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Proscenic M6 Pro im Test – Saugen und Wischen in einem Zug

crissxcross
Geschrieben von crissxcross
ssmaart-Haus
  • Bedienung
  • Funktionsumfang
  • Installation
  • Nutzen
  • Preis/Leistung
4.7

Summary

Saugen- und Wischen in einem Durchgang mit Kombitank. Lasergestützte Navigation ermöglichen das gezielte Anfahren von Räumen und einrichten von No-go Areas. Elektronische Saugleistungs- und Wassermengenregulierung setzen das i-Tüpfelchen auf.

Pro

+ Lasergestützte Navigation
+ elektronische Wassermengen Regulierung
+ Kabelmanagement in der Ladestation
+ einfach zu entleeren und reinigen

Kontra

-Übersetzung in der App teilweise irreführend
– Wasserbehälter reicht nur für 2-3 Räume

Warum braucht man für den Rundumputz einen Saugroboter und einen zweiten Roboter welcher den Boden feucht durchwischt?
Das hat mich bisher sowas von genervt – hier die Lösung: Der Proscenic M6 Pro

Schmutz in einem Haus bleibt nicht aus. Was will man machen mit einem Kleinkind und einem Hund? Dazu noch ein Zugang von der Terrasse aus direkt in die Küche und ein zweiter in das Wohnzimmer.
Staubsaugen reicht da nicht aus. Bei uns fährt daher der Wischroboter täglich in der Küche.
Wer siio schon etwas länger liest, weiß, dass ich meinen iRobot Scooba 450 dafür sehr liebe. Auch wenn er schon in die Jahre gekommen ist.

Er befeuchtet den Boden, die rotierende Bürste schrubbt den Boden und eine Gummilippe zieht das Schmutzwasser ab, welches dann in ein Schmutzbehälter gesaugt wird.
Aber wie gesagt, das gute Stück ist schon ein paar Jahre alt und so weiß sich der Scooba nicht im Raum zu orientieren.
(Verpasst? Mein Testbericht zum iRobot Scooba findest du hier. )

Einen echten Nachfolger mit rotierenden Bürsten gibt es von iRobot meines Wissens nach noch nicht.
Stattdessen geht man auf „Kommunikation“. Ja, Staubsaugerroboter und Wischroboter reden jetzt miteinander. Soll heißen, wenn der Staubsauger fertig ist, sagt dieser dem Wischroboter Bescheid, dass er loslegen kann.
Was für ein Schrott.

Warum kann der Wischroboter nicht einfach den Boden absaugen, bevor er drüber wischt?
Ja es gibt Kombi-Geräte die wischen oder saugen können. Aber eben nur „oder“!

So fand ich den Proscenic M7 Pro total cool, welcher via Lasernavigation durch den Raum fährt und zum Schluss den Schmutz in der (optionalen) Absaugstation sammelt. Als Staubsauger spielt er in Punkto Ausstattung definitiv in der ganz oberen Liga mit! Und das zu einem sehr akzeptablen Preis.
Zwar kann man ihn auch als Wischer umbauen, wobei er sogar das „Y-Mopping“ unterstützt. Er fährt also nach vorn rechts, zurück und dann nach vorn links. Eben in Y-Form.Jedoch fehlen mir hier zwei Funktionen:

  • Zum einen die Kombination aus Saug- und Wischroboter in einem Durchgang
  • Und zum anderen fand in meinem Test des Proscenic 820T die elektronische Wassermengenregulierung extrem gut.

M7 Pro (hinten) vs. M6 Pro von Proscenic

Proscenic M6 Pro

Mit dem M6 Pro vereint der Hersteller Proscenic nun endlich all diese Funktionen.
Saug- und Wischroboter als Kombination in einem Durchgang, sowie die elektronische, App-gesteuerte Wassermengen Regulierung und Lasernavigation für die Orientierung im Raum.

Einher geht damit der Vorteil von No-go-Areas, welche via App definierbar sind. Denn durch die lasergestützte Navigation kann der Roboter Karten der Räume abspeichern.
Aber alles der Reihe nach…

Proscenic M6 Pro – Wischen und Saugen in einem Durchgang

#Unboxing

In dem stabilen Karton mit Tragegriff kommt neben dem M6 Pro Wisch- und Saugroboter mit seinen 9,5 cm Bauhöhe allerhand Zubehör daher.
So zum Beispiel zwei Seitenbürsten – eine zum „anclipsen“ an den Roboter und eine weitere als Ersatzbürste.
Auch zum Wischen liegen gleich zwei Lappen bei. So kann ein Lappen nach getaner Arbeit in die Wäsche fliegen und mit dem zweiten geht’s wieder ans Werk.

Lieferumfang des Proscenic M6 Pro Wischrobboters

Ladestation

Spannend finde ich die Ladestation.
Denn zum einen hat man hier mächtig dazugelernt, denn diese kommt mit einem Kabelmanagement daher. Soll heißen, man kann überschüssiges Kabel vom Netzteil im Fuß der Ladestation aufwickeln. Damit wirkt es doch sehr viel aufgeräumter.

Ladestation mit Kabelmanagement

Zum anderen finden sich die Ladekontakte nicht an der altbekannten Stelle.
Bisher kennt man es ja meist so, dass der Roboter auf eine tellergroße Fläche fährt, auf denen sich die Ladekontakte befinden.

Hier ist dem nicht so, denn diese sind senkrecht an der Ladestation angebracht und folglich der Gegenpart am Bumper des M6 Pro Roboters, also quasi an dessen „Stirnseite“.

Das hat den Charme, dass der Roboter anders als viele andere Wischroboter, quasi in Ausgangsposition geladen wird. Denk ich nur mal an meinen iRobot Scooba, so sitzt dieser senkrecht auf dem Trockendock und muss händisch aus diesem entnommen und gestartet werden.
Der M6 Pro dagegen kann automatisch per Zeitsteuerung oder via App gestartet direkt von der Ladestation weg zum Einsatz fahren.

Auch im Lieferumfang enthalten ist eine Fernbedienung für die Freunde der konventionellen Steuerung unter uns.
Jene hat ein Display und man kann so auch die Zeitprogramme „abfeuern“.

Wer keine Apps mag, der greift zur mitgelieferten Fernbedienung

Weiterhin fallen einem beim Auspacken zwei Staubbehälter entgegen.
Der transparente 550 ml große Behälter ist für „nur saugen“.
Der leicht transparente blaue Behälter ist zweigeteilt und für die „Saugen & Wischen Kombination“.
Dessen Staubbehälter umfasst 300 ml und kann 180ml Flüssigkeit aufnehmen.

Staubbehälter werden von oben eingesetzt

Soviel sei schon mal verraten: Die Wischflüssigkeit ist definitiv eher leer, als das der Roboter seinen Akku laden muss. Denn dieser schafft es stolze 110 Minuten den Roboter durch die Wohnung zu treiben.
Natürlich ist jene Zeitangabe von der Saugeinstellung – welche sich ebenso wie die Wischwasserzufuhr in 3 Stufen via App einstellen lässt, abhängig.

Aber dazu gleich mehr.

Schauen wir uns erstmal an, wie der neue Knecht in das heimische WLAN findet.

#Setup

Das ist grundsätzlich nicht viel anders als bei den bisherigen Modellen, die ich mir von Proscenic angesehen hab. Best Practise eben. Dazu den Home- und den Start-Button gleichzeitig am Roboter gedrückt halten und schon eröffnet dieser ein eignes WLAN Netzwerk für die Konfiguration.

Hat man die Proscenic App noch nicht auf seinem iOS- oder Android-Smartphone, sollte man dies logischerweise vorher aus dem App Store laden und sich einen Account anlegen.
Dann in der App einfach auf „neues Gerät“ hinzufügen und dem Wizard folgen.
Wichtig: Der Roboter arbeitet nur mit 2,4GHz WLAN.

Meine Fritzbox läuft im Mixed Mode – sendet also auf 2,4GHz und 5 GHz den gleichen Netzwerknamen was dem Saugroboter aber scheinbar keine Probleme bereitet.

#App

Die Einstellungen des Proscenic M6 Pro Saug- und Wischroboters via App, stehen denen der anderen Proscenic Roboter im Prinzip in nichts nach.
So kann auch hier beispielsweise die Lautstärke der Sprachausgabe des Roboters variiert werden oder ein „nicht stören Modus“ aktiviert werden. In jener Zeit wird nicht automatisch weitergereinigt. Das ist vor allem dann interessant, wenn der Akku bei einem Reinigungsvorgang zur Neige ging. Denn dann fährt der Roboter zur Ladestation und setzt normalerweise seinen Reinigungsjob automatisch an jener Stelle fort, wo er aufhören musste.

Via App kann Saugleistung und Wassermenge reguliert werden

Hier birgt sich einer der größten Vorteile der Lasernavigation des Roboters, denn er weiß sich im Raum zu orientieren und kann so auch Räume unterscheiden.
Das ermöglicht unter anderem die eben beschriebene Funktion, sowie die „No-go-Areas“.
Also jene Bereiche die der Proscenic M6 Pro nicht reinigen soll, um so beispielsweise nicht den Futternapf vom Hund zu verschieben oder das Legoimperium des Sohnemanns zu zerstören.

Karten, Räume abspeichern und no-go- Areas

Wie Eingangs in meinen „Sneak Peek“ schon zu lesen war, lässt sich auch die Wassermenge beim Wischen via App in 3 Stufen regulieren: Echo“, was wohl Eco heißen sollte, Normal und Turbo.
Ebenso lässt sich auch die Saugleistung in den gleichen Stufen definieren. Zu finden in der App unter dem Begriff „Windregulation“.
Du siehst, die Übersetzung ist manchmal noch etwas spartanisch, aber man kann es sich zusammenreimen und es tut der Nutzung keinen Abbruch. Apropos „Abbruch“ – jenes heißt in der App „stornieren“ ;-) .

Nebelfeucht auf Laminat und richtig nass auf Fließen

Der Proscenic M6 Pro hat, eine maximale Leistung von 2600 Pa und damit nur unwesentlich weniger als der M7 Pro mit 2700 Pa. (*Herstellerangabe) Im Vergleich: Die Konkurrenz wie beispielsweise der iRobot i7 kommen nur auf 1.600 Pa, bzw. der Roborock S5 auf 2.000 Pa.

Die Einstellungen zu Saugleistung und Wassermenge lassen sich nicht nur „just-in-Time“ anwählen um den M6-Pro Roboter sofort zum Reinigen loszuschicken, sondern sie können auch in den Zeitplänen angewendet werden.

In jenen kann neben Startzeit auch der, bzw. die Wochentage gewählt werde, an denen gereinigt werden soll. Dank der Kartenspeicherung kann ein oder mehrere Räume gezielt angewählt werden, die gereinigt werden sollen.

#Alltag

Wie sieht das also in der Praxis aus?
Montag, Mittwoch und Freitag soll das Badezimmer angefahren werden. Da jenes gefliest ist, soll der Proscenic M6 Pro mit höchster Wassermenge wischen und zwar in Y-Mobbing Verfahren. (Ja, das beherrscht er auch.)
Die restliche Woche soll jeden Tag den Flur saugen – natürlich auf höchster Stufe, aber da hier Laminat liegt nur nebelfeucht durchwischen.

Cool oder?

im Zeitplan können auch Räume gezielt angefahren werden

Natürlich ist so ein Wischroboter eine etwas andere Hausnummer als ein Saugroboter.
Kann man heutzutage den Saugroboter dank Absaugstation quasi ignorieren, muss ein Wischroboter für jede Fahrt neu präpariert werden.
Frisches Wasser, ggf. Reinigungsmittel zusetzen und frischen Lappen einsetzen.
Beim Proscenic M6 Pro klappt all dies erfreulicherweise mit wenigen Handgriffen.

Wischplatte einfach ausclipsen zum reinigen

Der „Tank“ – sei es der Staubbehälter only, als auch der Kombibehälter, werden von oben in den Roboter eingesetzt.
Dazu muss die Abdeckung des Proscenic oben wie eine Motorhaube geöffnet werden.
Richtig cool! Die Scharniere machen dabei einen guten Eindruck. Nichts klappert, wackelt oder hat Luft. Sehr solide.

Der Wischlappen wird auf einen Aufsatz aufgezogen, der dann unten an dem Roboter eingesteckt wird. So lässt sich der Lappen problemlos wechseln, während der Roboter bereits auf der Ladestation steht.
Der Lappen selbst hat kein Klettband, alles hält via Gummizug, was das Wechseln sehr einfach macht.
Apropos Dockingstation während des „Präparierens“ – Ist der Staubbehälter nicht eingesetzt, so blinkt in jener Zeit die LED des Roboters Rot um zu signalisieren, dass er nicht Einsatzbereit ist.

“Unterboden” des Roboters

Je nachdem welchen Behälter man eingesetzt hat, stehen einem die entsprechenden Funktionen in der App zur Verfügung. Soll heißen: ist nur der Staubbehälter installiert, kann nur gesaugt werden. Eine Wassermengenregulierung ist dann logischerweise via App nicht möglich.

Aber hat man den Kombitank installiert und vergessen den Wischlappen einzuclipsen, so wird ebenfalls nur gesaugt um eine Sauerei mit auslaufendem Wasser zu vermeiden.
Das fand ich in meinem Test schon sehr smart – und ja, jene Funktion habe ich durch Schusseligkeit gefunden 🥳

#Reinigung

Mit dem Saug-Wischergebnis war ich auf meinen Böden (Fliesen und Laminat) relativ zufrieden.
Die rotierende Seitenbürste lässt keinen Schmutz in Kanten und Ecken liegen. Mit dem Wischlappen kommt der Roboter recht gut bis an alle Kanten, jedoch nicht in die Ecken aufgrund der halbrunden Form.

ganz in die Ecken kommt der kleine Wusel beim wischen leider nicht

Durch die Wassermengenregulierung kann man gut „Gas“ geben auf den Fliesen und Badezimmer und Küche, aber eben auch nur Nebelfeucht dort wischen, wo Laminat liegt.
Auch wenn der Proscenic keine rotierenden Bürsten hat wie beispielsweise der iScooba oder der Medion (welchen Marcus vor kurzem hier testen durfte)

So schaffte der Proscenic durch das vorherige Absaugen des Bodens recht gutes Reinigungsergebnis im normalen Alltag.
Hartnäckigen Schmutz, verursacht durch verschmutzte Tierpfoten oder pampige Gummistiefel im Eingangsbereich wird er jedoch nicht schaffen.
Hier braucht es dann wieder die rotierende Bürste und einen Roboter der auch das Schmutzwasser absaugt.

Aber in allen Wohnräumen wie Schlafzimmer, Kinderzimmer, Bad, Küche und Co. macht der Proscenic durch seine strukturierte Arbeitsweise einen sehr guten Eindruck.

Saugen und feucht durchwischen um noch mehr Staub aufzunehmen

Bei höchster Wassermenge kommt er übrigens gute 40 m² weit.
Das war früher mal meine gesamte Single-Wohnung, auch liebevoll „Wohnklo“ genannt. Heute bedeutet das: Badezimmer, Küche und eines der Kinderzimmer. Danach muss wieder aufgetankt werden und zwar Wasser.

Fährt auch unter Möbel zum reinigen

Denn der Akku hält deutlich länger als der Wassertank. Aber sollte die Batterie mal aufgeladen werden müssen, so kann der Lappen dran bleiben. Denn dank der elektronischen Wasserregulierung läuft nix aus. Man muss sich nur bewusst sein, dass der Roboter mit feuchtem Lappen vor der Ladestation steht. Einen Unterboden der Station gibt es wie Eingangs beschrieben eben nicht.

Auf Laminat oder Parkett ist das sicher wenig sexy. Hat der Proscenic jedoch in Flur oder Badezimmer sein Zuhause gefunden, so steht er auf Fliesen und da kann nichts aufquellen.
Also alles easy.

Eins hatte ich noch ganz vergessen: Das Entleeren des Staubbehälters nach getaner Arbeit (denn eine Absaugstation wie beim M7 Pro gibt es hier leider nicht).
Jenes geht bei beiden Behältern sehr einfach. Der transparente „Nur saugen“-Behälter lässt sich an der Front aufklappen und bietet damit einen großzügigen Auslass. Der Kombibehälter kann durch entnehmen den Frontfilter entleert werden und bietet auch darüber einen genügend großen Auslass.

Staubbehälter lässt sich einfach entleeren

Kleines Gimmick am Rande: Wie bei dem M7 Pro befindet sich das Reinigungstool mit welchem man die Walze von Haaren und Co befreien kann, eingeclipst im Staubbehälter. So geht dieses nie verloren und ist zur richtigen Zeit immer Griffbereit.

M6 Pro Saug und Wischroboter

#Fazit

Das Fazit kann heute kurz ausfallen, denn es gibt wenig zu meckern.
Cool ist:
– die Wassermengen- und Saugleistungsregulierung via App, welche auch in den Zeitplänen Anwendung findet.
– Die Orientierung im Raum, so dass der Roboter Bahnen fährt und an jedem beliebigen Punkt in der Wohnung starten kann.

  • Die einfache Reinigung der Wischlappen und Entleerung der Staubbehälter
  • Status wie Batterie und Position – sowie Steuerung via App
  • Roboter kann vorbereitet auf der Ladestation auf seinen nächsten Einsatz warten

Aber über ein paar Punkte muss ich natürlich auch schimpfen:

  • Teilweise ist die Übersetzung der App nicht eindeutig, ja eher spartanisch.
  • Zwar gibt es eine Batterieanzeige via App, aber leider keine Tankinhaltsanzeige für das Wasser.

In Summe bekommt man für 372 Euro aber ein extrem gutes Kombigerät, das dank seiner Bauhöhe von nur 9,5 cm cm inklusive Lasernavigationsturm auch unter vielen Möbeln wie Kinderbett, Kommode und Schränken durchmobbt.

Ja, eigentlich nur eine Absaugstation für den Proscenic M6 Pro ;-)
Für 420 Dollar UVP ist der Roboter zu haben, was etwa 372 Euro entspricht.

Übrigens, siio Leser sparen 10% beim Kauf mit dem Gutscheincode SDWM6PRO im Shop des Herstellers Proscenic.

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crissxcross

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Chris, Gründer und Blogger von siio.
Gelernter IT-Systemelektroniker, seit vielen Jahren beruflich als Produktmanager im Smart Home unterwegs. Technikverliebter Familienvater, Apple Fan. Nach einigen Jahren Stadtleben wieder froh auf dem Land zu sein.

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