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Smarte Deckenlampe Model F von Luke Roberts im Test

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Geschrieben von crissxcross
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Eine super smarte Leuchte, derer LEDs sich einzeln ansteuern lassen, um so verschiedene Lichtsituationen zu gestalten? Das musste ich mir ansehen: Model F von Luke Roberts

Ein smartes Licht zieht ein

Neben den vielen Projekten rund um unser neues Häuschen, wie zum Beispiel die Gartenbewässerung oder die Mini-PV Anlage, gibt es vor allen Dingen „drinnen“ noch so viel zu tun.
Über dem Esstisch im Wohnzimmer fehlt noch eine Lampe. Und diesen Platz soll nicht irgendeine Lampe einnehmen. Denn was in unserer „alten“ Wohnung die Küche war: Tagsüber meist mein Arbeitsplatz am großen Esstisch, Abends der gemeinsame Ort für das Abendbrot und wenn Freunde zu Besuch kommen, der gemeinsame Ort zum abhängen – ist nun im Haus das Wohnzimmer. Kurzum: Es ist der Mittelpunkt im neuen Zuhause und daher sollte hier eine ganz besonders smarte Lampe ihren Platz finden, welche all die verschiedenen Situationen in das richtige Licht taucht.

Ein Blick durchs Fenster: Luke Robers Leuchte

Welches smarte Licht soll es werden?

Beim Thema „smarte Beleuchtung“ fällt einem zunächst „Philips Hue“ ein. Der Marktführer bietet nicht nur smarte Leuchtmittel, um „altmodische“ Lampen zu ersetzen, sondern hat seit einiger Zeit auch komplette (Decken)-Lampen in Portfolio. Damit ist Philips seinen Marktbegleitern weit voraus.
So lassen sich alle Leuchten und Lampen von Hue zwar dimmen, in der Lichtfarbe variieren, oder gar die Farbnuancen verstellen – doch eine Lampe, bei welcher jede einzelne LED ansteuerbar ist, das findet man bei Philips Hue nicht.

So smart zu sein, dass verspricht jedoch das „Model F“ von Luke Roberts!
Finanziert wurde das Modell F (damals noch unter dem Namen „FLUXO“) über eine Kickstarter-Kampagne. Das Projekt konnte die Community begeistern und anstatt der erhofften 50.000 Euro sogar mehr als 400.000 Euro einsammeln.

Das Ergebnis ist, dass Model F: eine besonders smarte Pendelleuchte mit außergewöhnlichen Funktionen.
Sie ist mit 300 LEDs ausgestattet, welche auf der Ober- und Unterseite untergebracht – und einzeln via App steuerbar sind. So ist es möglich, ganz besondere Lichtstimmungen zu erzeugen, sowie Lichtakzente zu setzen.

Unboxing des Model F

Bereits auf den ersten Blick – oder sollte ich besser „Griff“ sagen – fällt das hohe Gewicht des Kartons von fast 3,5 kg auf. Auch optisch macht er einen pompösen Eindruck. Nachdem ich den Deckel geöffnet hatte, kam die Lampe zum Vorschein. Ihre hochwertige Verarbeitung mit einer rillenartigen Oberfläche aus Aluminium macht klar, woher das hohe Gewicht stammt.

Was mir allerdings nicht so gut gefiel und einen krassen Kontrast zum sonst wertigen Erscheinungsbild darstellt, ist der milchige Kunststoff an der Unterseite. Der Milchglaseffekt soll Reflektionen verhindern. Allerdings passt dies nicht wirklich zum sonst so wertigen Teil der Designleuchte. Größtes Manko dabei: die einzelnen LEDs scheinen durch das Milchglas hindurch.

Ebenfalls überrascht war ich von der Größe. Mit einem Durchmesser von rund 30 cm sowie einer Höhe von 7,3 cm ist sie deutlich kleiner, als die Produktbilder von Luke Roberts erwarten lassen. Das könnte gerade in großen Zimmern, sowie hohen Altbauten schon dazu führen, dass die Lampe an der Decke etwas „verloren“ wirken kann.

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Luke Roberts – Model F – unboxing

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Luke Roberts – Model F – unboxing

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Luke Roberts – Model F – unboxing

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Luke Roberts – Model F – unboxing

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Montage der Luke Roberts Model F

Auch wenn das Model F von Luke Roberts eine besonders smarte Lampe ist, so fällt die Montage an der Decke ziemlich einfach aus. Wer schon einmal eine Deckenleuchte angebracht hat, dürfte auch hier keinerlei Probleme bekommen.
Der Trafo, der die Spannung eines 230V Deckenauslasses auf 12 Volt umwandelt, sitzt im Sockel der Lampe. Dieser wird mit zwei Schrauben an die Decke geschraubt. Anschließend muss das Lampenkabel durch die Abdeckung gefädelt- und durch zwei Montagehaken geführt werden.

Dieser Schritt ist meiner Meinung nach etwas „tricky“, da nicht sofort klar wird, wie das Kabel im Sockel entlang geführt werden muss. Und das Gewicht der rund 3,2 kg schweren Lampe am Ende des Kabels macht die Sache auch nicht gerade leichter. Hier ist eine zweite helfende Person von großem Nutzen. Die Höhe der Lampe lässt sich über die Kabellänge zwischen ca. 20 cm und 1,2 m justieren. Das übrige Kabel wird einfach im Sockel aufgewickelt.

Nach diesen wenigen Handgriffen kann das Model F zumindest schon einmal leuchten. Maximal möglich sind bis zu 4.000 Lumen. Das ist vergleichbar mit einer herkömmlichen 300 Watt Glühbirne bzw. 5 konventionellen Glühbirnen mit je 60 Watt. Also absolut ausreichend (wenn nicht sogar überdimensioniert) um die meisten Räume hell auszuleuchten.

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Luke Roberts – Model F – Montage

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Luke Roberts – Model F – Montage

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Luke Roberts – Model F – Montage

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Luke Roberts – Model F – Montage

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Steuerung per App

Um das Potential des Model F von Luke Roberts komplett ausschöpfen zu können, benötigt es natürlich die entsprechende App, welche meiner Meinung nach sehr einfach und intuitiv gestaltet ist.

Die Verbindung mit dem Smartphone erfolgt per Bluetooth, welche die App automatisch zur Lampe aufbaut. Das mag im ersten Moment cool und einfach klingen, hat aber zur Folge, dass jeder, der in die Reichweite der Lampe kommt, diese auch mit seinem Smartphone steuern kann!?!

Luke Roberts – Model F – besonderes Licht

Gut, hier in meinem Häuschen am Stadtrand ist es sehr unwahrscheinlich, das jemand vor meinem Fenster steht um mir das Licht auszuschalten. Aber wie sieht es da in Mehrfamilienhäusern in der (Groß-)Stadt aus? Da ist dieses Szenario gar nicht mehr so abwegig.

Über die App kann man zum einen die LEDs auf der Oberseite der Lampe steuern. Diese können in der Farbe variiert, sowie in der Helligkeit gedimmt werden. Sie eignen sich hervorragend für eine indirekte Beleuchtung, indem die Decke und ggf. umliegende Wände angestrahlt werden. Nicht farbig, sondern „nur“ zwischen 2.700 Kelvin (warmweiß) und 4.000 Kelvin (kaltweiß), erstrahlen die LEDs an der Unterseite des Model F. Auch sie können natürlich gedimmt werden.

Luke Roberts – Model F – besonderes Licht

Licht „malen“

Kommen wir nun zu der Besonderheit der Lampe. Denn statt (wie es bei Philips Hue und Co der Fall ist) alle LEDs der Lampe auf einmal zu steuern, kannst du beim Model F jede einzelne LED nach deinen Wünschen einstellen. Das mag jetzt extrem aufwendig klingen – schließlich sind es stolze 300 Stück – ist es aber nicht!
Denn dafür sorgt sie super einfache und intuitive App. Hier kannst du deine Lichtbilder ganz einfach per App malen, fast so wie früher in „Paint“ auf einem Windows PC.

Hierfür stehen zwei Kreise in der App zur Verfügung. Einer für die Oberseite und einer für die Unterseite der Lampe. In diesen kannst du die gewünschten Lichtfarben hineinmalen, die du zuvor per Farbpicker ausgewählt hast. Die Lampe setzt diese dann um und sorgt so für tolle Lichtakzente im Raum.

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Luke Roberts – Smartphone App

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Luke Roberts – Smartphone App

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Luke Roberts – Smartphone App

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Luke Roberts – Smartphone App

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Wer sich nicht kreativ betätigen möchte, greift einfach auf eine der vorgefertigten Lichtszenen zurück. Zur Wahl stehen unter anderem Spotlight (kaltweißes Licht), Chillout (blau-violette Lichtstimmung) oder Candle Light (Kerzenschein nachempfundenes Licht) – um nur ein paar wenige Lichtszenen der großen Auswahl zu nennen. Zudem kannst du deine eigenen Lichtszenen speichern und zwischen ihnen schnell und einfach hin- und herschalten. Was übrigens blitzschnell geht. Eine Verzögerung zwischen App und der Lampe ist in keinem Fall zu bemerken.

Eine Lampe mit künstlicher Intelligenz

Die Steuerung per Smartphone und App ist nett, aber eben nicht wirklich smart. Denn es wäre doch höchst unpraktisch, wenn du jedes Mal beim Betreten eines Raumes erst einmal dein Smartphone zur Hand nehmen müsstest.

Zum Glück lässt sich das Model F von Luke Roberts aber auch über den klassischen Lichtschalter an der Wand bedienen. Über die App legst du dabei fest, wie die Lampe auf die Betätigung des Schalters reagieren soll. Entweder sie schaltet eine vordefinierte Lichtszene ein, oder du lässt die Lampe selbst entscheiden, welches die aktuell beste Lichtstimmung wäre. Hierfür lernt die App über die integrierte KI (künstliche Intelligenz) vom Verhalten des Nutzers.

Nutzt man wie ich, für verschiedene Tageszeiten unterschiedliche Lichtszenen – z. B. Abends eine Ambienstimmung zum Fernsehen, nachts die indirekte Beleuchtung und morgens eine Szene mit hohem Blauanteil zum wach werden – merkt sich dies die Lampe und wählt diese dann von alleine aus, wenn man den Lichtschalter bedient. Dies funktionierte in meinem Praxistest bisher wunderbar. In den meisten Fällen hat sich das Model F für die richtige Lichtszene entschieden.
Alternativ lässt sich in der App einstellen, das man die Szenen „weiterschaltet“. Das bedeutet, sobald man das Licht aus – und wieder einschaltet, wechselt das Model F zur nächsten Lichtszene.

Sprachsteuerung mit Tücken

Eine weitere Alternative zur Bedienung von Lampen in einem Smart Home ist die Sprachsteuerung. Und natürlich darf auch diese Funktion bei einer so smarten Lampe, wie es das Model F von Luke Roberts ist, nicht fehlen!
Unterstützt wird hierbei der Sprachassistent Amazon Alexa. Möglich sind das Ein- und Ausschalten, das Dimmen sowie das Variieren der Farbe. Angelegte Lichtszenen lassen sich leider nicht per Zuruf aktivieren. Zudem wartet hier noch eine weitere Tücke…

Um die smarte Lampe per Alexa bedienen zu können, muss das Smartphone als Bridge in Bluetooth-Reichweite des Model F sein. Ist dies nicht gegeben, ist auch keine Steuerung per Sprache möglich und die Lampe ziemlich „unsmart“. Weitere Voraussetzung ist zudem, dass der Lichtschalter eingeschaltet sein muss. Logisch: denn ohne Strom funktioniert kein Licht. Aber das gilt ja auch für alle anderen smarten Leuchtmittel und Lampen.

Luke Roberts Model F im Wohnzimmer

Mein Fazit zum Model F von Luke Roberts

Das Model F von Luke Roberts ist eine im Großen und Ganzen gelungene smarte Leuchte, die das Thema auf eine neue Ebene hebt. Beeindruckend sind die hohe Lichtqualität, sowie die einfach zu bedienende App, bei der es der Hersteller geschafft hat, die Komplexität von 300 einzeln steuerbaren LEDs sehr einfach über eine Art „Malprogramm“ zu bedienen. Kompliment dafür!

Leider gibt es auch ein paar Kritikpunkte. In Sachen Konnektivität halte ich WLAN statt Bluetooth für praxistauglicher. Dann könnte die Lampe auch ohne Smartphone in der Nähe auf Sprachsteuerungen reagieren oder man diese auch von unterwegs aus kontrollieren. Auch ein integrierter Bewegungsmelder wäre klasse.

Das sind aber nur ein paar negative Punkte, die mir bei einer überzeugenden Leistung aufgefallen sind. Ansonsten ist das Teil der aktuelle Status Quo in Sachen smarter Beleuchtung. Das hat mit 699 Euro allerdings auch seinen Preis…

Diesen Blogpost hat geschrieben ...

crissxcross

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Chris, Gründer und Blogger von siio.
Gelernter IT-Systemelektroniker, seit vielen Jahren beruflich als Produktmanager im Smart Home unterwegs. Technikverliebter Familienvater, Apple Fan. Nach einigen Jahren Stadtleben wieder froh auf dem Land zu sein.

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