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So machst du dein Schlafzimmer smart

crissxcross
Geschrieben von crissxcross
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Im Schnitt verbringen wir rund acht Stunden am Tag im Schlafzimmer. Doch während Wohnzimmer, Küche, Flur und Co bereits mit allerhand smarter Technik wie Lichtsteuerung, Sprachassistenten und Co ausgestattet sind, bleibt das Schlafzimmer oft auf der Stecke.

Aber warum ist das so? Und welche Smart Home-Geräte und smarten Gadgets machen im Schlafzimmer überhaupt Sinn? Genau das habe ich mir für dich genauer angeschaut!

Welche Gadgets brauccht ein smartes Schlafzimmer?

Welche Smart Home Gadgets verwendest du eigentlich im Schlafzimmer, oder welche cleveren Routinen “feuerst” du beim zubett gehen ab?
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Smarter Nachtschrank

Beginnen wir bei dem kleinen und unscheinbaren Schränkchen, der wohl neben den meisten Betten zu finden sein dürfte – der Nachtschrank. Er bietet die ideale „Spielfläche“, um die ersten smarten Gadgets in dein Schlafzimmer zu integrieren.

Its magic: Smartphone wird ohne Kabel geladen

Bei vielen liegt nachts sicherlich das Smartphone auf dem Nachttisch, um (wie wir) über Nacht die Akkus wieder aufzuladen. Doch statt nervig mit einem Kabel herumzuhantieren, unterstützen die meisten modernen Smartphones heute das kabellose Laden (Induktion). Und genau das kannst du dir auf dem Nachttisch zunutze machen

Ein wohlbekannter schwedischer Möbelgigant bietet z. B. Tischlampen und Möbelstücke mit integrierter Induktionsladefläche an. Aber es muss ja auch nicht immer gleich ein neuer Nachttisch sein. Viel cooler und individueller ist es, wenn du ein Induktionsladegerät in deinem Nachtschrank integrierst.

Die gibt es bereits für um die 25 Euro zu kaufen und lassen sich dann mit etwas handwerklichem Geschick und dem nötigen Werkzeug (Lochkreissäge für Bohrmaschine oder Akkuschrauber) im bestehenden Möbelstück versenken. Das nervige Kabel ist weg, du musst nur noch ganz lässig dein Smartphone auf die entsprechende Fläche im Nachtschrank legen. Schon wird das Gerät über Nacht geladen.

Mit einer Lochkreissäge lassen sich die Einbau Module einfach “versenken”

Und wenn du schon beim Basteln bist, kannst du bei Interesse auch gleich weiter machen. Denn auch der Sprachassistent Alexa lässt sich über einen Echo Dot in den Nachtschrank einbauen. Hierfür gibt es bei verschiedenen Online-Shops metallgefräste Einbauhalterungen, die du auf gleiche Weise in deinem Nachtschrank versenken kannst.

So kannst du Alexa unter anderem als Wecker nutzen und hast einen Smart Speaker zum Sprachsteuern des Smart Home direkt am Bett. Einzig als Entertainment-Gerät taugt der kleinste Echo nur bedingt. Hier solltest du besser einen externen Lautsprecher per Bluetooth koppeln.

Sauber, aufgeräumt, nichts steht rum

Lichtsteuerung im Schlafzimmer

Klar, das Thema smarte Beleuchtung ist für viele mehr oder weniger der Einstieg ins Smart Home. Und es ist ein leichtes, eine Deckenlampe mit einem smarten Leuchtmittel von Philips Hue und Co auszustatten. Doch so richtig smart ist das dann noch lange nicht. Aber es ist die Grundlage für viele sinnvolle Anwendungen rund um die Beleuchtung im Schlafzimmer.

Zigbee LED Stripe von Osram

Wer keinen Lichtschalter direkt am Bett hat, was vermutlich auf viele zutrifft, der packt sich einfach einen smarten Bewegungsmelder (z. B. den NodOn EnOcean Motion Sensor) unter das Bett. Sobald du einen Fuß in Richtung Boden streckst, um den nächtlichen Klogang zu erledigen, erkennt dieser die Bewegung und leuchtet dir den Weg – garantiert kein angestoßener kleiner Zeh mehr, weil du im Dunkeln wieder über irgendetwas gestolpert bist.

Siehe unten – Bewegungsmelder am Bett erspart rumgestolper im Dunkeln

Aber das reicht natürlich noch lange nicht. Einfach nur das Deckenlicht per Bewegungsmelder einzuschalten ist so gar nicht smart – „Hallo-Wach-Effekt“ lässt grüßen und der Partner oder die Partnerin nebendran dürfte auch gleich mit senkrecht im Bett stehen. Abhilfe schafft es hier, dass die Lampe nachts nur sehr stark heruntergedimmt angeht. Das kannst du natürlich über eine Automatisierung mit fest hinterlegten Zeiten regeln. Aber wer zu unregelmäßigen Zeiten ins Bett geht, hat hier das Nachsehen.

NFC Tags machen das Smartphone zum Schalter

Die Lösung ist der Zustand des Smart Home. Genau dies kannst du über ein Smart-Home-System wie homee und die dazugehörige App regeln. Aber es geht auch anders und ohne Aufruf einer App vor dem Schlafengehen. Die Lösung sind NFC-Sticker, die du auf deinem Nachttisch aufklebst.

NFC Tag direkt neben dem Induktionsladegerät

Hast du ein NFC-fähiges Smartphone (das sind heute die meisten), kannst du über diesen Sticker eine Automation aufrufen, z. B. über Siri-Kurzbefehle in Zusammenspiel mit homee. Dann wird dein Smart Home automatisch auf „schlafend“ gesetzt, wenn du dein Smartphone auf den Nachtschrank (und die Ladefläche) legst. Und du sorgt so dafür, dass nachts die Schlafzimmerbeleuchtung nur stark heruntergedimmt angeht, wenn der Bewegungsmelder unter dem Bett auslöst.

Via Apples “Shortcuts” lassen sich Routinen mit NFC Tags erstellen

Gute Luft zum Schlafen

Für einen guten und gesunden Schlaf ist die Luftqualität essentiell. Wann der beste Zeitpunkt zum Lüften ist, kann ein Raumklimasensor wie die Netatmo Wetterstation überwachen. Verbindest du sie mit einer Smart-Home-Zentrale wie homee, kannst du zudem Licht sprechen lassen, wann es mal wieder Zeit für Frischluft ist.

Netatmo misst die Luftqualität im Schlafzimmer

Als Beispiel kannst du hierfür einen RGB-LED-Stripe hinter dem Bett verwenden. Dieser kann Millionen von verschiedenen Farben anzeigen. Verknüpfst du ihn mit dem Raumluftsensor und homee, zeigt er dir die aktuelle Luftqualität an.

LED Stripe signalisiert Luftqualität im Ampelsystem

Bei mir leuchtet er im Ampelschema für zehn Sekunden nach dem Anschalten, um mir die derzeitige Luftqualität zu signalisieren. Liegt der gemessene CO2-Gehalt über 1.000 ppm, so erstrahlt der LED-Stripe als Warnung in Gelb. Bei über 1.400 ppm erstrahlt er in Rot, um mir zu signalisieren, dass ich dringend lüften muss. Und da du die Netatmo Wetterstation mit bis zu drei Innenmodulen ausstatten kannst, lässt sich so auch eine Überwachung von anderen Räumen (z. B. Kinderzimmern) realisieren.

Ein Blick hinter die “Kulissen”

Hast du smart geschlafen?

Auch der Schlaf selbst lässt sich heute smart überwachen bzw. Neudeutsch „tracken“. Möglich macht dies der Schlaftracker Nokia Sleep.

Hierbei handelt es sich um eine Sensormatte, die du auf Höhe deines Brustkorbs unter deine eigene Matratze legst. Dort zeichnet sie dann während deines Schlafes deinen Herzschlag, deine Atmung sowie dein Schlafverhalten auf. Die Auswertung bekommst du am nächsten Morgen auf die dazugehörige App und kannst dann sehen, wie gut und tief du geschlafen hast und ob du geschnarcht hast.

Das ist ganz nett, aber Nokia Sleep kann noch mehr. Denn das Teil verfügt über eine Anbindung an die Automatisierungsplattform IFTTT. So lässt sich die Matte auch als Sensor nutzen, um dein Smart Home auf den Zustand „schlafend“ zu setzen – nämlich genau dann, wenn du dich ins Bett legst.

Damit ist Nokia Sleep eine Alternative zu dem weiter oben beschriebenen NFC-Sticker – allerdings mit einem Haken. Sollten deine Kinder mal im elterlichen Schlafzimmer herumtoben oder der Hund seinen Mittagsschlaf aufs Bett verlegen, schaltet sich auch dann dein Smart Home „schlafend“. Je nach Verknüpfung verriegelt dann z. B. das Smart Lock und das Licht schaltet sich nur noch gedimmt ein…
Mehr zu der Sensormatte findest du hier in meinem Testbericht: Nokia Sleep Tracker mit WLAN und IFTTT im Test

smartes Licht im Schlafzimmer und aufgeräumter Nachttisch

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crissxcross

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Chris, Gründer und Blogger von siio.
Gelernter IT-Systemelektroniker, seit vielen Jahren beruflich als Produktmanager im Smart Home unterwegs. Technikverliebter Familienvater, Apple Fan. Nach einigen Jahren Stadtleben wieder froh auf dem Land zu sein.

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