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Zuhause ist wo WLAN ist: FRITZ!Box, homee und das AVM SmartHome

YESLY Smart Home
by crissxcross7. Mai 2019

Die Grundlage alles (digitalen) Lebens: WLAN. Nein >Schmarrn< aber ohne gehts im Smart Home nicht. Hier geht es weiter mit meinem „Smart-Home-Umzugstagebuch“.

Noch vor dem großen Umzug, gingen mir viele Gedanken durch den Kopf: „Welche Smart Home Komponenten installiere ich zuerst im neuen Haus?“ und „Was mache ich zuerst smart?“.
So wirklich „smart“ war dann meine erste Amtshandlung nicht wirklich. Ihr ahnt es schon, denn was macht man noch bevor alle Kisten ausgepackt sind?
Natürlich den Router anschließen, damit alle Familienmitglieder auch keine Minute länger ohne Internet auskommen müssen.
Seien wir mal ehrlich, mit Musik geht doch jede Arbeit viel leichter von der Hand. Und Musik spielt die Amazon Frau eben nur mit einer aktiven Internetverbindung ab.

Egal wie, hauptsache Internet

FRITZ!Box, was sonst?

Welcher Router es wird, das stand nie zur Debatte. Ich mag die FRITZ!Box, hatte nie Probleme damit und dank ihrer Kombination aus Telefonanlage und Modem, ist sie in Millionen deutscher Haushalte zu finden. AVM macht da ein gewisses „etwas“ richtig und das nennt sich: Zuverlässigkeit und Einfachheit.
Die Features, welche die FRITZ!Box bietet funktionieren stets zu 100% und sind von jedem bedienbar.
Man konzentriert sich auf seine Kernkompetenzen, was vor allem die Smart Home Funktionen zeigen.
Sie bauen gute Geräte, versehen diese mit Basisfunktionen, aber überfrachten es nicht mit Zusatz-Skills. Und man hat eine Philosophie. Wenn man sagt, dass man im Kern ein Router ist und deshalb Sicherheit oberste Priorität hat, gibt es deswegen eben keinen Alexa-Skill. Egal wie laut einige danach rufen. Ich mag so etwas!
Aber genug der Lobeshymnen. Ich schrieb in meinem letzten Blog bereits, das ich einige, wenn nicht viele Dinge im Smart Home anders machen möchte und dabei werden die FRITZ! Smart Home Geräte eine wichtige Rolle spielen.
Was genau? Dafür muss ich etwas ausholen:

homee sieht doppelt mit FRITZ! Smart Home

In naher Zukunft, möchte ich (zumindest einen Teil) meines Strombedarfs selbst produzieren – mit einer Mini-PV Anlage.
Wie jeden Strombauer, interessiert natürlich auch mich neben der Produktionsleistung, der Gesamt-Stromverbrauch meines Hauses und ich möchte es auf die einzelnen Verbraucher aufschlüsseln.
homee bietet dafür in Zusammenarbeit mit der Aeotec Amperezange eine hervorragende Widget-Ansicht.

homee zeigt den Gesamtverbrauch und den Anteil jeder Geräte daran an

Diese möchte ich nicht mehr missen, musste aber auch feststellen, dass die Aeotec Amperezange viele Informationen in das Z-Wave Netzwerk schickt.
Daher würde ich diese gern von meinem „Haupt-homee“ seperieren. Schließlich geht der Trend sowieso zum zweit-homee ;-)
Aber Spaß bei Seite. Grundsätzlich ist das kein Problem, aber es würden die Verbrauchsmessung der einzelnen Geräte fehlen. Denn eine Z-Wave oder eine ZigBee Steckdose kann immer nur mit einem Controller (Smart Home Gateway) verbunden sein.
Eine „Clusterfunktion“ wie diese beispielsweise Fibaro durch das Zusammenschalten mehrerer Home Center bietet, gibt es bei homee noch nicht.

Ansicht in homee mit einer PV Anlage

Die Lösung hier sind die AVM FRITZ! DECT Steckdosen. Neben ihrer Funktion als schaltbare Steckdose, messen diese auch den Energiebedarf der angeschlossenen Geräte. Das spannende: Eine FRITZ!Box, kann mit mehreren homees verbunden werden.
So habe ich die AVM Steckdosen meinen Hauptverbrauchern wie Waschmaschine, Spülmaschine, Kühlschrank, Umwälzpumpe, Gartenbewässerungspumpe .. usw. vorgeschaltet um deren Energieverbrauch zu messen und die Geräte zu schalten.

AVM DECT Steckdose am Hauswasserwerk

Mit beiden homees, also meinem Haupt-homee, sowie meinem zweit-homee (liebevoll „Stromee“ genannt), habe ich über „Gerät hinzufügen -> WLAN Gerät -> AVM Smart Home“ die FRITZ!Box verbunden.
Somit erscheinen die Steckdosen inklusive ihrer Messwerte in beiden homees und lassen sich auch über beide homees steuern.

AVM Steckdose natürlich auch an der Waschmaschine

An der FRITZ!Box können maximal folgende DECT-Geräte gleichzeitig angemeldet sein:

Ein Schritt zurück: Fehlerquellen ausschließen

Auch die Art und Weise, wie ich Geräte schalten „lasse“, habe ich überdacht.
Wie vorhin beschrieben, bietet die FRITZ!Box viele Basis-Funktionen, um beispielsweise Geräte nach einem Zeitplan zu schalten oder nach einer definierten Zeit wieder auszuschalten.
Da homee die FRITZ!Box auch „nur“ als Fernbedienung nutzt, verwende ich nun vermehrt die Funktionalität der FRITZ!Box um somit eine Fehlerquelle (Verbindung zwischen homee und FRITZ!Box) zu eliminieren und mir gleichzeitig Homeegramme zu sparen.

Und noch mehr! Die FRITZ!Box übergibt die Schedules, also die Zeitpläne direkt an die Steckdose.
Das heisst, die Steckdosen schalten auch, wenn sie keine Verbindung zur FRITZ!Box haben.

AVM Steckdosen im Aussenbereich für die Bewässerung

So nutze ich beispielsweise die „Countdown-Funktion“ der FRITZ!Box bei meiner Gartenbewässerung.
Via homeegramm schalte ich die AVM DECT Outdoor Steckdose an, die FRITZ!Box schaltet diese nach einer definierten Zeit wieder aus.
Da das Schedules an die Steckdose übergeben wird, schaltet die Steckdose auch ab, wenn die FRITZ!Box zwischenzeitlich herunterfährt oder es keine DECT Verbindung gibt. Das erhöht die Zuverlässigkeit enorm und so kann ich sicher sein, dass meine Bewässerung auch im Falle einer Störung (etwa durch fehlende DECT Verbindung oder Ausfall der FRITZ!Box) nicht die ganze Nacht durchläuft.

Das detailierte Homeegramm hierzu poste ich sicher in den nächsten Tagen, denn die unterirdische Gartenbewässerung soll ja auch eines der nächsten Projekte sein.

FRITZ!Box Countdown Funktion

Aber auch das Schalten nach Zeitplan realisiere ich via FRITZ!Box. So schalte ich die Zirkulationspumpe (welche für den Komfort zuständig ist, das sofort warmes Wasser aus dem Wasserhahn kommt wenn man ihn öffnet) zeitgesteuert per FRITZ!Box. Morgens um 6Uhr schalte ich die Pumpe ein, Abends um 23:30 Uhr wieder aus. Die smarten Funktionen, zum Beispiel jene, das die Pumpe ausgeschaltet wird, wenn wir das Haus verlassen oder diese einschalten, wenn wir zurückkehren, dass überlasse ich weiterhin dem homee.

FRITZ!Box Zeitpläne

Wie behält man dabei den Überblick? Ist das nicht total verwirrend?
Nein, dank einer coolen Funktion in homee. Ist in der FRITZ!Box für die Steckdose ein Zeitplan angelegt, wird dies im homee unter dem Punkt „Zeitsteuerung“ mit dem Wortlaut „Aktiv“ angezeigt.
Gibt es keine Zeitsteuerung, so steht dort „Inaktiv“.
Dies hilft ungemein den Überblick zu behalten.

homee zeigt, ob eine Zeitschaltung per FRITZ!Box aktiv ist

Reset AVM DECT Steckdose: Übrigens, solltest du mal eine AVM DECT Steckdose zurücksetzen müssen, vielleicht weil du diese gebraucht auf eBay gekauft hast, dann gehst du wie folgt vor:

AVM DECT Steckdose einstecken und einschalten.
– DECT Taste für 6 Sekunden gedrückt halten, LED blinkt langsam
– Taste loslassen
– DECT Taste wieder für 6 Sekunden gedrückt halten, LED blinkt schnell
– Taste loslassen
– DECT Taste erneut für 6 Sekunden gedrückt halten, LED erlischt und beginnt erneut zu blinken
– Taste loslassen , fertig.

Nun kann die Steckdose an die FRITZ!Box angelernt werden.

WLAN in jedem Winkel

Da nun die Internetverbindung steht muss das Signal noch in die letzten Winkel vom Haus und auch vom Garten.
Denn neben den Amazon Echo Geräten, wartet auch schon die smarte Wetterstation von netatmo auf ihren Einsatz und auch der Rasenmähroboter will wieder an das „Netz“.

smarte Wetterstation „netatmo“ jetzt auch im WLAN

Für flächendeckende WLAN Netzwerke mit hohen Übertragungsraten sind „Meshnetzwerke“ inzwischen der letzte Schrei.
Auch AVM Geräte bieten diese Funktion an.
Ich muss gestehen, das ich jene  von AVM noch nicht ausprobiert habe, da ich persönlich mit dem „Orbi“ System von Netgear super happy bin.
Ein wichtiger Fakt: Es gibt auch für den Aussenbereich einen speziellen Satelliten von Netgear. Meinen Testbericht dazu findest du hier – falls du ihn noch nicht kennst.

Netgear Orbi Outdoor Satelit

Nun, nachdem ein stabiles und schnelles WLAN Netzwerk im Haus und Garten vorhanden ist, stellt sich für mich die kommenden Tage die Herausforderung, ein ebenso flächendeckendes EnOcean, ZigBee und Z-Wave Netzwerk aufzubauen.
Aber vielleicht treibt mich das schöne Wetter auch erst einmal in den Garten, wo der Rasenmähroboter seine Grenzen aufgezeigt bekommen will (lies: Begrenzungsdraht verlegen).

Smart Home Netzwerk drinnen oder Rasenmähroboter-Begrenzungsdraht draußen: Du wirst es erfahren, in meinem nächsten Blogpost.

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crissxcross
crissxcross
Chris, Gründer und Blogger von siio. Gelernter IT-Systemelektroniker, seit vielen Jahren beruflich als Produktmanager im Smart Home unterwegs. Technikverliebter Familienvater, Apple Fan. Nach einigen Jahren Stadtleben wieder froh auf dem Land zu sein.
  • heiok
    5. Juni 2019 at 17:28

    Hallo criscross, suuper interessant das alles! Danke für deinen Bericht. Mich interessiert besonders der E-Manager. Geht der nur mit Homee, oder läuft dieser auch mit Homey? Ich möchte mir auch eine Mini-PV Anlage, wie Du es getan hast, zulegen :-)
    LG

  • heiok
    7. Juni 2019 at 12:24

    Hallo Crissxcross, weißt du zufällig, ob es so einen schicken E-Manger auch von Homey gibt?
    Ich möchte mir – so wie du es getan hast – auch eine Kleine PV-Anlage bauen und eigentlich spricht mich Homey mehr an, als Homee.
    LG

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