Yeedi vac Hybrid – der Yoda der Saugroboter im Alltagstest

Geschrieben von crissxcross
  • Bedienung
  • Funktionsumfang
  • Installation
  • Nutzen
  • Preis/Leistung
4.2

Zusammenfassung

In der Preiskategorie “Saugroboter biss 300 Euro” konnte der Yeedi Saug- und Wischroboter mit einer strukturierten, intuitiven App überzeugen. Die Saugleistung ist gut und die “Wischoption” bietet ein gutes Finish auf Hartböden.
Für das Geld gibt es einen Roboter mit Orientierung im Haus, Sperrzonen – sogar getrennt für Saugen- und Wischen getrennt definierbar, Zeitpläne und die Möglichkeit Räume gezielt reinigen zu lassen.
Nur der Akku hätte für unseren Geschmack etwas größer ausfallen können.

Pro

  • App intuitiv
  • Karte wird zuverlässig gezeichnet
  • Sperrzonen seperat für Wischen und Suagen definierbar
  • Teppicherkennung
  • Saugstärke und Wasserdurchfluss per App steuerbar
  • optional Saugstation nachrüstbar

Kontra

  • Akku im normalen Betrieb macimal 50 Minuten

Hier ist wieder mal ein Roboter aufgetaucht, der staubsaugen als auch zu wischen vermag.
Anders als die bisher hier getesteten Roboter navigiert er über ein „Visual-Navigationssystem“.
Was das heißt und wie gut er putzt, das liest du hier.

Den Saug- und Wischroboter den wir uns hier ansehen hört auf den Namen „Yeedi vac hybrid“ und hat eine Saugleistung von 2.500 Pa.

Damit liegt er fast gleich mit dem Roidmi Saugroboter auf, den ich zuletzt hier getestet hatte.
Wir hatten uns aber auch schon Modelle mit wahnsinnigen 4.000 PA angesehen – wie zum Beispiel den Tesvor.

Yeedi Hybrid – Saug- und Wischroboter

Aber das nur mal an Rande, damit du weißt, in welcher Kategorie wir den Saugroboter einzuordnen haben.

Apropos einordnen: In der Preisklasse gehört er in die 300 Euro Schublade, wobei ich Ihn in den letzten Tagen schon mal in einem Blitzangebot bei Amazon für 250 Euro gesehen hatte.
Preislich also eher so günstige Mittelklasse.

Packen wir den Yeedi – oder wie er bei uns in der Familie genannt wird: „Yoda“ – erst einmal aus.

Lieferumfang des Yeedi Roboters

Transparenzhinweis: Der Saugroboter wurde mir für den Testzeitraum kostenlos und ohne Auflagen vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Yeedi hat keinerlei Einfluss auf diesen Beitrag genommen, er entspricht meiner subjektiven Meinung zu dem Produkt.

#unboxing

Die schlanke Box kommt recht übersichtlich daher.
Der Mr. Yoda aka yeedi vac hybrid ist in einen Stoffbeutel gehüllt und nicht wie bei anderen Herstellern gängig in Plastiktüten verpackt.

Unboxing des Yeedi Hybrid Saugroboters

Auch die Ladestation ist logischerweise mit dabei und was mir hier sehr gut gefallen hat, sie hat Platz, um das überschüssige Kabel aufzuwickeln.
So liegt keinerlei Kabel neben der Ladestation das nicht nur unschön aussieht, sondern auch eine potenzielle „Falle“ für den Saugroboter darstellt.

Ladestation des Yeedi Roboter mit Kabelmanagement

Auch im Lieferumfang, das Benutzerhandbuch, die Seitenbürste die noch auf den Saugroboter aufgesteckt werden muss und der Wassertank inkl. Wischplatte und Wischlappen.

Der Yeedi Roboter kann optional auch wischen

Der Aufbau des Roboters ist sehr interessant anders, als bei seinen Konkurrenten.
Während viele Roboter mit Kombitanks daherkommen, welche den Staubbehälter und den Wasserbehälter enthalten, ist dies beim Yeedi getrennt.

Der 240ml kleine Wassertank wird hinten an den Roboter als eine Art Erweiterung angesteckt und der 450ml große Staubbehälter sitzt „unter der Haube“.

Staubbehälter des Yeedi hybrid unter der Haube

Im wahrsten Sinne des Wortes. Hierfür muss die Abdeckung des Roboters aufgeklappt werden, um dann den Staubbehälter entnehmen zu können. Der Tragegriff ver- und entriegelt zugleich den Behälter im Roboter.
Cool gelöst!

Der Tragegriff entriegelt den Staubbehälter des Yeedi

Das Entleeren geht auch recht einfach, da die gesamte Front des Staubbehälters geöffnet werden kann.

Staubbehälter Front kann komplett geöffnet werden zum Entleeren

So, nun will der Roboter aber erst einmal mit unserem heimischen WLAN verbunden werden.
Schreiten wir also zu Installation…

#Installation

Schalten wir den Roboter dafür einmal ein. Auch dieser Hauptschalter befindet sich unter der Haube und nicht wie bei den meisten Geräten auf der Unterseite oder seitlich des Roboters. Der Hauptschalter ist unter der Klappe auch gar nicht zu übersehen, denn das rot schreit einen förmlich an.

Hauptschalter, ebenfalls unter der Klappe

Danach heißt es App aus dem iOS oder Android App Store laden und just mit der Einrichtung zu beginnen.

Anders als bei Robotern die wir bisher getestet haben, kann hier die gesamte Einrichtung in einem Ruck durchlaufen werden, ohne das man sich zuvor mit dem WLAN des Roboters (Hotspot) verbinden muss. Denn hier kommt erstmalig die Kamera zum Einsatz, über welche der Roboter später auch navigiert.

Alle Informationen, die du zu deinem heimischen WLAN in der App eingibst – also SSID und Passwort, packt die App am Ende der Installation in einen QR-Code. Der wird dann auf deinem Handy angezeigt und du hältst das Display des Handys über die Kamera des Roboters.

So kann dieser die Informationen lesen und sich mit deinem WLAN Netzwerk verbinden.
Voila – geschafft.

#Erste Fahrt

Dann will Yeedi einmal durch die ganze Wohnung fahren, um eine Karte davon zu zeichnen.

Der Xeddi Roboter erkundet die Wohnung und zeichnet eine virtuelle Karte

Dabei orientiert er sich mithilfe der Kamera über die Decke. Das tut der Roboter, da er davon ausgeht, dass die Decke den identischen Grundriss hat, wie die Bodenfläche – was ja meistens auch zutrifft.

Yeedi Saugroboter mit optischer Navigation

Wir hatten ja schon mal den Conga Wischroboter im Test, welcher eine Frontkamera besessen hat und so zwischen Gegenständen wie Schuhe oder Kabeln und Haustieren unterscheiden konnte und diese Hindernisse dank der optischen Erkennung umfahren hat.

Der Yeedi kann das nicht. Andere Dinge als die Decke kann diese Kamera nicht erfassen, da sie nach oben zur Decke gerichtet ist.

Der Yeedi Roboter findet automatisch alle Räume

Für die erste Fahrt würde ich empfehlen, die Saugleistung auf „Minimum“ zu stellen, um die Reichweite des Akkus zu maximieren. Denn das ist der erste Minuspunkt, den ich hier anbringen muss: Der Akku. Während des gesamten Testzeitraums, hat es der Roboter nicht geschafft unsere erste Etage mit 120 m² in einem Durchgang zu reinigen.

Auch die Suagleistung lässt sich via App anpassen

Es sei jedoch erwähnt, dass der Roboter bei schwachen Akku an die Ladestation zurückfährt und seinen Reinigungsauftrag nach Laden des Akkus automatisch an jener Stelle fortsetzt, wo er zu letzt aufgehört hat.

Auch zu erwähnen sei, dass in der App eine Batterie als Symbol angezeigt wird, dessen Status man erahnen und schätzen kann. Jedoch steht nirgends eine konkrete Angabe in Prozent, wie voll oder leer der Akku denn gerade ist.

Er fährt automatisch zur LAdestation und setzt nach dem laden seine Arbeit fort

Aber zurück zur Einrichtung. Damit waren wir ja noch nicht ganz fertig. Denn wenn der Roboter die Wohnung erkundet hat, steht dir in der App eine bunte Karte zur Verfügung. Die Räume unterteilt er perfekt – soll heißen, er erkennt sehr genau, wo ein neuer Raum beginnt. Das hatten wir bei anderen Tests schon deutlich schlechter gesehen und mussten dort manuell in der App die Räume neu unterteilen.

Aber hier klappt das wirklich grandios.
Dann kannst du den Räumen Namen geben. Dank der Karte stehen nun raffinierte Funktionen zur Verfügung…

#im Alltag

Zu den Funktionen, die nun dank der Karte zur Verfügung stehen zählen zum Beispiel:

#Reihenfolge der Reinigung

Man kann in der App festlegen, in welcher Reihenfolge die Räume gereinigt werden sollen.

Startet der Roboter beispielsweise abends seinen Reinigungsvorgang, so kann er dies im Wohnzimmer beginnen, während man gerade in der Küche zu Abend isst. Geht man danach ins Bad duschen, fährt der Roboter durch den Flur und durch die Küche. So lässt sich der Putzplan perfekt in den Einklang mit dem Alltag bringen.

Teppicherkennung: Der Yeedi erhöht automatisch die Saugleistung

Auch in den Zeitplänen kann festgelegt werden, welche Räume der Roboter reinigen soll und in welcher Reihenfolge. Dabei können mehrere Zeitpläne definiert werden um den Roboter mehrmals am Tag oder eben zu unterschiedlichen Wochentagen reinigen zu lassen.

Per App kann die Saugleistung in drei Stufen von Minimal bis maximal variiert werden. Das gleiche geht dann auch bei der Wassermenge, wenn der optionale, 240ml kleine Wassertank angesteckt ist. Hier kann die Wasserdurchflussmenge ebenfalls in drei Stufen variiert werden, was im Test sehr gut funktioniert hat.

Überrascht war ich vom Wischaufsatz, der recht „dick“ ist. Nicht so ein dünner Lappen wie bei den anderen, bisher getesteten Robotern. Auch die Wasserverteilung über den Wischlappen ist sehr gleichmäßig.

Natürlich muss man auch hier, wie bei allen anderen getesteten Robotern, die keine mechanische Kraft oder Bewegung auf den Wischlappen ausüben sagen: Es ist kein echtes wischen. Es zahlt aber bei Hartböden auf ein super „finish“ ein. So wird der letzte Staub und kleinere Flecke beseitigt. Groben Schmutz kann man mit einem angefeuchteten Lappen, der vom Roboter hinterhergezogen wird, eben nicht sinnvoll beseitigen.

gerademal 7,8cm hoch

Nichtsdestotrotz muss ich sagen, macht Yoda – also Yeedi seinen Job in dem Punkt sehr gut.

Und noch etwas funktioniert im Alltag sehr gut, und zwar die Teppicherkennung in zweierlei Hinblick:

  1. Fährt der Saugroboter im „nur Saugen“ Modus über einen Teppich, erhöht er die Saugleistung automatisch auf Maximal. Im Alltag hat diese Erkennung perfekt, schnell und zuverlässig funktioniert.
  2. Im Wischmodus konnte ich es nicht einmal nachvollziehen, dass er auf den Teppich hinaufgefahren ist. Er meidet also in diesem Modus Teppiche und Läufer. Das habe ich bei anderen Modellen, wie zum Beispiel den Proscenic Geräten so nicht beobachten können. Jene sind mit dem nassen, dreckigen Lappen auf die Teppiche gedonnert, was zu einem sehr unschönen Ergebnis geführt hat.

Das bringt mich direkt zur nächsten coolen Funktion, den Sperrzonen.

#Sperrzonen

Jene Funktion – die sogenannten „no-go-Aereas“ finden wir inzwischen bei allen Robotern die sich im Raum zu orientieren wissen.
So können auch hier Bereiche in der App eingezeichnet werden, die der Roboter bei seiner Reinigung auslassen soll.
Besonders smart ist hier, dass man die Sperrzonen für „nur saugen“ und „wischen“ gesondert definieren kann.
Was mir hingegen etwas missfallen hat, ist die Tatsache das der Roboter mit dem nassen Wischaufsatz zum Schluss an der Ladestation steht.

Wasserdurchluss per App regulierbar

Zwar spricht der Roboter laut und deutlich in einem guten Deutsch mit einem und weist darauf hin, dass man den Wischaufsatz sofort entnehmen soll, doch hätte ich mir hier bei der Station eine Plastikunterlage gewünscht. Damit der Roboter nicht mit dem nassen Lappen auf dem Laminat steht.

Okay, findet die Ladestation im gefliesten Bad, Küche oder Flur ihren Platz ist das auch nur halb so wild.

Der Wischmodus ist ein gutes Finish beim saugen

Apropos Deutsch – sehr positiv ist mir die wirklich gut übersetzte App aufgefallen. Rechtschreibung und Grammatik stimmen hier durchgehend. Das ist ja immer wieder einer meiner Kritikpunkte bei den anderen getesteten Robotern aus Übersee gewesen.

#Fazit

Mister Yoda macht seinen Job wirklich gut. Bedenkt man, dass wir uns in der Kategorie „bis 300 Euro“ befinden, bekommt man hier einen Saug- und Wischroboter mit Orientierung im Raum, No-go-Areas, definierbarer Reihenfolge der zu reinigenden Räume, einstellbare Saugleistung per App und Steuerung der Wasserdurchflussmenge.

In Summe ein wirklich klasse Gerät mit einer ordentlichen und intuitiven App. Auch die Ersteinrichtung ist klasse gelöst.
Optional kann man sogar, statt der Ladestation eine Absaugstation hinzukaufen, was den doch relativ kleinen 450ml umfassenden Staubbehälter kompensiert.

Das Konzept den Behälter unter die Haube zu packen gefällt mir, sowie auch, dass Wasserbehälter strikt von Staubbehälter getrennt ist.
Die Akkuleistung könnte für meinen Geschmack etwas höher ausfallen, ist für 2-3 Raum Wohnungen aber ausreichend und das Problem macht der “Kleine” wet, indem er nach dem aufladen an jener Stelle weitersaugt, wo er aufgehört hat..

Von siio gibt es eine klare Kaufempfehlung.

Diesen Blogpost hat geschrieben ...

crissxcross

Chris, Gründer und Blogger von siio.
Gelernter IT-Systemelektroniker, seit vielen Jahren beruflich als Produktmanager im Smart Home unterwegs. Technikverliebter Familienvater, Apple Fan. Nach einigen Jahren Stadtleben wieder froh auf dem Land zu sein.

2 Kommentare

  • Moin, ich darf hier einfach nicht mehr reinschauen :-)
    Erst Solarpannel, dann der Yeedi….habe den vac max bestellt, gab es bei Amazon mit 80,-€ Gutschein für 230.-.
    In Betrieb genommen und hoch zufrieden. Kartenerstellung hat ein bisschen gedauert, man sollte doch dabei bleiben, da er eventuell Türen zudrückt.
    Top Gerät und löst jetzt meinen alten Chaos Sauger ab, der 3 Jahre für 130,- durch die Wohnung gegeistert ist.
    Alles ist so wie oben von Dir beschrieben. Daumen hoch und Danke
    Viele Grüße

  • Toller Test
    Wie kommt er denn mit Esszimmerstühlen oder Sessel mit dünnen Metallbeinen klar? Beim Dreame D9 Max hast du geschrieben daß der das nicht so gut kann!
    Fährt er sich unter dem Sofa fest?
    Vielen Dank schon mal für die Antwort
    Viele Grüße

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