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Vergleich: EnOcean Hora Heizungsthermostat vs. Z-Wave Danfoss und Eurotronic Spirit

by crissxcross2. Februar 2019

Setzt man auf ein Smart Home System mit verschiedenen Funksystemen – wie Beispielsweise auf WiButler oder homee, so kann man dem Z-Wave auch mal fremdgehen.
Und das mache ich jetzt! Meine Erfahrung nach 5 Jahren Danfoss LC-13 und mein erster Eindruck von den Hora Heizungsthermostaten mit EnOcean. Ach ja, und die Eurotronic Spirit nutze ich ja auch noch.

Als ich vor etwa fünf Jahren zum Z-Wave konvertiert bin, waren die Danfoss LC-13 Heizungsthermostate Alternativlos.
Und das meine ich in keiner Weise negativ! Im Gegenteil. Die schicken Thermostate waren sogar ein Grund, weg von Homematic mit seinen klobigen Geräten und dem Industriespritzguss-Plastik – hin zur Gerätevielfalt des Z-Wave zu wechseln.

Danfoss LC-13 Z-Wave Thermostat

In Punkto Design sind die Danfoss LC-13 auch bis heute nicht die schlechteste Wahl. Bei einem flüchtigen Blick in Richtung Heizkörper fällt gar nicht auf, dass ein smartes Thermostat im Einsatz ist.
Jedoch ist die Position des Display, vorn an der Gerätestirn, nicht ideal für Jedermann. Aber der größte Schwachpunkt der Thermostate sind die Tasten an der Front.
Schon nach kurzer Zeit lassen diese sich nur noch mit viel Kraftaufwand drücken und machen einen „ausgenuddelten“ Eindruck.
Aber who cares? Sie waren, wie bereits gesagt, lange Zeit Alternativlos.

Danfoss LC-13 Z-Wave Thermostat

Bis Eurotronic vor 2 Jahren die Wunderwaffe „Spirit-Z-Wave“ ins Rennen schickte.
Das Eurotronic macht so ziemlich jeden Schwachpunkt der Danfoss Thermostate wett. Beleuchtetes, großes Display auf der Geräte Oberseite. Gut ablesbar und sogar via Software-Funktion drehbar, so dass man sich nicht verrenken muss beim ablesen der Temperatur.
Plus und Minus-Taste zur lokalen Temperatureinstellung mit einem guten Druckpunkt.
Zudem ein Reporting der gemessenen IST-Temperatur und der aktuellen Ventilstellung an das Smart Home Gateway:
Wer will, kann die Ventilstellung sogar manuell anfahren (lassen).

Eurotronic Spirit-Z-Wave Thermostat

Der allergrößte Vorteil des Eurotronic Spirit-Z-Wave liegt jedoch in seiner blitzschnellen Reaktionszeit. Denn es arbeitet mit FliRs.

Mehr zu FliRs haben wir hier aufgeschrieben.

Batteriebetriebene Z-Wave Geräte, zu deren Gattung auch das Danfoss LC-13 gehört, wachen nur in einem vorgegebenen Intervall auf. Standardmäßig liegt dieser bei 15 Minuten. Wacht das Thermostat auf, fragt es an der Smart Home Zentrale nach neuen Informationen – wie zum Beispiel einer neuen Soll-Temperatur.
Danach geht es wieder in einen Tiefschlaf, um Energie zu sparen.
In der Praxis heißt das: Hast du beispielsweise eine Szene erstellt, welche die Soll-Temperatur der Heizung senkt, sobald ein Fenster geöffnet wird, kann es im schlechtesten Fall bis zu 14:59 Minuten dauern, bis die neue Absenktemperatur am Danfoss Thermostat ankommt und von diesem umgesetzt wird.

Anders bei FLiRs Geräten. Es geht nicht in Tiefschlaf, sondern „döst“ vor sich hin. Dabei lauscht es auf den Z-Wave Netzwerkverkehr. Aber es liest nicht jedes Datenpaket aus! Sondern es wartet auf ein bestimmtes – für das FLiRs Geräte aufweckendes – Datenpaket.
So ein: “ Hey, hör auf zu schlafen! Hier gibt’s jetzt Arbeit!“

Erst dann wacht das Thermostat auf und setzt sofort die neue Information – in diesem Fall eine neue Soll-Temperatur – um.
In der Praxis ist somit die Heizung noch in der gleichen Sekunde auf Absenktemperatur gefahren, wie das Fenster geöffnet wurde.
Und genau diese Funktion macht das Z-Wave Spirit derzeit so beliebt bei den Z-Wave Jüngern.

Batterielebensdauer

Kommen wir zur Königsdispziplin bei den Heizungsthermostaten.
Nichts, aber auch wirklich gar nichts ist nerviger, als ein kaltes Badezimmer, oder ein super heißes Schlafzimmer, weil die Batterie des eigentlich smarten, aber in diesem Moment doch ach so dummen Heizungsreglers leer ist.
Man muss wissen, das die Thermostate ein vordefiniertes Verhalten haben, was sie tun, wenn die Batterie leer ist. Bei dem Danfoss heißt das 21°C anfahren, das Eurotronic geht in den Frostschutzmodus.

Wie lange halten also die Batterien?
Bei dem Danfoss LC-13 gibt der Hersteller „bis zu 2,5 Jahre“ an. Ich sage: Vergiss es!
Diese Angaben sind in etwa so zu werten, wie die Sprit-Verbrauchsangabe der Autohersteller. Ja es geht mit 3 Litern auf 100 Kilometer, aber nur Berg ab, ohne Gegenwind und niemals schneller als 30km/h fahren!
Im Ernst: Bei den Thermostaten muss natürlich mechanische Arbeit verrichtet werden, indem der Ventilstift zu- und aufgefahren wird. Natürlich kostet das Energie und desto öfter eine Soll-Temperatur variiert – und damit die Ventilöffnung verändert wird, desto kürzer ist die Batterielaufzeit.

Von daher ist zu überlegen, ob bei jedem Stoßlüften unbedingt das Heizungsventil geschlossen werden muss. Denn eine wirkliche Energieeinsparung bringt das nicht! Die wassergeführten Heizkörper sind träge. Nur weil das Ventil geschlossen wird, sind diese ja nicht sofort kalt.
Bleibt das Fenster länger auf, zum Beispiel für ein besseres Raumklima beim Schlafen, dann steht das natürlich außer Frage, ob die Soll-Temperatur abgesenkt werden muss.

Kurzum: Weder in den 3 Jahren, als ich das Fibaro Home Center im Einsatz hatte, noch in den letzten 2 homee-Jahren haben die Batterien der Danfoss Thermostate länger als 1 Jahr gehalten.

Beim Eurotronic Spirit-Z-Wave ist es durch die FLiRs-Technologie sogar noch weniger.
Hier gibt der Hersteller „bis zu 1,5 Jahre“ an. Und wer viele FLiRs Geräte hat, muss die Batterien noch öfter wechseln.

Wie hängt das zusammen?
Wie ich vorhin erwähnte, lauscht das FLiRs Thermostat die ganze Zeit den Netzwerkverkehr mit, bis ein „hey aufwachen!“ kommt.
Dann bootet das Thermostat hoch, schaut in das Paket und setzt die Information um, sofern das Paket an ihn gerichtet war. Das ist der Teil, der wirklich Energie kostet.
Das Problem ist nur, das dieses „hey aufwachen!“ ein sehr unpersönliches Kommando ist. Es weckt alle FLiRs Geräte auf.
Wird also via Smart Home Zentrale – beispielsweise durch den Heizplan, die Temperatur des Badezimmer-Thermostats geändert, wachen auch alle anderen FLiRs Thermostate mit auf.

Wer also mehrere Eurotronic FLiRs Thermostate nutzt, wird eine kürzere Batterielaufzeit haben, als jener, der vielleicht nur ein Eurotronic Spirit-Z-Wave nutzt.
Übrigens, auch smarte Türschlösser wie das Danalock verwenden FLiRs ;-)

Ich habe seit 2 Jahren in Badezimmer und Küche die Eurotronic Spirit im Einsatz, sowie drei Danalock Z-Wave Thermostate und komme gut eine Heizperiode mit den Batterien über die Runden.
Lobenswerterweise muss man erwähnen, das sowohl Danfoss LC-13, als auch das Eurotronic Spirit-Z-Wave, jeweils 2 Stück der Standard AA Batterien nutzen.
Die laufenden Kosten halten sich somit in Grenzen.

Hora! Ein EnOcean Thermostat zieht ein

Hora EnOcean Thermostat

Ein- bis zweimal im Jahr Batterien wechseln, was ist schon dabei?
Ja, so dachte ich auch in meiner aufstrebenden Z-Wave Zeit. Hat man aber vier Zimmer plus Bad und Küche und in einigen Räumen sogar zwei Heizkörper, kann der Akt des Batterie-Wechsels schon sehr nervig werden.
Zumal natürlich niemals alle Batterien gleichzeitig ausfallen.
Hinzu kommen pro Raum noch Sensoren, wie die Danfoss-Raumsensoren, oder Fibaro Bewegungsmelder und nicht zu vergessen die Fensterkontakte, welche CR123A, oder andere exotische Batterien benötigen.

Nein Schluss! Es war und ist einfach nur nervig.
Daher hatte ich schon vor ziemlich genau einem Jahr, all meine Z-Wave Fenstersensoren gegen EnOcean Fenstergriffe getauscht.

Ich hatte davon hier berichtet: Angeschraubt – EnOcean Fenstergriff von Eltako

Das EnOcean Protokoll arbeitet mit extrem wenig Energie. Dazu kommt, das EnOcean Geräte diese Energie meist aus alternativen Quellen, wie beispielsweise einer kleinen Solarzelle ziehen, oder wie in dem Fall des Fenstergriffs die kinetische Energie in einen elektrischen Impuls umwandeln.

Es gibt sogar unter dem Namen „Micropelt“ ein Heizungsthermostat, welches vollkommen ohne Batterien arbeitet.
Dabei nutzt es den Temperaturunterschied zwischen der Heizung und der Raumtemperatur.
Aber um diese soll es hier nicht gehen, denn drei Gründe sprachen gegen die Anschaffung des Micropelt:

  1. Der Heizungsregler muss wie vorhin beschrieben, mechanische Arbeit verrichten. So kann man bestimmt 1 oder 2 Ventilstellungsänderungen am Tag durchführen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Energie für mehr Stellvorgänge ausreicht.
  2. Ganz trivial und doch so wichtig: Es hat kein Display und keine Möglichkeit die Soll-Temperatur lokal einzustellen
  3. last but not least: Mit über 120 Euro das Stück viel zu teuer! Da kann ich viele Batterien tauschen

Daher bin ich dem Enthusiasmus vieler Nutzer im homee Forum gefolgt und habe mir das „Hora“ EnOcean Thermostat auf eBay geschossen.
UVP des Hora liegt auch fern ab von Gut und Böse, aber wie gesagt, versuche dein Glück in der Bucht, dort ist das 3er-Paket sogar für um die 144 Euro zu haben.
Das Thermostat gibt es übrigens auch unter dem Brand „Afriso“ und ist dort unter der Modellnummer „AVD-20“ unterwegs.

Unboxing

Hora EnOcean Thermostat

Aber nun Butter bei die Fische: Warum wieder ein Thermostat mit 2 Standard AA Batterien?
Nun, hier haben mich die positiven Erfahrungsberichte von Nutzern, beispielsweise auf der Wibutler Seite überzeugt.
Die Herstellerangabe sind übrigens „bis zu 5-Jahre“. Bei Berg ab, Mondschein und der Jupiter muss im Hause des dritten Mondes stehen. Spaß bei Seite!
Auch hier bei EnOcean gibt es ein Aufwachintervall. Standardmäßig ist der bei dem Hora Heizungsregler auf 20 Minuten eingestellt. Man kann diesen natürlich nach oben, sowie unten korrigieren. Bei welchem Aufwachintervall der Hersteller die 5 Jahre gemessen hat weiß ich aber (noch) nicht.

Eins weiß ich aber jetzt schon – ich hoffe die Batterien gehen nicht leer, wenn ich mal nicht zuhause bin, denn: Laut Handbuch öffnet bei einem Batteriealarm der Hora Heizungsregler das Ventil zu 100%. Scheisse, das wird heiß!

Hora EnOcean Thermostat

Aber mal ab von dieser (vielleicht noch unbegründeten) Angst. Werfen wir erstmal ein Blick auf den Hora Heizungsregler:
Er macht einen grundsoliden und sehr wertigen Eindruck.
Sehr schön die Überwurfmutter auf Metall, vergleichbar mit dem Eurotronic.

Das Danfoss hat leider nur einen Plastik Adapter, der auf das Ventil geschraubt wird und an welchem das Danfoss LC-13 angeflanscht wird.
Nicht nur einmal ist mir daher das Thermostat vom Ventil gesprungen.

Hora und Eurotronic haben eine Überwurfmutter aus Metall – Danfoss nur aus Platik

Das Display ist leider nicht beleuchtet – was sich aber durchaus positiv auf die Batterielebenszeit auswirken wird. Dafür wird die aktuelle Soll-Temperatur mit großen, sehr gut ablesbaren Zahlen angezeigt.
Besonders schön finde ich, dass man die Soll-Temperatur per Drehrad variieren kann. Haptisch extrem gut gemacht, da das Zahnrad auch ein leises „Klicken“ zur Bestätigung zurückgibt.
Das Drehrad ist übrigens gleichzeitig die Batteriefachabdeckung.

Hora – Drehrad abgenommen: Batteriefach und Micro USB

Darunter findet man nicht nur die beiden AA-Standardbatterien, sondern sogar einen Micro USB Anschluss zur dauerhaften Spannungsversorgung des Hora Heizungsthermostats.
Sitzt die Heizung beispielsweise direkt unter dem Fenster und man hat in der Fensterlaibung Steckdosen (clever für die Weihnachtsbeleuchtung ;-) ) könnte man via Micro USB Kabel eine dauerhafte Stromversorgung sicher stellen. Batteriewechsel adios!

Ob man ggf. auch AA-Akkus nutzen – und diese über den Micro USB Port laden kann, weiß ich bis dato noch nicht, werde es aber testen!

Größenvergleich

Eurotronic Spirit ; Danfoss LC13; Hora

Im Größenvergleich liegen Eurotronic und Hora Thermostat gleich auf. Nur das Danfoss ist etwas schmaler und kleiner.
In Punkto Design fällt mir die Entscheidung schwer und letztendlich ist es auch eine Geschmackssache.
Ich persönlich finde immer noch das schlichte Design des Danfoss LC-13 am schönsten. Weiß aber auch aus den letzten 5 Jahren, wie unpraktisch es ist.
Daher ist der Ansatz von Eurotronic und Hora mit dem Displays auf der Oberseite sehr clever, wenn auch im Design nicht die schönste Lösung.

Müsste ich mich zwischen Hora und Eurotronic entscheiden, würde ich das Hora bevorzugen. Warum? Da die Batterien beim Eurotronic hochkant eingelegt werden, ist es nicht rund, sondern von vorn betrachtet Ei-förmig.
Beim Hora werden die Batterien der Länge nach hineingeschoben, so dass das Thermostat rund und damit formschöner ist.

Batteriefach geöffnet bei den Thermostaten

Installation

Die Prozedur ist bei allen drei Thermostaten identisch:

  1. nach dem Batterie einlegen fährt der Ventilstift komplett ein – somit kann es leichter auf dem Heizungsventil montiert werden
  2. nach Betätigen der Taste wird eine Adaptierfahrt gestartet, bei welcher das Thermostat die Endlagen ermittelt
  3. nun kann es an die Smart Home Zentrale angelernt werden

Da bei Z-Wave ein sehr umfangreiches „Interview“ geführt wird, kann so ein Einlernvorgang des Danfoss oder Spirit Z-Wave schonmal 30 Sekunden, bis hin zu 2 Minuten dauern. Nicht selten passiert es, dass das Danfoss dabei wieder in den Tiefschlaf fällt und durch drücken einer Taste geweckt werden muss.

Umso erstaunter war ich, wie blitzschnell der Anlernvorgang bei dem Hora EnOcean Thermostat ging.
Anlernvorgang an homee starten, lange (3-5 Sekunden) die mittlere Taste am Thermostat drücken und keine 2-3 Sekunden später steht das Thermostat im homee zur Verfügung.

Funktionen

Ich hatte es ja vorhin bereits kurz angesprochen. Neben der Vorgabe der Soll-Temperatur, können die Thermostate auch eine ganze Reihe an Informationen an das Smart Home Gateway liefern. Bis auf das Danfoss LC-13. Zumindest in seiner originalen Version.
Hast du ein Danfoss-LC13 unter dem Brand Devolo oder Popp ergattert, wird dass Heizungsthermostat auch die gemessene IST-Temperatur reporten.
Wozu man diese braucht, bleibt mir ein Rätsel. Ich kann mir bessere Messpunkte der Temperatur im Raum vorstellen, als direkt am Heizkörper.

Das Eurotronic kann selbstverständlich auch die IST-Temperatur reporten und darüber hinaus noch die aktuelle Ventilstellung.
Neben der Soll-Temperatur lässt sich beim Eurotronic auch noch ein Boost-Modus ansteuern, bei welchem das Ventil für 15 Minuten zu 100% geöffnet wird.
Praktisch, um beispielsweise das Badezimmer vor dem Duschen nochmal schnell hochzuheizen.
Aber auch ein Energiesparmodus und ein manueller Modus können gesetzt werden. Bei zuletzt genanntem, kann daraufhin die Ventilöffnung vorgegeben werden. Der interne Thermostatmechanismus wird damit ausgeschaltet. Praktisch um es an einer Fußbodenheizung zu betreiben.

Ansicht und Funktionen Eurotronic Spirit-Z-Wave in homee

Neben der Möglichkeit, die Displayanzeige Softwareseitig zu drehen, kann beim Eurotronic auch die Dauer der Displaybeleuchtung eingestellt werden.
Ein wichtiger Faktor im Hinblick auf die Batterielaufzeit.
Falls benötigt, kann am Eurortonic auch ein Off-Set, also eine Temperaturkorrektur eingestellt werden. Die eingestellte Soll-Temperatur wird dann jeweils um die Gradzahl Über- oder Unterschrittten.

Wer Kinder im Haushalt hat, wird es lieben: die Kindersicherung. Diese verhindert, das die Temperatur lokal am Thermostat verstellt werden kann.
Mit dieser Funktion wartet sowohl das Eurotronic, als auch das Hora Heizungsthermostat auf.

Zusatzfunktionen Eurotronic Spirit Z-Wave Thermostat

Das Hora kann, wie auch das Eurotronic die IST-Temperatur, sowie auch die aktuelle Ventilöffnung zum Gateway reporten.
Darüber hinaus wird sogar die aktuell gemessene Vorlauf-Temperatur (also jene Temperatur mit der das Wasser in den Heizkörper hineinfließt).
Diese liegt bei wassergeführten Heizkörpern um die 60°C. Fußbodenheizungen werden mit einer deutlich geringeren Temperatur „angefahren“ – diese liegt zwischen 30°C – bis 40°C Grad.
Daher sind Fußbodenheizungen auch so träge, das es eigentlich gar nicht lohnt diese smart zu steuern.

Ansicht und Funktionen Hora EnOcean in homee

Ein Boost-Modus oder ähnliches steht bei dem Hora nicht zur Verfügung, ebenso keine Offset-Funktion.
Und während das Danfoss sowie auch das Eurotronic die aktuelle Batterieladung in Prozent ausgeben, sagt das Hora nur „Batterie ok“.
Dafür wird bei EnOcean, im Gegensatz zu Z-Wave, die Empfangsqualität mit übermittelt.
Das ist sehr praktisch um Funkprobleme zu erkennen und diesen entgegen zu wirken – beispielsweise mit Repeatern.

Eine Displaybeleuchtung hat das Hora Thermostat wie schon erwähnt nicht, dafür kann aber auch hier die Displayanzeige Softwareseitig gedreht werden.

Zusatzfunktionen Hora EnOcean Thermostat

Lautstärke

Direkt nach der Batterielaufzeit, eines der wichtigsten Faktoren beim Heizungsthermostat: die Lautstärke.
Ich hatte schon Thermostate in der Hand, die klangen wie das Glücksrad auf SAT1 (siehe mein Video zum Smartwares Heizungsthermostat)
Die gute Nachricht ist: Keines der hier im Vergleich angetretenen Thermostate kommt auch nur annähernd in diesen (Lärm-)Bereich.

Während das Hora, sowie auch das Eurotronic doch hörbar – aber nicht wirklich störend, den Ventilstift verstellen, ist das Danfoss LC-13 flüsterleise.
Hier muss man wirklich das Ohr an das Thermostat halten, um zu prüfen ob es arbeitet.
Für das Schlafzimmer die erste Wahl!

Fazit

Wer besonders Wert auf die Lautstärke des Heizungsthermostats legt und mit den anderen Nachteilen klarkommt, der sollte weiter am Danfoss festhalten.
Zudem wird unter Kennern gemunkelt, das es bald eine neue Version des Danfoss Z-Wave Thermostat geben wird. Denn für das eigene proprietäre System hat der Hersteller bereits ein neues Modell, mit einem Display auf der Oberseite vorgestellt.
Aber leider immer noch mit Plastikring, statt mit hochwertiger Metall-Überwurfmutter.

Ansonsten traue ich mich zu sagen, gibt es inzwischen gute Alternativen zum Danfoss LC-13.
Wer eine schnelle Reaktion vom Thermostat erwartet, der greift zum Eurotronic Spirit-Z.
Wer auf lange Batterielaufzeiten setzt (ich werde weiter testen und berichten) – der sollte mal in die EnOcean Welt hineinschnuppern, zum Beispiel mit dem Hora EnOCean Heizungsthermostat.

 

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Chris, Gründer und Blogger von siio. Gelernter IT-Systemelektroniker, seit vielen Jahren beruflich als Produktmanager im Smart Home unterwegs. Technikverliebter Familienvater, Apple Fan. Nach einigen Jahren Stadtleben wieder froh auf dem Land zu sein.
  • Muehle
    2. Februar 2019 at 14:29

    Kleiner Tip: nimmt man das zum LC-13 baugleiche Modell von Popp, kann man auch die IST-Temperatur auslesen.

    • crissxcross
      2. Februar 2019 at 16:03

      so steht es ja im Text ;-)
      „…Hast du ein Danfoss-LC13 unter dem Brand Devolo oder Popp ergattert, wird dass Heizungsthermostat auch die gemessene IST-Temperatur reporten…“

  • Florian Rahm
    4. Februar 2019 at 9:54

    Wenn ein externes USB Ladegerät angeschlossen ist, funktioniert der Thermostat dann auch als Repeater fürs Enocean Netzwerk ?

  • Schneider
    11. Februar 2019 at 23:49

    Kleine Korrektur: Die Fußbodenheizung ist nicht wegen der geringeren Temperatur träger als statische Heizflächen (also Heizkörper); sondern alleine wegen der Masse der Heizfläche, also dem Fußboden.

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