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Review

Huawei WiFi Q2 Full Mesh – Alternative zum Netgear Orbi System?

by 3. November 2018
Postiv

+ Einfache und schnelle Einrichtung
+ Backhaul optional via Powerline
+ Netzwerkübesicht und Diagnose Funktionen via App
+ gute Performance und WLAN Abdeckung

Negativ

- (noch) keine Möglichkeit einzelne Satelliten nachzukaufen und das System zu erweitern

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Installation
Funktionsumfang
Bedienung
Nutzen
Preis-Leistung
Fazit

Wer Probleme mit seiner WLAN-Performance hat sollte auf jedenfall mit einem der beiden, hier vorgestellten Systeme Liebäugeln. ;-)

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Die Anzahl an WLAN-Geräten wächst in unseren vier Wänden kontinuierlich und auch Ihr Heißhunger nach Bandbreite.
Doch schon in puncto WLAN-Abeckung schwächeln viele Router – wie soll man da die richtige WLAN-Geschwindigkeit zum streamen und zocken auf die „Strasse“ bekommen? Vielleicht mit einem WLAN Mesh-System? Nach dem Netgear Orbi System durfte ich nun das Huawei WiFi Q2 Full Mesh System testen und habe beide Systeme in puncto Installation und Funktion miteinander verglichen.
Hier mein Testurteil:

Die Ausgangssituation und damit die Voraussetzungen waren bei beiden Systemen – beim Netgear Orbi, als auch beim Huawei WiFi Q2 stets die gleichen: Einfamilienhaus mit Internetzugang über eine FRITZ!Box 7490, mehrere mobile WLAN Geräte wie Smartphones, Tablets und Notebooks, sowie Nutzung von Streamingdiensten mit entsprechender Hardware, wie dem Amazon Fire TV-Stick.

Die Probleme im Alltag: Unzureichende WLAN Abdeckung, vor allem im Garten. Langes Buffern von Videostreams und Abbrüche bei Videotelefonie via Facetime, Skype und Co.

Vor kurzem bekam ich dann die Möglichkeit das Netgear Orbi Meshsystem zu testen – Das Ergebnis: das ca. 200 Euro teure Netgear Orbi Starter-System, bestehend aus Router und einem Satelliten brachte eine hervorragende WLAN-Abdeckung im ganzen Haus und Garten, einhergehend mit bester WLAN-Geschindigkeit. Die Probleme, welche ich mit der FRITZ!Box hatte sind seither Geschichte.

Nun möchte auch der Hersteller Huawei aus Fernost mit seinem WiFi-Meshsystem zum Test antreten.
Das Starterset Huawei WiFi Q2 Full Mesh kommt neben dem Router mit zwei Satelliten daher, und kostet knapp 300 Euro auf Amazon. Das Netager Orbi System kostet in dieser Ausführung, also ein Router und zwei Satelliten etwa 20 Euro weniger und ist für 279 Euro zu haben.

#Unboxing

Das Huawei WiFi Q2 Full Mesh- System kommt in einem stabilen Karton, in welchem der Router und die zwei Satelliten nebeneinander liegen. Gut aufgeräumt und jeweils unter den Geräten lietg das Netzkabel, sowie beim Router noch ein Flachbandnetzwerkkabel.
Was ich hierbei schön fand: Keine Netzteile, welche in der Verteilerleiste andere Steckdosenausgänge blockieren, sondern schlichte 2-polige Netzkabel.

#Installation

Eines haben beide Systeme – das Netgear Orbi als auch das Huawei – gemeinsam: der Router kommt ohne DSL Modem. Das heisst, hier wird ein externes DSL Modem benötigt, oder der Netgear, bzw. der Huawei Router wird hinter der FRITZ!Box betrieben.

Huawei Q2 Mesh System Router

Also zum starten den Huawei Router mit Strom versorgen und via (mitgelieferten) LAN-Kabel an einen freien LAN-Port der FRITZ!Box anschließen. Für die Einrichtung wird die Huawei-App benötigt. Damit man gleich die richtige App erwischt, kann der beiliegende QR-Code gesannt werden und der dahinterliegende Link führt zu der App im jeweiligen App-Store. Für iOS war diese 160 MB gross.

icon
Huawei SmartHomeHuawei Device (Dongguan) Co,. LTDDienstprogrammeFreeDownload

Uff! Hätte man jetzt gutes WLAN gehabt, wäre die App im „nu“ heruntergeladen. Aber wir arbeiten ja gerade dran :-)

Ist die App auf dem Smartphone oder Tablet gelandet, heißt es: Mit dem WLAN Netzwerk des Huawei verbinden. Dieses eröffnet für die Installation nämlich ein eigenes Netzwerk – Zugangsdaten des Standard WLAN stehen auf der Unterseite des Routers.

Ehrlich gesagt, hatte ich nach dem ersten Screen der App keine wirklich großen Erwartungen mehr an das System. Denn hier musste man die Region auswählen. Neben „Sonstige“ stand lediglich noch das Festland von China zur Auswahl.

Oh man, was soll das nur werden?

Umso erstaunter war ich dann aber von der weiteren, wirklich extrem einfachen Konfiguration des Systemes.
Die App meldet einen noch nicht „konfigurierten Huawei Router“ und führt ab diesem Punkt dann, Schritt-für-Schritt durch die Einrichtung.
Nur fünf (5) Schritte sind es an der Zahl, bis alles rund läuft, wobei wir bis hierhin schon drei (3) der Schritte erledigt haben.

Huawei Meshsystem Installation

Nun vergibt man seinem WLAN einen individuellen Namen und ein dazugehöriges WLAN.Passwort. Gleiches muss man auch für den Routerzugriff tun, wobei hier die Möglichkeit besteht, für WLAN als auch für den Routerzugriff das gleiche Passwort zu nutzen.

Und das war es schon. Nun kann man sich mit dem neuen WLAN verbinden.

Huawei Meshsystem Einrichtung

#Satelliten verbinden

Mit einem WLAN-Router allein entsteht natürlich noch kein WLAN-Meshnetzwerk.
Daher braucht das System noch sogenannte Satelliten, welche im Haus verteilt werden und WLAN Zugangspunkte eröffnen.
Untereinander kommunizieren die Satelliten über ein sogenanntes Backhaul. Genau dies ist beim Einsatz von Repeatern das Bottleneck – also der Flaschenhals, denn Repeater empfangen und senden auf der gleichen Frequenz. Das führt zum halbieren der Geschwindigkeit hinter dem Repeater.
Die Backhaul Verbindung hingegen nutzt verschiedene Frequenzen und ein Mehrfachantennensystem, so dass zwischen den Satelliten und dem Router eine „fette“ Bandbreite für die Kommunikation zur Verfügung steht.

Repeater vs. Meshsystem

Das besondere am Huawei System: Du kannst entscheiden ob die Backhaul Verbindung via Funk (auf 5Ghz und 2,4Ghz) aufgebaut werden soll, oder über Powerline.
Bei zweiter Variante kommunizieren der Router und die Satelliten untereinander über die vorhandene Stromleitung.

Ich entschied mich für diese Variante und war von der Einrichtung wirklich begeistert.
Satelliten an den Strom anschließen und warten. Der Satellit startet und eröffnet kurz das Standard-WLAN, synchronisiert sich dann mit dem Router und übernimmt von diesem die WLAN-Kennung und Passwort. Fertig.

Das war wirklich sehr einfach!

Huawei Meshsystem -Satelliten verbinden

# Die App

Die Huawei App stellt fast alle Funktionen zur Verfügung, wie wir diese auch von der Netgear Orbi App kennen. Auf den ersten Blick vermisse ich hier wenig.
Es werden alle mit dem System verbundenen Geräte, inklusive ihrer aktuell genutzten Daten-Downloadrate aufgelistet.
Auch ein Jugenschutzfilter kann pro Gerät – und das sogar zeitlich begrenzt – eingerichtet werden. Praktisch, wenn das Tablet sowohl vom Sprößling als auch von den Eltern genutzt wird. So kann man tagsüber bestimmte Inhalte blockieren und diese Abends freigeben.

Huawei App und Funktionen

Neben Diagnose-Funktionen und verschiedenen Einstellungen steht natürlich auch ein Gäste-WLAN zur Verfügung. Bei diesem können Freunde und Verwandte das Internet nutzen, aber nicht auf Ressourcen im WLAN Zugreifen.
Auch das Gast-WLAN kann, wenn gewünscht zeitlich begrenzt werden und schaltet sich so nach der angegeben Zeit wieder automatisch ab.
Ein aktivieren via Amazon-Alexa-Sprachdienst, ist wie bei Netgear Orbi, leider nicht möglich.
Hier sei aber fairerweise angemerkt, das ich diese Funktion beim Netgear System so gut wie noch nie verwendet habe.

Huawei Q2 Mesh System Satellit

#Fazit

Im Puncto WLAN-Abdeckung und Geschwindigkeit leisten beide Systeme – egal ob Netgear Orbi, als auch das Huawei – System beste Performance und sind uneingeschränkt zu empfehlen.
Beide Systeme bieten eine Smartphone App um stets den Überblick über das gesamte WLAN zu behalten und stellen recht ähnliche Funktionen für Diagnose und Konfiguration zur Verfügung. Von daher sind auch unter diesem Gesichtspunkt beide Systeme gleichermaßen empfehlenswert.

Der größte Unterschied liegt in der Backhaul. Während die Satelliten des Netgear Orbi System auf 2,4Ghz und 5Ghz untereinander kommunizieren, besteht bei dem Huawei System die Option, diese Kommunikation über das vorhandene Stromkabel zu realisieren. Das macht die Einrichtung wesentlich einfacher und schneller.
In diesem Punkt hat das Huawei System klar die Nase vor.

Bleibt nur noch der preisliche Aspekt. Hier sind sich beide Systeme sehr ähnlich:
Kostet das Netgear Orbi Starterset mit zwei Satelliten 279 Euro, so zahlt man für das Huawei Starterset mit zwei Satelliten 299 Euro – Powerline Funktion inklusive.

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crissxcross
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Chris, Gründer und Blogger von siio. Gelernter IT-Systemelektroniker, seit vielen Jahren beruflich als Produktmanager im Smart Home unterwegs. Technikverliebter Familienvater, Apple Fan. Nach einigen Jahren Stadtleben wieder froh auf dem Land zu sein.

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