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Smart Homies zu Weihnachten und die Philips Hue

YESLY Smart Home
by Rolli20. Dezember 2015

Weihnachten steht vor der Tür, und während um einen herum alles in Hektik und Panik verfällt, kann man sich als Smarthome Besitzer völlig entspannt zurück lehnen, vor allem auch mangels sozialer Kontakte die beschenkt werden müssten.
Nun ja, so ganz ist es bei mir ja nicht, immerhin ist da noch Irmhilde, meine Pommes-Bräunungsgrad-Aktivistin. Da sie mir, leider, ausführlich vom Weihnachtsanstoßen in ihrem Swingerclub berichtet hat (für im Kopf des Lesers entstehende Bilder übernehme ich übrigens keine Verantwortung) habe ich mir überlegt, wenigstens für sie eine kleine Überraschung zu besorgen. Der Kauf von Dessous in einem US Spezialgeschäft war schnell erledigt. Gut das ich früh genug bestellt habe, aufgrund von Größe und Volumen erfolgte der Transport nämlich erst per Containerschiff, dann per Lastkahn den Rhein herunter und Schlussendlich per Schwertransport zu mir – übrigens fand ich die Frage der Spedition sehr unpassend, ob ich mal wieder den Reichstag verhüllen will. Aber egal, wieder zurück zum Thema Weihnachten und Smarthome.

zoonar_5374190Es ist ja so, dass Weihnachten für einen Smarthome Besitzer etwas ähnliches ist wie für einen Alkoholiker der Kölner Karneval, man kann sich hemmungslos austoben ohne dass es wirklich auffällt. Ich konnte mich da leider auch nicht zurückhalten, schnell bei Onkel Erich ein paar Flagscheinwerfer der Marke Volkssturm abgeholt, die verfassungswidrigen Kennzeichen abgefeilt und schon geht der Spaß los. Naja fast. Mein erster Versuch hat leider dazu geführt, dass die drei Braunkohle Kraftwerke der Umgebung aufgrund der Spannungsspitze explodiert sind, außerdem teile mir mein NSA Sachbearbeiter mit, dass sowohl die USA als auch die Russen den Lichtblitz für den Test einer Gigatonnen Atombombe gehalten haben und deswegen auf Defcon 1 gegangen sind. Auch mein zweiter Versuch genügend Strom für die Strahler zu bekommen scheiterte. Das bei Ebay günstig erstandene Atomkraftwerk aus einem Ort namens Chernobyl (oder so) blieb am Zoll hängen, das war echt besonders ärgerlich da ich meiner Internetbekanntschaft Dschihad schon das anfallende Plutonium versprochen hatte, er wollte es an Bedürftige in einem sogenannten Islamischen Staat zukommen lassen.

Es werde Licht .. Philips Hue

Aber wir waren beim Thema Licht. Da wir uns ja Weihnachten nähern, wollte ich auch mal etwas nettes und konstruktives schreiben, diesmal hat es das Phillips Hue System erwischt. Ich benutze es schon seit über einem Jahr und muss sagen, dass es mich, im Gegensatz zu vielen anderen Produkten im Smarthome Bereich, wirklich überzeugt hat. Es scheint so, dass ausnahmsweise einmal Leute die Ahnung von der Materie haben etwas entwickelt haben und nicht irgendwelche Exelschubser aus der Marketing Abteilung.

©crissxcross

Philips-Hue Bridge. Zentrale des Systems

Direkt nach dem Auspacken kann man eigentlich schon loslegen, die Birnen in die Fassungen geschraubt, so man denn eine Fassung hat, welche die Lampen auch aufnimmt, App auf das Handy gespielt und los geht es schon. Für den Fall dass die App die Birne nicht erkennt, hat jede Birne einen eigenen Code, einfach diesen eingeben und die Lampe wird gefunden. Ich selbst habe über 20 verschiedene Leuchtmittel aus dem Hue System im Einsatz, bei allen hat es problemlos funktioniert. Die App selbst wirkt aufgeräumt und wird ständig erweitert. Man kann problemlos neue Lichtsituationen und Stimmungen erzeugen. Ein ziemlich cooles Feature ist auch das man sich mit Licht wecken lassen kann.

Bild © crissxcross

Aber nicht nur das, bei Phillips hat man einfach weiter gedacht als bei so manch anderem Hersteller der nicht einfach nur ein geschlossenes System entwickelt hat. Durch die offene Api  ist es möglich die Lampen sowohl über Drittanbieter Apps als auch über andere Steuerungssysteme anzusprechen. Bei mir zum Beispiel arbeitet das ganze Hue System völlig problemlos mit dem Fibaro Homecenter 2 zusammen. Das bedeutet das die Lampen damit auch intelligent sind und ich diese in Szenen einbauen kann. So habe ich zum Beispiel eine Szene so modifiziert, dass wenn ich den Fernseher einschalte, automatisch das Deckenlicht herrunter gedimmt wird. Natürlich sind auch tausende andere Situationen vorstellbar, zum Beispiel das bei einem Feueralarm alle Lichter in der ganzen Wohnung eingeschaltet werden um so den Ausgang sicher zu finden.  Auch hat Phillips im Laufe der Zeit einige Zusatzgeräte entwickelt. Hervorzuheben dabei ist der Taster. Mit ihm lassen sich vier verschiedne Lichtszenarien ansteuern, und das völlig ohne Batterie. Die notwendige Energie wird alleinig durch den Klickimpuls erzeugt, auch gibt es LED – Strips, über deren Sinn oder Unsinn muss aber jeder für sich entscheiden.

©Philips

Philips Hue Tab benötigt keinen Strom oder Batterie

Zusammenfassend kann man sagen, dass man sich mit dem Phillips Hue System ein zwar nicht günstiges System ins Haus holt, der Funktionsumfang und die Erweiterbarkeit machen den Kostenfaktor aber schnell wieder wett. Das Hue System wächst mit den Ansprüchen und Anforderungen, genau das macht eigentlich ein Smarthome aus.

In der nächsten Ausgabe gibt es dann den ultimativen Battle DanaLock gegen Burgwächter SecuEntry, wo dies weniger ein Battle sondern eher ein Massaker wird wenn man Funktionen und Preis vergleicht.

Euch allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr, genießt die Ruhe zwischen den Tagen ….

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Rolli
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Hi, mein Name ist Rolli. Ich arbeite im Medienbereich und habe mit IT eigentlich nicht wirklich viel am Hut. Neben meiner eigenen Serie Bibi & Rolli, wo ich vor der Kamera stehe, mache ich Regie und entwickel neue TV Formate. In meiner Kolumne hier möchte ich humoristisch meinen Weg zum Smarthome beschreiben und vielleicht ganz nebenbei ein paar andere Anfänger davon abhalten die selben Fehler wie ich zu machen.

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