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Review

Almond+ : Die Sahnekirsche unter den Mandeln im Test

YESLY Smart Home
by 13. Februar 2016
Postiv
  • Sehr leichter Aufbau
  • Einfache Installation
  • Intuitive Bedienung
  • Ansprechende und hochwertige Optik
  • Umfassende Bedienungsmöglichkeiten
  • Software läuft sehr stabil (3 Wochen ohne Probleme)
Negativ
  • Beta-Status in einigen Bedienfeldern
  • Hoher Preis für den aktuellen Beta-Status (Amazon 249,00 Euro)
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Es ist Winter und morgens nach dem Aufstehen ist die Heizung im Bad kalt. Bis es warm wird, dauert es in der Regel genau so lange, bis man mit der Dusche und dem Zähneputzen fertig ist. Also muss man die Heizung die ganze Nacht laufen lassen, damit es morgens dann angenehm warm ist? Nein, das geht doch auch smarter…

Mit einem 3-Minuten Touchscreen-Setup-Versprechen kommt die gelbe Almond+ Box daher, darin verpackt ein etwa 19 x 14 x 4 cm großes Gerät mit Touchscreen und Wandhalterung oder Ständer. Woher der Name Almond kommt (engl: Mandeln; man wird es wahrscheinlich auch nie erfahren) ist allerdings schwer ersichtlich. Alle Anschlüsse befinden sich auf der Rückseite, sodass es sich sehr dekorativ aufbauen lässt, ohne lästige Kabelwirwarr zu verursachen. Netzteil einstöpseln, LAN-Kabel an den bestehenden Router anschließen und schon kann es losgehen (Almond+ wird hier ohne die Routerfunktion genutzt).

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Almond+ Zentrale

Der Touchscreen mit einer Bedienoberfläche, die an Windows 8 erinnert, leitet einen durch alle notwendigen Schritte. Absolut für Einsteiger und Neulinge im Bereich Smarthome geeignet!

Superleicht ist das Hinzufügen neuer Geräte aus dem Z-Wave und ZigBee HA 1.2 Standards. Auf dem Touchscreen einmal unten links auf „Add Sensor“ klicken und Almond+ findet noch nicht verbundene, strombetriebene Geräte. Batteriebetriebene Geräte müssen kurz aufgeweckt werden. Einfach auf Connect drücken und kurz darauf wird einem eine euphorische Mitteilung zur erfolgreichen Verbindung gemacht, unter der direkt der Name des Devices ausgewählt werden kann.

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Horray!

Ergänzt wird das Touchfeld um eine Web-Oberfläche und eine App, mit Hilfe dessen verschiedene Einstellungen und Bedienungen vorgenommen werden können. Die App kann nach einer kurzen Registrierung auch außerhalb des eigenen Netzwerk genutzt werden, sodass alle Geräte auch von unterwegs gesteuert werden können.

Die App ermöglicht die Bedienung der eingebundenden Geräte, hier zum Beispiel das Danfoss living connect Thermostat, zwei belkin wemo LED Lampen und eine Greenwave PowerNode Steckdose. Alle Devices können aus der App heraus umbenannt und mit einem Standort versehen werden, das erleichtert bei einer Vielzahl von genutzten Geräten die Bedienung doch erheblich.

interface

Links: Die Weboberfläche Rechts: Die App

Das Thermostat kann direkt eingestellt werden, bisher allerdings nur in F°. Eine Umrechnungstabelle von F° in C° ist im Netz jedoch schnell gefunden. Die Lampen können neben der An/Aus-Funktion über die App auch gedimmt werden, hier kommt es bei zu geringer Änderung der Prozentzahl jedoch zu keiner Veränderung, da hilft es die Zahl einmal deutlich zu erhöhen und dann auf den gewünschten Wert einzustellen. Hier handelt es sich wohl noch um einen kleinen Bug. Die Steckdose kann ebenfalls an und ausgeschaltet werden, wobei hier die Strommessfunktion der Steckdose leider nicht funktioniert.

Interessant wird es bei der Weboberfläche, mit Hilfe derer auf sehr einfache Art und Weise Regeln und Szenen vergeben werden können. Programmierkenntnisse sind dabei keine erforderlich. Beides befindet sich derzeit noch in der Beta-Version, wie oben zu erkennen ist.

Für die ursprüngliche Problemstellung des kalten Badezimmers kommt hier die entscheidende Komponente ins Spiel. So kann über Regeln zum Beispiel festgelegt werden, dass von Montag bis Freitag die Heizung um 06:00 Uhr morgens auf 24 C° (hier funktioniert es in Celsius) eingeschaltet werden und um 07:00 Uhr wieder ausgeschaltet werden soll, bzw. auf einen geringen Wert gestellt werden soll (hier: 10 C°). Alle vergebenen Szenarien können einzeln benannt und aktiviert / deaktiviert werden.

Unter den Szenen lässt sich beispielsweise einstellen, dass beide Lampen gleichzeitig gedimmt werden sollen, wenn die Szene ausgeführt wird.

szenen

Regeln im Almond+

Sowohl die Szenen, als auch die Regeln lassen sich bisher nur über die Web-Oberfläche bedienen, nicht über die App. Dies liegt höchstwahrscheinlich an dem Beta-Status. Aber vielleicht kommt das ja noch. Zusammenfassen lässt sich auf jeden Fall, dass sich in weniger als einer Stunde Gesamtaufwand alle notwendigen Einstellungen vornehmen lassen: Die Installation von Almond+, die Verbindung zu allen 4 Geräten herstellen und die Regeln zu programmieren, App einzurichten und erste Versuche zu starten.

Sollten die aufgezeigten Probleme behoben und die Software weiter aktualisiert werden, dann kann der Almond+ zu einem guten bis sehr guten Smarthome für Einsteiger werden.

[youtube url=“https://www.youtube.com/watch?v=b_ex4rbxAf4″]

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About The Author
dredreokocha
Moin moin! Ich bin immer neuen Möglichkeiten gegenüber aufgeschlossen und deshalb auch hier unterwegs. Meine Leidenschaft gilt der Musik, aber eben auch der Technik. Deshalb könnte es gut sein, dass noch der eine oder andere Artikel folgen wird :-)
  • uwes
    15. Februar 2016 at 8:40

    Hallo
    Der Stromverbrauch wäre noch sehr interessant.

  • raydoo
    24. Februar 2016 at 20:57

    Der Allmond+ ist ja schon jahrelang in Beta, und trotzdem kommt schon eine neues Gerät raus …

    Bei Zipato ist es auch so ähnlich, nur das schon mehr funktioniert.

    • Günter V
      26. Februar 2016 at 8:50

      @raydoo – Stichwort Beta. Gibt es ein Homeautomation-System welches sich nicht im Beta-Statium befindet ?

  • Günter V
    26. Februar 2016 at 8:47
    Negativ

    Grund: a) Nicht mit USB-Modem betreibbar, b) Fibaro Roller Shutter2 wird nicht unterstützt

    Habe meinen wieder abgegeben.

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