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Review

Türsprechanlage- Telegärtner Doorline Pro Exclusive Color im Test

by 12. Juli 2015
Postiv
  • edeles hochwertiges Desgin
  • schnelle Konfiguration via Touch
  • Anschluss von Gong & Türöffner möglich
  • Sicherheit durch Switch Box
  • Anruf von internen & externen Rufnummern
  • Vielseitiger Einsatz nicht nur im privaten Bereich
  • Negativ
  • Download von PC Software für Konfiguration notwendig
  • hoher Preis
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    Installation
    Funktionsumfang
    Bedienung
    Nutzen
    Preis-Leistung
    Fazit

    Sehr edles Design vereint mit vielen Funktionen, machen die Doorline zum Aushängeschild nicht nur für private Häuschenbauer.

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    Ding-Dong. Wir haben uns die „Doorline Pro Exclusive Color“ – das Schlachtschiff unter den Gegensprechanlagen angesehen.

    Auch wenn im folgenden Review Worte wie Touchdisplay, Konfiguration, Switch-Box und Gruppenruf fallen werden: Wir sprechen trotzdem über eine Haustürklingel. Um genau zu sein über eine Gegensprechanlage mit Türöffner Funktion.

    Ich freue mich, dass meinen Vater mir bei dem Test helfen konnte. Er kommt aus der Telekommunikationsbranche und das war an einigen Stellen bei diesem Test von Vorteil. Ich als junger Smart Homie hätte zuerst die LAN Buchse an der Doorline gesucht… Aber dazu später mehr.

    Doorline Exclusive Pro - Testpaket

    Doorline Exclusive Pro – Testpaket

    Was ist die Doorline Pro?

    Die Doorline ist eine Türklinkel mit 4,3″ TFT Touchdisplay, gefasst in ein edles Gehäuse aus Glas. Sie kann an Telefonanlagen mit einer analogen Schnittstelle betrieben werden – so geht ein interner Ruf an ein Telefon im Haus, ein Gruppenruf an mehrere Telefone im Haus, oder auf Wunsch auch ein externer Ruf (zum Beispiel an ein Handy) raus, wenn jemand vor der Tür steht und klingelt.

    Die Doorline verfügt ausserdem über ein Anschluss für einen Türöffner und bietet auch die Möglichkeit der Zugangskontrolle via PIN, also dem Öffnen der Tür per PIN Eingabe auf dem Touchdisplay.

    Ausserdem verfügt die Doorline über Features wie einen Bewegungsmelder, welcher das Display bei Annäherung aktiviert, ein Lichtsensor welcher die Helligkeit des Displays variiert, Echtzeituhr zum Steuern von Zeitabhängigen Funktionen und einer RGB LED Rahmenbeleuchtung. Konfiguriert wird die Anlage via Bluetooth.

    Trotz der vielen modernen Technik, kann auch ein ganz konventioneller Türgong angeschlossen werden.

    Unboxing & Erstkonfiguration

    Im Lieferumfang befindet sich:

    • eine Kurzanleitung
    • Aufkleber mit Notfall-PIN (wie der PUK einer SIM-Karte)
    • Telefon-Anschlusskabel RJ11
    • Switch-Box SB-442
    • Dübel, Schrauben und Spezial-Inbusschlüssel

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    Nach dem Anschluss an das Netzteil bootet die Doorline, danach gelangst du mit einen Swipe über das Touchdisplay (von links – nach rechts) zur PIN Eingabe. Sollte der PIN mal verloren gehen, gibt es noch den Notfall PIN. Dieser ist ähnlich des PUK bei einer SIM und deutlich länger als der Standard PIN.

    Danach sind im Konfigurationsmenü der Doorline folgende Einstellungen möglich:

    • Allgemeine Einstellungen
    • Klingeltasten, Beleuchtung des Rahmen
    • Display Helligkeit
    • Relaikontakt (Öffnungszeit von 1-9 Sekunden)
    • Zugangskontrolle
    • Akustik (Mikrofonempfindlichkeit und Lautsprecherlautstärke)
    • Quittungston
    • Bewegungsmelder
    • Datum / Uhrzeit
    • PIN Änderung für Konfiguration
    • … und der Werksreset.

    In dem Touchscreen Menü lassen sich über die eben genannten Menüpunkte die grundlegensten Einstellungen tätigen. So kannst du erst einmal beginnen einen virtuellen Klingelknopf anzulegen (bis zu 4 sind möglich) und diesen zu beschriften. Danach kannst du bis zu zwei Rufnummern hinterlegen, welche nach dem betätigen des eben erstellten Klingel Knopfes angerufen werden sollen. Hier kannst du interne Rufnummern hinterlegen. Das heißt, wenn du die Doorline an dem analogen Anschluss der FRITZ!Box, dem TP Link VR200 oder einer anderen Telefonanlage betreibst, so erhält jedes Gerät zum einen eine interne (meist zweistellige Rufnummer) und jedem Gerät wird eine abgehende und ankommende Rufnummer, die sogenannte MSN zugewiesen. Das ist eure externe Rufnummer mit der Ortsvorwahl + eure Nummer.

    Die Doorline kann also zum einen interne Rufnummern anrufen – so klingelt ein Telefon im Haus wenn jemand vor der Tür steht und du kannst mit ihm sprechen. Alternativ kannst du auch eine externe Rufnummer hinterlegen, wie zum Beispiel dein Handy. Optional schellt auch der Gong, wenn du einen angeschlossen hast. (also eine echte konventionelle Türklingel) ;-) Wenn deine Telefonanlage Rufweiterleitungen unterstützt, so kannst du auch ein internes Telefon 5x klingeln lassen und wenn niemand abnimmt, wird der Anruf automatisch auf dein Handy oder die Sprachbox weitergeleitet.

    Schön wäre natürlich auch, wenn mehrere, oder alle Telefone im Haus klingeln. Das ginge über die Gruppenruffunktion, wenn denn die Telefonanlage dies unterstützt. Nicht so beim TP Link und auch nicht bei der FRITZ!Box. Hier ein kleiner Hack:

    Hier habe ich eine externe Rufnummer von mir hinterlegt (MSN) welche ich im Router mehreren internen Telefonen zuordnen kann. Wenn nun jemand an der Tür klingelt geht der Ruf über extern und ruf mich quasi selbst an.

    Zu Zeiten von Flatrates funktionieren solche Umwege „im wahrsten Sinne des Wortes“ ganz gut :-)

    Übrigens geht es auch andersherum. Da die Doorline an einem analogen Port der Telefonanlage angeschlossen wird, ist Sie auch von Außen erreichbar. Du kannst Sie also „anrufen“ und „hören“ was vor der Tür los ist. Egal wo du dich gerade befindest.

    Konfiguration am PC

    Für meinen Vater als Telko Mann war es völlig normal, das man hier eine Software downloaden muss, diese auf dem PC / Notebook installiert und darüber die Konfiguration vornimmt. Generationskonflikt! Ich hätte mich versucht mit WLAN zu verbinden, da die Doorline kein LAN Port hat. Aber nein, kein WLAN, verbunden wird sich hier via Bluetooth. Ich hätte nach der einfachen Erstkonfiguration via Tourchscreen wirklich ein IP basiertes User Interface erwartet oder die Konfiguration via Smartphone, bzw. Tablet App. Letzteres hätte wirklich gut gepasst, da gefühlt 99,9% aller Tablets und Smartphones Bluetooth an Board haben.

    Doorline Exclusive Pro - Firmwareupdate

    Doorline Exclusive Pro – Firmwareupdate

    Nach der ersten Verbindung mit der PC Software via Bluetooth bekommst du direkt die Meldung, dass es eine neue Firmware gibt. Kein Problem, diese kannst du auf http://www.telegaertner-doorline.de/de/support.html herunterladen. (Der direkte Link ist nur über des Konfig-Tool erreichbar. Achtung – vorher die richtige Anlage auswählen!) Danach stehen hier einige Detail Konfigurationen via Software zur Verfügung, welche du auf der Touchscreenoberfläche nicht zur Auswahl hattest. Wie zum Beispiel:

    1. Displayfarbe und Bilder
    2. Bilder/Grafiken/Sounds

    Das Display kann die Klingeltasten in acht verschiedene Designs darstellen. Natürlich sind Formatierungen wie: zentrieren, links, rechts – Ausrichtung des Klingelknopfes individuell möglich. Auch ein Hintergrundbild im Standby ist möglich. Praktisch als Infobild denn die Doorline Pro ist mit ihrem Leistungsumfang nicht nur für den privaten Einsatz sinnvoll. So könnte die Doorline auch in Apotheken oder bei Ärzten eingesetzt werden. Das Standby Bild könnte dort die Öffnungszeiten oder den nächsten Bereitschaftsdienst anzeigen.

    Auch für Bürogemeinschaften eignet sich die Doorline perfekt. Wie gesagt, bis zu vier Klingeltasten sind darstellbar und der Ruf kann an mehrere Telefone geleitet werden. So erspart man sich ggf. die Empfangsdame.

    Installation

    Wieviel Adern brauch ich eigentlich, um alle Funktionen der Doorline nutzen zu können?

    1. 1 Adernpaar, also 2 Adern um die Doorline selbst mit Spannung zu versorgen (+/-)
    2. (optional) 1 Adernpaar, also wieder 2 Adern für den Gong (Hausklingel)
    3. (optional) 1 Adernpaar, (2 Adern) für den Türöffner (Relais)
    4. 1 Adernpaar, (2 Adern) für die Telefonverbindung (analoge Schnittstelle)

    Die Installation ist für einen technisch versierten Menschen nicht unmöglich, es sollten aber Grundkenntnisse der Elektrik vorhanden sein. Wer Angst hat etwas zu zerstören, dem sei gesagt: „Doch lieber den Fachmann holen. Bei dem Anschaffungspreis (übrigens 900 Euro) sollten die 50 Euro für den Elektriker nicht zu schade sein.

    Zu dem Türöffner sei folgendes gesagt: Hierbei handelt es sich um nichts weiter als ein Relais, also ein Kontakt der geöffnet oder geschlossen wird. Es ist für Menschen mit Kenntnissen zu der Anlage also ein Kinderspiel, die Doorline von der Wand zu entfernen und die beiden benötigten Drähte kurz zuschließen.

    Als Manipulationsschutz empfiehlt es sich daher, die optional erhältliche „Switchbox“ einzusetzen. Dann sind statt der 2 Adern, 4 Adern notwendig, jedoch ist dann die Gefahr der Sabotage abgewandt. Ausserdem ermöglicht es diese Box, bis zu 4 Wohnungen unabhängig an die Türsprechanlage anzuschließen. Damit wird zwischen Türsprechanlage und Switchbox ein Bus betrieben. (siehe mehr auch in den FAQ Telegärtner)

    Alltagstest

    Für die ersten Besucher war es etwas ungewohnt, doch beim zweiten Mal geht man zielsicher an die Doorline heran und findet den Klingeltaster.

    Der Betrachtungswinkel, man kennt es von TFT Monitoren, wenn man seitlich schaut verfälscht es die Farbe und wenn der Winkel zu groß ist sieht man gar nichts auf dem Display. So auch bei der Doorline. Hier wäre eine Anbauhöhe von 1,20 oder höher ideal, da man die Doorline aber meist nachrüstet hat man hier wenig Einfluss darauf. Auch bei Sonneneinstrahlung ist es teilweise schwierig etwas auf dem Display zu erkennen, man kennt dies von Handy oder glänzenden Notebookdisplays.

    Nach einiger Zeit geht das Display in den Standby und ist Dunkel. Dank Bewegungssensor schaltet das Display wieder zu sobald sich jemand der Doorline nähert. Aber hierbei muss der Besucher direkt auf die Doorline zulaufen, wenn der Besucher von der Seite kommt, geht es erst an wenn er die Hand dorthin führt. Ein größerer Winkel des Bewegungssensors wäre super.

    Alles in allem sehr cool, der Preis ist heftig, denn der liegt hier im Rahmen eines guten Fernsehers.

    Fazit

    Wenn die Installation geschafft ist und die Doorline funktioniert, macht sie schon einen starken Eindruck. Die Einstellungen am Touchdisplay sind sehr komfortabel und die Funktionen wie Zugangskontrolle via PIN super praktisch. So kommt man auch ins Haus hinein, wen man mal den Schlüssel vergessen hat. Hier hätte ich noch eine kleine Anmweung: Schön wäre beim Tastenfeld für die Zugangskontrolle schwarze Schrift auf weißem Untergrund, dies würde die Lesbarkeit deutlich erhöhen – denn in der aktuellen Version ist die Schrift gelb auf weißen Untergrund.

    Die Möglichkeit nicht nur interne Telefone anzurufen, sondern auch von unterwegs mit dem Besucher an der Tür zu sprechen ist ein tolles Feature, welches die Doorline Pro vor allem für den gewerblichen Einsatz interessant macht. Das Design ist sehr edel und für den Preis angemessen. Bei der Konfiguration würde ich mir statt PC Software eine App basierte Lösung wünschen. Das Sicherheitskonzept mit der Switch Box überzeugt und zeigt das man sich bei Telegärtner wirklich Gedanken gemacht hat. Die Doorline Excusive Pro Color findest du hier in schwarz, weiss, steel und anthrazit.

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    crissxcross
    Chris, Gründer und Blogger von siio. Gelernter IT-Systemelektroniker, seit vielen Jahren beruflich als Produktmanager im Smart Home unterwegs. Technikverliebter Familienvater, Apple Fan. Nach einigen Jahren Stadtleben wieder froh auf dem Land zu sein.
    • Weiser
      22. Januar 2018 at 9:38

      Im praktischen Betrieb der Doorline Pro gibt es erhebliche Probleme:
      – das Display ist unempfindlich, die Besucher drücken nur vorsichtig drauf und es Klingelt nicht! Ich habe deshalb eine „Notklingel“ mit normaler mechanischer Klingeltaste daneben angebracht ( Ergänzen mit mechanischer Taste geht trotz I/O Box nicht),
      – in ihrer Verzweiflung streichen die Besucher über das Feld und wundern sich über das Zahlenfeld was dann erscheint,
      – und im Winter mit Handschuhe geht es gar nicht.

      Also wieder abbauen!
      Grüße,

    • Helmut Gohlisch
      10. Oktober 2018 at 19:45
      Negativ

      Bedienung mit Handschuhen im Winter nicht möglich. Schade, aber Ausschlusskriterium.
      Ein Zusatzanschluss für einen mech. Klingeltaster wäre dringend erforderlich.

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      Bedienung

      Bedienung mit Handschuhen im Winter nicht möglich. Schade, aber Ausschlusskriterium.
      Ein Zusatzanschluss für einen mech. Klingeltaster wäre dringend erforderlich.

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