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Meine Oma braucht ein Smart Home – Anwendungsbeispiele im vernetzten Zuhause

by crissxcross20. Dezember 2015

Ist das smart oder kann das weg? – unter dieser Überschrift habe ich vor kurzem einen Artikel über Smart Home gelesen. Hier meine Gegendarstellung mit Anwendungsbeispielen in einem Smart Home und warum ich glaube das Smart Home kein Luxus Status mehr ist.

Getreu dem Motto: Ist das Kunst oder kann das weg? schrieb der Autor Helmut Martin-Jung hier in der Süddeutschen Zeitung einen Artikel unter der Überschrift: Ist das smart oder kann das weg? und warf unter anderem die Frage auf:

Smart Home: Braucht man das wirklich?

In diesem Artikel führt er einige Beispiele von smarten Geräten auf, die man seiner Meinung nach nicht benötigt. Die Darstellung ist recht einseitig und generell wurden viele Sachen über einen Kamm geschert. Als Techblogger habe ich daher das Bedürfnis hier mal eine andere Sichtweise auf die Dinge zu werfen.

Bislang wurde Smart Home vor allem mit teuren KNX Installationen in einem Neubau verbunden, was schnell auf Luxus schlussfolgern lässt. Inzwischen hat Smart Home dank der Magenta Werbung und auch den Spots von RWE SmartHome im Fernsehen das Klischee des „per App steuerbaren Zuhause“ erhalten.

Wer sich schon etwas länger mit Smart Home beschäftigt und vielleicht sogar siio.de schon eine Weile verfolgt, der weiß dass dem so nicht ist. Smart Home bzw. die Hausautomatisierung soll vor allem durch intelligente Verknüpfungen von Geräten den Alltag erleichtern und sicherer machen.

Dank kostengünstiger erschwinglicher Funknachrüstlösungen ist Smart Home nicht mehr nur ein Thema im Hausneubau, sondern kann inzwischen auch ohne Renovierungsaufwand in Wohnungen Einzug halten. Dadurch erweitert sich die Zielgruppe von Smart Homes ernorm und beschränkt sich nicht mehr nur auf die Kategorie Luxus und Lifestyle.

In Ihrem Artikel werfen Sie die Frage auf:

Was ist eigentlich so schlimm daran, kurz die Hand zu heben und einen Lichtschalter zu betätigen?

Nun: Für mich, Ende 20 ist das kein Problem – und auch für Sie sicher nicht. Meiner Meinung nach, sollte man trotzdem nicht eine ganze Technologie verteufeln, nur weil man selbst keinen Nutzen daraus zieht. Für ältere Menschen oder Menschen mit einer Behinderung, kann das erreichen des Lichtschalters bereits eine Hürde sein. Wie gesagt, wir sprechen im Smart Home nicht von dem Zuhause, welches ich via Smartphone App bedienen lässt, sondern von Automatisierungen. So ist es dank Unterputz Funkmodulen möglich, welche man hinter die bestehenden Schalter installieren kann, die konventionelle Lampe mit einem batteriebetriebenen Bewegungsmelder zu koppeln und das Licht im Raum automatisch einzuschalten, sobald eine Person den Raum betritt. Alternativ kann ich auch Fernbedienungen oder Funkwandschalter nutzen, welche ich frei im Raum positionieren kann und dies alles ohne die bestehende elektrische Verkabelung zu ändern. So kann ein Schalter neben dem Bett Platz finden, welcher vielleicht nicht nur die Beleuchtung im Schlafzimmer ein- und ausschaltet, sondern die Beleuchtung im gesamten Haus steuert (Panikschalter).

© Bacho Foto - Fotolia.com

Nachtlicht im SmartHome
© Bacho Foto – Fotolia.com

Aber nicht nur für ältere Personen oder Menschen mit einer Behinderung kann dies mehr Sicherheit bedeuten, sondern auch für jeden anderen von uns. Auf Ihre Frage Herr Martin-Jung:

(..) Oder die Sache mit dem Licht. Muss es wirklich angehen, wenn man nachts auf die Toilette eilt?

Wie oft haben Sie Nachts, wenn Sie mal „raus mussten“ das Licht nicht eingeschaltet, weil es Sie geblendet hätte? Wie oft sind Sie dabei gegen Schränke gelaufen, holten sich blaue Flecke oder sind gar die Treppe herunter „gesegelt“. Durch die intelligente Vernetzung können Sie das Licht nicht nur ein-/ und ausschalten beim Betreten des Raumes, sondern dieses auch abhängig von weiteren Faktoren (wie zum Beispiel der Tageszeit) in verschiedenen Helligkeitsstufen einschalten. Eine praktische Umsetzung hatte ich hier in meinem Artikel: Die perfekte Lichtsteuerung beschrieben.

Ich bin ein Nerd ich brauch das! Zugegeben, ich finde es sehr komfortabel, wenn ich Nachts meinen Sohn auf dem Arm habe, um ihn zu uns ins Schlafzimmer zu holen weil er schlecht geträumt hat und das Licht nicht auf 100% Helligkeit angeht. LED Stripes zeigen gering gedimmt, sicher den Weg die Treppe herunter.

Treppe mit LED Stripes

Treppe mit LED Stripes

Gestatten Sie mir noch Ihre Grundsatzfrage zu beantworten:

Ist es sinnvoll, keine Lichtschalter mehr per Kabel anzuschließen, sondern über Bluetooth-Funk?

Bluetooth Glühbirnen würde ich nicht unter Smart Home zählen – das sind meiner Meinung nach Appcessories und erfüllen das Klichee des „per App steuerbaren Zuhause“. Ich denke wenn wir über Smart Home sprechen, dann reden wir von einer gesamtheitlichen, intelligenten Vernetzung aller Gewerke. Natürlich gibt es hier eine unendliche Anzahl an Anbietern auf dem Markt, welche ein „Smart Home“ Portfolio haben und viele verwenden unterschiedliche Funksysteme. Teils aus anderen Bereichen wie dem Mobilfunkbereich, wo wir wieder bei Bluetooth wären. Doch diese Funksysteme wurden nie für das vernetzte Zuhause geschaffen und bringen dafür auch nicht die notwendigen Eigenschaften mit. Eine Aufstellung der Vor- und Nachteile verschiedener Funksysteme hatte in diesem Artikel aufgezeigt: Funksysteme für das Smart Home.

wie oft ist schon eine Kabelverbindung unterbrochen worden und wie oft eine über Bluetooth?

Die Technik im Smart Home sollte redundant sein, egal ob man als System nun Homematic, Z-Wave oder Zigbee verwendet. Bei all den eben genannten Systemen besteht, zumindest im Gewerk der Beleuchtungssteuerung eine Redundanz durch die klassische Elektroverkabelung. Die oben angesprochenen Funk- Dimmer oder Relaimodule, welche hinter den konventionellen Schaltern zum Einsatz kommen, funktionieren immernoch falls die Smart Home Zentrale einmal ausfallen sollte.

Fibaro Dimmer 2 - Unterputz

Fibaro Dimmer 2 – Unterputz

Zugegeben: Über den Sinn und Unsinn einiger „smarten“ Geräte kann man durchaus streiten. Ich habe irgendwann mal einen Wasserkocher mit WLAN gekauft, für diesen suche ich bis heute noch ein sinnvollen Anwendungsfall. Auch das in Ihrem Artikel aufgeführte Beispiel mit der Benachrichtigung via Pushmitteilung (wenn die Waschmaschine fertig ist) habe ich umgesetzt- inklusive der Benachrichtigung auf dem TV (wie das geht hier). Unsere Waschmaschine ist trotz neuem Model dennoch hörbar – aber dieser Usecase könnte spannend für alle diejenigen sein, die vielleicht nicht mehr so gut hören oder gar noch nie in Ihrem Leben hören konnten.

In anderen Situationen ist so eine „stumme“ Benachrichtigung vielleicht aber auch durchaus praktisch. Gerade am Wochenende wenn mein Sohn seinen Mittagsschlaf hält, passt dies der DHL sowie auch der Hermes Bote mit Vorliebe ab um zu klingeln. Trotz stumm geschalteter Klingel werden wir via Pushbenachrichtigung auf Smartphone und am TV benachrichtigt.

Das Anwendungsbeispiel ässt sich endlos fortführen. Sollte einer der Wassersensoren austretendes Wasser in Bad oder Küche erkennen, so schalten bei mir alle RGB Leuchten auf blau, Rocki meldet akustisch den Alarm (wie das geht hier) und auch hier erhalte ich eine Pushmitteilung auf Smartphone und TV.

Benachrichtigung auf TV

Benachrichtigung auf TV

Das smarte Türschloss

Wo wir bei unnützen-smarten Geräten sind, könnte man vielleicht auch das elektronische Türschloss aufführen. Daniel hatte es hier mal getestet (Danalock im Test). Sein Fazit war, das der alt bewährte Schlüssel so schnell nicht zu ersetzen sei. Das mag im Alltag stimmen, doch was ist mit Situationen in denen Sie Hilfe benötigen? Könnte das smarte Schloss nicht vielleicht die Lebensrettende Minute bringen, die Ihnen den Weg nach draußen verhilft? So könnte bei einem alarmierenden Rauchmelder nicht nur das Licht einschalten werden um Fluchtwege zu beleuchten, sondern auch die Tür automatisch aufschließen um Fluchtwege zu sichern.

Danalock Türschloss mit Z-Wave

Danalock Türschloss mit Z-Wave

Vielleicht muss auch mal Hilfe zu Ihnen ins Haus hinein. Sind wir mal ehrlich, die Notfallknöpfe für Senioren sind in dem Moment wenn Sie benötigt werden nie zur Hand – und selbst wenn, wie kommt der Rettungsdienst in die Wohnung hinein? Inzwischen gibt es Technologien, welche einen Sturz und bewusstlos am Boden liegende Personen erkennen (CapFloor). So könnte die Tür automatisch geöffnet werden, um Hilfe ungehindert hinein zu lassen.

Okay, mit dem CapFloor blicken wir schon ein, zwei Jahre in die Zukunft. (..) dann bleiben wir doch gleich mal bei der Zukunft:

Sprachsteuerung

(siehe auch: Science Fiction? Sprachsteuerung mit Google now:

Sie hatten in Ihrem Artikel vermerkt, das Sie es schon für sehr smart halten, einen Termin per Sprachsteuerung in das Smartphone zu diktieren. Zugegeben, die Siri Sprachfunktion nutze ich so gut wie nie und auch wenn mein Fibaro System es inzwischen dank HomeKit kann, nutze ich es nicht. Aber ich denke blinde Menschen wüssten diese Möglichkeit zu schätzen. Anstatt lange nach Schaltern und Knöpfen zu tasten, reicht ein Sprachbefehl um die Wohlfühltemperatur einzustellen, das Radio oder den Fernseher anzuschalten, die Haustür zu versperren (smartes Schloss ;-) )

Ok Google Sprachsteuerung

Bild:daniel

Das Smart Home – nur was für Bastler?

Weiter heißt es in der Süddeutschen Zeitung:

(..) Das vernetzte Haus ähnelt der Modelleisenbahn im Keller. Die wird auch nie fertig (..)

und

(..) Bei der Hausvernetzung dagegen ist eher das System selber instabil, weshalb Nachjustierungen nötig werden.

Auch hier muss man die verschiedenen Kundengruppen unterscheiden. Da haben wir zum einen die Do-it-youself Typen (ca 25% vom Markt). Für uns ist Smart Home ist ein Hobby und der Vergleich mit der Modelleisenbahn ist da wirklich sehr gelungen. Die Mischung aus Basteln, Erfolgserlebnis und Spielerei ist es, was uns süchtig macht. Ein paar Kabel klemmen, ein paar bunte Lichter, ein paar Zeilen programmieren … Die Mischung macht es eben und irgendwie ist es cool wenn das Licht angeht weil sich die Tür öffnet – oder der LED Stripe blau wird weil es draußen regnet.

Bei dieser Kundengruppe kann es durchaus mal vorkommen, dass Dinge Zuhause nicht so laufen wie sie sollen. Das ist bei Hobbyisten nun mal so. Gelernt hat das keiner.

Das liegt dann aber wie bei immer bei PC Problemen zu 99% an dem, der vor dem PC sitzt. Wären all die Systeme da draußen im Feld instabil wie Sie in Ihrem Artikel schreiben, hätten die Installateure die bei Kunden im Feld in der Tat schon ernsthafte Installationen gemacht haben ein echtes Problem und wären aufgrund der Gewährleistungsforderungen bald pleite. Das ist nämlich die andere Kundengruppe, welche ich mal „Do-it-for-me“ nennen möchte. Diese Kundengruppe macht den viel größeren Teil vom Markt aus (75%). Das sind nämlich genau die Menschen, welche ich oben angesprochen habe. Ältere Menschen haben trotz Ihrer vielen Freizeit, in der Regel andere Hobbys ausser Smart Home. Daher weise ich diese Behauptung, dass ein Smart Home nur was für Bastler ist zurück.

Datenschutz und die Cloud

… dass die Dienstleister, bei dem man seine Daten speichert, das auch verantwortungsvoll macht.

Vor allem darf Folgendes nicht passieren: Dass die Menschen noch mehr Daten produzieren, über die sie letztlich kaum Kontrolle haben (..)

Gut, das nicht jedes Smart Home System auf der Cloud basiert. Viele Systeme können, wenn gewünscht, sogar ganz ohne Internetverbindung verwendet werden. Dennoch bin ich bei dem Thema Big Data etwas zwiegespalten. Zum einen sind es doch diejenigen, die im Einkauscenter sofort die Gewinnkarte ausfüllen und in die Box werfen wenn es ein Auto zu gewinnen gibt, die bei der Cloud am lautesten schreien. Zum anderen gibt es Möglichkeiten des anonymen surfen via Proxy & Co. Doch wie viele von uns machen das konsequent? Das Problem ist wie immer die Sorglosigkeit der Anwender im Umgang mit den Daten.

Der „Logbuch Verlauf“ der Sensorwerte in unserem Haus scheint auf den ersten Blick trivial und uninterressant- doch kann er für verschiedene Personen oder Branchen sehr interessant sein. Wie hoch ist der Stromverbrauch zu welcher Tageszeit, von welchem Gerät? Vielleicht könnte das meinen Energieversorger interessieren um mir bald ein „gutes Angebot“ unterbreiten zu können? Wie lange ist welches Fenster zum lüften geöffnet? Vielleicht interessiert das ja meine Wohnungsverwaltung .. usw. Marco Maas hat aus Smart Home Daten ein Bewegungsmuster erstellt (hier bei Spiegel online) – welches neben Bewegung auch die Schlaf- und Wachzeiten sowie Abwesenheiten schließen lässt.

Wenn du ein System schlecht machen willst, rede über die Datensicherheit

,hat mein Chef mal gesagt. Recht hat er (..) Natürlich ist jedes System angreifbar, die Frage ist immer nach dem Nutzen und dem Aufwand. Auch wir auf siio.de sehen dieses Thema sehr kritisch und freuen uns daher den Spezialisten AV-TEST als Partner zu haben, um Smart Home Systeme auch unter dem Aspekt der Sicherheit bewerten zu können.

Also alles Unsinn, ein Hype, der wieder vergehen wird? Nein.

Da pflichte ich Ihnen bei!

Ich denke es ist wie mit allem im Leben. Etwas vorausschauend an die Sache herangehen und mit der nötigen Portion Vorsicht genießen. Das „böse“ Internet hat sich schließlich auch durchgesetzt und so bin ich guter Dinge, dass auch Smart Homes bald so selbstverständlich sind, wie das aufschließen des Fahrzeugs via Fernbedienung.

All die Sachen und Anwendungsbeispiele welche ich oben im Artikel aufgeführt habe, sind keine Zukunftsvision mehr, sondern Stand heute realisierbar. Ich denke auch über das babylonische Sprachgewirr im Smart Home, was Anfangs die Entwicklung bremste, werden wir bald nicht mehr sprechen müssen, denn inzwischen kristallisieren sich Standards und Allianzen heraus.

Gegen eine Wohnung zum Beispiel, die sich mit einem Knopfdruck auf den Ich-bin-dann-mal-weg-Modus stellen lässt, ist zunächst einmal nichts einzuwenden. Herdplatten aus, Fenster zu, vielleicht auch Alarmanlage an.

In diesem Sinne, bin ich dann mal weg ;-)

About The Author
crissxcross
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Hi, ich bin crissxcross, gelernter IT-Systemelektroniker. Beruflich arbeite ich als Produktmarketing-Manager im Bereich Smart Home. Auch privat interessiere ich mich für Smart Home und bin selbst Hausautomatisierer :-) Falls ich nicht vor dem Monitor sitze fotografiere ich gern und bin ein großer Apple Fan.
  • 20. Dezember 2015 at 23:20

    „Ich denke wenn wir über Smart Home sprechen, dann reden wir von einer gesamtheitlichen, intelligenten Vernetzung aller Gewerke.“

    Guter Punkt. Man muss sich fragen, ob nur technisch-affine Menschen diese Vernetzung der Gewerke mit zentraler Logik schaffen oder nicht. Das Smart-Home von der Stange für den Otto-Normal-Verbraucher gibt es nicht und wird es wohl auch nicht geben. Das ganzheitlich intelligente Heim wird wohl nur für uns Nerds erreichbar bleiben…

  • Karl
    22. Dezember 2015 at 6:01

    Nachdem ich Nachts einmal im Dunkeln die Treppe runter gesegelt bin weil ich 2 Stufen auf einmal genommen habe, sind im Flur und Treppenhaus nun Hie Lampen drin. Sie sind Nachts immer auf kleinster Stufe eingeschaltet und zwar mit Rotlicht. Benötigt wenig Strom, bietet genug Licht für den Toilettengang und macht Nachts nicht wach. Genau so hatte ich mir das schon immer erträumt. Ein- und ausgeschaltet wird nach Sonnenauf- und Sonnenuntergang voll automatisch. Daneben gibt es zur Steuerung noch die etwas lauten Hue Tap Schalter und am Bett die praktischen und leisen Hue Dimmer Schalter. Programmiert wird vom Smartphone vor Philips Hue App und vor allem mit der iConnectHue App die eben auch die Steuerung per Sonnenstände erlaubt und auch Schalter mehrfach belegen kann.

  • PeterC
    23. Dezember 2015 at 10:52

    Tippfehler:
    „Wie lange ost welches Fenster zum lüften geöffnet?“

    Kommentar:
    „Das “böse” Internet hat sich schließlich auch durchgesetzt und so bin ich guter Dinge, dass auch Smart Homes bald so selbstverständlich sind, wie das aufschließen des Fahrzeugs via Fernbedienung.“
    Ja, und das Hetzen gegen „Minderheiten“ war 1940 und 2015 beliebt, und die Mehrheit hat mitgemacht – das heißt nicht, daß das ungesicherte Internet richtig ist. Die Menschen sind einfach oft bequem – ob es das Hetzen vom vermeintlich geschützen PC aus ist, oder das cloudbasierte Steuern des Hauses, und spätestens wenns ums Geld geht wie Versicherungsbeiträge, werden sich die Deutschen entblößen und alles preisgeben, ob jetzt Gesundheitsdaten oder Heiz- und Beleuchtungsprofile im Haus. Denn überall da wo die einen sparen können, wird es den anderen automatisch teurer – Welcher Anbieter/Versicherer lehnt Mehreinnahmen ab?
    Deshalb bin ich dankbar dass auch immer wieder Systeme vorgestellt werden, die keine Clowd des Herstellers benötigen, und hoffe dass solche Funk-Systeme immer wieder auf Sicherheit geprüft werden, damit nicht der Einbrecher im Profil sieht, wann man zuhause ist, und einfach mit einer DECT-Karte im PC von Aussen das Alarmsystem ausschaltet (https://www.youtube.com/watch?v=DrJM-DzhtqI), nur weil man es gerne „smart“ wollte.

  • Dipa
    27. Dezember 2015 at 11:08

    Tolle App, viele Erklärungen und Beispiele, man erhält Unterstützung bei der riesengroßen Auswahl, denn der Smarthome Markt boomt.
    Die Videos mit den Tests fand ich super.
    Ob man alles braucht was es gibt, entscheidet man letztendlich selbst, aber zum Thema Sicherheit bringt es mich echt weiter! Danke!

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