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Meine ersten Erfahrungen mit dem neuen Amazon Fire TV Cube

crissxcross
Geschrieben von crissxcross
siio-App
  • INSTALLATION
  • FUNKTIONSUMFANG
  • BEDIENUNG
  • NUTZEN
  • Preis-Leistung
3.7

Fazit

Die kleine Box vereint die Sprachsteuerung des Echos mit den eigenschaften des Mediaplayers Fire TV. Die Hardware isgt extrem Leistungsfähig, jedoch enttäuscht der Fire TV in Punkte „Steuerung verbundener Geräte“. Denn hier sind bislang nur einige wenige kompatibel. Kein Ersatz also für den Logitech Harmony Hub.

Pros

+ schnelle und einfache Einrichtung
+ extrem leistungsfähige Hardware
+ Sprachsteuerung via Fernbedienung oder „frei in Raum sprechen“

Cons

– nur wenige Geräte per Infrarot steuerbar

Seit wenigen Tagen gibt es den Amazon Fire TV Cube, der zunächst dem amerikanischen Markt vorbehalten war, auch hierzulande zu kaufen. Ich habe mir den neuen Mediaplayer von Amazon gleich mal in mein Wohnzimmer geholt um dir mitteilen zu können, was der kleine Kasten kann – und was nicht.

Was ist der Fire TV Cube?

Generell handelt es sich bei diesem neuen Gerät, das Amazon bereits Mitte letzten Jahres vorgestellt, aber noch nicht hierzulande eingeführt hatte, um die Verschmelzung von Fire TV und Amazon Echo. Es handelt sich hierbei also um einen Mediaplayer, den du vermutlich schon als kompakten HDMI-Stick namens Fire TV von Amazon kennst, der zudem einen Smart Speaker im Stile der klassischen Echo-Lautsprecher von Amazon beinhaltet.

Amazon Fire TV Cube

Auf der Oberseite findest du die klassischen Tasten, die wir von den Echo-Lautsprechern kennen, um das Gerät lauter, leiser und stumm zu schalten. Im Inneren werkelt ein leistungsfähiger Hexacore-Prozessor, der doppelt so schnell ist wie der Prozessor im Vorgänger. Eine Besonderheit ist zudem, dass der Fire TV Cube per Infrarot andere Geräte steuern kann, ähnlich wie es auch die Logitech Harmony kann. Daher ist sein Platz im direkten Umfeld des Fernsehers, wo auch AV-Receiver und Co beheimatet sind.

Ein Blick auf den Lieferumfang

Wenn du den Fire TV Cube auspackst, fällt dir zunächst der rund 8,6 x 8,6 x 7,7 cm große Würfel in die Hände. Ebenfalls im Karton zu finden ist das obligatorische Netzteil für die Stromversorgung. Dazu gibt es noch einen LAN-Adapter, den wir bereits vom Fire TV Stick kennen. Ihn verbindest du mit dem Micro-USB-Anschluss des Fire TV Cube, um ihm so einen LAN-Anschluss zu verpassen. Alternativ funkt das Gerät natürlich auch per WLAN. Das hat den Vorteil, dass dann der OTG-fähige USB-Port für andere Geräte wie eine Tastatur und Co frei bleibt.

Amazon Fire TV Cube Lieferumfang

Ebenfalls zum Lieferumfang zählt eine optionale IR-Erweiterung. Dank dieser hast du die Möglichkeit, die IR-Befehle des Gerätes weiter zu verteilen. Das ist praktisch, wenn der Kasten in einem geschlossenen Schrank steht, aus dem die IR-Signale nur schwerlich nach draußen gelangen. Empfohlen ist eine Aufstellung, sodass das Gerät Sichtkontakt zu allen zu steuernden Geräten hat. Zudem sollte der Fire TV Cube mindestens 30 cm von Lautsprechern entfernt stehen.

Positionierung des Fire TV Cube beachten

Zu guter Letzt findest du in der Verpackung noch eine Sprach-Fernbedienung. Sie hat einen speziellen Button, mit dem du Sprachbefehle über Alexa in die Fernbedienung sprechen kannst. Alternativ kannst du aber auch einfach frei im Raum mit Alexa sprechen, da der Fire TV Cube ja auch eine integrierte Echo-Funktionalität bietet.

Amazon Fire TV Cube – Mediaplayer

So installierst du den Fire TV Cube

Kommen wir zur Installation des Fire TV Cube. In meinem Wohnzimmer kommen derzeit ein Fernseher von Philips, ein Apple TV zum Streamen und ein HiFi-Receiver von Marantz zum Einsatz. In dieses Setting habe ich den Fire TV Cube eingebunden. Zunächst musst du die Box mit deinem Fernseher verbinden. Dies erfolgt per HDMI-Kabel, das allerdings nicht zum Lieferumfang zählt. Nutzt du, wie in meinem Fall, einen AV-Receiver mit HDMI-Hub, erfolgt der Anschluss hingegen an diesem Gerät.

Amazon Fire TV Cube via HDMI am AV Receiver

Im nächsten Schritt musst du den Fire TV Cube online bringen. Nutzt du hierfür WLAN und hast dein WLAN-Passwort in deinem Amazon-Konto interlegt, ist dieser Schritt ruckzuck erledigt. Andernfalls musst du dein heimisches WLAN auswählen und dann das entsprechende Passwort über die Fernbedienung eingeben.

Im Laufe des Installationsvorganges fragt dich der Amazon Fire TV Cube dann danach, welche Multimedia-Geräte du im Einsatz hast und später damit steuern möchtest. Einige Basis-Funktionen wie das Ein- und Ausschalten meines Philips-Fernsehers oder das Lauter- und Leiser-Regeln des Receivers klappten in meinem Selbstversuch dann auch problemlos.

Anschlüsse des Amazon Fire TV Cube

Andere Funktionen wie der Wechsel der HDMI-Eingänge des Marantz-Receivers oder der Senderwechsel funktionieren hingegen nicht. Das ist derzeit laut Amazon nur mit ausgewählter kompatibler Hardware wie TVs von Grundig, einem Sky Receiver oder dem Telekom Magenta Receiver möglich. Schade. Da hatte ich wirklich mehr erwartet! Denn so ist der Fire TV Cube nicht wirklich als Universal-Fernbedienung für alle Geräte nutzbar, so wie es zum Beispiel Logitech mit der Harmony seit Jahren erfolgreich schafft. Hier sollte Amazon also dringend nachlegen und viel mehr Hersteller mit allen Funktionen integrieren, damit dieses Feature wirklich Sinn ergibt.

Amazon Fire TV Cube im TV Rack

So funktioniert die Bedienung per Sprache

Bei der Bedienung des Mediaplayers selbst gibt es hingegen keinerlei Probleme. Gerade bei Amazons Prime-Videodienst klappt die Suche nach Filmen sowie das Starten und Stoppen per Sprachbefehl einwandfrei.

Bei anderen Apps wie Netflix oder YouTube sind die Möglichkeiten der Sprachsteuerung hingegen noch eingeschränkter. Allerdings hat Amazon verlauten lassen, das bereits einige App-Anbieter an einer Sprachsteuerung via Fire TV Cube arbeiten. Hierzu sollen unter anderem ARD, ZDF, Pro7, Zattoo und einige weitere Apps gehören, die sich in den kommenden Monaten dann auch per Zuruf steuern lassen sollen.

Bild und Audio

Beim Fire TV 4K-Stick hatte Amazon bereits die Unterstützung von Dolby Atmos für echten 3D-Sound angekündigt. Allerdings wird dies nur bei den eigenen Diensten von Amazon unterstützt. Nutzt du andere Anbieter wie Netflix, musst du dich bei dem kleinen Streaming-Stick mit maximal 5.1-Kanal-Audio zufriedengeben.

Beim neuen Fire TV Cube ist dies anders, wie Amazon auch zuvor versprochen hatte. So wird auch bei anderen Apps 3D-Sound unterstützt. Zudem kann die Streaming-Box dank seines leistungsstarken Hexacore-Prozessors auch Bildformate mit hochaufgelöstem 4K mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde wiedergeben. HDR, also High Dynamic Range, ist ebenfalls mit an Bord, gehört heute aber auch zum guten Ton, sprich der zu erwartenden Standardausstattung. Profitieren kannst du hiervon aber nur, wenn du einen entsprechenden Fernseher dein Eigen nennen kannst.

Amazon Fire TV Cube – Mediaplayer

Mein Fazit zum neuen Fire TV Cube von Amazon

Hinsichtlich der Hardware ist der neue Fire TV Cube der derzeit leistungsstärkste Media Player auf dem Markt. Das kommt dir nicht nur bei der Videowiedergabe zugute, sondern merkt man auch bei der Geschwindigkeit der Benutzeroberfläche beim Navigieren durch die verschiedenen Menüs und Co.

Absolut sinnvoll ist auch die Kombination aus einem Media Player und einem Alexa-Smart-Speaker. Die Sprachsteuerung klappt vor allem bei den Amazon-Diensten gut und erspart den Griff zur Fernbedienung. Die Steuerung anderer verbundener Geräte ist hingegen noch ausbaufähig. Hier sollte Amazon noch kräftig nachlegen, damit die versprochene Funktion als Universal-Fernbedienung auch wirklich nützlich ist.

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crissxcross

crissxcross

Chris, Gründer und Blogger von siio.
Gelernter IT-Systemelektroniker, seit vielen Jahren beruflich als Produktmanager im Smart Home unterwegs. Technikverliebter Familienvater, Apple Fan. Nach einigen Jahren Stadtleben wieder froh auf dem Land zu sein.

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