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Dyson Lightcycle: die intelligente Arbeitsplatzleuchte im Test

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Marcus
Geschrieben von Marcus
siio-App
  • INSTALLATION
  • FUNKTIONSUMFANG
  • BEDIENUNG
  • NUTZEN
  • PREIS/LEISTUNG
3.9

Summary

Die Dyson Lightcycle ist eine clevere und nützliche, aber auch recht teure Schreibtischlampe mit richtig gutem Licht.

Pros

+ tolles Arbeitslicht
+ automatische Anpassung
+ Konfiguration per App
+ tolles Design

Cons

+ sehr hoher Preis

Wer wie ich den ganzen Tag und oft auch die halbe Nacht am Schreibtisch und vor dem PC sitzt, ist auf gutes Licht angewiesen. Denn passt dieses nicht und ist z. B. zu dunkel oder zu grell, kann dies nicht nur zu einer schnelleren Ermüdung führen, sondern auch zu brennenden Augen oder Kopfschmerzen.

Allerdings ist es gar nicht so einfach, die passende Schreibtischleuchte ausfindig zu machen. Das haben wohl auch die Ingenieure von Dyson, dem bekannten Staubsauger-Hersteller, festgestellt und kurzerhand eine eigene Lampe entwickelt: die Dyson Lightcycle. Ich hatte Gelegenheit, mir die Arbeitsplatzleuchte genauer anzuschauen und über einen längeren Zeitraum zu testen. Meine Eindrücke schildere ich euch in diesem Testbericht.

Designobjekt

Beginnen wir mit dem Auspacken der Dyson Lightcycle. Die Lampe ist in drei Teile im Karton zerlegt. Ihr müsst den runden Fuß an den senkrechten Träger schrauben, was im Nu erledigt ist. Danach müsst ihr noch den waagerechten Arm in die Führungsrollen einclippen, was noch schneller von der Hand geht. Dann noch den Stecker in die Steckdose und fertig ist der „Aufbau“ der Dyson Lightcycle.

Dyson Lightcycle Test

Die Dyson Lightcycle kommt gut verpackt und ist mit wenigen Handgriffen „montiert“.

Nachdem die paar Handgriffe erledigt sind, könnt ihr euch zunächst einen Eindruck der vielfältigen Verstellmöglichkeiten der Lampe verschaffen. Im Fuß, mit dem das Teil stabil auf dem Schreibtisch steht, könnt ihr es um 360 Grad drehen. Am vertikalen Träger könnt ihr die Höhe des waagerechten Armes einstellen, indem ihr diesen stufenlos hoch und runter schiebt. Das geht nicht nur sehr leichtgängig, sondern dank Gegengewicht auf der anderen Seite hält die Lampe auch zuverlässig an der jeweiligen Stelle. Die maximal einstellbare Höhe beträgt rund 62 cm. Das reicht bei mir gerade so, um über mein Monitor-Rack rüberzuschauen.

Die Lichtquelle am vorderen Ende des waagerechten Arms könnt ihr zudem punktgenau ausrichten, indem ihr den Arm nach vorne und hingen schiebt. Auch das geht stufenlos und kinderleicht. Einzig eine Neigung des Armes nach schräg oben oder unten ist nicht möglich, was ich für meine Zwecke aber auch nicht benötige. Von der Form her erinnert das Teil an einen Baukran, ist allerdings deutlich stylischer…

Bedienmöglichkeiten

Nach dem Aufstellen der Lampe könnt ihr diese über die Touchflächen an der vorderen Spitze des Armes, dort wo auch die LEDs (je drei für warmes und drei für kaltes Licht) untergebracht sind, bedienen. Auf der Oberseite des runden Kopfes ist der Ein- und Ausschalter. Oben am Arm sind zwei Touchfelder zum Verstellen von Lichtfarbe und Helligkeit per Wischer. An der unteren Seite sind zudem noch drei kleine Tasten samt erklärender Icons, über die ihr die weiter unten beschriebenen Funktionen direkt an der Lampe (statt per App) ein- und ausschaltet.

Dyson Lightcycle Test

Alle Bedieneinheiten sind an einem Fleck.

Als kleinen Nachteil empfinde ich die Position der Bedieneinheit. Mir hätte es etwas besser gefallen, wenn diese am Fuß der Lampe untergebracht wäre. Aber das ist zum einen Geschmackssache und zum anderen auch abhängig davon, wie die Lampe genau an eurem Arbeitsplatz steht. Auch da oben „in luftiger Höhe“ ist die Steuereinheit gut zu erreichen.

Alternativ zu der Bedienung direkt über die Lampe könnt ihr sie auch über die Dyson Link App steuern. Der Kopplungsvorgang ist schnell und einfach erledigt und wird auch in der App wunderbar erklärt. Nachdem die Verbindung binnen weniger Momente hergestellt ist, folgte bei mir erst einmal ein Update. Das ist dann schon ein etwas merkwürdiges Gefühl, wenn eine Schreibtischlampe sich ein Update aus dem Internet lädt…

Dyson Lightcycle Test

Die Einrichtung über die Dyson Link App ist schnell erledigt.

Danach könnt ihr nicht nur die Lampe per App ein- und ausschalten. Zusätzlich könnt ihr auch alle Funktionen, die sich direkt an der Lampe einstellen lassen, per App regeln. Hierzu zählen unter anderem die Helligkeit (von 100 bis maximal 1.000 Lux, was richtig schön hell und ideal zum Arbeiten ist) und die Lichtfarbe von Warmweiß bis Kaltweiß (2700 bis 6500K).
Dyson Lightcycle Test

Über die App lässt sich die Lampe ein- und ausschalten sowie das Licht einstellen.

Die Verbindung zwischen Smartphone und Lampe erfolgt per Bluetooth, ist also in der Reichweite recht limitiert. Zudem ist auch keine Verbindung zu irgendwelchen Smart-Home-Systemen oder IFTTT möglich. Das finde ich bei einer Schreibtischlampe aber auch nicht weiter schlimm. Das automatische Ausschalten, wenn ihr euer Smart Home in den „Abwesend“-Modus versetzt, lässt sich auch über einen smarten Zwischenstecker regeln. Oder ihr nutzt den Bewegungsmelder, auf den ich weiter unten noch eingehe.

Intelligent

Das Besondere an der Dyson Lightcycle ist die intelligente Lichtsteuerung. Im Synchronisiert-Modus misst die Lampe über den integrierten Umgebungslichtsensor stetig die Helligkeit des Raumes. Verändert sich diese (z. B. weil es draußen dunkel wird), ändert die Lampe auch automatisch die Lichteinstellung und sorgt so für eine konstante Helligkeit im Raum. Das ist besonders praktisch beim Arbeiten, da ihr so nicht mehr selbst darauf achten müsst, ob die Dunkelheit im Raum das Ein-/Ausschalten bzw. Verändern der Schreibtischlampe erforderlich machen würde.

Über die App könnt ihr aber nicht nur die automatische Lichtanpassung ein- und ausstellen, sondern auch noch konfigurieren. Durch die Angabe eures Standortes und eures Geburtsjahres passt sich die Lampe unter anderem an euer Alter an. Denn laut Dyson verändert sich die Beleuchtungsanforderung mit dem Alter. Das ist irgendwie schon cool. Zudem gibt es weitere Möglichkeiten wie das Aktivieren der Sensoren sowie verschiedener Modi. Unter anderem gibt es einen Abwesenheitsmodus, bei der die Lampe eure Anwesenheit simuliert, sowie einen Aufwachmodus. Bei diesem dimmt die Lampe das Licht langsam hoch, was morgens ein angenehmes Aufwachen ermöglicht und damit diese Lampe auch als Nachttischlampe als Leselicht sowie Lichtwecker prädestiniert.

Dyson Lightcycle Test

Zusätzlich könnt ihr die Lampe per App umfangreich konfigurieren.

Positiv herausstellen muss ich an dieser Stelle auch den integrierten Bewegungssensor, den ihr aktivieren und deaktivieren könnt. Registriert dieser eine Bewegung, was selbst bei kleineren Bewegungen sehr zuverlässig funktioniert, schaltet sich die Lampe automatisch ein. Und wenn er für zwei Minuten keine Bewegung registriert, schaltet er die Lampe automatisch aus. Das spart Energie, wenn ihr sie vergesst auszuschalten. Wobei der Energieverbrauch dank der LED-Technik ohnehin recht gering ist (Energieeffizienzklasse A).

Und noch etwas finde ich praktisch: die integrierte USB-C-Ladevorrichtung. An dieser könnt ihr unter anderem euer Smartphone oder andere Geräte anschließen. Das bieten auch viele andere (günstigere) Lampen, ist aber dennoch eine gute Sache.

Leider gibt es einen Haken…

Ich muss ehrlich sagen, dass mich die Dyson Lightcycle im Alltagstest mehr als überzeugt hat. Mal abgesehen von dem coolen Aussehen, das mir als Fan von schlichtem und funktionalem Design sehr gut gefällt, ist die Beleuchtung für einen Arbeitsplatz einfach klasse. Das Licht ist bei Bedarf angenehm hell und je nach Einstellung ideal zum konzentrierten Arbeiten, entspannten Lesen und mehr. Es kann nicht nur händisch oder per App an die jeweilige Situation angepasst werden, sondern tut dies auch automatisch. Ob nun alle technischen Features im Alltag wirklich einen großen Mehrwert bringen, sei an dieser Stelle dahingestellt.

Allerdings gibt es da noch ein „Aber“. Denn die hohe Qualität sowie die gehobene Ausstattung hat auch ihren Preis. Stolze 499 Euro zeigt das Preisschild im Dyson Shop für die Lightcycle, die es in Schwarz oder Weiß gibt, an. Das ist zugegebenermaßen happig und sicherlich nicht in jedermanns Budget. Solltet ihr euch das Teil leisten können und wollen, bekommt ihr eine wirklich intelligente Schreibtischlampe mit der perfekten Arbeitsplatzbeleuchtung. Zudem habt ihr viele Jahre Freude daran, denn Dyson verspricht dank „Heat Pipe“-Kühltechnologie mit vakuumdichtem Kupferroh eine konstante Lichtqualität für bis zu 60 Jahre. Ich muss sagen, dass ich bisher noch keine so gute, clevere und smarte Lampe mit so tollem Licht auf meinem Schreibtisch im Einsatz hatte. Ich möchte sie nicht mehr missen…

Diesen Blogpost hat geschrieben ...

Marcus

Marcus

Der Neue im Team. Als begeisterter "Smart-Homer" habe ich große Freude daran, immer neue Technologien kennenzulernen und in mein tägliches Leben zu integrieren - aber nur da, wo es Sinn macht...

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