur da, wo es Sinn macht...
  • Brot123
    15. September 2018 at 10:26

    Dabke für den Test, ich habe auch welche und sehr zufrieden, teuer sind sie leider…. Hättest du die Möglichkeit mal eine Nest Cam IQ Outdoor zu testen, deutsche Test mit Bilder und Videos findet man leider noch nicht. Das wäre Top

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Nutzen
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