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IFA2014 Rückblick – Devolo Home Control mit Z-Wave

YESLY Smart Home
by crissxcross24. September 2014

Devolo präsentierte auf der IFA2014 ihr SmartHome „zum selber machen“, basierend auf der Powerline fähigen Zentrale und den Z-Wave funkenden Sensoren und Aktoren.

Die IFA liegt nun 2 Wochen zurück. Zeit für einen kleinen Rückblick von meinem kurzen zwei Tage Besuch auf der Messe in Berlin.

Bereits vor der IFA war bekannt, das Devolo ebenfalls in den SmartHome Markt einsteigen wird. Das „Home Control“ von Devolo auf Z-Wave Basis fungieren wird war ebenfalls bekannt, wie auch das man auf OEM Komponenten setzen wird. Von daher gab es keine wirklich große Überraschung seitens Devolo auf der IFA. Im übrigen kann ich dies von keinem Smart Home Hersteller auf der diesjährigen IFA behaupten.

Die Devolo Home Control Zentrale

Diese sieht nicht nur aus wie der klassische Powerline Adapter von Devolo – die Zentrale unterstützt natürlich auch die Netzwerkverbindung über das Stromnetz. Klar, warum sollte man als Powerline Spezialist diese Technik nicht auch in die Zentrale seines neuen Marktstandbeines verbauen. Mindestens ein weiterer Powerline Adapter ist im Netzwerk verfügbar, welcher per LAN Kabel mit dem heimischen Router verbunden wird, damit das Powerline Signal seinen Weg auf die Stromleitung findet. Die Home Control Zentrale kann dann frei im gesamten Haus positioniert werden und ist über das Powerline Signal mit dem Router verbunden.

Möchte man nicht auf Powerline zurückgreifen, so kann die Home Control Zentrale natürlich auch direkt per LAN Kabel mit dem Router verbunden werden. Die Freiheit in der Positionierung ist damit jedoch etwas eingeschränkt.

Devolo setzt auf Z-Wave

Die Smart Home Sensoren und Aktoren funken über das Z-Wave Protokoll mit der Home Control Zentrale. Wer auf siio schon etwas länger mitließt weis, das ich ein großer Fan dieses Funkprotokolls im Smart Home bin. Alle die hier neu sind, lasst euch kurz abholen im Beitrag: Funksysteme für das Smart Home im Vergleich. Ausserdem lässt sich die Zentrale laut Devolo zukünftig per USB Stick mit anderen Funkprotokollen wie zum Beispiel Zigbee erweitern – konkret geplant sei aber noch nichts.

Bewegungsmelder

Viele der Komponenten sind bereits bekannt, denn Devolo setzt auf OEM Produkte. So wird es einen Bewegungsmelder geben welcher auch die Helligkeit misst. Wird eine Bewegung erkannt so kann man sich eine Benachrichtung auf sein Smartphone, Tablet oder den PC senden lassen. Die UVP des Bewegungsmelders wird bei ca. 50 Euro liegen.

Tür- und Fensterkontakt

Sieht identisch aus, kann aber noch mehr. Die Rede ist von dem Tür- und Fensterkontakt. Der 3-in-1 Sensor erkennt per Magnetkontakt geöffnete Türen, Fenster, Garagentore oder auch Schubladen – je nach Montage. Ausserdem kann er neben Helligkeit auch die Raumtemperatur messen und so für die Licht- oder Heizungssteuerung genutzt werden. Einzeln soll genau wie die Funksteckdose auch ca. 39 Euro kosten.

Funksteckdose mit Energiemessfunktion

Funksteckdose – mit ihrem rundgelutschten Design sieht sie wirklich schick aus. Auch einen Energiemesser hat man der Steckdose verpasst, so das man in der App stets den Energieverbrauch der angeschlossenen Geräte auswerten kann.

Funkwandschalter

Wer auf den klassischen Wandschalter steht, kann auf den Devolo Funkschalter für 50 Euro zurückgreifen. Er wird mit zwei verschiedenen Schalterwippen geliefert, so das man selbst entscheiden kann ob man einen einfachen- oder einen Doppelschalter wünscht. Mit Klebefolie oder Schrauben (beides im Lieferumfang enthalten) auf der Wand montiert wird er sich kaum von konventionellen Schaltern unterscheiden. Durch eine Verknüpfung, welche über die Weboberfläche der Devolo Zentrale programmiert werden kann, lassen sich Schaltsteckdosen schalten oder sogar die Heizkörperthermostate auf Absenktemperatur stellen. Praktisch als Eco Schalter welchen man im Flur anbringt und beim Verlassen der Wohnung betätigt um so zusätzlich Energie zu sparen.

Heizkörperthermostate

Die Heizkörperthermostate kennen wir bereits aus der Danfoss Z-Wave Reihe. Sie erhalten lediglich ein Devolo Branding und werden bei einer UVP um die 80 Euro liegen. Über die Devolo Smart Home Zentrale lassen sich so individuelle Heizpläne einstellen. Solle es einem doch mal zu kühl oder zu warm sein im Zimmer, so muss man nicht zwingend das Smartphone zücken um die Temperatur zu variieren, dies kann per einfachen Tastendruck am Devolo / Danfoss Thermostat geschehen.

Wandthermostat

Alternativ lässt sich die Temperatur auch am Ramthermostat einstellen, was wirklich neu ist. Dieses ist ebenfalls von Danfoss – für Z-Wave habe ich dieses jedoch noch nicht gesehen. Einziger Wehmutstropfen, das schicke Teil soll stolze 100 Euro kosten.

Rauchmelder & Mini Fernbedienung

Ausserdem wird es einen Rauchmelder für um die 60 Euro geben, sowie eine Mini Fernbedienung welche am Schlüsselbund angebracht werden kann. Vor unbeabsichtigtem Tastendruck schütz eine schiebbare Abdeckung. Die Fernbedienung hat eine UVP von 39 Euro.

Starterset

Bild @ devolo

Devolo Smart Home Zentrale – Home Control

Die Zentrale selbst wird es so nicht einzeln geben, sondern nur im Starterpaket mit Steckdose und Tür-/Fensterkontakt und soll knapp 200 Euro kosten. Da lässt sich Devolo nicht die Butter vom Brot nehmen, denn natürlich sind auch alle anderen Z-Wave Komponenten wie Fibaro, Philo, Aeon Labs usw. mit der Devolo Smart Home Zentrale kompatibel. So will man sicher, das auch Komponenten von Devolo (Branding) verkauft werden und nicht nur Zentralen.

Weboberfläche & App

Die Weboberfläche und die Apps für Smartphone & Tablet könnten das Kaufargument schlecht hin für die Zentrale werden. Könnte – denn noch wird fleißig an der Oberfläche herumgewerkelt. Eine erste Alpha Version war jedoch auf der IFA zu bestaunen.

Nach dem öffnen der Oberfläche landet man direkt auf dem Dashbaord, welches neben Wetter auch die letzten Aktivitäten als eine Art Log ausgibt. Hier lässt sich gut nachvollziehen wann ein Licht ein- oder ausgeschalten wurde und vor allem durch wen. Ist dies durch einen Nutzer per App geschehen so wird dies mitgeloggt, hat eine Szene dies den Schaltvorgang ausgelöst, so steht auch dies im Dashbaord.

Einzelne Geräte lassen sich auch als eine Art „Favouriten“ auf dem Dashbaord platzieren. In Kachelform wird dann deren aktueller Zustand angezeigt.

Zudem lassen sich Regeln, Szenen, Zeitsteuerungen (zum Beispiel Heizpläne) oder Gruppierungen (zum Beispiel für Räume) anlegen. Diese Menüpunkte erreicht man schnell und ohne Umwege über das Menü im Kopfbereich der Weboberfläche.

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Chris, Gründer und Blogger von siio. Gelernter IT-Systemelektroniker, seit vielen Jahren beruflich als Produktmanager im Smart Home unterwegs. Technikverliebter Familienvater, Apple Fan. Nach einigen Jahren Stadtleben wieder froh auf dem Land zu sein.
  • Karl
    28. Oktober 2014 at 20:04

    Z-Wave ist sicherlich sehr interessant, vor allem auch wg. der guten Kompatibilität verschiedener Hersteller. Das ist bei ZigBee ein Problem. Bei Z-Wave stört mich nur, das viele Komponenten Batterien benötigen und ich möchte nicht alle paar Jahre im ganzen Haus rumlaufen und Batterien tauschen müssen, vom Umweltaspekt ganz abgesehen. EnOcean hat da einen deutlichen Vorteil. Aber ich bin auch noch auf der Suche.

    • crissxcross
      29. Oktober 2014 at 1:13

      der Kosten Nutzen Faktor bekommst du im privaten Einsatz bei EnoCean nicht armotisiert. Bei Schaltern ist es sowieso egal, die benötigen für die paar Bit zum senden des Befehls so wenig Energie, das du nur alle paar Jahre die Batterie tauschen musst. Alternativ entscheide dich für Homee und setzte bei Schaltern auf EnoCean und nutze ein Mix auf Z-Wave und EnoCean Komponenten. So kannst du dich für das Beste von allen entscheiden.

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