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Oomi: Das all-in-one Smart Home System

YESLY Smart Home
by crissxcross9. Februar 2015

Wenn Smart Home Systeme doch nicht immer so kompliziert wären! Wie wäre es denn mit einem Smart Home System zum auspacken, hinstellen – fertig? Schau dir mal Oomi an.

Wir haben bereits des Öfteren über Kickstarter Systeme berichtet, welche sich per Crowdfunding finanzieren wollten. Auch das System „Oomi“ ist so ein Smart Home System, welches für die Crowdfunding Plattform Indiegogo die Finanzspritze bekommen sollte.

Bisherige Smart Home Systeme verfolgen den Aufbau des zentralen Hubs, an welchem dann die Komponenten, Aktoren und Sensoren angemeldet werden. Der Hub bildet so die  Zentrale welche in der Regel die Schnittstelle zum heimischen Netzwerk bildet. Ich denke an diesem Aufbau wird sich in Zukunft, bei ernstzunehmenden Smart Home Systemen wenig ändern.

Dennoch ist es nicht immer ganz einfach, gerade beim Einsatz eines neuen Systemes die Komponente anzulernen und korrekt zu konfigurieren. Oomi soll daher ein Smart Home „out-of-the-box“ werden.

„… es gibt viele Produkte auf dem Smart Home Markt  – aber keines so einfach wie Oomi“

– Zitat Oomi

Etwas anders jedoch ist das Konzept von Oomi. Der Cube integriert bereits eine Vielzahl an Sensoren und kann somit nach dem Auspacken direkt aufgestellt werden und ist direkt einsatzbereit.

Über welche Sensoren verfügt Oomi?

Oomi  - alles in einem Smart Home

Oomi – alles in einem Smart Home Zentrale

Sicherheit

  • Geräusch Sensor
  • Glasbruch Sensor
  • Kamera mit 140°Grad Sichtfeld und Nachtsicht
  • Bewegungsmelder
  • Vibrations Sensor
  • Zwei-Wege Audio (Micro und Lautsprecher)
Oomi Crowdfunding Smart Home Projekt

Oomi Crowdfunding Smart Home Projekt

Heizung- und Klima- und TV- Steuerung

  • Universal IR Heizungssteuerung
  • Licht Sensor
  • UV Sensor
  • Temperatur Sensor
  • Luftfeuchte Sensor

Darüberhinaus integriert Oomi neben WLAN und Bluetooth auch den Z-Wave Funk. Somit können noch eine Vielzahl weiterer Sensoren & Aktoren an das System angelernt werden. Allein das Z-Wave Portfolio hat Stand heute, mehr als 1.000 Komponenten welche theoretisch zu Oomi kompatibel wären.

Oomi lernt dazu und wird intelligenter

Durch die integrierten Sensoren soll es für Oomi möglich sein, die Gewohnheiten der Bewohner zu erlernen und von selbst Automatisierungen, Routinen, sowie Zeitpläne – angepasst auf die Tagesabläufe der Bewohne zu erstellen. Mithilfe von Traffic Informationen zur aktuellen Verkehrslage und durch Zugriff auf die Kalender App des Smartphones, soll Oomi auch in der Lage sein die Zeitpläne und Automatisierungen dynamisch anzupassen. Ist früh morgens Stau auf dem Weg zur Arbeit, oder stehen Termine an, so klingelt der Wecker eben etwas früher. Diese Funktion kennen wir übrigens schon aus der iHaus App, wir hatten hier berichtet.

Oomi Touch

Bei Oomi Touch handelt es sich um ein Android Tablet, welches das Herzstück der Installation bilden soll. Durch die eigene „Tap-and-Touch“ Technologie sollen die Oomi eigenen Komponenten und Sensoren besonders einfach einzurichten sein. Der Benutzer hält das Tablet nah an die Komponente und bekommt auf dem Display alle Einstellungsmöglichkeiten, inklusive Videotutorials angezeigt. Möglich macht das ganze die NFC Technologie, mit welcher die Oomi eigenen Komponenten ausgestattet sind. (Hier mehr zu NFC lesen)

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Zubehör

Die Jungs von Oomi wollen nicht nur eine all-in-one Zentrale auf den Markt bringen, sondern wie bereits erwähnt auch eigene Komponenten. Stand heute gibt es bereits ein Konzept für vier Komponenten:

  • Streamer – HDMI Stick für den Fernseher
  • Wall plug – Z-Wave Zwischenstecker
  • Air – Luftfeuchtigkeits- und Rauchsensor
  • RGB Bulb – RGB LED Lampe

Die Cloud – keine Pflicht!

Oomi speichert die Daten regulär in der Cloud und das Team weist explizit darauf hin, das die Daten durch mehrstufige Sicherheitsmechanismen verschlüsselt sind. So wird unter anderem eine Ende-zu-Ende Verschlüsselung eingesetzt. Wer den Sicherheitsmechanismen dennoch nicht traut, kann Oomi auch vollständig von der Cloud lösen und so eine „Cloud-Free“ Installation betreiben.

Fazit:

Oomi ist kein Designkonzept mehr und es gibt bereits funktionierende Prototypen. Dennoch konnte dies alles nicht genügend Backer überzeugen, so das die Crowdfunding Kampange auf Indiegogo leider nicht erfolgreich war. Dennoch ist das Konzept schlüssig. Vor allem die einfache Installation ist ein wesentlicher Punkt, was ein Smart Home System dieser Art sehr erfolgreich machen könnte. Interessant finde ich die Erweiterbarkeit durch Bluetooth und Z-Wave. Fraglich wäre dabei allerdings ob diese Komponenten ähnlich einfach eingebunden hätten werden können, wie die Oomi eigenen Sensoren und Aktoren. Schließlich fehlt Komponenten, welche nicht aus dem Hause Oomi stammen der NFC Tag um sich am Touch-and-Tap Tablet zu anzumelden.

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Schade das es nicht geklappt hat, aber es bleibt zu hoffen, das die Jungs dran bleiben und wir vielleicht Ende 2015 auch ohne Crowdfunding noch einmal was von Oomi hören.

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Chris, Gründer und Blogger von siio. Gelernter IT-Systemelektroniker, seit vielen Jahren beruflich als Produktmanager im Smart Home unterwegs. Technikverliebter Familienvater, Apple Fan. Nach einigen Jahren Stadtleben wieder froh auf dem Land zu sein.

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