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SmartHome im alten Gewand: WD MyCloud Z-Wave im -neuen alten- Haus

by T.Renner8. Juli 2016

Das WD MyCloud Smart Home System im „neuen alten Haus“. Hier der erste Teil meines Erfahrungsberichts.

Dank der Aktion „WD Gewinne & Blogge“ von Siio, habe ich die Möglichkeit das Smart Home System bestehend aus der WD My Cloud Mirror 4TB sowie dem Z-Wave Stick ausgiebig zu testen. Zum „spielen“ gab es auch noch einige Z-Wave Geräte dazu, auf die ich dann im einzelnen eingehen werde. Vielen Dank hiermit nochmal an das gesamte Siio.de Team, die in Zusammenarbeit mit Western Digital und Z-Wave Europe die Aktion erst ermöglicht haben.

Voraussetzung für die Teilnahme am Gewinnspiel war die Bereitschaft einen mind. 800 Wörter umfassenden Bericht über das erhaltene Paket zu schreiben. Auch wenn mein Bericht nun deutlich länger geworden ist, hoffe ich euch nicht damit zu langweilen und gerade „Suchenden“ oder „Einsteigern“ im Smart Home Sektor vielleicht eine kleine Anregung oder Empfehlung zu geben.

Ich bin trotz meiner fortgeschrittenen 37 Lenze ein blutiger Einsteiger im Smart Home Dschungel und hoffe, ich kann euch daher auch über die Bedienerfreundlichkeit für Anfänger ausführlich informieren.
Nach dem Umbau unseres „neuen alten Hauses“ Baujahr 1908, habe ich nach einem flexiblen Smart Home System gesucht, um etwas mehr Technik und Automatisierung im alten Gewand zu verpacken. Dabei sollte das Augenmerk auf einer möglichst vielfältigen Erweiterung von Komponenten liegen, wie die Kontrolle der Heizungsthermostate, Rauchmelder, Einbruchsalarm und später auch Jalousiesteuerung.

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Da ich im Haus schon knapp 1 km CAT6. Netzwerkkabel verlegt – sowie das ganze Stromnetz erneuert habe, wollte ich nicht noch weitere Kabel für ein Smart Home System verlegen. Vor allem vergisst man sowieso im Rohbau immer ein Kabel an eine wichtige Stelle zu ziehen, wo es dann später gebraucht wird. Daher war bei mir ein Funksystem die wichtigste Priorität. Das dieses dann noch ein Mindestmaß an Sicherheit durch Verschlüsselungsroutinen bieten soll – ist logisch!

Zur engeren Auswahl stand bei mir z.B. das Smart Home System von RWE, was ich (wenn ich die siio Aktion nicht entdeckt hätte) bestimmt auch genommen hätte. Wobei mich z.B. an diesem System schon einige Dinge sehr gestört haben:
Zum einen die Herstellerbindung und zum anderen, dass es nur eine begrenzte Anzahl an Komponenten für das System gibt. Obwohl das RWE System von dem bekannten Hersteller eQ-3 hergestellt wird, die u.a. auch das Homematic oder MAX! System herstellen, sind die Systeme untereinander nicht kompatibel!

Daher war ich immer noch auf der Suche nach der „Eierlegenden-Wollmilchsau“ und ich kann vorab für mich sagen, dass ich sie dank siio.de gefunden habe. Inzwischen bin ich wirklich dankbar das Z-Wave System durch siio.de überhaupt erst kennengelernt zu haben. Ich bin begeistert von der Flexibilität und auch der Verarbeitung der einzelnen Komponenten, sowie der vielseitigen Möglichkeit die einzelnen Sensoren oder Aktoren zu erweitern und zu verwenden.

Dadurch eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten, vor allem da es sich beim Z-Wave Standard nicht um ein proprietäres System handelt – d.h. es gibt eine Vielzahl von Herstellern die mit dem Z-Wave Funkstandard arbeiten und man ist nicht gebunden an einen einzelnen Hersteller (wie bei den anderen o.g. Systemen von eQ-3). Weltweit gibt es rund 450 Hersteller und 1600 Komponenten die den Z-Wave Funkstandard nutzen.

Einen Vergleich der verschiedenen möglichen Smart Home Systeme findet ihr auch hier im siio Blog:

Genau dieser Wettbewerb bei Z-Wave wird das System auch in Zukunft interessant halten und verspricht in den nächsten Jahren eine Vielzahl von neuen Produkten, was nicht zuletzt auch einen gewissen Preiskampf hervorruft. – Davon kann man als Verbraucher natürlich nur profitieren.

Das ein System zukunftssicher ist und auch weiterentwickelt wird, ist wohl einer der entscheidenden Kauffaktoren für ein Smart Home System! So ist auch in Jahren noch die Ersatzteil und Neukomponenten Versorgung gesichert, auch wenn mit ziemlicher Sicherheit einzelne proprietäre Systeme (also Einzelhersteller) bei mangelnder Akzeptanz ihre Systeme einstampfen werden.

Ebenfalls ein Pluspunkt des Z-Wave Systems in Kombination der WD My Cloud Mirror – ist die Erreichbarkeit von Unterwegs ohne Folgekosten. Bei vielen Systemen ist die Anmeldung an ein Firmeneigenes Portal nötig wodurch oft Folgekosten entstehen können (im Falle des von mir erwähnten RWE SmartHome z.B. ab dem 2 Jahr 15€/Jahr).

Hierbei wird einfach ein Remote Zugang auf eurem Tablet oder Smartphone angelegt und ihr könnt quasi von überall auf eure Z-Wave Zentrale zugreifen, um beispielsweise die Heizung hochregeln, das Licht an der Haustür schon mal einschalten, die Kaffeemaschine über den Z- Wave Zwischenstecker einschalten, oder einfach eure Sicherheitskomponenten, Sensoren und Alarmsysteme kontrollieren. Durch die immer neu hinzukommenden Komponenten und Apps zur Programmierung ergeben sich automatisch immer neue Einsatzgebiete. Über verschiedene Apps die ihr dann in der Z-Wave Steuerung installieren könnt (dazu später mehr) könnt ihr euch auch Statusberichte wie Alarmmeldungen (Feuer-, Wasser-, Einbruchsalarm direkt auf eurer Smartphone senden lassen.

Vorstellung des WD MyCloud Z-Wave SmartHome Systems

So fangen wir einfach mal mit der Vorstellung des kompletten Systems an:

wd-zwave-paket-1

Ich habe als Tester das „Paket1“ aus der Siio „Gewinne & Blogge“ Aktion bekommen. Hauptsächlich dreht es sich bei diesem Paket um das Thema Sicherheit, d.h. verschiedene Rauch– und Hitzemelder, ein Wassersensor, Tür & Fensterkontakte, Bewegungsmelder und noch einige andere Komponenten die ich im folgenden dann einzeln detailiert vorstellen werde.

Mir ging es bei der Einrichtung eines Smart Home Systems vor allem um ein paar vernünftige Feuermelder und am besten auch Hitzemelder, da wir eine kleine Tochter von inzwischen 18 Monaten haben und in der Küche noch ein alter Küchenherd aus den 40er Jahren genutzt wird, den wir bei der Restaurierung des Hauses ebenfalls aufwendig saniert haben. Es gibt keine schönere Wärmequelle als einen Holz oder Kohleofen, natürlich birgt so eine Feuerstätte auch immer ein gewisses Risiko, vor allem mit Kindern im Haus. Der alte Spruch:

„Wer kokelt macht nachts ins Bett“

hält halt nicht alle Kinder davon ab mit dem Feuer zu spielen ;-)

Installation der WD My Cloud NAS

Als Erstes ging es also an die Installation der Basis. Ein NAS System von Western Digital, die WD My Cloud Mirror in der 4TB Version.
Die Bezeichnung 4TB bezieht sich hierbei auf die insgesamt verbaute Festplattenkapazität. Im Innenleben werkeln relativ lautlos 2 x 2TB Western Digital Red Platten, die ich (wie die andere Bezeichnung Mirror) schon suggeriert – dann im RAID 1 Verbund laufen lasse. Dadurch stehen natürlich nur max. 2TB an Speicherplatz zur Verfügung, da die Platten gespiegelt werden um im Falle eines Ausfalls einer der Festplatten grösstmögliche Sicherheit zu bieten.
Alle Daten liegen also in doppelter Ausfertigung vor, so das eure digitalen Fotos, Videos, und weitere Daten bestmöglich geschützt sind und es nachher keinen Ärger von der „besseren Hälfte“ (Chefin :-D ) gibt, wenn die Urlaubs- oder Kinderfotos futsch sind…

Wenn man auf dieses Sicherheits Feature verzichten will kann man die Festplatten auch ohne den Raid Verbund laufen lassen, damit stehen einem dann die maximalen 4TB zur Verfügung.
Bei der Installation der WD My Cloud Mirror gibt es eigentlich nicht viel zu tun. Stecker des Netzteils einmal an das Gehäuse, einmal in die Steckdose und das beiliegende Netzwerkkabel am Router oder Switch eingesteckt, fertig.

Die Netzwerkanbindung läuft mit 1.000 Mbit/s falls eure restliche Hardware das ebenfalls unterstützt.
Auf der Rückseite der My Cloud findet ihr noch 2 USB 3.0 Anschlüsse, wo ihr noch weitere Hardware wie z.B. einen Drucker anschliessen könnt. Somit habt ihr auch einen vollwertigen Netzwerkdrucker, selbst wenn euer alter Drucker das eigentlich nicht vorgesehen hat.

Die WD My Cloud 2TB in ihrem neuen zu Hause

Die WD My Cloud 2TB in ihrem neuen zu Hause

Eure persönliche My Cloud arbeitet relativ geräuschlos und ist in WD typischer guter Qualität gefertigt.
Im Router findet ihr dann schnell die zugewiesene IP Adresse und seit gut damit bedient ihr eine statische Adresse zu vergeben, damit ihr sie von „auswärts“ auch immer ansprechen könnt. Dann im Browser die Adresse „http://mycloud.com/setup“ eingegeben und schon befindet ihr euch auf der Einrichtungsseite für die WD My Cloud. Hier könnt ihr nun ein Passwort vergeben, zusätzliche Nutzer anlegen und z.B. auch die Raid Einstellungen ändern.

Mit einer im App Store oder unter dem Google Play Store herunterladbaren App könnt ihr auch mit den Mobilen Geräten (Tablet/ Smartphone) problemlos darauf zugreifen und z.B. die automatische Sicherung eurer Fotos einstellen. Auch einem streamen von Filmen z.B. auf euren Smart TV steht dank der schnellen Netzwerkanbindung der WD My Cloud nichts im Wege.

Das kreative Chaos im selbstgebastelten Netzwerkschrank mit 24 Port Gigabit Router. Damit ist eine 1000Mbit Anbindung der WD My Cloud an jeden Raum im Haus moglich

Das kreative Chaos im selbstgebastelten Netzwerkschrank mit 24 Port Gigabit Router. Damit ist eine 1000Mbit Anbindung der WD My Cloud an jeden Raum im Haus moglich

WD My Cloud wird zum SmartHome Gateway

Um das Ganze jetzt zu einem vollwertigen Smart Home System aufzuwerten, wird nun der winzige Z-Wave USB Dongle angeschlossen. Dafür liegt eine extra USB Verlängerung mit einem kleinen Sockel bei, der entweder per doppelseitigem Klebeband oder zwei Schrauben befestigt werden kann, damit ihr eine optimale Position für den Z-Wave Funk finden könnt.

Z-Wave Smart Home Stick

Z-Wave Smart Home Stick

Wenn die erste Einrichtung der WD My Cloud abgeschlossen ist, findet ihr in der Menüleiste am oberen Bildschirmrand einige Symbole. Mit dem Pfeil nach rechts findet ihr hier auch den Punkt „Apps“ unter den Apps wird nun die Z-Way Software installiert. Dazu einfach auf den Button „Apps installieren“ klicken und die Z- Way App auswählen. Der Rest geschieht voll automatisch.

Einmal installiert könnt ihr über den Menüpunkt „Apps“ im My Cloud Menü immer auf das Z- Way Programm zugreifen. Dazu einfach auf den Button „Konfigurieren“ klicken. Alternativ könnt ihr auch direkt die IP des Z-Wave im Browser angeben. Im Folgenden müsst ihr noch den mitgelieferten Lizenzschlüssel eingeben, damit alle Funktionen des Z-Wave Sticks freigeschaltet werden. Dazu klickt ihr wieder auf das „Zahnrad“ , dann auf „Management“ und darunter den Punkt „Lizenzerweiterung“. Auf dem kleinen Visitenkärtchen das dem Stick beiliegt steht ein kurzer Code den ihr in das entsprechende Feld eintippt. Nach kurzer Überprüfung sind nun alle erweiterten Funktionen freigeschaltet.

Habt ihr diese Schritte abgeschlossen, kommt ihr auf den unten gezeigten Startbildschirm.

dashboard01

Mit dem Klick auf das Zahnrad oben rechts werden euch die weiteren Optionen und Einstellungen angezeigt. Am besten fangt ihr erstmal systematisch damit an neue Räume anzulegen, denen dann die einzelnen Z-Wave Geräte zugeordnet werden. Mit einem Klick auf das „Hochhaus“ Symbol in der oberen Leiste gelangt ihr auf den Übersichtsbildschirm für eure Räume. Über das „Plus“ Symbol könnt ihr dann eigene Räume hinzufügen. Für jeden Raum kann auch ein kleines Symbolbild hinzufügt werden, dies erleichtert später die Übersicht. Bei mir sieht der fertig bearbeitete Bildschirm mit den Räumen dann so aus:

Z-Way Räume erstellen

Z-Way Räume erstellen

So, nun soll erstmal genug sein für heute – im nächsten Blog-Post geht es dann um das Anlernen der einzelnen Z-Wave Geräte an die WD MyCloud. In diesem Artikel stelle ich euch dann auch einige der Z-Wave Komponenten genauer vor.

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T.Renner
Mach schon Platz ich bin der Landvogt!Mit 37 Jahren wage ich jetzt den Einstieg in die Welt des Smarthome mit der WD myCloud Mirror und Z-Wave Stick. Sonst sind meine Hobbys eher nostalgisch angehaucht...ich sammle und restauriere Hochdruckvergaserlampen wie z.B. Petromax und Coleman oder führe meine inzwischen 116 Jahre alte "Heidi" (schweizer Infanteriegewehr IG96/11) als Sportschütze auf dem Schiesstand aus. Also alles was raucht, brennt, kracht war bisher mein Metier. Neuerdings dann auch noch die Heimautomatisierung und das ist leider genauso ansteckend wie die bisherigen Hobbys ;-)
  • Oliver
    9. Juli 2016 at 6:34

    Vielen Dank für den Einstieg in Deinen Bericht. Ich bin gespannt wie es weiter geht.
    Bezüglich des Themas RAID (Mirror) solltest Du aber die Begriffe Verfügbarkeit und Sicherheit nicht verwechseln. Ein Mirror erhöht die Verfügbarkeit Deiner Daten (wenn eine Platte ausfällt hast Du die Daten im Bruchteil einer Sekunde wieder verfügbar) jedoch nicht die Sicherheit (Wenn Dein Herd das Haus abfackelt sind die Daten unwiederbringlich weg). Es gilt die alte IT Weisheit ein Mirror ist kein Backup.

    Viele Grüße Oliver

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