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Smarte Gartenbeleuchtung – mein Garten in bunten Farben

crissxcross
Geschrieben von crissxcross
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Wie ich meinen Garten mit smarter Beleuchtung ausgestattet habe, welche Produkte ich gewählt – und welche Fehler ich gemacht habe, das liest du hier.

Nun haben wir es geschafft, ein Jahr lang wohnen wir schon in unserem neuen Haus.
Dank dem Glück das Haus fix und fertig kaufen zu können, bot sich für mich die Möglichkeit, neben smarten Spielereien im Haus, auch schon viel im Garten zu machen.
Über das Projekt automatische Bewässerung und Mini PV Anlage auf dem Schuppen hast du sicher schon gelesen. Und wie du aus dem letzten Artikel zu den LinkTap Magnetventilen vielleicht schon zwischen den Zeilen herauslesen konntest, treibt mich das schöne Wetter wieder in jeder freien Minute in den Garten.

Mini-PV Anlage und Bewässerung steht – weiter gehts smart!

Das neue Projekt?

Die smarte Gartenbeleuchtung

Genau genommen wird es mehr als nur ein Projekt, denn auf den gut 1.000 m2 ist man nicht mit einem Rutsch fertig.
Man hat da so seine „Ecken“ und alle sollen ein Highlight für sich werden.
Daher möchte ich dir in diesem und den nächsten Blogposts erzählen von:

  • der smarten Beleuchtung der Schuppenruine mit den Weinreben
  • der Bewässerung und Beleuchtung des neuen Steingarten
  • wie Bäumchen, Sträucher und Wege in Szene gesetzt werden (sollen)
    denn zuletzt genanntes Projekt ist akuell noch nicht umgesetzt.

In allen Projekten spielt smart steuerbares Licht eine Rolle, wobei ich unterschiedliche Systeme eingesetzt habe.
Meine Erfahrungen, Erfolge aber auch Fehler und Misserfolge möchte ich in den Blogposts gern mit dir teilen. Denn Fehler sind da, um gemacht zu werden, aber nicht damit man sie wiederholt.

smartes Licht gehört einfach in jeden Garten :-)

Die Schuppenruine mit den Weinreben

Insgeheim wohl meine Lieblingsecke auf dem gesamten Grundstück. Zwei stehengebliebene Außenmauern eines alten Schuppens, die nun an jener Stelle die Grundstücksgrenze markieren und einen Zaun ersetzen.
Ausgerichtet nach Süden, waren sie ohne Frage der perfekte Platz für die Weinreben, welche Notgedrungen letztes Jahr mit umgezogen sind.

Direkt nach dem Umzug

Das muss man doch in Szene setzen, dachte ich mir bereits letztes Jahr und werkelte dort mit ZigBee Strahlern von GLED herum.
Das „große“ Modell des Herstellers hatte ich vor längerer Zeit hier schonmal getestet.

Zigbee Gartenspot – Strahlwasserfest

Die kleineren Spots, ebenfalls aus Gußeisen und Strahlwassergeschützt, streuen das Licht etwas breiter und lassen sich ebenso in ihrer Farbe variieren. Auch der Weißkanal kann getrennt von den RGB Farben zwischen Warm- und Kaltweiß variiert werden.
Die Spots sollten die Wände anstrahlen und so Lichtakzente setzen.
Als super praktische Außenverlängerung hierfür bot sich augenscheinlich diese hier an: Verlängerungskabel Aussenbereich 10m mit Gartensteckdose 3fach

clevere 3-fach Verlängerung

Sie hat 3 Steckdosen, jeweils im Abstand von 2,5 Metern, wobei der erste Auslass erst 5 Meter nach dem Stecker kommt. 
Eigentlich perfekt und man spart sich jegliche Kabelinstallation.

Soweit so gut, doch nach einer Saison war ich das lohse Kabel entlang der Mauer leid, auf das man beim Rasenkantenschneiden acht geben musste.
Zudem sind es eben nur gesteckte Verbindungen, in die doch mal Wasser eindringen kann.
Und das Rasenkantenschneiden nervte mich sowieso!

Die Weinreben Ecke – sie soll schöner werden

Rasenkanten-Neubau-Dings

Dieser miese kleine Rasenmähroboter. In Amerika fahren sie autonom mit Autos im öffentlichen Straßenverkehr und hierzulande muss ich mit einem Draht dem Rasenmäher sagen, wo das Grundstück zuende ist. Zu allem Überfluss mäht er dann nicht einmal bis an die Mauerkante heran.
Ach, wenn ich ihn nicht so gern hätte.
Also stand der Plan: Ich baue meinen Garten wieder ein Stückchen mehr „Rasenrobotergerecht“ um.
Und in diesem Zuge sollte auch gleich die Verkabelung der ZigBee Strahler für die Ewigkeit verlegt werden.

Ihm muss man die Grenzen zeigen: dem Rasenmähroboter

Für das Parallel-Projekt „Steingarten“ lagen inzwischen genügend Felsbrocken vor der Tür, diese sollten den Korridor pflastern, wo sonst der Rasenmäher die Kante stehen lässt.
Also musste erstmal Erde ausgehoben werden, damit die Steine dann ebenerdig verlegt werden können.
Gehemmt wurde das Projekt durch die Weinreben, dessen Wurzeln sich in dem letzten Jahr nun schon gut ausgebreitet hatten. Zuviele davon wollte ich nicht zerstören.

Steine sind genug da – los gehts

Zugleich hieß das auch, das der geplante Graben von 60cm Tiefe – denn das besagt die Norm für das Verlegen von Stromkabeln durch Gärten und freies Gelände – so nicht stattfinden konnte.
(By the way: Unter Wegen und Straßen müssen es sogar 80cm sein.)
Nunja, muss ich mir wohl merken das da ein Kabel ist und Hauptsache es ist unter der Erde.
So dachte ich und der Plan war geboren. Also los, los!

Zunächst musste die Erde ausgehoben werden

Schmeiß ma´mal mehr rein

An den jeweiligen Stellen, wo später ein Spot erstrahlen sollte, habe ich eine Schlaufe von ca. 15cm Kabel aus dem Boden stehen lassen. Diese werden später aufgetrennt.
Auf die paar Meter (25m waren es in Summe von Verteilerkasten bis zum letzten Spot) macht es im Kabelpreis übrigens wenig aus, ob man 3-Adriges, oder 5-Adriges nimmt.
Also ob 1, oder 3 Phasen. Daher habe ich direkt 5-Adriges Kabel verlegt, wer weiß ob man noch eine Mini PV hinstellen will, weitere Lampen getrennt schalten möchte, oder wie man das Ganze sonst noch erweitern wird.
Daher immer meine Empfehlung: Wenn man Erdarbeiten unternimmt, niemals Zusatzkosten scheuen und immer soviel Infrastruktur wie möglich hineinbringen. (Lies: Lehrrohre, zusätzliches Kabel, Wasserrohr?)
Eine gute Planung im Vorfeld, erspart im Nachgang so machen Spatenstich.

Kabel verlegen für Beleuchtung

Apropos Wasser. Die Grundlage bildet Unkrautfließ, welches ich doppelt gelegt habe. Dazwischen verläuft ein Perlschlauch, der die Wurzeln der Pflanzen feucht hält. Das „smarte“ daran: Wenn tagsüber die Sonne scheint und ich kleiner Strombauer so wieder Strom „ernte“, kann ich über diese Perlschläuche bewässern, ohne das mir die Pflanzen verbrennen.

Zwischen zweei Lagen Unkrautflies schlängelt sich ein Perlschlauch

Der doppelte Fließ verhindert dabei, dass sich der Perlschlauch mit feinem Sand zusetzt.
Auf dem Fließ wurden dann die Felssteine „gepuzzelt“. Ja, so muss man es nennen. Eine fast glatte Fläche bilden diese, damit der feine Herr Rasenmähroboter darauf fahren – und die Rasenkante abmähen kann.

Mit Felssteinen gepflastert

Elektroinstallation

Aber nun zum Hauptaktor in diesem Aufzug: Die ZigBee Gartenstrahler wollen noch angeklemmt werden.
Nachdem ich mich zunächst für viel zu kleine Abzweigdosen entschieden hatte – dem Geiz sei Dank – verstrichen wertvolle Tage, bis die neuen, richtigen Abzweigdosen geliefert wurden.
Die größere 3-Wege Verbindungsdose ist mit 25 Euro im Doppelpack nicht sonderlich günstig, dafür aber mit IP68 Strahlwassergeschützt, was im Garten (überirdisch) und bei aktiver Bewässerung extrem wichtig ist. Zugleich staubdicht und auch ganz wichtig – UV beständig. Was nützt wasser- und staubdicht, wenn die Plastik nach 2-3 Jahren durch Sonneneinstrahlung porös wird?

Genug Platz zur Verkabelung in den Abzweigdosen

Da ich bei meinem Projekt nicht auf Platz achten musste und sich die Abzweigdosen unter den Steinen verbergen lassen, habe ich mich nach dem ersten Fehlkauf gleich für eine relativ großzügige Variante entschieden, damit ich mir bei der Installation nicht die „Finger breche“.
Nichts ist nerviger, als eine Elektroinstallation auf viel zu engem Platz, wo dann kurz vor dem verschließen der Dose die Kabeladern brechen, oder die Kabelenden aus den Klemmen springen. Wer schon einmal Unterputzmodule von Fibaro und Co. in Schalterdosen verbaut hat, weiß wovon ich rede …

Die Abzweigdose verschwindet unter den Steinen

Zurück zu den Abzweigdosen: Die Verschraubung ist Zugentlastung und Schutz vor eindringendem Wasser zugleich. Clever gelöst. Für die verschiedenen Kabelquerschnitte liegen verschiedene gelbe Gummiüberzieher-Pöbsel (Adapter?) bei.

Gummi-Pöbsel verschließen den Einlass Wasser- und Staubdicht

Nun schrieb ich Eingangs, das ich von meinen Fehlern berichten möchte, damit du darüber lachen kannst und dir damit auch Zeit sparst.
Beginnen wir mal mit der Verschraubung. Nein, beginnen wir mit einem Zeisprung.
Stell dir mal vor du schaust auf das was du da geklemmt hast, freust dich und – „freust“ dich nochmal, weil du nun alles wieder lösen musst, da du vergessen hast, die Verschraubung über das Kabel zu führen.

Vermeide Fehler Nummer 1: Schiebe immer, aber auch wirklich immer zuerst die Verschraubung über das Kabel.

Die gleichen „tollen“ Glücksgefühle ereilen sich, wenn du alles zusammenbauen willst und bemerkst, das du den gelben Gummiüberzieher-Pöbsel-Abstands-Adapter-Dings falsch herum draufgeschoben hast.

Vor dem zusammenklemmen, die Verschraubung auf die Kabel

Vermeide Fehler Nummer 2: Beim auseinanderbauen darauf achten, wie herum die Teile zusammengehören, überlegen und die Teile richtig herum auf das Kabel schieben.

So und ab hier nun der Hinweis: Alle Arbeiten an elektrischen Anlagen sind nur von einer Fachkraft auszuführen!
Und ja, ich darf.

Dann Kabel abmanteln und in die Abzweigdose führen. Dort Adern abisolieren.

Starr auf Flexibel

Nun haben wir die Herausforderung, dass das Erdkabel ein starres Installationskabel ist, die Zigbee Strahler aber mit einem Gummimantel-Kabel, also einem flexiblen Kabel daherkommen.
Beides bedarf unterschiedlicher Klemmverfahren.
Ja man könnte eine Lüsterklemme nehmen, aber mit der Zeit gibt das Kupfer der Installationskabel nach, so das die Schrauben nachgezogen werden müssten. Heißt: Wartungsaufwand und den wollen wir nicht.
Daher ist klemmen mit einem Federgegendruck besser.
Das Zauberwort heißt Wago-Klemmen.
Hier gibt es welche, die Starre Installationskabel, als auch flexible Kabel aufnehmen können. Und zwar diese: WAGO 222-415 CLASSIC-Verbindungsklemmen, 5-Leiter

Klemmen für Verbindung von Flexibel auf Starr

Aus Platzgründen fand ich es jedoch deutlich bequemer mit diesen Klemmen zu arbeiten: XTC 5 Stück Schnellverbinder Lüsterklemmen für 230-450V

Die übrigen (bislang ungenutzen) zwei Phasen habe ich mit klassischen Wago Klemmen verbunden und so „durchgeschliffen“.

Mit Wago Klemmen verbunden

Anlernen – zu spät

Nach dem Zusammenbauen kommt die Kür, das Anlernen, so dachte ich.
Nun, während man bei Z-Wave meinst irgendeine Taste drücken muss, damit das Gerät in den Anlernmodus verfällt, startet ein Zigbee Gerät just nachdem es mit dem Strom verbunden wurde seine Anlernlust.
So kann man sicher mehrfach hintereinander durch Sicherung raus und wieder rein das Anlernen starten – oder?
Ja so dachte ich bis zu Lampe 3 von 5. Denn ab da an brach mein homee den Anlernvorgang immer mit der Meldung „Gerät bereits im Netzwerk“ ab.
Übrigens, dank der homee-in-homee Funktion schaltet und waltet ein dedizierter homee im Garten die (bald vielen) Lampen. Ich habe ihn „Gartee“ genannt (Garten + homee = Gartee ❤️)

Mein Gartee

Zurück zum Anlernproblem, welches nach Hilfestellung durch die Codeatelier-Jungs geklärt aber nicht zu meienr Zufriedenheit geklärt werden konnte. Denn Nach dem Zuschalten des Stroms, wollen auch alle bereits angelernten Lampen nochmal „Hallo“ bei homee sagen, weshalb der den Anlernvorgang mit „kenn dich schon“ abbricht.
Eine Schei** … So musste die Abzweigdose wieder aufgemacht werden und der zuvor abgeschnittene Stecker wieder abgebastelt werden, um die Lampe dann anzulernen, während die Sicherung der anderen Lampen „AUS“ war.

Vermeide Fehler Nummer 3: Lerne die Lampen erst an und schneide dann dessen Stecker ab.

Fertig fest verkabelte ZigBee Lampe

Mein Garten in meinen Farben

Oder wie ich diese Szene nenne: Disneyland. So sieht das Ergebnis aus und irgendwie sind wir im Herzen doch alle noch Spielekinder 🤓

Mein Garten in bunten Farben

Fazit:

230 Volt per Verlängerung verlegen ist nichts Dauerhaftes, schon gar nicht zwischen Rasenmäher und Bewässerung. Das Verlegen von Kabeln erfordert Erdarbeit, schmeiss also gleich mehr Kabel und / oder Wasser mit rein, damit du später nicht den Satz sagen musst:

„Hätte ich doch“.

Und Elektroinstallationen nur vom Fachmann! Wer Geld sparen will, bereitet die Erdarbeiten vor, verlegt das Kabel, zieht es in die Abzweigdosen, lernt die Lampen an 🤓 und lässt dann den Elektriker kommen.
Das Geld ist es wert und die Sicherheit allemal! So und nun will ich von deinem Projekt hören, lesen und sehen!

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crissxcross

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Chris, Gründer und Blogger von siio.
Gelernter IT-Systemelektroniker, seit vielen Jahren beruflich als Produktmanager im Smart Home unterwegs. Technikverliebter Familienvater, Apple Fan. Nach einigen Jahren Stadtleben wieder froh auf dem Land zu sein.

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