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Review

Sonos Beam: TV-Soundbar mit Alexa im Test

by 13. November 2018
Postiv

toller Klang
schickes Design
Alexa on board
ideal auch für Musik-Streaming

Negativ

Alexa etwas "schwerhöriger"

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Installation
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Bedienung
Nutzen
Preis-Leistung
Fazit

Der Sonos Beam ist eine tolle TV-Soundbar, die auch gleich Alexa mit ins Wohnzimmer bringt.

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Sonos hat vor einigen Monaten mit dem Sonos Beam eine neue Playbar vorgestellt, die Amazons Alexa (wie der Sonos One) direkt mit an Bord hat. Wie klingt der neue Part des Sonos-Soundsystems? Und was taugt es als Tonwiedergabe für einen Fernseher? Diesen und vielen weiteren Fragen bin ich in meinem Sonos Beam Test nachgegangen.

Was ist die Sonos Beam?

Der Sonos Beam ist eine längliche Lautsprecherleiste, eine Soundbar für den Fernseher. Sie ist quasi der Nachfolger der Sonos Playbar, die es bereits seit längerem im Handel gibt. Das Teil ist 68,5 x 651 x 100 mm in Höhe, Breite und Tiefe groß und kostet bei Amazon rund 450 Euro. Erhältlich ist es in den Farben Schwarz und Weiß.

Die Sonos Beam einrichten

Bevor ihr das Gerät nutzen könnt, müsst ihr es zunächst über die Sonos-App einrichten. Nach dem kostenlosen Download aus dem App Store oder Google Play Store loggt ihr euch in euren Account ein (falls vorhanden) oder erstellt ein Konto. Die Einrichtung variiert etwas, ob ihr den Beam per WLAN oder mit einem Netzwerkkabel auf der Rückseite mit dem Internet verbinden wollt. Das ist aber nur ein kleiner Unterschied.

Der Einrichtungsvorgang wird wunderbar von der App unterstützt, ihr werdet Schritt für Schritt durch die Installation des Sonos Beam geleitet. Bei mir gab es keinerlei Probleme. Nachdem das Gerät verbunden ist, könnt ihr auf Wunsch noch weiteres Zubehör (z. B. den Sonos Sub oder Surroundspeaker) mit einrichten. Einen kleinen Einblick in einige der Schritte erhaltet ihr in den unten eingebundenen Screenshots.


Die Verbindung zum Fernseher als Soundquelle erfolgt per HDMI. Das Kabel steckt ihr in den ARC-Anschluss eures TV-Gerätes. Ist keiner vorhanden, könnt ihr alternativ auch den beiliegenden Adapter nehmen, mit dem ihr das HDMI-Kabel an einen optischen Digitalausgang anschließen könnt. Nach dem Anschließen folgt noch eine Sound-Optimierung namens Trueplay, bei der das Mikrofon eures Smartphones verwendet wird. Der Vorgang dauert etwa 3 Minuten. Hierbei wird in zwei Abschnitten der Sound auf die Räumlichkeit abgestimmt, in dem der Sonos Beam zum Einsatz kommt. Dies soll den Raumklang verbessern.

Die Anschlüsse auf der Rückseite.

Der Sound beim Fernsehen

Um eines gleich vorwegzuschicken: Ich habe hier kein perfekt ausgestattetes Studio, wo ich mit feinster Technik die Klangqualität des Gerätes analysieren kann. Meine Testwerkzeuge sind meine beiden Ohren. Und ich denke, dass das auch reicht. Ich denke, die beiden wissen schon, wie Musik und Fernsehen klingen sollten.

Sonos Beam vor meinem Fernseher – gut getarnt auf dunklem Schrank.

Und was sagen die beiden Lauscher nun? Zweifelsohne klingt der Sonos Beam deutlich besser als die eingebauten Lautsprecher in meinem LED-TV von Samsung. Die Stimmen kommen glasklar herüber und actionreiche Szenen werden von einem soliden Bass (vor allem gemessen an der Gerätegröße) untermauert. Es entsteht sogar ein bisschen so etwas wie Surround-Sound – zumindest gefühlt…

Ich muss aber auch ehrlicherweise sagen, dass der Beam natürlich nicht mit meinem ansonsten im Einsatz befindlichen 5.1-System mit AV-Receiver von Denon und Boxen von Teufel mithalten kann – vor allem nicht beim Raumklang und beim Bass. Aber das ist auch nicht verwunderlich, denn es wäre das Vergleichen von Äpfeln mit Birnen und ist für den Sonso Beam schlichtweg unfair. Aber ihr könnt, wenn ihr noch mehr Sonos-Lautsprecher im Einsatz habtoder euch diese zulegt, auch mit Sonos euer eigenes Surround-System erstellen.

Natürlich spielt der Beam auch Musik

Von Hause aus ist der Sonos Beam natürlich eine Soundbar für den Fernseher. Aber ihr könnt sie natürlich auch zur Wiedergabe von Musik nutzen, so wie es bei den anderen Sonos-Speakern auch der Fall ist. Über die App könnt ihr viele verschiedene Streaming-Dienste einbinden, z.B. Amazon Music, Apple Music, Spotify und mehr.


Auch hier ist der Klang mehr als solide – typisch Sonos eben. Zwar fehlt es auch hier bedingt durch die Bauform etwas an der letzten Überzeugung beim Bass. Aber das ist durchaus meckern auf hohem Niveau. Auch die Steuerung über die Sonos-App klappt zufriedenstellend und bietet euch viele verschiedene Möglichkeiten. Praktisch: Das Gerät ist AirPlay-kompatibel mit iOS-Geräten.

Alexa on top

Wie bereits eingangs erwähnt, ist in der Sonos Beam (genauso wie im Sonos One) Alexa eingebaut. Bevor ihr sie nutzen könnt, müsst ihr den Beam aber erst einrichten. Auch das klappte im Test wunderbar einfach direkt über die Sonos-App. Möglich ist dies im Bereich „Einstellungen“ und dann „Sprachassistent hinzufügen“. Gut vorstellbar, dass hier dann auch irgendwann der Google Assistant folgt. Abwarten…

Erforderlich ist zudem, dass ihr den Sonos-Skill in der Alexa-App aktiviert – wenn ihr das nicht aufgrund von anderen Sonos-Produkten nicht schon längst getan habt. Dann könnt ihr die gewohnten Alexa-Sprachbefehle auch an den Sonos Beam richten. Somit braucht ihr im Wohnzimmer (oder wo der Beam auch immer am Fernseher hängt) nicht unbedingt mehr einen Echo-Lautsprecher.

Allerdings muss der Beam dann (wie die Echo-Lautsprecher) permanent am Strom hängen. Und die Alexa im Sonos Beam hört nach meinen Erfahrungen nicht ganz so sensibel zu, wie es bei dem in meinem Fall in unmittelbarer Nähe stehenden Echo Plus der zweiten Generation der Fall ist. Der Beam ist, wenn man es so ausdrücken möchte, etwas schwerhöriger. Zudem kennt er Sonos-typisch nicht alle Alexa-Befehle und die die Hinweislichter, dass Alexa aktiv ist, sind deutlich unauffälliger und damit je nach Standort schwieriger zu erkennen.

Neben der Sprachsteuerung gibt es zudem auch noch einige Touch-Bedienflächen auf der Geräte-Oberseite. Diese ist allerdings recht empfindlich Fingerabdrücke betreffend. Über sie könnt ihr z. B. das Mikrofon ausschalten oder die Lautstärke ändern. Das ist praktisch beim Musikhören, weil keine Fernbedienung für die Lautstärkeregelung beiliegt und sonst immer die App oder Alexa bemüht werden müssten. Beim Fernsehen kann die Lautstärke hingegen bequem über die Fernbedienung des Fernsehers geregelt werden – HDMI-ARC sei dank! Auch die Sprachsteuerung des Fernsehers ist auf diese Weise möglich.

Neben App- und Sprachsteuerung gibt es auch eine Bedieneinheit auf dem Lautsprecher.

Mein Fazit zum Sonos Beam

Wenn ihr auf der Suche nach einer neuen Soundbar für euren Fernseher seid und zugleich auch noch Alexa im Wohnzimmer im Einsatz haben wollt, dann ist der Sonos Beam eine gute Wahl. Dass das Teil gut klingt, hatte ich vorher schon erwartet. Schließlich ist es ein Lautsprecher von Sonos. Der Praxistest hat dann auch genau dies bewiesen. Alexa funktioniert solide. Ein paar kleine Kritikpunkte gibt es. Im Großen und Ganzen hat der Sonos Beam, den ihr für rund 450 Euro bei Amazon kaufen könnt, einen guten Eindruck bei mir hinterlassen.

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Marcus
Der Neue im Team. Als begeisterter "Smart-Homer" habe ich große Freude daran, immer neue Technologien kennenzulernen und in mein tägliches Leben zu integrieren - aber nur da, wo es Sinn macht...
  • Marco
    13. November 2018 at 20:00

    Was leider weder bei SONOS noch hier erwähnt wird, ist die Tatsache, dass die Beam nicht alle Alexa-Funktionen beherrscht.
    Telefonie über den Connect funktioniert nicht, Audioaktionen werden nicht unterstützt und kein Wort davon in den Beschreibungen.

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