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Review

Nokia Sleep Tracker mit WLAN und IFTTT im Test

by 22. Juli 2018
Postiv

+ WLAN Verbindung, daher vom Smartphone unabhängige Datenübertragung
+ Sensor unter der Matratze - daher kein störendes Armband oder Uhr am Körper
+ Smartphone App sehr übersichtlich
+ Extrem gute Schlafanalyse (Herzschlag, Schnarchen, Schlafphasen)
+ IFTTT Integration

Negativ

- Cloudlösung

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Installation
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Bedienung
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Preis-Leistung
Fazit

Die perfekte Ergänzung für jedes Smart Home!

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Das Tracken von sportlichen Aktivitäten ist heute gang und gebe – Fitnesstrackern als Uhr oder App sei Dank. Aber wie sieht es mit meinem großen Hobby aus: dem Schlafen? Hier hat Nokia mit der Nokia Sleep Schlafmatte kürzlich das passende „Werkzeug“ auf den Markt gebracht. Dieses kann nicht nur meinen Schlaf aufzeichnen, sondern sogar meinem Smart Home mitteilen, wann ich zu Bett gehe und wann ich wieder aufstehe.

Auch wenn der eine oder andere Freizeitsportler, der sich mit Joggen, Fahrradfahren und Co fit hält, jetzt vielleicht über mein Hobby, das Schlafen, schmunzeln wird. Wichtig ist es schon. Denn seien wir mal ehrlich: Ohne einen erholsamen Schlaf würde auch der Sport und sämtliche anderen Aktivitäten nicht wirklich Sinn machen. Da ist es doch praktisch, wenn ein Tool wie der Nokia Sleep Tracker den Schlaf aufzeichnet und ganz nebenbei auch noch dabei helfen kann, die eigene Schlafqualität zu steigern.

Netter Nebeneffekt: Nokia Sleep kann auch noch ein weiteres „Problem“ lösen. Denn ich bin bereits seit einiger Zeit auf der Suche nach einer Möglichkeit, wie ich meinem Smart Home automatisch zu erkennen geben kann, dass ich ins Bett gegangen bin und dass das smarte Zuhause dies nun bitte durch Aktivieren des Schlafmodus auch tun möchte. Die Folge können z. B. das automatische Ausschalten aller Geräte und des Lichts sowie das Absenken der Raumtemperaturen sein. Möglichkeiten gibt es hier viele…

Zuletzt habe ich den „Sense Sleep Peanut“ im Einsatz gehabt und getestet. Dieser verbindet sich via Bluetooth mit meinem Smartphone. Danach platziert man ihn unter dem Bettlaken des Bettes. Über einen Algorithmus aus Bewegung und Temperaturanstieg merkt das kleine Ding nun, ob jemand im Bett ist oder nicht. Das funktioniert aber leider mehr schlecht als recht.

Die Gesundheitssparte von Nokia – die einst aus dem Kauf von Withings entstanden ist und kürzlich wieder zurück an den ehemaligen Gründer verkauft wurde – nun den Nokia Sleep Tracker vorgestellt. Das Ding könnte die Lösung für meine „Probleme“ und das perfekte Tool für mein Hobby sein. Also gleich mal ausprobieren….

Der Nokia Sleep Tracker kommt in Form einer Matte daher, die einfach unter die Matratze gelegt wird. Dort positioniert zeichnet sie dann die Aktivitäten auf der anderen Seite der Matratze auf, also wann ich zu Bett gehe, wann ich einschlafe, wann ich wachliege und wieder aufstehe. Die gesammelten Daten werden dann via heimischem WLAN an die Server von Nokia übertragen. Es handelt sich hierbei also, wie bei allen anderen Fitnesstrackern auch, um eine Cloudlösung.

Zudem bietet Nokia Sleep eine Anbindung an IFTTT. Und genau dies ist für mich als Smart Home Fan besonders spannend. Aber der Reihe nach.

Nokia Sleep – Unboxing

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1. Auspacken und Einrichten

Der erste Schritt zu einem vermeintlich besseren Schlaf und dem „Smart-Home-automatisch-Gute-Nacht-Sagen“ ist das Auspacken des Nokia Sleep Trackers. Neben der Matte selbst sind noch eine Kurzanleitung sowie ein USB Netzteil für die Stromversorgung dabei. An zweitgenanntes wird dann das 1,5 Meter lange USB-Kabel, das fest an der Matte verbaut ist, angeschlossen.

Danach musst du nur noch deine Matratze anheben und die Matte auf den Lattenrost legen. Die Position sollte ungefähr in Höhe deines Burstkorbes sein, wenn du im Bett liegst. Dann die Matratze wieder an Ort und Stelle bringen und die passende App auf dein Smartphone geladen.

Diese muss zunächst eingerichtet werden, indem du Nokia Sleep per Bluetooth mit deinem Smartphone verbindest. So gelangt es dann per Übermittlung deiner WLAN Zugangsdaten ins heimische Netzwerk. Hast du noch keinen Account bei Nokia, musst du diesen ebenfalls über die App anlegen. Alternativ loggst du dich ein.

Über den Nokia Account hinterlegst du neben eurer E-Mail-Adresse auch deine Körpergröße, das Gewicht sowie dein Geschlecht. Über diese Daten will Nokia dann deinen Schlaf analysieren sowie dich später persönliche Empfehlungen geben. Wie gut das funktioniert hat, schildere ich dir weiter unten.

Nachdem du die Einrichtung hinter dich gebracht hast, erfolgt noch eine Kalibrierung, bei der gut und gerne weitere 10 bis 15 Minuten ins Land ziehen. Danach kann es endlich mit dem smarten Schlafen losgehen. Gute Nacht, der Artikel ist jetzt hier zu Ende… Nein, war natürlich nur ein Spaß!

2. Schlafanalyse im Stile eines Computerspieles

Hast du mindestens die erste Nacht mit Nokia Sleep verbracht, analysiert das Tool deinen Schlaf und bewertet diesen wie in einem Computerspiel mit Punkten. Punkte gibt es für verschiedene Faktoren wie die Schlafdauer, die Regelmäßigkeit, die Anzahl und Dauer der Tiefschlafphasen, den gemessenen Herzschlag sowie ob du schnarchst oder nicht. Dies alles will die Schlafmatte erkennen. Ausreden im Stile von „Nein, ich habe nicht geschnarcht, das war bestimmt der Hund“ gibt es dann nun nicht mehr…

Die gemessenen Daten rechnet Nokia Sleep dann in besagten Score um. Der Ansporn sollte nun natürlich auch hier sein, den eigenen Highscore immer weiter zu steigern – und damit auch die Schlafqualität. Hierfür gibt dir Nokia nützliche Tipps, wie du deinen Schlaf verbessern kannst.

Insgesamt war ich positiv überrascht, wie genau Nokia Sleep die Daten aufzeichnen kann. In der App ist auf die Minute genau zu sehen, wann ich ins Bett gegangen und eingeschlafen sowie wieder aufgewacht bin.

3. Gute Nacht, Smart Home

Aber nun genug zum Thema Schlafqualität, kommen wir zu dem für mich noch spannenderen Thema: der Steuerung meines smarten Zuhauses quasi im Schlaf bzw. mit dem Schlaf. Wie bereits erwähnt, bietet die Nokia Sleep Matte einen eigenen IFTTT Kanal. Somit ist es möglich, diese mit anderen IoT Geräten oder einer Smart Home Zentrale zu verknüpfen.

Als Trigger (also Auslöser) stehen hierbei die beiden Zustände „zu Bett gehen“ und „Aufstehen“ zur Verfügung. So kannst du z. B. beim Zubettgehen alle Philips Hue Leuchten ausschalten und die Tado Thermostate die Temperatur herunterregeln lassen, sobald du ins Bett gehst. Aber auch der Fernseher kann per Logitech Harmony Hub ausgeschaltet werden und via WLAN Steckdose vom Stromnetz getrennt werden, um einen Standby-Stromverbrauch zu vermeiden.

Wachst du morgens auf, kann die per smarter Steckdose geschaltete Kaffeemaschine schon einmal den ersten Kaffee des Tages brühen und die Philips Hue Leuchten sorgen mit einem simulierten Sonnenaufgang für einen guten Start in den neuen Tag.

Verbindest du Nokia Sleep mit einer Smart Home Zentrale, die mit IFTTT verknüpft oder per Webhook getriggert werden kann, stehen dir noch viel mehr Möglichkeiten offen. Dies ist z. B. bei homee der Fall. So kannst du dein Zuhause automatisch in den Schlaf-Modus versetzen. Was du hiermit verbindest, ist natürlich dir überlassen. Alle mit der Smart Home Zentrale angeschlossenen Geräte können so gesteuert werden. So kann z. B. das smarte Türschloss automatisch die Tür versperren und die Jalousien fahren hinauf bzw. herunter.

Mein Fazit zu Nokia Sleep

Ich bin positiv überrascht, wie genau der Nokia Sleep Tracker den Schlaf messen und analysieren kann. Zusätzliches Highlight ist die IFTTT Verknüpfung, dank der viele Automatisierungen im smarten Zuhause möglich sind. Allerdings musst du dir hierbei immer bewusst sein, dass die aufgezeichneten Daten an die Server von Nokia übermittelt und auf diesen gespeichert werden. Ob du dies akzeptierst, um dieses smarte Gadget zu verwenden, bleibt natürlich dir überlassen.

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crissxcross
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Chris, Gründer und Blogger von siio. Gelernter IT-Systemelektroniker, seit vielen Jahren beruflich als Produktmanager im Smart Home unterwegs. Technikverliebter Familienvater, Apple Fan. Nach einigen Jahren Stadtleben wieder froh auf dem Land zu sein.

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