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Review

Wiser Heat Starter Kit: smarte Heizkörperthermostate von Eberle im Test

by 24. Januar 2019
Postiv

+ übersichtliche App
+ einfache Montage
+ Heizpläne und Heat Report

Negativ

- kein Display auf dem Thermostat
- propritärer Funk

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Installation
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Preis-Leistung
Fazit

Das Wiser Heat Starter Kit macht einiges schon ganz gut. Ob das reicht, um sich gegen die aktuellen Mainstream Produkte zu bewähren?

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Heizungspezialist Eberle bietet unter dem Namen Wiser smarte Heizungssteuerungen an. Mir liegt das Wiser Heat Starter Kit für einen Test vor. Wie der Einbau funktioniert und was die smarte Heizungssteuerung von Wiser genau zu bieten hat – dies und vieles mehr verrät euch der nachfolgende Test!

Das ist beim Wiser Heat Starter Kit dabei:

Beginnen wir mit einem kurzen Überblick über den Lieferumfang des gut 230 Euro teuren Wiser Heat Starter Kits. Neben der erforderlichen Basis samt Netzteil sind zwei Heizkörperthermostate (laufen mit je zwei AA-Batterien) dabei, sodass ihr zwei Heizungen bzw. zwei Räume damit ausstatten könnt. Weitere Thermostate können für rund 60 Euro je Stück einzeln nachgekauft werden. Zudem befinden sich eine Anleitung sowie Adapter für die Montage auf Heizungen mit M30 x 1,5 mm oder Danfoss RA im Lieferumfang.

Aller Anfang ist schwer…

Beginnen wir mit der Einrichtung, die leider erst einmal einige Tücken für mich parat hielt…

Zunächst müsst ihr das Stromkabel in der Basis anschließen, was durch das Abnehmen der hinteren Abdeckung erfolgt. Dann den Mini-USB-Stecker vom Netzteil in den entsprechenden Anschluss gesteckt, das Kabel durch das halbe Gehäuse geführt und dann den Deckel wieder drauf – etwas fummelig, aber ok. Steckt die Basis am Strom, kann es weitergehen. Ein Netzwerkkabel braucht ihr (wie bei einigen anderen Gateways) nicht. Die Kommunikation erfolgt komplett kabellos. Soweit ist es noch einfach…

Danach müsst ihr euch die kostenlose Wiser Heat App auf eurem Smartphone oder Tablet installieren, über die der Einrichtungsvorgang erfolgt. Schnell die App geöffnet und mal eben den Einrichtungsvorgang durchgespielt – so dachte ich zumindest. Hierfür ist es notwendig, dass das Gateway ein eigenes WLAN-Netzwerk aufspannt, mit dem ihr euch dann mit eurem Smartphone oder Tablet verbindet.


Und genau das wollte bei mir beim besten Willen nicht klappen. Ich habe rund eine Stunde an dem Kram rumgebastelt, bin den Einrichtungsvorgang immer und immer wieder durchgegangen, habe das System resetet und in Anleitung und Internet geforscht. Aber nichts. Weder mein iPhone noch mein iPad wollten ein WLAN von Wiser finden?!? Irgendwann habe ich es entnervt beiseite gelegt…

So schnell gebe ich nicht auf…

Ein paar Tage später habe ich das System dann noch einmal hervorgekramt – so schnell gebe ich ja nicht auf. Und siehe da, auf einmal klappte alles so, wie es auch in der Anleitung beschrieben war. Warum nicht gleich so? Was genau der Fehler war und wo das Problem lag – ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Hat mich einige Nerven gekostet, aber Hauptsache jetzt klappt es…

Also den Einrichtungsvorgang noch einmal kurz erklärt: App starten und „Neues System einrichten“ auswählen. Dann den „Heat Hub“ auswählen und die Taste an der Oberseite der Zentrale drücken. Wechselt dann in die WLAN-Einstellungen eures Smartphones und wählt das WLAN-Netzwerk namens WiserHeatXXX aus. Zurück in der App geht dann die Einrichtung weiter, die ich euch in ein paar Screenshots festgehalten habe.


Zunächst wählt ihr die Hezkörperthermostate aus. Befolgt den Anweisungen auf dem Bildschirm. Ist es mit der Zentrale verbunden, folgt die Montage am Heizkörper. Baut hierfür das alte Thermostat ab – das klappt am besten, wenn ihr das alte Heizkörperthermostat voll aufdreht – und schraubt das Neue an. Mit etwas geschicktem Umgang mit der Rohrzange sowie den beiden Adapterringen, die beiliegen, sollte die Montage kein Problem sein. Nun folgt noch eine automatische Kalibrierung des Thermostats. Mit wenigen Handgriffen ist eure Heizung dann mit einer smarten Steuerung versehen.

Dann noch die letzten Schritte in der App durchlaufen. Hierzu zählt neben einer Registrierung auch die Verbindung der Basis mit eurem heimischen WLAN. Das ist alles problemlos und vernünftig in der App erklärt, sodass hierbei keinerlei weitere Probleme auftauchen sollten. Letztendlich hat die Einrichtung dann also doch noch geklappt, auch wenn mir die ersten Erfahrungen doch noch etwas leidvoll in Erinnerung geblieben sind…

Wiser-Heizkörperthermostate in der Praxis

Die primäre Steuerung erfolgt über die Wiser Heat App. Über die App könnt ihr zudem unter anderem die aktuelle Temperatur (gemessen vom Heizkörperthermostat selbst) und die Solltemperatur einsehen. Dort könnt ihr verschiedene Automatisierungen einstellen (gleich mehr dazu) sowie eben die Temperatur in Echtzeit verändern. Das funktionierte in meinem Praxistest tadellos. Kurze Zeit nach dem Verstellen des Schieberreglers in der App hört man den Motor in dem Heizkörperthermostat surren und die Heizung wird gedrosselt oder aufgedreht.

Das Erstellen von klassischen Heizplänen, so wie sie homee vor einigen Wochen erhalten hat, gibt es ebenfalls. Zudem gibt es seit dem Update vor wenigen Tagen den Heat Report, über den ihr Temperaturverläufe in den einzelnen Räumen abrufen könnt. Das ist alles ganz nett, aber auch keine weltbewegende Neuerung, sondern bei vielen Konkurrenzprodukten (lies: tado) ebenfalls Standard.


Was ich in der täglichen Nutzung sehr unpraktisch finde ist die Tatsache, dass es keine Anzeige der Temperatur bzw. der Einstellung am Thermostat selbst gibt. Man kann an ihm zwar schön Richtung „+“ und „-“ drehen, um die Temperatur auch direkt vor Ort zu ändern. Um die aktuelle Einstellung der Temperatur zu sehen, muss aber immer die App hervorgekramt werden. Das ist schon nicht so ideal und machen andere smarte Heizkörperthermostate besser.

In Punkto Form bekommt das Modell von Wiser jedoch deutliche Pluspunkte. Im Design ist es sehr ähnlich den konventionellen Thermostaten und sehr schlank gehalten. In dieser Klasse spielen sonst Tado oder aber die Danfoss LC-13 Thermostate mit.
Schön ist vor allem der mechanische Drehmechanismus, der ein haptisches Feedback zurück gibt. Dieser ist ähnlich einem „Taster“ und geht immer in seine Ursprungsposition zurück. Aber wie eben schon erwähnt – ein Display, oder LED Ring zur Temperatureinstellung fehlt indes.

Alexa, Google Assistant und IFTTT – das war’s

In Punkto Sprachsteuerung stehen Amazon Alexa, Google Assistant und IFTTT zur Verfügung. HomeKit wird noch nicht angeboten.
Und auch sonst muss klar sein: Wiser ist eine propritäre Lösung. Das heisst, die Basis funkt mit den Thermostaten über einen herstellereigenen Funk.

Und so gibt es auch im Wiser-eigenen Ökosystem noch Raumthermostate, Fußbodenheizungssteuerung und einen Smart Plug. Fenstersensoren fehlen aber z. B. hingegen komplett, sind im Zusammenspiel mit der Heizungssteuerung aber eine absolut sinnvolle Sache. Schade! Hier gibt es also noch Luft nach oben. Immerhin bietet das System eine eigene Fenster-auf-Erkennung durch einen vom Thermostat gemessenen Temperatursturz. Genauer sind aber die Fenstersensoren und nach einer definierten Zeitspanne heizen die Thermostate wieder hoch. Egal ob das Fenster inzwischen geschlossen wurde oder nicht.

Mein Fazit zum Wiser Heat Starter Kit

Kommen wir zum Fazit meines Tests des Wiser Heat Starter Kits von Eberle. Lassen wir mal die anfänglichen Probleme bei der Einrichtung, die ich mir bis heute noch nicht so richtig erklären kann, außen vor, tut das System was es soll.

Leider setzt Wiser als eine weiterer Hersteller auf den propritären Funk und lässt sich so nicht in bestehende Smart Home Systeme einschmieden. Die Zusatzkomponenten zeigen, das man Spezialist im Bereich der smarten heizungssteuerung sein will und werden kann. Aber hier sollte meiner Meinung nach noch nicht Schluss ein und wir hoffen auf weitere Komponenten (lies: Fenstersensoren). Auch ein Display am Thermostat wäre wünschenswert. Der Anfang ist trotz einiger Kritikpunkte aber ok. Ich bin gespannt, wie sich Wiser bei den Mainstream Produkten im Bereich Heizungssteuerung ala tado° und netatmo positionieren wird.

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Marcus
Der Neue im Team. Als begeisterter "Smart-Homer" habe ich große Freude daran, immer neue Technologien kennenzulernen und in mein tägliches Leben zu integrieren - aber nur da, wo es Sinn macht...
  • Icho Tolot
    3. Februar 2019 at 20:17

    Da ich auf der Suche nach einer smarten Steuerung für unsere Fußbodenheizung bin interessiert mich das System sehr. Soweit ich die leider nicht so guten Infomationen verstehe gehört das ganze zum Merten Wiser System (das wohl auch Fenstersensoren hat) was ich im Internet bisher nicht gefunden habe, ob man für die Heizungssteuerung zwingend den Heat hub nutzen muss oder ob das auch über den Merten Home Touch gesteuert werden kann. Dieser soll irgendwann wohl auch HomeKit unterstützen. Habt ihr da weitere Informationen? Mfg

  • Airbäron
    13. März 2019 at 20:52

    Ich habe das Merten Wiser System mit dem Home Touch und bis jetzt 4 Thermostaten vor 3 Tagen installiert. Einrichtung und Montage problemlos. Das Ganze wird auch über Alexa gesteuert. Geht auch sehr gut.
    Ich habe aber das Gefühl, das die Räume nicht so richtig, im Gegensatz zum herkömmlichen Thermostatventil, warm werden. Eingestellt habe ich in der App zum Test 24 Grad, das Raumthermonmeter zeigt aber nur 21 Grad an. Die Dinger kommen wir irgendwie träge vor. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

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Funktionsumfang
Bedienung
Nutzen
Preis-Leistung